Knudåge Riisager (1897 - 1974) - ein Däne im Umfeld der "Groupe des Six" in Paris

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    • Knudåge Riisager (1897 - 1974) - ein Däne im Umfeld der "Groupe des Six" in Paris

      Knudage Riisager (1897-1974) war ein dänischer Komponist. Geboren wurde er in Kunda, Estland, was damals zum Russischen Kaisereich gehörte. Er studierte in Kopenhagen Politikwissenschaften und nebenbei Musik bei Otto Malling und Peter Gram. Prägende Einflüsse erhielt er aber durch die "Groupe des Six", und auch Albert Roussel und Paul Le Flem, bei denen er auch studierte. Dadurch kam er auch mit Igor Strawinskij in Verbindung. Dementsprechend klingt seine Musik ab dieser Zeit eher französisch als nordisch. (den Abschnitt habe ich abgeändert, da er etwas undeutlich formuliert war).

      Riisager machte eine Doppelkarriere, er arbeitet über 20 Jahre als Beamter im Finanzministerium, wo er es bis zum Abteilungsleiter brachte (1926 - 1947). Nebenbei komponierte er und verfasste Musikbücher. Von 1956-1967 leitete er das Konservatorium. 1958 erhielt er das Verdienstkreuz 1. Klasse der BRD, wofür, habe ich nicht herausfinden können.

      Die Musik von Riisager ist bunt und farbig, wie die Cover der CDs, die Tonsprache ist dem Pariser Umfeld vergleichbar, der Tonfall eher verspielt und heiter.

      Er schrieb völlig unterschiedliche Werke, so zwei Symphonien, diverse Orchesterwerke, ein Concertino für Violine und Klavier, eines für Trompete und Streicher, mehrere Ballette, Streichquartette, aber auch eine Oper.


























      Es ist nicht schwer zu komponieren.Aber es ist fabelhaft schwer,die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen. (Johannes Brahms)

      Der Dirigent ist ein Facharbeiter,der zwanzig Jahre Berufsausbildung benötigt. (Herbert von Karajan)

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    • Sfantu schrieb:

      Mit anderen Worten: Roussel & Le Flem waren Mitglieder der Groupe de Six?
      Nein. Stimmt, das habe ich ungenau geschrieben. Das habe ich abgeändert, um keine Missverständnisse auszulösen.

      Ach, vielleicht kannst Du ja auch den ein oder anderen Komponisten hier vorstellen, das wäre schön.
      Es ist nicht schwer zu komponieren.Aber es ist fabelhaft schwer,die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen. (Johannes Brahms)

      Der Dirigent ist ein Facharbeiter,der zwanzig Jahre Berufsausbildung benötigt. (Herbert von Karajan)
    • Interessant, in der Tat. Das Ballett "Benzin" um einen liegen gebliebenen Motorradfahrer ist witzig, wurde aber nicht so verstanden und verschwand sofort wieder von der Bühne. Die gekonnte und originelle, alle Register ziehende Instrumentationskunst ohne Romantikschwulst bleibt.

      Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)
    • Neu

      Ich habe Riisager heute noch ein weiteres Mal vorspielen lassen und zwar die Sinfonia Concertante op. 34 für Streichorchester aus der schon weiter oben gezeigten "Symphonic Edition Vol. 3". Und das hat mir ganz ausgezeichnet gefallen. Die Musik ist hell und freundlich ohne leichtgewichtig zu wirken und besitzt für mich eine fast erhebende Qualität. Das ist kunstvoll gemacht (der alte Bach zwinkert herüber) und doch so leicht hingeworfen. Zeitgemäße Dissonanzen werden nicht zum expressiven Spannungsaufbau eingesetzt, sondern fast schelmisch hier und da eingestreut um gleich wieder zu verschwinden. Diese Viertelstunde ist Oberhaltung vom Allerfeinsten.

      :times10

      Der kommt sicher noch ofters in meinen Datenäther.



      Aarhus Symphony Orchestra, Bo Holten
      Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von Cetay ()