Franz Schmidt (1874 - 1939) - Der letzte Spätromantiker Österreichs?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Franz Schmidt (1874 - 1939) - Der letzte Spätromantiker Österreichs?

      Franz Schmidt wurde am 22.Dezember 1874 in Preßburg geboren, verstarb am 11.Februar 1939 in Perchtoldsdorf bei Mödling, nahe Wiens.

      Schmidts Begabung wurde früh von seiner Mutter, einer hervorragenden Pianistin, erkannt und gefördert. Später bekam er u.a. Unterricht bei Theodor Leschetzky (mit dem er sich wegen dessen veralterten Stiles überwarf) und Robert Fuchs. 1896 schloss er sein Studium ab.

      1896 bis 1911 war Schmidt Mitglied der Wiener Philharmoniker, bis 1914 Solo-Cellist der Wiener Hofoper. Er war als Organist, Begleiter, Solist, Kammermusiker und Dirigent anerkannt und gefeiert. 1914 wurde er Professor für Klavier an der Wiener Musikakademie, 1925 Direktor, 1927 bis 1931 ihr Rektor. Er gab Unterricht in Klavier, Cello, Komposition un Kontrapunkt.

      1938 musste er noch den Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich erleben. Das befürwortete er allerdings bei der Abstimmung im März 1938. Die Nazionalsozialisten hofierten ihn , und er wurde als der "bedeutenste lebende Komponist Österreichs" gefeiert. Den Krieg musste er nicht mehr erleben, denn am 11.Februar 1939 verstarb er im Alter von 64 Jahren. Er erhielt ein Ehrengrab auf dem Zentralfriedhof in Wien.

      Schmidt wäre heute ein großer Name in der Klassischen Musik, doch sein Verhalten pro Nazis machte dies im Grunde nach 1945 weitgehend zunichte. Immerhin gab es immer mal wieder Einspielungen und Aufführungen seiner Werke, aber er bekam immer noch nicht die Wertschätzung, die er meiner Meinung nach verdient hätte.

      Er schrieb vier Sinfonien (1902- 1934), zwei Opern, Das Oratorium "Das Buch mit sieben Siegeln" (1935-1937), was ein großer Erfolg wurde, eine Kantate, die er unvollendet hinterließ, und die Robert Wagner vollendete. Sie wurde 1939 uraufgeführt. Ein "Phantasiestück für Klavier und Orchester", was aus dem Manuskript heraus erst 2013 in Wien uraufgeführt wurde. (Unter Fabio Luisi und den Wiener Philharmonikern), ein Klavierkonzert Es-Dur für die linke Hand - 1934, was Friedirch Wührer später für eine zweihändige Aufführung umgearbeitet hat und "Konzertante Variationen über ein Thema von Beethoven für Klavier" für die linke Hand mit Orchesterbegleitung. Es gibt noch einie Werke an Kammermusik, so zwei Streichquartette. Des weiteren gibt es Kammermusik für Klavier, Bläser, Orgel, sowie Orgel und Bläser.

      Quelle: Wikipedia und das Booklet von Chandos/Sinfonien

      Seine Sinfonien wurden von Ludovit Rajter, Neeme Järvi, Fabio Luisi und Vassily Sinaisky eingespielt. Das Oratorium "Das Buch mit sieben Siegeln" gibt es unter Nikolaus Harnoncourt, Dimitri Mitropoulos, Fabio Luisi, Lothar Zagrosek und Franz Welser-Möst. Das Klavierkonzert und die Konzertante Variationen haben Ragna Schirmer und Markus Becker eingespielt.
      Es ist nicht schwer zu komponieren.Aber es ist fabelhaft schwer,die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen. (Johannes Brahms)

      Der Dirigent ist ein Facharbeiter,der zwanzig Jahre Berufsausbildung benötigt. (Herbert von Karajan)

















































    • Meine Auswahl ist natürlich nicht vollständig. Die Sinfonien kenne ich unter Järvi und Sinaisky, Einzelaufnahmen davon habe ich auch (etwa Blunier, den ich nicht aufgeführt habe, weil ich dessen Einspielung nicht auf dem Niveau von Järvi oder Sinaisky halte), bestellt habe ich Bishovs Einspielung. Luisis Einspielungen kenne ich überhaupt nicht. Beim "Buch mit sieben Siegeln" habe ich Harnoncourt, die reicht mir völlig aus.
      Es ist nicht schwer zu komponieren.Aber es ist fabelhaft schwer,die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen. (Johannes Brahms)

      Der Dirigent ist ein Facharbeiter,der zwanzig Jahre Berufsausbildung benötigt. (Herbert von Karajan)