Louis Spohr (1784 - 1859) - Komponist, Geigenvirtuose, Dirigent, Pädagoge und Konzertveranstalter

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    • Louis Spohr (1784 - 1859) - Komponist, Geigenvirtuose, Dirigent, Pädagoge und Konzertveranstalter

      Louis Spohr /1784 - 1859) dürfte zu den vielseitigsten Künstlern seiner Zeit gehört haben. Auf der einen Seite war er ein höchst angesehener Virtuose auf der Violine, der neben Paganini zu den Besten seiner Zeit gehörte, aber der anderen Seite war er auch ein Komponist, der wichtige Werke für Klarinette und Violine, aber auch 10 Sinfonien geschrieben hatte, und damit mehr, als seine damaligen Zeitgenossen.

      Geboren wurde er am 05.April 1784 in Braunschweig. Bereits früh wurde seine musikalische Begabung entdeckt und gefördert. Mit 12 Jahren wurde er nach Braunschweig ins Catharineum geschickt, was ein Gymnasium mit musikalischem Bereich war. Dort bekam er regelmäßigen Violinunterricht und kurze Zeit auch Unterricht in Komposition, welchen er nach kurzer abbrach.

      Bereits mit 15 Jahren wurde er vom Herzog von Braunschweig zum Kammermusiker ernannt und gefördert. So kam er zu Franz Eck (1774-1804), der ihn auch zugleich zu einem langen Russlandreise mitnahm, die erst 1803 zuende gehen sollte. Er wurde dann Schüler von Pierre Rode (1774-1830), einem Schüler Viottis, der ihn stark beeinflusste. Spohrs Ruf als Violin-Virtuose verbeitete sich schnell, so dass er zum 1805 bis 1813 Konzertmeister in Gotha berufen wurde.

      1813 wurde er zum Konzertmeister nach Wien berufen (Theater an der Wien). Dort traf er mehrere Male auf Beethoven, was er auch in seiner Autobiographie vermerkte. Bereits nach zwei Jahren gab er diese Position wieder auf, weil er sich mit dem Direktor des Theaters überworfen hatte. Er trat nun zu einer langen Reise in die Schweiz, Italien und Holland an. Dabei traf er auch den legendären Paganini.

      Im Winter 1817 wurde er Kapellmeister in Frankfurt/Main. Dort dirigierte er auch das Frankfurter Orchester der Museumsgesellschaft. Hier brachte er auch seine beiden Opern "Faust" und "Zemire und Azor" zur Aufführung, die große Erfolge wurden für ihn. Heute sind sie kaum noch zu sehen und hören. Trotzdem verließ er 1819 Frankfurt und reiste nach Belgien und Paris. 1820 dann war London an der Reihe, was ihn Ferdinand Ries vermittelte.

      Bereits nach vier Monaten kam er zurück, ließ sich in Dresden nieder und bekam durch die Vermittlung von Carl Maria von Weber in Kassel den Job als Hofkapellmeister zugeschoben. Im Januar 1822 trat er diese Position an, und trug sehr viel zur Belebung der Kultur und des Orchesters bei. Auch als Dirigent machte er durch Neuerungen, etwa das Dirigieren mit einer Papierrolle, auf sich aufmerksam. So wurde erstmals "ohne Geräusche" dirigiert. 10 Jahre später sollte er in London den Taktstock einführen, und damit Dinge neu einführen, die heute noch aktuell sind.

      Spohr erreichte mit dem Orchester in Kassel ein neues Niveau, zudem bereicherte er die Stadt mit einem Chor, der sich den Oratorien widmete. Ebenfalls sprach sich sein Ruhm als Lehrer für Violine herum, und man kann heute von einer "Spohr'schen Violinschule" sprechen, was es lange nicht mehr damals im deutschsprachigen Raum gegeben hatte. Zusätzlich war er ein sehr gefragter Dirigent, der in Deutschland und England Musikfeste oraenisierte. Wie er schaffte, dabei noch sehr produktiv zu komponieren, bleibt wohl sein Geheimnis.

      1835 trat er dem "Kunstverein Kurhessen" bei. Auch war der Präsident des "Deutschen National-Vereins für Musik und Wissenschaft".1847 wurde er in Kassel zum Generalmusikdirektor befördert, doch sein Fürst und damit Chef setzte ihn immer wieder kleinen Schikanen aus, was sich nach der Revolution 1849 noch verstärkte. 1857 wurde er gegen seinen Wunsch pensioniert. Man entzog im teilweise das Gehalt, doch seinem Ruf als Mensch und Künstler tat dies keinen Abbruch.

      Als Komponist wurde er mit Heinrich Marschner und Carl Maria von Weber ein Hauptvertreter der romantischen Oper. Er schrieb 10 Opern (1810-1844), 10 Sinfonien (1811-1857), drei Oratorien, mehrere Ouvertüren, die auch eigenständig wirkten, vier Klarinetten-Konzerte, 15 Violinkonzerte, fünf Concertanten, jede Menge Kammermusiken unterschiedlicher Natur (vom Solo-Stück bis hin zum Oktett nahezu die gesamte Bandbreite). Dazu weitere Orchester - und Chorwerke. Dazu kommen eine Violinschule (1831/32) und eine Selbstbiographie (1860/61 erschienen).

      Spohr wurde postum zahlreich geehrt. So ist er Ehrenbürger von Kassel, in Gotha gibt es eine "Spohrstraße" und auch das Haus, in dem er damals lebte, existiert noch heute. Mehrere Musikwettbewerbe tragen seinen Namen, seit 2009 gibt es in Kassel das "Spohr Museum" im dortigen Kulturbahnhof. In Gotha wurde 2013 der "Europäische Louis Spohr-Kulturverein" gegründet.

      Im Anschluss stelle ich diverse CDs vor, die man erwerben kann, und die die Musik Louis Spohrs wieder zum Klingen gebracht haben.

      Quellen : Wikipedia & Die Booklets der CPO-Sinfonien-Reihe
      Es ist nicht schwer zu komponieren.Aber es ist fabelhaft schwer,die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen. (Johannes Brahms)

      Der Dirigent ist ein Facharbeiter,der zwanzig Jahre Berufsausbildung benötigt. (Herbert von Karajan)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Maurice André ()

    • Eine weitere GA der Sinfonien wurde vom Label Hyperion vollendet. Diese Serie ist nur als Einzelreihe erhältlich, während die CPO-Einspielungen inzwischen nur noch als Paket verkauft werden. Restbestände sind noch über Amazon erhältlich, aber JPC hat kaum mehr was da. Die Qualität ist bei den Einspielungen als "sehr gut" zu beizeichnen. Mal hat CPO die bessere Einspielung vorgelegt, mal Hyperion.









      Es ist nicht schwer zu komponieren.Aber es ist fabelhaft schwer,die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen. (Johannes Brahms)

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    • Die Sinfonien, die man damals auf Marco Polo (inzwischen auch bei Naxos erhältlich) eingespielt hatte, waren die ersten Aufnahmen der Sinfonien überhaupt. Die Qualität erscheint mir, der alle CDs davon mal besessen hat, als doch eher durchschnittlich gelungen. Daher gebe ich diese nicht als Empfehlungen hier wieder. Zum Kennen lernen sind sie sicher ok, aber insgesamt sind eben CPO und Hyperion doch die besseren Einspielungen.

      Bei den Violinkonzerten und Concertanten macht man bei der CPO-Einspielung(en) im Grunde alles richtig. Bei den Klarinettenkonzerten bevorzuge ich Ernst Ottensamer, der viele Jahre Solo-Klarinettist der Wiener Philharmoniker war, bevor er plötzlich und völlig unerwartet 2017 durch einen Herzinfarkt mit 61 Jahren verstarb.
      Es ist nicht schwer zu komponieren.Aber es ist fabelhaft schwer,die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen. (Johannes Brahms)

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    • Jaja, der Spohr. Neben Boccherini der klarste Fall von (Musik-)Geschichtsrevision. Zu Lebzeiten war er eine Berühmtheit. Als Komponist war er bekannter als Robert Schumann, als Geigenvirtuose mit Paganini auf Augenhöhe. Heute muss man -abgesehen von zwei, drei Werken- Aufnahmen von Interpreten, die als erstrangig gelten, mit der Lupe suchen und wer für Konzerte keine weiten Reisen unternehmen will, muss viel Geduld aufbringen, bis er mal in der näheren Umgebung gespielt wird. Sicher, es gibt mittlerweile eine Gesamteinspielung seiner Streichquartette (aufgeteilt zwischen drei Ensembles, die sonst kaum hervorgetreten sind), seiner Violinkonzerte und gar drei Sinfonien-GAs. Aber zur durchgreifenden Renaissance hat das kaum beigetragen. Wir stellen uns den was weiß ich wievielten Zyklus der Beethoven-Quartette ins Regal und Spohr wird einfach ignoriert. Hand aufs Herz, wer von den Beethoven-Sammlern hat sich wenigstens ein halbes der drei Dutzend von Spohr komponierten Quartette zumindest einmal angehört, um sich selbst ein Bild zu machen? Und falls nicht... Warum?


      Meine erste Begegnung mit einem Spohrschen Quartett war gleich eine sehr beeindruckende.



      Streichquartett Nr. 27 d-moll, op. 84 Nr. 1
      New Budapest Quartet


      Von den Violinkonzerten ist nicht nur die gelegentlich auch von bekannten Virtuosen zu hörende Nr. 8 lohnend. Auch das 12. hat es in sich. Das zwanzigminütige einsätzige Werk quält sich von Andate grave über Largo con moto in den tänzerischen zweiten Teil, aus dem -in der u.g Interpretation- die schweren Schatten der ersten Hälfte nie ganz vertrieben werden.



      Violinkonzert Nr. 12 A-Dur, op. 79
      Takako Nishizaki, Philharmonisches Kammerorchester Bratislava, Libor Pesek


      Von den Sinfonien gefällt mit die 7. ganz ausgezeichnet. Dem herkömmlichen Sinfonieorchester wird eine zweite, eigenständige Instrumentengruppe (Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott, 2 Hörner, Streichquartett, Kontrabass) zur Seite gestellt. Dieses solitäre und in meinen Ohren sehr gelungene Experiment ist irgendwo zwischen Sinfonia Concertante und Konzert für Orchester anzusiedeln.



      Sinfonie Nr. 7 C-Dur, op. 121 "Das Irdische und Göttliche im Menschenleben"
      Tschechoslowakisches Staatsphilharmonieorchester Kosice, Alfred Walter


      Originell ist auch die 6. Sinfonie, die den Untertitel "Historische Symphonie im Stil und Geschmack vier verschiedener Zeitabschnitte" trägt und vielleicht das erste Beispiel eines bewusst betonten Eklektizismus darstellt, wie er erst über 100 Jahre später in Mode kam.



      Sinfonie Nr. 6, op. 116
      Orchestra Della Svizzera Italiana, Howard Shelly
      Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)

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    • Violinkonzerte
      Ulf Hoelscher, RSO Berlin, Christian Fröhlich


      cpo hat hier wieder ganze Arbeit geleistet. Für die Neuauflage hat man die Box um zwei CDs auf jetzt 8 erweitert und neben den offiziellen NUmmern 1-15 noch Werke ohne Opuszahl, Concertanten und weitere Stücke aufgenommen. Ob es das jemand "braucht", kann man wie immer -sinnlos- diskutieren. Ich habe noch genug damit zu schaffen, jedes der 15 Hauptkonzerte wenigstens einmal zu hören, gelohnt hat es sich allein durch die Entdeckung des Zehnten. (Die Nummerierung ist etwas irreführend, weil sie die Reihenfolge der Publikation angibt - das 10. entstand 5 Jahre vor dem 8.) Was hier an Klangraffinesse geboten wird, ist ganz stark; das geht schon in den ersten Sekunden der langsamen Einleitung los.
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    • Nonett F-Dur, op. 31
      Osmosis


      Die meines Wissens nach einzige Aufnahme des Nonetts mit Originalinstrumenten. Ich bin beileibe kein HIP-Aktivist, aber muss konstatieren, dass bei größer besetzten gemischten Kammerwerken (z.B. auch das Schubertsche Oktett) der Unterschied so eklatant und klar auf der Habenseite der historischen Tonkünstler ist, dass konventionelle Aufnahmen nur noch selten Gnade vor meinen Ohren finden.
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    • Danke für Deine sehr interessanten Beiträge zu Louis Spohr. Als an Kammermusik nur wenig interessierter Hörer kann ich dazu nur wenig beitragen. Ich habe das Oktett mal gehört, aber das ist ewig her. Die Violinkonzerte habe ich tatsächlich alle durch, aber auch dies ist schon Jahre her.

      Leider stimmt auch, dass man von seinen ganzen Werken im Grunde Null heute in den größeren Konzerthäusern hören kann. Allenfalls mal eines seiner Klarinettenkonzerte, die immerhin auch hin und wieder von einer Sabine Meyer oder Sharon Kam gespielt werden. Ein Martin Fröst , z.B., hat sie niccht eingespielt, hier kann man nur Mozart und immerhin Crussell finden, aber keinen Spohr. Nur Karl Leistner, Eduard Brunner, Peter Meyer, Michael Collins und dir von mir bereits erwähnten Ernst Ottensamer und Sharon Kam haben sie gespielt (Kam auch nicht alle). Schade.....
      Es ist nicht schwer zu komponieren.Aber es ist fabelhaft schwer,die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen. (Johannes Brahms)

      Der Dirigent ist ein Facharbeiter,der zwanzig Jahre Berufsausbildung benötigt. (Herbert von Karajan)
    • Spohrs Klarinettenkonzerte mit Karl Leister gehörten zu meinen ersten eigenen Klassik-Platten Mitte der 80er.
      Mit den Jahren kamen die Sinfonien & Kammermusik dazu. Spohr landet seitdem immer mal wieder auf dem Plattenteller - insgesamt gesehen aber eher sporadisch.

      Das dbg-Musiklexikon bringt die Stilistik auf diesen Nenner:

      Romantisches Feuer und ritterliche Leidenschaft verbanden sich in Spohr mit lyrischer Weichheit bis zum Biedermeierlichen. In seiner Tonsprache lebte Mozartsche Chromatik und der harmonische Reichtum von Schumann, Wagner und Brahms. Aber Spohr hatte nicht die Kraft, sich über das zeitgemäße Schmachten zu einer überzeitlichen Sprache zu erheben.

      Hartmut Becker dagegen streicht in seinem Spohr-Artikel im Csampai-Holland-Konzertführer heraus:

      Der in den 1830er Jahren von mehreren Schicksalsschlägen heimgesuchte Komponist mußte schließlich auf Grund familiärer Erfordernisse mehr und länger produktiv sein, als dies bei seiner sonst betont selbstkritischen Einstellung zu erwarten gewesen wäre. Ausgerechnet die ab 1840 entstandenen Spätwerke, meist schnell und routiniert geschrieben, aber substantiell unergiebig, wurden unglücklicherweise in hohen Auflagen verbreitet. Sie führten rasch zu Vorurteilen dem gesamten Spohrschen Œvre gegenüber, die in der Folgezeit und bis heute die wahre Bedeutung Spohrs verdunkelt und so die Erkenntnis weitgehend verhindert haben, daß eine Negation der besten Werke dieses Komponisten zu Mißverständnis und Verzerrung der romantischen Musikentwicklung führen muß.
      Später schreibt er noch sinngemäß, daß Spohr mit Biedermeier nichts zu tun habe, da sein unverwechselbarer Stil längst vor dieser Epoche ausgeprägt gewesen sei.

      Im Brockhaus-Riemann wird wiederum vermerkt:

      Seine auch an den späten Mozart anknüpfenden Kompositionen sind von einem gewissen, dem Sentimentalen zuneigenden Gestus nicht frei, der in der Vorliebe für Molltonarten und der häufigen Verwendung chromatischer Fortschreitungen seine Hauptursache hat.

      Zu Beckers Argumentation möchte ich einwenden: Wenn Spohr (in seiner 4. Sinfonie) oder Ives lange vor Ligeti, Reich oder Brubeck (& vermutlich in Unkenntnis afrikanischer Musik) polyrhythmische Elemente verwenden - darf man sie dann nicht Polyrhythmiker nennen, nur weil dies erst später oder in anderen Kulturkreisen Verwendung findet? Wenn man "Biedermeierlich" als süßlich, sentimental, schmachtend & melodienselig schönklingend begreift, dann finde ich, trifft das auf Vieles, was Spohr schrieb, zu.
      Das für sich genommen kann man durchaus genießen & es muß noch lange nicht abwertend gemeint sein.

      Als krassestes Beispiel eines Zuviel an schmalzig-verschnörkelter Zuckerbäcker-Musik sei das Quadrupel-Konzert für Streichquartett & Orchester op. 131 genannt. Nur Bruch schreibt noch schmachtender. Für mich jedenfalls schier unerträglich.

      Es gilt also, das Sowohl-als-auch bei Spohr zu erkennen & - wenn man will - die Spreu vom Weizen zu trennen.
    • Eine sicher herausragende Werkreihe bei Spohr sind seine Violinkonzerte.

      In meiner Sammlung befinden sich 3 Einzelaufnahmen. Zunächst diese hier:


      Konzerte für Violine & Orchester Nr. 7 e-moll op. 38 & Nr. 12 A-dur op. 79

      Takako Nishizaki, Filharmónia komorní orchestr Bratislava - Libor Pešek
      (LP, Marco Polo, 1985)

      Nr. 7

      Allegro 11'22
      Adagio 8'12
      Rondo. Allegretto 10'05

      Nr. 12

      Andante grave-Larghetto con moto-Alla Polacca 19'29

      Besonders die Nummer 7 ist weit mehr als nur hörenswert. Das Adagio ist frei vom vorher beschriebenen Sentiment. In seiner schlichten Schönheit für mich einer der herrlichsten langsamen Sätze überhaupt.


      Cetay schrieb:

      Auch das 12. hat es in sich. Das zwanzigminütige einsätzige Werk quält sich von Andate grave über Largo con moto in den tänzerischen zweiten Teil, aus dem -in der u.g Interpretation- die schweren Schatten der ersten Hälfte nie ganz vertrieben werden.
      Du bezogst Dich hier auf dieselbe Aufnahme. Ja, die ersten beiden Abschnitte haben schon so ihre Längen - das empfinde ich auch so. Für eine Polacca als Schlußsatz entschied sich Spohr scheinbar gern, jedenfalls immer mal wieder. Die Solistin kann ihren virtuosen Part sehr wirkungsvoll über diesem gemessenen Metrum entfalten, was sich eigentlich widerspricht. Hier macht aber gerade diese Reibung des etwas behäbigen Grundrhythmus' mit dem anspruchsvollen, teils wilden Solo einen speziellen Reiz aus.
      Keith Anderson führt eben diesen Finalsatz als Musterbeispiel der Prinzipien der 1831 (3 Jahre nach diesem Konzert) erschienenen Violinschule des Komponisten an.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Sfantu ()

    • Sfantu schrieb:

      Spohrs Klarinettenkonzerte mit Karl Leister gehörten zu meinen ersten eigenen Klassik-Platten Mitte der 80er.
      Bei mir waren es die Klarinettenkonzerte, die der hervorragende Ernst Ottensamer (bis zu seinem plötzlichen Tod langjähriger Solo-Klarinettist der Wiener Philharmoniker) bei Naxos eingespielt hatte.


      Sfantu schrieb:

      Eine sicher herausragende Werkreihe bei Spohr sind seine Violinkonzerte.
      Her hat CPO ja alle Konzerte aufgenommen und auch veröffentlicht.
      Es ist nicht schwer zu komponieren.Aber es ist fabelhaft schwer,die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen. (Johannes Brahms)

      Der Dirigent ist ein Facharbeiter,der zwanzig Jahre Berufsausbildung benötigt. (Herbert von Karajan)
    • Das 8. Violinkonzert a-moll op. 47 "In Form einer Gesangsszene"

      genießt (oder genoß), wie ich finde, nicht zu Unrecht eine gewisse Popularität. Die Idee, eben den Auftritt einer Opern-Protagonistin als Inspiration &/oder formales & stilistisches Schema zu wählen, ist originell & vielleicht schon ein frühes Beispiel späterer Werke in Spohrs Schaffen (Sinfonien), in denen er mit Formen, Besetzungen & Programmen spielerisch & entdeckungsfreudig umgeht. Gerade auch für seine Italienreise (Urauff hrung 1816 in Milano) ein cleverer Coup, ja Geniestreich!

      Ähnlich wie bei Nr. 12 gehen auch hier die einzelnen Abschnitte attacca ineinander über. Eine schöne Kurzcharakterisierung liefert Robert Dearling im Booklet zur Aufnahme mit Elizabeth Wallfish:

      Es beginnt in unheilsschwangerer Stimmung, die ein höchst dramatisches Operngeschehen anzudeuten scheint, und der Solist setzt mit einem Rezitativ ein, als wolle er die Szene beschreiben. Dies wird ziemlich lange gespielt, während das Orchester in angemessener Punktierung begleitet. Während der zweite Satz, ein Andante, ohne Pause einsetzt, führt die Violine ihre opernhafte Haltung mit einem arienähnlichen Zwischenspiel großer Schönheit fort. Ein bewegter mittlerer Abschnitt intensiviert die elegische Stimmung weiter, ehe der Solist den Satz friedvoll abschließt. Dieser Satz ist für Spohr von ungewöhnlicher Leidenschaft, er vernachlässigt jedoch weder das übliche Markenzeichen melodischer Eleganz des Komponisten noch seine Verpflichtung, den Solisten mit lohnenden Entfaltungsmöglichkeiten zu versorgen.


      Thomas Christian, Wiener Symphoniker - Dietfried Bernet
      (LP, sonocord, vermutlich Ende der 70er)

      Allegro molto-Adagio-Allegro moderato


      Elizabeth Wallfish, The Brandenburg Orchestra - Roy Goodman
      (CD, helios (bei mir noch hyperion), 1996)

      Allegro molto - Adagio - Allegro moderato 18'48

      Thomas Christian spielt mit mehr Attacke, mehr Feuer, (vielleicht) mehr Risiko. Seine Operndiva gehört klar zur hochdramatischen Fraktion. Das Orchester ist untadelig, die Aufnahme etwas kompakt, dennoch genügend transparent.

      Elizabeth Wallfish ist da hörbar zurückhaltender, gestaltet aber nicht weniger überzeugend. Insgesamt wird mehr differenziert - dynamisch wie agogisch. Die Solistin spielt mit wenig Vibrato, das Ensemble ebenfalls - es ist ein Historisierendes.
      Die Frequenz des gewählten Kammertons wird nicht erwähnt. Im direkten Vergleichshören der Anfangstakte wird aber klar, daß er tiefer sein muß als jener der Österreicher.

      Wie sind Spohrs übrigen Violinkonzerte?
      Welche ragen heraus & warum?
      Nr. 10 hatte Cetay bereits beschrieben.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Sfantu ()

    • Hatte bisher nur am Rande mal hier und da in etwas von Spohr hinein gehört.
      Sfantus Ausführungen, haben mich aber nun nochmal neugierig gemacht und schauen lassen.

      Mein Zugang geschieht gerade über diese beiden Sonaten.
      Wirkt sehr stabil. In sich ruhend, getragen. Darin dann auch ein Eigenleben entwickelnd für mein Empfinden.
      Schön.




      Louis Spohr - Sonate concertante in G-Dur, op. 115 & Sonate in c-Moll
      ( sowie Johann Andreas Amon - Sonate in Es-Dur )
      Chantal Mathieu, Harfe
      Martin Ulrich Senn, Flöte

      (Konnte keinen Unterschied zwischen den beiden CDs erkennen, vermute zweitere ( 2017 ) einfach eine neue Auflage.)
      Die Wälder wären still, wenn nur die begabtesten Vögel sängen.
      - Henry Jackson van Dyke jr. -

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von tapeesa ()

    • Sfantu schrieb:

      ... daß eine Negation der besten Werke dieses Komponisten zu Mißverständnis und Verzerrung der romantischen Musikentwicklung führen muß.
      Mal direkt gefragt: Hat Becker damit wirklich recht?

      Ist diese Entwicklung plötzlich eine andere, wenn man Spohr wieder häufiger spielt?

      Ich meine: nein. Denn seinen Anteil, sofern er denn wirklich so groß ist, hat er unabhängig von der heutigen Rezeption.

      Keiner der großen Namen der Romantik hat etwas anderes geschrieben, wenn Spohr stärker beachtet wird, und auch die Entwicklung ist noch immer 1:1 dieselbe.

      Es gibt nichts zu revidieren, weil er ja da war und zu seiner Zeit wahrgenommen wurde. Inwieweit sich die großen Namen auf ihn bezogen haben, lässt sich ggf an Selbstzeugnissen und musikalischen Zitaten feststellen. Mein Eindruck ist, dass sich der Spohrismus doch arg in Grenzen hält und Bach, Mozart, Beethoven für die Romantiker die weit wichtigeren Referenzgrößen waren.

      Ohne Spohr damit abzuwerten, möchte ich mal eine Frage in den Raum stellen:

      Loben wir bei Komponisten der zweiten Reihe nicht Werke, zu denen wir bei den großen Namen nur mit den Schultern zucken würden, weil sie Besseres geschrieben haben?

      Oder anders gefragt:

      Ist es ein Qualitätsnachweis, wenn ein Werk so gut ist wie ein mäßiges Mozart-Stück, das auch eher selten aufgeführt wird, weil es nicht so dolle ist?

      LG, Werther
    • Werther schrieb:

      Loben wir bei Komponisten der zweiten Reihe nicht Werke, zu denen wir bei den großen Namen nur mit den Schultern zucken würden, weil sie Besseres geschrieben haben?
      Oder anders gefragt:

      Ist es ein Qualitätsnachweis, wenn ein Werk so gut ist wie ein mäßiges Mozart-Stück, das auch eher selten aufgeführt wird, weil es nicht so dolle ist?

      LG, Werther
      Das sind interessante Fragen, auf die ich - überraschenderweise ;) - keine Antwort weiß. Stattdessen würde ich gerne die Präliminarien umdrehen und die Fragen anders stellen:

      Loben wir bei Komponisten der ersten Reihe nicht Werke, beachten wir sie zumindest, die wir bei den kleinen Namen gar nicht erst zur Kenntnis nehmen würden?

      Oder anders gefragt:

      Ist es ein Qualitätsnachweis, wenn ein wirklich interessantes Stück eines Nebenmeisters selten aufgeführt wird, eben weil es nicht von einem Meister aus der ersten Reihe stammt?

      Ein paar Beispiele würden mir da schon einfallen, wenn ich etwa meine Hörerfahrung zu den erstaunlichen drei Sinfonien von Anton Zimmermann hernehme, die vor nicht allzu langer Zeit veröffentlicht wurden, oder wenn es um Integralen großer Komponisten geht ...

      :D :) Wolfgang
    • Andréjo schrieb:

      Das sind interessante Fragen, auf die ich - überraschenderweise ;) - keine Antwort weiß. Stattdessen würde ich gerne die Präliminarien umdrehen und die Fragen anders stellen:
      Loben wir bei Komponisten der ersten Reihe nicht Werke, beachten wir sie zumindest, die wir bei den kleinen Namen gar nicht erst zur Kenntnis nehmen würden?

      Oder anders gefragt:

      Ist es ein Qualitätsnachweis, wenn ein wirklich interessantes Stück eines Nebenmeisters selten aufgeführt wird, eben weil es nicht von einem Meister aus der ersten Reihe stammt?
      Völlig berechtigte Fragen.

      Zu Frage 1: Das ist mit Sicherheit so. Und es ist auch nicht gerecht. Ich konnte noch nie verstehen, warum bei Mozart oder Beethoven manche Sonaten oder Sinfonien auf dem Spielplan landen, bei denen sich die Qualität der musikalischen Grundideen wirklich in Grenzen hält. Manchmal sind Ihnen einfach keine guten Themen eingefallen. Da freue auch ich mich eher, wenn z.B. ein schönes Stück aus der Mannheimer Schule ausgegraben wird. Da haben alle mehr davon.

      Zu Frage 2: Nein, das ist auch kein Qualitätsnachweis. Nur sollte man auch ehrlich sein und schauen, ob es wirklich interessant ist - oder ob man es z.B. in Wahrheit nur ausgräbt, weil es eine Frau geschrieben hat oder weil man sonst irgendwie meint, soziales Unrecht wieder gut machen zu müssen. Bei Spohr gilt aber zugegeben beides nicht. ;)

      Ich hab zu alledem ohnehin noch eine ganz eigene Meinung:

      Der Kanon der bis heute bevorzugten Dur-moll-tonalen klassischen Musik wächst doch kaum noch, weil sich die E-Musik über weite Strecken von den traditionellen Wegen verabschiedet und so den Kontakt zu breiten Hörerschichten verloren hat.

      Da man die Standards aber langsam nicht mehr hören kann, gräbt man in der zweiten Reihe der Komponisten oder in den weniger beachteten Werken der großen Meister herum - in der Hoffnung, noch ein paar Dur-moll-tonale Goldkörner zu finden, die von der zeitgenössischen Musik einfach nicht mehr geliefert werden.

      Diese Hoffnung wird leider oft enttäuscht, da sollte man sich nichts vormachen. Wir sollten aber vielleicht auch so ehrlich sein, uns einzugestehen, dass es vielen von uns in Wahrheit um genau diese Hoffnung geht.

      LG, Werther
    • Werther schrieb:

      Ist diese Entwicklung plötzlich eine andere, wenn man Spohr wieder häufiger spielt?

      Ich meine: nein. Denn seinen Anteil, sofern er denn wirklich so groß ist, hat er unabhängig von der heutigen Rezeption.
      Die Entwicklung ist ja bereits geschehen, daher ist diese Frage mit "Nein" zu beantworten, aber die Frage ist auch so gestellt worden, dass man nicht anders hätte antworten können. Ich würde jetzt mal bösartig sagen, dass sie extra so gestellt wurde, damit man nur mit Nein antworten konnte. Und Nein, ich wollte Dir damit absolut nichts unterstellen, sondern es völlig wertneutral beantworten.


      Werther schrieb:

      Keiner der großen Namen der Romantik hat etwas anderes geschrieben, wenn Spohr stärker beachtet wird, und auch die Entwicklung ist noch immer 1:1 dieselbe.
      Nun, auch das ist irgendwie logisch, stellt aber immer noch nicht den Rang her, den Spohr vielleicht verdient gehabt hätte.


      Werther schrieb:

      Ohne Spohr damit abzuwerten, möchte ich mal eine Frage in den Raum stellen:

      Loben wir bei Komponisten der zweiten Reihe nicht Werke, zu denen wir bei den großen Namen nur mit den Schultern zucken würden, weil sie Besseres geschrieben haben?

      Oder anders gefragt:

      Ist es ein Qualitätsnachweis, wenn ein Werk so gut ist wie ein mäßiges Mozart-Stück, das auch eher selten aufgeführt wird, weil es nicht so dolle ist?
      Ich sehe es völlig anders. Etwa, welche Werke sog. "Komponisten der zweten Reihe" sind als Bindeglieder oder Scharnieren zwischen den eventuell noch wichtigeren Kompositionen der "ersten Garde" zu benennen? Hat Spohr da Werke geschrieben, die diesen nicht unwichtigen Platz einnehmen könnten. Wenn ja, welche?


      Werther schrieb:

      Da man die Standards aber langsam nicht mehr hören kann, gräbt man in der zweiten Reihe der Komponisten oder in den weniger beachteten Werken der großen Meister herum - in der Hoffnung, noch ein paar Dur-moll-tonale Goldkörner zu finden, die von der zeitgenössischen Musik einfach nicht mehr geliefert werden.
      Das sehe ich auch anders. Man hat einfach Interesse an diesen Komponisten wiedergefunden, so wie man schon einmal einen völlig vergessenen Komponisten mit dem Namen Johann Sebastian Bach rund 100 Jahre nach dessen Tod wieder aus der Kiste geholt hat. Das war ein gewisser Felix Mendelssohn gewesen. Und aus heutiger Sicht dürfte man bei JSB wohl kaum von einem "Künstler der zweiten Reihe" sprechen.

      Ähnlich verhält es sich mit dem Namen Hans Rott. Er wurde über 100 Jahre nicht mehr beachtet, und gilt heute als wichtiges Bindeglied von Bruckner zu Mahler (mit seiner Sinfonie E-Dur etwa). Heute wird er hin und wieder im Konzertsaal gespielt, und auch diverse Einspielungen liegen vor dieses Werkes.

      Spohr steht mit beiden Beinen in der Romantik, das kann man in seinen Werken auch heraus hören. Damit ist er einer der frühen Komponisten, die noch im 18.Jahrhundert geboren wurden, die doch bereits zur damaligen "Moderne" zählten. Dass er später den Anschluss verpasste, ist ein anderes Kapitel, aber zu seiner Zeit war er ein hoch geschätzter Musiker und Komponist, das musste ja Gründe haben. Ihn deshalb heute in die zweite Reihe zu schieben, halte ich für auf der einen Seite berechtigt (seine Sinfonien sind nicht alle auf dem Niveau seiner höher bewertenden Zeitgenossen), aber in den Bereichen "Solo-Konzerte" und vielleicht auch "Kammermusik" nicht für berechtigt. Hier sollte man es differenzierter bewerten. Gerade seine Klarinettenkonzerte stehen für mich nicht hinter jenen von etwa Mozart, Weber oder Crussell. Sie gehören in die gleiche Klasse.
      Es ist nicht schwer zu komponieren.Aber es ist fabelhaft schwer,die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen. (Johannes Brahms)

      Der Dirigent ist ein Facharbeiter,der zwanzig Jahre Berufsausbildung benötigt. (Herbert von Karajan)
    • Maurice André schrieb:

      Die Entwicklung ist ja bereits geschehen, daher ist diese Frage mit "Nein" zu beantworten, aber die Frage ist auch so gestellt worden, dass man nicht anders hätte antworten können. Ich würde jetzt mal bösartig sagen, dass sie extra so gestellt wurde, damit man nur mit Nein antworten konnte. Und Nein, ich wollte Dir damit absolut nichts unterstellen, sondern es völlig wertneutral beantworten.
      Ich sehe es völlig anders. Etwa, welche Werke sog. "Komponisten der zweten Reihe" sind als Bindeglieder oder Scharnieren zwischen den eventuell noch wichtigeren Kompositionen der "ersten Garde" zu benennen? Hat Spohr da Werke geschrieben, die diesen nicht unwichtigen Platz einnehmen könnten. Wenn ja, welche?

      Das sehe ich auch anders. Man hat einfach Interesse an diesen Komponisten wiedergefunden, so wie man schon einmal einen völlig vergessenen Komponisten mit dem Namen Johann Sebastian Bach rund 100 Jahre nach dessen Tod wieder aus der Kiste geholt hat. Das war ein gewisser Felix Mendelssohn gewesen. Und aus heutiger Sicht dürfte man bei JSB wohl kaum von einem "Künstler der zweiten Reihe" sprechen.
      Punkt 1: Stimmt, die Frage sollte nicht anders beantwortet werden. ;) Sie war rhetorisch.

      Punkt 2: Scharnierfunktion - ok. Ist ein Ansatz. Dann müssten aber in der Tat auch die entsprechenden Werke genannt und Belege angeführt werden.

      Punkt 3: Der Vergleich mit JSB stimmt formal. Aber auch inhaltlich? Den qualitativen Vergleich hält Spohr doch im Leben nicht aus.

      Davon abgesehen, war Bach nie so vergessen wie oft behauptet, sondern spielte in der Musikausbildung stets eine wichtige Rolle - was man von Spohr m.E. nicht behaupten kann. Bach wurde kaum öffentlich gespielt, da es damals überhaupt keine historische Musikpflege gab - aber er war präsent.

      Galt das auch für Spohr, obwohl er nicht mehr gespielt wurde?

      LG, Werther