Brahms - Die Klaviersonaten

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    • hallo,

      auch ich schätze die drei sonaten brahms' sehr. ich bevorzuge die 2. und 3. sonate. IMO stellt die interpretation claudio arraus hinsichtlich der 2. sonate eine art referenz dar. die verbindung von transparenz und klang gelingt hier auf wunderbarer weise. das gilt auch für seine anderen brahms-interpretationen wie den konzerten und den paganini-variationen.

      die dritte sonate, da kenne ich eine ganze serie von vorzüglichen bis referenzartigen darstellungen: zimerman (live), hough (live und studio), ashkenazy (DECCA), siirala (ondine).

      gruß, siamak :engel
    • hallo,

      auch ich schätze die drei sonaten brahms' sehr. ich bevorzuge die 2. und 3. sonate. IMO stellt die interpretation claudio arraus hinsichtlich der 2. sonate eine art referenz dar. die verbindung von transparenz und klang gelingt hier auf wunderbarer weise. das gilt auch für seine anderen brahms-interpretationen wie den konzerten und den paganini-variationen.

      die dritte sonate, da kenne ich eine ganze serie von vorzüglichen bis referenzartigen darstellungen: zimerman (live), hough (live und studio), ashkenazy (DECCA), siirala (ondine).

      gruß, siamak :engel
    • Brahms - Die Klaviersonaten

      Liebe Forumsmitglieder ,

      ich empfehle s e h r die INterpretation der 3. Klaviersonate von J. Brahms durch Solomon ( Label : Testament ; gekoppelt mit Schumanns "Carnaval" ) .
      Musikalische Wertung : *****
      ( Nach meiner persönlichen Wertungsskala : 9,5 von 10 Punkten ) .

      Grüsse ,

      Frank
    • Brahms - Die Klaviersonaten

      Liebe Forumsmitglieder ,

      ich empfehle s e h r die INterpretation der 3. Klaviersonate von J. Brahms durch Solomon ( Label : Testament ; gekoppelt mit Schumanns "Carnaval" ) .
      Musikalische Wertung : *****
      ( Nach meiner persönlichen Wertungsskala : 9,5 von 10 Punkten ) .

      Grüsse ,

      Frank
    • RE: Brahms - Die Klaviersonaten

      Liebe Brahms - Freunde ,

      nach mehrmaligem Hören muss ich die Aufnahmen der Sonate durch Wilhelm Kempff ( DGG u n d BBC Legends ) unbedingt empfehlen . Grossartiges Deutungen durch eine grossen Pianisten .

      Grüsse ,

      Frank

      PS,; Natürlich bei allen drei Sonaten Julius Katchen ( Decca ) ..

      Überzeugend bei der zweiten Sonate , wie Siamak dies schon hervorhob ist Claudio Arrau . F.
    • RE: Brahms - Die Klaviersonaten

      Liebe Brahms - Freunde ,

      nach mehrmaligem Hören muss ich die Aufnahmen der Sonate durch Wilhelm Kempff ( DGG u n d BBC Legends ) unbedingt empfehlen . Grossartiges Deutungen durch eine grossen Pianisten .

      Grüsse ,

      Frank

      PS,; Natürlich bei allen drei Sonaten Julius Katchen ( Decca ) ..

      Überzeugend bei der zweiten Sonate , wie Siamak dies schon hervorhob ist Claudio Arrau . F.
    • RE: Brahms - Die Klaviersonaten

      Original von Ganong
      Liebe Forumsmitglieder ,

      ich empfehle s e h r die INterpretation der 3. Klaviersonate von J. Brahms durch Solomon
      Musikalische Wertung : *****
      ( Nach meiner persönlichen Wertungsskala : 9,5 von 10 Punkten ) .


      Lieber Frank,

      abermals ganz herzlichen Dank, diesmal für diesen kostbaren Hinweis! Ein gleiches Niveau wie auch die späten Beethoven-Sonaten von ihm! Ausgezeichnet! Ich höre sie gerade erstmals mit Genuss in der Carus-Ausgabe (gekoppelt mit Brahms-Werken von Walter Klien).

      Auch entdecke ich gerade, ganz vergessen zu haben, noch die Charakterisitk der, um die wie mit den Wölfen geheult wird, nachzutragen. Ich werde gleich Grimaud vergleichhören...
      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)
    • RE: Brahms - Die Klaviersonaten

      Original von Ganong
      Liebe Forumsmitglieder ,

      ich empfehle s e h r die INterpretation der 3. Klaviersonate von J. Brahms durch Solomon
      Musikalische Wertung : *****
      ( Nach meiner persönlichen Wertungsskala : 9,5 von 10 Punkten ) .


      Lieber Frank,

      abermals ganz herzlichen Dank, diesmal für diesen kostbaren Hinweis! Ein gleiches Niveau wie auch die späten Beethoven-Sonaten von ihm! Ausgezeichnet! Ich höre sie gerade erstmals mit Genuss in der Carus-Ausgabe (gekoppelt mit Brahms-Werken von Walter Klien).

      Auch entdecke ich gerade, ganz vergessen zu haben, noch die Charakterisitk der, um die wie mit den Wölfen geheult wird, nachzutragen. Ich werde gleich Grimaud vergleichhören...
      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)
    • Original von ab
      Und nun komme ich zu jener Aufnahme, weshalb ich schon seit langem hege, über die Brahms-Sonten hier etwas zu schreiben: Für einen Euro fiel mir nämlich jene von Hélène Grimaud aus der Denon-Box bei BrilliantClassics in Hände.
      Was also charakterisiert diese Brahms-Aufnahme und was ist da anders als bei den DG-Aufnahmen (und auch schon die bei Erato sollen mäßig sein)?


      Grimaud spielt mit einer unglaublichen Jugendlichkeit in bezwingender Hochdramatik. Dabei wirkt sie aber nicht unruhig-gehetzt oder gar fiebrig, sondern dennoch eher wie aus einer Ruhe (gelegentlich eruptiv) heraus. Sie verfügt trotz kräfigem Zugriff über einen spezifischen Ton, tendentiell auf der schlankeren Seite, wo die andere heute fast nur mehr Noten herauszuhämmern versehen. Ihre Virtuosität steht niemals als Selbstzweck im Raum, sondern dient ihr für ihren bezwingenden Ausdruck. Die dynamischen Bögen sind von überzeugender Gleichmäßgkeit. Fort heißt nicht bloß "laut", sondern wird wirklich "kräftig". Die ganze Musik ist von einer Intensität, als stünde sie unter Strom. Ihre Interpretation speist sich insbesondere aus dem Rhythmischen.

      Besonders schätze ich ihren polyphonen Zugriff, sprich sie arbeit nicht eine Linie heraus, wozu ihr der Rest als bloße Begleitung dient, sondern mehrere Linien laufen gemeinsam nebeneinander. Auch mag ich so besonders, dass sie die Betonung eher auf den Phrasenanfang legt und somit die Musik nicht nach hinten hin immer weiterfließend oder -drängend gestaltet: dadurch erklärt sich wohl die hereingebrachte Ruhe. Jeder Anspannung folgt auch wieder ihre erfordeliche Entspannung.

      Das Grandiose dieser Brahmssonaten Nr. 2 & 3 ist, dass alle Sätze wie eine einzige Einheit aus einem Guss zu sein scheinen. Oftmals erklingt ja Brahms wie in einzelen Teile zerfallend.

      Sicher, wer Tiefe und Schwere hören will, kommt hier nicht auf seine Rechnung, aber wer ehrliche Intensität zu schätzen weiß, dem kann ich diese Aufnahme sehr ans Herz legen.

      Wie schon an anderer Stelle geschrieben, hörte ich inzwischen auch ihren Erato-Brahms - mit demselben Eindruck wie auch sonst: ich kenne sonst nichts von ihr interpretiert, was mich wirklich überzeugt hätte. Aber dieser Brahms begeistert mich jedes Mal aufs Neue.
      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)

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    • Original von ab
      Und nun komme ich zu jener Aufnahme, weshalb ich schon seit langem hege, über die Brahms-Sonten hier etwas zu schreiben: Für einen Euro fiel mir nämlich jene von Hélène Grimaud aus der Denon-Box bei BrilliantClassics in Hände.
      Was also charakterisiert diese Brahms-Aufnahme und was ist da anders als bei den DG-Aufnahmen (und auch schon die bei Erato sollen mäßig sein)?


      Grimaud spielt mit einer unglaublichen Jugendlichkeit in bezwingender Hochdramatik. Dabei wirkt sie aber nicht unruhig-gehetzt oder gar fiebrig, sondern dennoch eher wie aus einer Ruhe (gelegentlich eruptiv) heraus. Sie verfügt trotz kräfigem Zugriff über einen spezifischen Ton, tendentiell auf der schlankeren Seite, wo die andere heute fast nur mehr Noten herauszuhämmern versehen. Ihre Virtuosität steht niemals als Selbstzweck im Raum, sondern dient ihr für ihren bezwingenden Ausdruck. Die dynamischen Bögen sind von überzeugender Gleichmäßgkeit. Fort heißt nicht bloß "laut", sondern wird wirklich "kräftig". Die ganze Musik ist von einer Intensität, als stünde sie unter Strom. Ihre Interpretation speist sich insbesondere aus dem Rhythmischen.

      Besonders schätze ich ihren polyphonen Zugriff, sprich sie arbeit nicht eine Linie heraus, wozu ihr der Rest als bloße Begleitung dient, sondern mehrere Linien laufen gemeinsam nebeneinander. Auch mag ich so besonders, dass sie die Betonung eher auf den Phrasenanfang legt und somit die Musik nicht nach hinten hin immer weiterfließend oder -drängend gestaltet: dadurch erklärt sich wohl die hereingebrachte Ruhe. Jeder Anspannung folgt auch wieder ihre erfordeliche Entspannung.

      Das Grandiose dieser Brahmssonaten Nr. 2 & 3 ist, dass alle Sätze wie eine einzige Einheit aus einem Guss zu sein scheinen. Oftmals erklingt ja Brahms wie in einzelen Teile zerfallend.

      Sicher, wer Tiefe und Schwere hören will, kommt hier nicht auf seine Rechnung, aber wer ehrliche Intensität zu schätzen weiß, dem kann ich diese Aufnahme sehr ans Herz legen.

      Wie schon an anderer Stelle geschrieben, hörte ich inzwischen auch ihren Erato-Brahms - mit demselben Eindruck wie auch sonst: ich kenne sonst nichts von ihr interpretiert, was mich wirklich überzeugt hätte. Aber dieser Brahms begeistert mich jedes Mal aufs Neue.
      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)

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    • Kennt jemand die Aufnahmen von Andreas Boydens bei Oehms, die hier als "Nüchtern, aber spannend" und da als "mit Zurückhaltung musiziert" charakterisiert worden sind?

      Ich weiß nie, ob eine Charakterisierung wie "kein sentimentaler Tonfall" dann womöglich ausdruckslos-mechanisch heißt...



      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)

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    • Kennt jemand die Aufnahmen von Andreas Boydens bei Oehms, die hier als "Nüchtern, aber spannend" und da als "mit Zurückhaltung musiziert" charakterisiert worden sind?

      Ich weiß nie, ob eine Charakterisierung wie "kein sentimentaler Tonfall" dann womöglich ausdruckslos-mechanisch heißt...



      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)

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    • Hallo Brahms Freunde,

      eben hörte ich nochmals seit langer Zeit die Klaviersonate #3 op.3 in der Liveaufnahme von G. Sokolov von 20. Oktober 1993 aus Paris.



      Die Publikumsgeräusche sind vernachlässigbar, der Klang doch recht gut.

      Und die Interpretation?
      Wunderbar, Sokolov verfügt einfach über alle Fähigkeiten um ein solches Werk zu Interpretieren. Kraftvoller Anschlag und dennoch in der Lage farbiges, seidenweiches Klavierspiel darzubieten. Dadurch erzeugt Sokolov Abgründe und erfaßt den Zuhörer.

      Man höre einfach den 2. Satz mal. Einfach zum :down Wie da die Melodieführung ist, feinste Anschlagdifferenzierung in Sinne des Ausdrucks und dieser Fluß der Musik :down


      Ein wunderbares Werk. Leider relativ wenig eingespielt wenn man über die Diskographie schaut und dies mit anderen Werken vergleicht.
      _____

      Administrator: Das Klassikforum
    • Original von Rachmaninov
      Hallo Brahms Freunde,

      eben hörte ich nochmals seit langer Zeit die Klaviersonate #3 op.3 in der Liveaufnahme von G. Sokolov von 20. Oktober 1993 aus Paris.

      [Ein wunderbares Werk. Leider relativ wenig eingespielt wenn man über die Diskographie schaut und dies mit anderen Werken vergleicht.



      Ein merkwürdiger Zufall, auch ich habe heute abend Brahmsens dritte Klaviersonate op. 5 gehört, zweimal sogar, einmal Arrau live (1978 in einem Konzert aus Anlaß seines 75.) und einmal im Studio (1971, Philips):





      Trotz aller merkwürdigen Nebengeräusche bis zum Quietschen hin ist die Live-Aufnahme, in der Arrau die Sonate ein wenig rascher nimmt als im Studio, vorzuziehen. In seinem Überblicksartikel im "Gramophone" 2/2008 hat Distler leider die Version von 1978 unterschlagen, die er auf der Website "classicstoday.com" sehr positiv besprochen hat. Jedenfalls ist dies nicht der Brahms eines alten Mannes … :down

      Und ich kann mir nicht verkneifen darauf hinzuweisen, daß Distler Sokolov im "Gramophone" als den King Kong der Brahmsspieler bezeichnet hat ...

      Gruß, Zelenka
      "Mit Kempff habe ich nur ein einziges Mal gespielt, und er meinte hinterher, er werde nie wieder mit mir spielen, weil ich beim Dirigieren singe. Und dabei war er eines meiner Idole gewesen." Sir Colin Davis
    • Original von Zelenka
      Trotz aller merkwürdigen Nebengeräusche bis zum Quietschen hin ist die Live-Aufnahme, in der Arrau die Sonate ein wenig rascher nimmt als im Studio, vorzuziehen. In seinem Überblicksartikel im "Gramophone" 2/2008 hat Distler leider die Version von 1978 unterschlagen, die er auf der Website "classicstoday.com" sehr positiv besprochen hat. Jedenfalls ist dies nicht der Brahms eines alten Mannes … :down

      Und ich kann mir nicht verkneifen darauf hinzuweisen, daß Distler Sokolov im "Gramophone" als den King Kong der Brahmsspieler bezeichnet hat ...


      Ich freue mich sehr, dass Dir die Live-Aufnahme auch so gut gefällt! :) Die Nebengeräusche hörte ich irgendwann gar nicht mehr, nur dieses Quietsche-Entchen (so klingt es zumindest) ist etwas seltsam. Der herrliche Arrau-Klang macht alles vergessen! Und was für eine Interpretation! :down - Sokolov empfinde ich auch als etwas grob.

      Gruß, Cosima

      P.S. an Wolfgang: Hattest Du Dir nicht auch die CD bestellt?
    • Original von Cosima

      [...]

      P.S. an Wolfgang: Hattest Du Dir nicht auch die CD bestellt?


      Seit meiner Bestellung sind zwei Sendungen bei mir eingetroffen, jedesmal mit dem Hinweis "Portofrei nachgeliefert werden ... Claudio Arrau in Con..." ?(

      Harre der CD, die hoffentlich bald eintrifft. Vielleicht kaufe ich bei nächster Gelegenheit eine verfügbare Studio-Einspielung. Mal sehen was das Angebot so hergibt.

      Viele Grüße,
      Wolfgang
      Wir sollten uns nicht brüsten, der Gipfel der Evolution zu sein, sondern uns daran freuen, eine Art Freak der Natur zu sein.
      So etwas wie uns wird die Evolution nie wieder hervorbringen. (Paul Sereno, Paläontologe)