Die 4 Sinfonien von Johannes Brahms

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    • Die 4 Sinfonien von Johannes Brahms

      Liebe Forianer,

      Ganong beklagt in seinem Thread "Brahms - Die KLaviersonaten" die geringe Auseinandersetzung mit Brahms' KLaviersonaten aber auch seiner Sinfonien. Über die Sonaten ist einiges geschrieben worden, die Diskussion sollte fortgesetzt werden.
      Hier möchte ich einige persönliche Gedanken zu den 4 Sinfonien und ihre Interpretationen kundtun und gleichzeitig die Auseinandersetzung mit der Musik von Brahms wieder beleben. Wenn ich zu ausführlich bin, bitte ich um Nachsicht.

      Im Gegensatz zu seinen KLaviersonaten, vielen seiner Kammermusikwerken und Liedern sind seine Sinfonien und Konzerte im Konzertrepertoire fest verankert, die/das eine häufiger als die/das andere.

      Alle Brahms-Sinfonien sind Final-Sinfonien, die den Schlusssatz mit Pauken und Trompeten zu einem krönenden, Beifall erheischenden, Abschluss führen. Auch die 3. Sinfonie gehört in diese Kategorie, sie hat ihren Höhepunkt weniger Minuten vor dem Ende, der verhalteneSchluss verdichtet das thematische Geschehen noch einmal und schlägt verklärt einen Bogen zum Anfang. Spätestens hier offenbart sich auch der Bewusstseinsstand des Dirigenten. Dieser leise Schluss bedeutet aber auch, dass die für mich beste, brahmssische der 4 Sinfonien am seltesten aufgeführt wird.

      Brahms war gewiss erleichtert, als er nach jahrelanger Arbeit mit vielen Umarbeitungen, Verwerfungen und Korrekturen seine 1. Sinfonie freigab. Er befreite sich sich damit von dem Trauma, nach LvB noch eine vollgültige Sinfonie schreiben zu können, in der auch die unverwechselbare Handschrift ihres Schöpfers offenbar wird. Andererseits fief er noch einmal (nach op.1) sein großes Vorbild Beethoven mit der Anlehnung/Umwandlung des Freudenthemas in den Zeugenstand.Hier hat Bülows Titulierung als Beethovens Zehnte seinen Ursprung. NAch den ersten Aufführungen hat der überaus selbstkritische Komponist noch einige Änderungen besonders im Adagio vorgenommen. Die erste hat als einzige seiner Sinfonien noch eine Einleitung. Hier gibt sich Brahms als der den richtigen Weg suchende. Meine Aufmersamkeit richtet sich am Ende der Einleitung aud die Mini-Engführung der Melodie aus Oboe, Flöte und Cello (T.29-36). Viele Dirigenten lassen darüber wegspielen, nicht so Bruno Walter vor allem in seiner letzten Aufnahme der Sinfonie, sehr zwingend.
      Von allen Brahms-Sinfonien war es diese Sinfonie, zu der ich zuletzt Zugang fand. Alle Sinfonien habe ich mehrmals im Konzertsaal gehört, die 3. jedoch noch nie!!

      Die 2. Sinfonie ist nicht mit Konflikten belastet wie ihre Vorgängerin. Ich genieße sie, lehne mich zurück, träume aber nicht vom Wörther-See. Für die Interpreten gibt es jedoch einige Nüsse zu knacken, z. B. die Tempi und ihre Relation zueinander. Heutzutage wird da vieles verschleppt und der ZUsammenhang geht fast verloren, besonders dann, wenn auch die Exposition des 1.SAtzes wiederholt wird. Einen großen Stellenwert misst Brahms den Holzbläsern und Hörnern zu.

      Die 3. Sinfonie wird oft al fresco dirigiert: große Linien, große Bögen, große Emotionen. Aber das von Brahms fein verwobene thematische Material, manchmal auch nur in Andeutungen, wird einfach "überfahren", nicht angedeutet oder nicht wahrgenommen, da fallen auch die gerade nicht lauten, hinaustrompeteten KOmprimierungen einfach unter die Notenpulte. Dass Brahms nicht nur mit dickem Stift oder Pinsel sondern mit dem Silberstift zu arbeiten verstand, wird oft übersehen. Zur zufriedenstelenden Aufführung bedarf es eines Dirigenten, bei dem intellektuelle Durchdringung vor musikantischer Umsetzung steht.

      In der 4. Sinfonie, ist oft zu lesen, ziehe Brahms die Summe seiner Erfahrung im Umgang mit dem Orchester einerseits, andererseits führe er hier seine kompositorische Meisterschaft zum Gipfel, wobei die Schreiber wahrscheinlich auch auf den abschließenden Satz, die berühmte Chaconne, zielen. Variatio coronat operam.
      Der aufmerksame Hörer erlebt jedoch oft leider stellenweise nur Notenreferate: die Interpreten hangeln sich von einer Stelle zur anderen, ohne einen Zusammenhang zwischen den Abschnitten herzustellen oder ein übergeordnetes Ganzes zu präsentieren, besonders bemarkbar in den beiden Kopfsätzen. Den 3. SAtz erlebt man häufig zu lärmend.
      Carlos Kleibers kompetentes Dirigat der 4. Sinfonie ist leider stellenweise ein Opfer der damals noch in den Kinderschuhen steckenden Digital-Technik, sie klingt steril, die Obertöne sind beschnitten, folglich werden spezifische KLangfarben vor allem der Holzblasinstrumente nicht hinreichend abgebildet (Kontrollstellen:1.Satz, Ende 2.Satz), ein Jammer. Den 4. Satz finde ich aufnahmetechnisch am gelungensten, oder liegt hier ein Gewöhnungseffekt meiner Ohren vor?
      Wer einmal hören möchte, wie warm die DGG 1953 Brahms' 4. in die Rillen brachte, lege z. B. die alte Jochum-Aufnahme mit den Berliner Philharmonikern auf!

      Ich freue mich auf Eure Reaktionen und Gedanken.
      Gruß Amadé
    • Die 4 Sinfonien von Johannes Brahms

      Liebe Forianer,

      Ganong beklagt in seinem Thread "Brahms - Die KLaviersonaten" die geringe Auseinandersetzung mit Brahms' KLaviersonaten aber auch seiner Sinfonien. Über die Sonaten ist einiges geschrieben worden, die Diskussion sollte fortgesetzt werden.
      Hier möchte ich einige persönliche Gedanken zu den 4 Sinfonien und ihre Interpretationen kundtun und gleichzeitig die Auseinandersetzung mit der Musik von Brahms wieder beleben. Wenn ich zu ausführlich bin, bitte ich um Nachsicht.

      Im Gegensatz zu seinen KLaviersonaten, vielen seiner Kammermusikwerken und Liedern sind seine Sinfonien und Konzerte im Konzertrepertoire fest verankert, die/das eine häufiger als die/das andere.

      Alle Brahms-Sinfonien sind Final-Sinfonien, die den Schlusssatz mit Pauken und Trompeten zu einem krönenden, Beifall erheischenden, Abschluss führen. Auch die 3. Sinfonie gehört in diese Kategorie, sie hat ihren Höhepunkt weniger Minuten vor dem Ende, der verhalteneSchluss verdichtet das thematische Geschehen noch einmal und schlägt verklärt einen Bogen zum Anfang. Spätestens hier offenbart sich auch der Bewusstseinsstand des Dirigenten. Dieser leise Schluss bedeutet aber auch, dass die für mich beste, brahmssische der 4 Sinfonien am seltesten aufgeführt wird.

      Brahms war gewiss erleichtert, als er nach jahrelanger Arbeit mit vielen Umarbeitungen, Verwerfungen und Korrekturen seine 1. Sinfonie freigab. Er befreite sich sich damit von dem Trauma, nach LvB noch eine vollgültige Sinfonie schreiben zu können, in der auch die unverwechselbare Handschrift ihres Schöpfers offenbar wird. Andererseits fief er noch einmal (nach op.1) sein großes Vorbild Beethoven mit der Anlehnung/Umwandlung des Freudenthemas in den Zeugenstand.Hier hat Bülows Titulierung als Beethovens Zehnte seinen Ursprung. NAch den ersten Aufführungen hat der überaus selbstkritische Komponist noch einige Änderungen besonders im Adagio vorgenommen. Die erste hat als einzige seiner Sinfonien noch eine Einleitung. Hier gibt sich Brahms als der den richtigen Weg suchende. Meine Aufmersamkeit richtet sich am Ende der Einleitung aud die Mini-Engführung der Melodie aus Oboe, Flöte und Cello (T.29-36). Viele Dirigenten lassen darüber wegspielen, nicht so Bruno Walter vor allem in seiner letzten Aufnahme der Sinfonie, sehr zwingend.
      Von allen Brahms-Sinfonien war es diese Sinfonie, zu der ich zuletzt Zugang fand. Alle Sinfonien habe ich mehrmals im Konzertsaal gehört, die 3. jedoch noch nie!!

      Die 2. Sinfonie ist nicht mit Konflikten belastet wie ihre Vorgängerin. Ich genieße sie, lehne mich zurück, träume aber nicht vom Wörther-See. Für die Interpreten gibt es jedoch einige Nüsse zu knacken, z. B. die Tempi und ihre Relation zueinander. Heutzutage wird da vieles verschleppt und der ZUsammenhang geht fast verloren, besonders dann, wenn auch die Exposition des 1.SAtzes wiederholt wird. Einen großen Stellenwert misst Brahms den Holzbläsern und Hörnern zu.

      Die 3. Sinfonie wird oft al fresco dirigiert: große Linien, große Bögen, große Emotionen. Aber das von Brahms fein verwobene thematische Material, manchmal auch nur in Andeutungen, wird einfach "überfahren", nicht angedeutet oder nicht wahrgenommen, da fallen auch die gerade nicht lauten, hinaustrompeteten KOmprimierungen einfach unter die Notenpulte. Dass Brahms nicht nur mit dickem Stift oder Pinsel sondern mit dem Silberstift zu arbeiten verstand, wird oft übersehen. Zur zufriedenstelenden Aufführung bedarf es eines Dirigenten, bei dem intellektuelle Durchdringung vor musikantischer Umsetzung steht.

      In der 4. Sinfonie, ist oft zu lesen, ziehe Brahms die Summe seiner Erfahrung im Umgang mit dem Orchester einerseits, andererseits führe er hier seine kompositorische Meisterschaft zum Gipfel, wobei die Schreiber wahrscheinlich auch auf den abschließenden Satz, die berühmte Chaconne, zielen. Variatio coronat operam.
      Der aufmerksame Hörer erlebt jedoch oft leider stellenweise nur Notenreferate: die Interpreten hangeln sich von einer Stelle zur anderen, ohne einen Zusammenhang zwischen den Abschnitten herzustellen oder ein übergeordnetes Ganzes zu präsentieren, besonders bemarkbar in den beiden Kopfsätzen. Den 3. SAtz erlebt man häufig zu lärmend.
      Carlos Kleibers kompetentes Dirigat der 4. Sinfonie ist leider stellenweise ein Opfer der damals noch in den Kinderschuhen steckenden Digital-Technik, sie klingt steril, die Obertöne sind beschnitten, folglich werden spezifische KLangfarben vor allem der Holzblasinstrumente nicht hinreichend abgebildet (Kontrollstellen:1.Satz, Ende 2.Satz), ein Jammer. Den 4. Satz finde ich aufnahmetechnisch am gelungensten, oder liegt hier ein Gewöhnungseffekt meiner Ohren vor?
      Wer einmal hören möchte, wie warm die DGG 1953 Brahms' 4. in die Rillen brachte, lege z. B. die alte Jochum-Aufnahme mit den Berliner Philharmonikern auf!

      Ich freue mich auf Eure Reaktionen und Gedanken.
      Gruß Amadé
    • RE: Die 4 Sinfonien von Johannes Brahms

      Lieber Amadé ,

      dank für die Eröffnung zu den 4 Sinfonien von Johannes Brahms !

      Ich werde darauf ausführlicher eingehen , was Du geschrieben hast .

      In zwei Punkten stimmen wir wohl überein :

      Bruno Walter u n d

      Eugen Jochum

      gehören bleibend zu den ganz grossen Brahsm- Interpreten . Bei Jochum dieser fast noch mehrl als durch seine legendären Bruckner - Aufnahmen .

      Eine Hypo - These , die ich gestrigen Ausführungen von Sir Roger Norrington entnommen habe , stelle ich schon vorab in den Raum .

      Sir Roger sagte :

      es ist einfach Brahsm und Tschaikowsky gerecht zu werden .
      Man muss nu rbRahms wie Tschaikowsky dirigieren und Tschaikowsky wie Brahms !"

      Tschaikowsky und Johannes Brahms waren sich persönlich begegnet und - hatten sich nichts zu sagen !

      Aus dem Vergleich von schöpfunngsästhetischen und wirkungsästhetischen gesichtspunkten sind die beiden Aufnahmezyklen der Brahms - Symphonien durch Carlo Maria Giulini wert , miteinander verglichen zu werden ( EMI bzw. DGG ) .
      Viele Grüsse ,

      Frank

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Ganong ()

    • RE: Die 4 Sinfonien von Johannes Brahms

      Lieber Amadé ,

      dank für die Eröffnung zu den 4 Sinfonien von Johannes Brahms !

      Ich werde darauf ausführlicher eingehen , was Du geschrieben hast .

      In zwei Punkten stimmen wir wohl überein :

      Bruno Walter u n d

      Eugen Jochum

      gehören bleibend zu den ganz grossen Brahsm- Interpreten . Bei Jochum dieser fast noch mehrl als durch seine legendären Bruckner - Aufnahmen .

      Eine Hypo - These , die ich gestrigen Ausführungen von Sir Roger Norrington entnommen habe , stelle ich schon vorab in den Raum .

      Sir Roger sagte :

      es ist einfach Brahsm und Tschaikowsky gerecht zu werden .
      Man muss nu rbRahms wie Tschaikowsky dirigieren und Tschaikowsky wie Brahms !"

      Tschaikowsky und Johannes Brahms waren sich persönlich begegnet und - hatten sich nichts zu sagen !

      Aus dem Vergleich von schöpfunngsästhetischen und wirkungsästhetischen gesichtspunkten sind die beiden Aufnahmezyklen der Brahms - Symphonien durch Carlo Maria Giulini wert , miteinander verglichen zu werden ( EMI bzw. DGG ) .
      Viele Grüsse ,

      Frank

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    • RE: Die 4 Sinfonien von Johannes Brahms

      Original von Ganong
      Eugen Jochum

      Sir Roger sagte :
      es ist einfach Brahsm und Tschaikowsky gerecht zu werden .
      Man muss nu rbRahms wie Tschaikowsky dirigieren und Tschaikowsky wie Brahms !"


      Gibts eigentlich von Jochum mehrere Aufnahmen über die Zeit seines Wirkens oder nur die EMI-Aufnahmen (die derzeit vergriffen sind)?

      Norrington wollte wohl damit zwischen den Zeilen sagen: "Man muss nur Brahms wie Norrington dirigieren und Tschaikowsky wie Norrington!" Warum er das aber so unverständlich ausdrückt, wird mir ein Rätsel bleiben....
      :ignore
      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)
    • RE: Die 4 Sinfonien von Johannes Brahms

      Original von Ganong
      Eugen Jochum

      Sir Roger sagte :
      es ist einfach Brahsm und Tschaikowsky gerecht zu werden .
      Man muss nu rbRahms wie Tschaikowsky dirigieren und Tschaikowsky wie Brahms !"


      Gibts eigentlich von Jochum mehrere Aufnahmen über die Zeit seines Wirkens oder nur die EMI-Aufnahmen (die derzeit vergriffen sind)?

      Norrington wollte wohl damit zwischen den Zeilen sagen: "Man muss nur Brahms wie Norrington dirigieren und Tschaikowsky wie Norrington!" Warum er das aber so unverständlich ausdrückt, wird mir ein Rätsel bleiben....
      :ignore
      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)
    • RE: Die 4 Sinfonien von Johannes Brahms

      Lieber ab ,

      köstlich Deine Anmerkung zu Norrington . Er hatte ein grosses Foto aus dem Jahr 1893 in dem Studio . datrauf abgebildet ein damaliges berühmte sorchester . Links die ersten Geigen ; ihnen gegenüber die zweiten Geigen . Laut Maestro soll es , was meist nicht erkannt wird , zu einem häufigen wechselseitigen miteiander Musizieren kommen , was dem Klang wegen der "Oppositionssitzanordnung" besonders gut tue . Vor allem bei seinem Brahms . Die Kontrabässe sthen mit dem Rücken zur Wand ihm genau gegenüber . Aus seiner Sicht die Pauke rechts neben den Kontrabässen . Un ddann die Bläser , aber das ist wohl zu kompliziert . Ergebnis aber noch : Kein aufbeblasener Klang . Ein schlichter Klang so wie Tschaikowsky selber war : bescheiden ) O-Ton Roger Norrington ) .

      On Eugen Jochum gibt es leider nur wenige Aufnahmen zu kaufen . Auch secon hand ist es sehr schwierig , überhaupt etwas zu finden . Sein Bruckner ( der frühe ) , sein Brahms . Aber manchmal hat man im Ausland mehr Erfolg als in der eher bedscheidenen deutschen CD - Landschaft !

      Viel Erfolg .

      Grüsse ,

      Frank
    • RE: Die 4 Sinfonien von Johannes Brahms

      Lieber ab ,

      köstlich Deine Anmerkung zu Norrington . Er hatte ein grosses Foto aus dem Jahr 1893 in dem Studio . datrauf abgebildet ein damaliges berühmte sorchester . Links die ersten Geigen ; ihnen gegenüber die zweiten Geigen . Laut Maestro soll es , was meist nicht erkannt wird , zu einem häufigen wechselseitigen miteiander Musizieren kommen , was dem Klang wegen der "Oppositionssitzanordnung" besonders gut tue . Vor allem bei seinem Brahms . Die Kontrabässe sthen mit dem Rücken zur Wand ihm genau gegenüber . Aus seiner Sicht die Pauke rechts neben den Kontrabässen . Un ddann die Bläser , aber das ist wohl zu kompliziert . Ergebnis aber noch : Kein aufbeblasener Klang . Ein schlichter Klang so wie Tschaikowsky selber war : bescheiden ) O-Ton Roger Norrington ) .

      On Eugen Jochum gibt es leider nur wenige Aufnahmen zu kaufen . Auch secon hand ist es sehr schwierig , überhaupt etwas zu finden . Sein Bruckner ( der frühe ) , sein Brahms . Aber manchmal hat man im Ausland mehr Erfolg als in der eher bedscheidenen deutschen CD - Landschaft !

      Viel Erfolg .

      Grüsse ,

      Frank
    • RE: Die 4 Sinfonien von Johannes Brahms

      Lieber Frank und lieber ab,

      Eugen Jochum hat bei der DGG nach dem Krieg den ersten Zyklus mit den Berliner Philharmonikern in der Berliner Jesus-CHristus KIrche, die auch heute noch als Aufnahmeraum genutzt wird, aufgenommen: 1951 die 2., 1953 die 1. und 4., 1956 (sic!) die 3. Sinfonie. Zur gleichen Zeit und noch etwas später dirigierte Jochum auch seinen ersten Beethoven-Zyklus (BPh und SO des BR).

      In den 60er Jahren wechselte Jochum zum Philips-Label und erstellte Aufnahmen, u.a. wieder alle 9 Beethoven Sinfonien, mit dem Concertgebouw Orchester Amsterdam, dessen Chefdirigent er damals zusammen mit B: HAitink war.

      In den 70er gab es erneut einen Firmenwechsel, jetzt zur EMI, bzw. zurück zur DGG.
      Mit dem London Philharmonic Orchester produzierte er die 4 Brahms-Sinfonien samt den beiden Ouvertüren für EMI. Mit demselben Orchester gab es auch alle 12 Londoner-Sinfonien für DGG.
      Das London Symphony Orchestra stand ihm für seinen 3. Beethoven-Zyklus zur Verfügung.
      MIt der Staatskapelle Dresden entstand nochmal ein Zylus der ) Sinfonien von Anton BRuckner.

      Zur heutigen Situation auf dem PLattenmarkt:
      Alle 4 Brahms-Sinfonien mit den BPh sind auf einer Doppel-CD in der Serie "Originals" noch lieferbar, ebenso die Haydn-Sinfonien.
      Den BRahms-Sinfonien mit dem LPO bei EMI bin ich auf CD noch nicht begegnet, schließe aber nicht aus, das Einzelveröffentlichungen herausgekommen sind. MIr persönlich gefallen die älteren Aufnahmen mit den Berlinern besser, sie sind vitaler, zupackender dirigiert. Die Sinfonien 1-3 dauern 1-2 Minuten bei EMI länger. Einzig die 4., die Jochum besonders lag, ist in der Londoner Aufnahme sogar ein paar Sekunden schneller ausgefallen. Ich habe Jochum gerade mit dieser Sinfonie auch im Konzertsaal erlebt und war sehr angetan.

      Gruß Bernd
    • RE: Die 4 Sinfonien von Johannes Brahms

      Lieber Frank und lieber ab,

      Eugen Jochum hat bei der DGG nach dem Krieg den ersten Zyklus mit den Berliner Philharmonikern in der Berliner Jesus-CHristus KIrche, die auch heute noch als Aufnahmeraum genutzt wird, aufgenommen: 1951 die 2., 1953 die 1. und 4., 1956 (sic!) die 3. Sinfonie. Zur gleichen Zeit und noch etwas später dirigierte Jochum auch seinen ersten Beethoven-Zyklus (BPh und SO des BR).

      In den 60er Jahren wechselte Jochum zum Philips-Label und erstellte Aufnahmen, u.a. wieder alle 9 Beethoven Sinfonien, mit dem Concertgebouw Orchester Amsterdam, dessen Chefdirigent er damals zusammen mit B: HAitink war.

      In den 70er gab es erneut einen Firmenwechsel, jetzt zur EMI, bzw. zurück zur DGG.
      Mit dem London Philharmonic Orchester produzierte er die 4 Brahms-Sinfonien samt den beiden Ouvertüren für EMI. Mit demselben Orchester gab es auch alle 12 Londoner-Sinfonien für DGG.
      Das London Symphony Orchestra stand ihm für seinen 3. Beethoven-Zyklus zur Verfügung.
      MIt der Staatskapelle Dresden entstand nochmal ein Zylus der ) Sinfonien von Anton BRuckner.

      Zur heutigen Situation auf dem PLattenmarkt:
      Alle 4 Brahms-Sinfonien mit den BPh sind auf einer Doppel-CD in der Serie "Originals" noch lieferbar, ebenso die Haydn-Sinfonien.
      Den BRahms-Sinfonien mit dem LPO bei EMI bin ich auf CD noch nicht begegnet, schließe aber nicht aus, das Einzelveröffentlichungen herausgekommen sind. MIr persönlich gefallen die älteren Aufnahmen mit den Berlinern besser, sie sind vitaler, zupackender dirigiert. Die Sinfonien 1-3 dauern 1-2 Minuten bei EMI länger. Einzig die 4., die Jochum besonders lag, ist in der Londoner Aufnahme sogar ein paar Sekunden schneller ausgefallen. Ich habe Jochum gerade mit dieser Sinfonie auch im Konzertsaal erlebt und war sehr angetan.

      Gruß Bernd
    • Brahms mit Karajan

      Hallo Brahms-Freunde und Karajan,

      Original von karajan aus dem Thread "Heute erst gehört":

      Klanglich und spielerisch ein Genuß
      Brahms 1.Symphonie



      Erst nach den Weihnachtstagen2007 habe ich mir erstmalig Karajan-Aufnahmen angehört, die ich bisher nicht kannte, aber schon seit Monaten als Ausleihe vorliegen habe:
      :engel Die Brahms-Sinfonien Nr.1-4 mit den Berliner PH (DG).

      Trotz meinen Favoriten Klemperer(EMI), Solti(Decca), Bernstein(DG), Bernstein(SONY), Szell(SONY) entdecke ich hier bei Karajan wieder fastzinierende Neuigkeiten und stelle große Interpretationen fest.
      Besonders die Sinfonien Nr.2 und 3 holt Karajan aus dem Dornröschenschlaf macher Aufnahmen und präsentiert diese unheimlich gespannt und feurig.
      :times10 Ich war platt, dass ich trotz meiner jahrelangen Favoriten bei Brahms nun bei Karajan nochmal eine Ergänzung zu meinen o.g. Favoriten finden würde.



      :hello Ich finde dieser Brahms-Thread ist bisher wenig beachtet worden.
      So möchte ich anregen auch auf weitere Aufnahmen einzugehen !

      Ich selber werde in nächster Zeit auch auf meine o.g.Favoriten näher eingehen.
      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • Brahms mit Karajan

      Hallo Brahms-Freunde und Karajan,

      Original von karajan aus dem Thread "Heute erst gehört":

      Klanglich und spielerisch ein Genuß
      Brahms 1.Symphonie



      Erst nach den Weihnachtstagen2007 habe ich mir erstmalig Karajan-Aufnahmen angehört, die ich bisher nicht kannte, aber schon seit Monaten als Ausleihe vorliegen habe:
      :engel Die Brahms-Sinfonien Nr.1-4 mit den Berliner PH (DG).

      Trotz meinen Favoriten Klemperer(EMI), Solti(Decca), Bernstein(DG), Bernstein(SONY), Szell(SONY) entdecke ich hier bei Karajan wieder fastzinierende Neuigkeiten und stelle große Interpretationen fest.
      Besonders die Sinfonien Nr.2 und 3 holt Karajan aus dem Dornröschenschlaf macher Aufnahmen und präsentiert diese unheimlich gespannt und feurig.
      :times10 Ich war platt, dass ich trotz meiner jahrelangen Favoriten bei Brahms nun bei Karajan nochmal eine Ergänzung zu meinen o.g. Favoriten finden würde.



      :hello Ich finde dieser Brahms-Thread ist bisher wenig beachtet worden.
      So möchte ich anregen auch auf weitere Aufnahmen einzugehen !

      Ich selber werde in nächster Zeit auch auf meine o.g.Favoriten näher eingehen.
      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • RE: Brahms mit Karajan

      Original von ab
      Ist das die späte, klanglich-intensive, ruhende DDD-Aufnahme aus den 80ern oder aber die mittlere, noch vorwärtsdrägnend-dramatische aus den späteren 70ern?


      Hallo ab

      Wenn ich mich einmischen darf das ist die DDD Aufnahme aus den 80er mit dem originalen ersten Cover. Die Aufnahmen kommen übrigens im April von Sony auf 2 DVDs heraus.

      Gruß Karajan
    • RE: Brahms mit Karajan

      Original von ab
      Ist das die späte, klanglich-intensive, ruhende DDD-Aufnahme aus den 80ern oder aber die mittlere, noch vorwärtsdrägnend-dramatische aus den späteren 70ern?


      Hallo ab

      Wenn ich mich einmischen darf das ist die DDD Aufnahme aus den 80er mit dem originalen ersten Cover. Die Aufnahmen kommen übrigens im April von Sony auf 2 DVDs heraus.

      Gruß Karajan
    • RE: Brahms mit Karajan

      Hallo ab, Gruß nach Insbruck,

      Du hast da etwas aufgedeckt, was ich beim schrieben meiner Zeilen gar nicht bedachte: :wink Richtig Karajan hat ja bei DG zwei Brahms-GA gemacht.

      Die Aufnahme der Sinfonien Nr.1-4, die zu meiner euforischen Begeisterung führte ist die Aufnahme von DG 1978, ADD.

      Das scheint ganz klar nicht die von karajan gezeigte zu sein, denn da ist oben rechts das DIGITAL-Zeichen abgebildet.

      Meine Brahms-Sinfonien GA scheint die DG in mehreren Aufmachungen im Programm zu haben.
      Diese sehen so aus:


      DG, 1978, ADD

      Da Du ja von der 78er-Aufnahme schreibst "vorwärtsdrägnend-dramatische" scheint dies eher die Richtige für mich zu sein, als wenn da was von "ruhende" steht.
      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • RE: Brahms mit Karajan

      Hallo ab, Gruß nach Insbruck,

      Du hast da etwas aufgedeckt, was ich beim schrieben meiner Zeilen gar nicht bedachte: :wink Richtig Karajan hat ja bei DG zwei Brahms-GA gemacht.

      Die Aufnahme der Sinfonien Nr.1-4, die zu meiner euforischen Begeisterung führte ist die Aufnahme von DG 1978, ADD.

      Das scheint ganz klar nicht die von karajan gezeigte zu sein, denn da ist oben rechts das DIGITAL-Zeichen abgebildet.

      Meine Brahms-Sinfonien GA scheint die DG in mehreren Aufmachungen im Programm zu haben.
      Diese sehen so aus:


      DG, 1978, ADD

      Da Du ja von der 78er-Aufnahme schreibst "vorwärtsdrägnend-dramatische" scheint dies eher die Richtige für mich zu sein, als wenn da was von "ruhende" steht.
      Gruß aus Bonn

      Wolfgang