Bartok: Konzert für Orchester

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    • Bartok: Konzert für Orchester

      In einem anderen Thread las ich gerade:
      Original von Satie:
      ich würde sagen, musikalisch funktioniert das ebenso. Man kann etwa das martialische an einem Militärmarsch ad absurdum führen, indem man alles martialische total übersteigert........ Eigentlich wär das auch mal ein Thread!


      Ja und da ich eben das Konzert für Orchester Solti 1980 hörte, passt das doch wunderbar.
      Bartok zitiert, ja verhohnepiepelt, den Marsch aus Shostakowitschs Leningrad-Sinfonie in wunderbarer Weise etwa in der Mitte des Intermezzo. Erst zitiert er ein paar Takte, dann macht er es zu Bierzeltmusik - einfach köstlich.
      Angeblich mochte Bartok Shostakowitsch nicht besonders.

      Wer weiss Genaueres über diese spezielle Art, sich musikalisch auf den Arm zu nehmen?

      Grüße
      Jürgen

      Übrigens ist auch der Rest des Konzerts wunderbare Musik, neben dem 2.KK mein Top-Bartok.
    • Bartok: Konzert für Orchester

      In einem anderen Thread las ich gerade:
      Original von Satie:
      ich würde sagen, musikalisch funktioniert das ebenso. Man kann etwa das martialische an einem Militärmarsch ad absurdum führen, indem man alles martialische total übersteigert........ Eigentlich wär das auch mal ein Thread!


      Ja und da ich eben das Konzert für Orchester Solti 1980 hörte, passt das doch wunderbar.
      Bartok zitiert, ja verhohnepiepelt, den Marsch aus Shostakowitschs Leningrad-Sinfonie in wunderbarer Weise etwa in der Mitte des Intermezzo. Erst zitiert er ein paar Takte, dann macht er es zu Bierzeltmusik - einfach köstlich.
      Angeblich mochte Bartok Shostakowitsch nicht besonders.

      Wer weiss Genaueres über diese spezielle Art, sich musikalisch auf den Arm zu nehmen?

      Grüße
      Jürgen

      Übrigens ist auch der Rest des Konzerts wunderbare Musik, neben dem 2.KK mein Top-Bartok.
    • RE: Bartok: Konzert für Orchester

      Ein anderes Beispiel wäre wohl Schostakowitsch 15. Sinfonie mit der Offenbach-Persiflage. Aber auch seine 9.: ganz ohne Zitat aber wohlweislich entgegem der Erwartung eines "großen Wurfs" à la Beethoven oder Bruckner.

      Was Bartoks grandioses Konzert für Orchester betrifft: Mein Favorit ist sicher keine der beiden Solti-Aufnahmen, sonder jene mit Ivan Fischer und dem Budapester Festival Orchester bei Hungaroton (also nicht jene spätere bei Philips).
      :down
      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)
    • RE: Bartok: Konzert für Orchester

      Ein anderes Beispiel wäre wohl Schostakowitsch 15. Sinfonie mit der Offenbach-Persiflage. Aber auch seine 9.: ganz ohne Zitat aber wohlweislich entgegem der Erwartung eines "großen Wurfs" à la Beethoven oder Bruckner.

      Was Bartoks grandioses Konzert für Orchester betrifft: Mein Favorit ist sicher keine der beiden Solti-Aufnahmen, sonder jene mit Ivan Fischer und dem Budapester Festival Orchester bei Hungaroton (also nicht jene spätere bei Philips).
      :down
      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)
    • hallo,

      bartoks konzert für orchester gehört für mich zu den schönsten und liebsten orchestralen werken neben seiner musik f. saiteninstrumente, schlagzeug und celesta. das werk vermittelt eine immense wärme. seine sehnsucht nach der ungarischen heimat mit all ihren schönen volksliedern wird nochmalig beschworen.

      IMO kaum erreicht: das chicago SO unter fritz reiner (RCA victor). hervorragend auch das boston SO unter s. ozawa (EMI).



      gruß, siamak :engel
    • hallo,

      bartoks konzert für orchester gehört für mich zu den schönsten und liebsten orchestralen werken neben seiner musik f. saiteninstrumente, schlagzeug und celesta. das werk vermittelt eine immense wärme. seine sehnsucht nach der ungarischen heimat mit all ihren schönen volksliedern wird nochmalig beschworen.

      IMO kaum erreicht: das chicago SO unter fritz reiner (RCA victor). hervorragend auch das boston SO unter s. ozawa (EMI).



      gruß, siamak :engel
    • Bartok: Konzert für Orchester

      Hallo Bartok-Freunde,

      Bartok´s Konzert für Orchester (1945) interessert seit 2006 niemanden hier mehr ??? Das kann doch nicht wahr sein.

      Bartok gehört neben Schostakowitsch zu meinen Lieblingskomponisten. Sein Konzert für Orchester hat mich beim Ersthören direkt begeistert und nicht mehr losgelassen.
      :down Ich halte es für eines der 10größten Meisterwerke des 20.Jahrhunderts ! Es gehört zu meinen absoluten Lieblingswerken.

      Ich möchte mich auch nur auf lohnende Aufnahmen beschränken, die ich besitze und in diese Reihenfolge setzen würde:

      1. Boulez / NewYorker PH (CBS)
      2. Solti / Chicago SO (DECCA)
      3. Reiner / Chicago SO (RCA)
      4. Szell / Cleveland Orchestra (SONY)
      5. Boulez / Chicago SO (DG)
      6. Dorati / LSO (Mercury)
      7. Bernstein / NewYorker PH (CBS)
      9. A.Fischer / Ung.SO ( Brillant)
      8. A.Davis / LSO (APEX)

      zu 1.) Boulez / NewYorker PH CBS 1972 ADD (ursprünglich Quadroaufnahme)
      Dies ist die IMO die beste, spannungsgeladene Interpretation, voller Emotionen mit allem Detailreichtum – welcher Wandel bei Boulez bei der o.g.Aufnahme DG1992. Altersweisheit kann es 12/1992 noch nicht gewesen sein. Diese CBS-Aufnahme gab es lange als CBS-CD; die ist derzeit als SACD (sehr teuer- um 25Euro) verfügbar.
      .
      zu 2.) Solti / Chicago SO DECCA 1981 DDD
      Solti hat mit Sicherheit die Aufnahme seines großen Vorgängers beim CSO gekannt, da bin ich fast sicher. Er spielt alle Ecken und Kanten aus und läßt nichts unbelichtet, kein Schlagzeugeffekt geht unter - Superaufnahme. Gegenüber Reiner mit dem CSO kann er noch mit der noch besseren Klangqualität ohne „Rauscholin“ punkten.

      zu 3.) Reiner / Chicago SO RCA DD1955 Stereo A
      Diese wunderbare Aufnahme gehört zu den ersten Stereo-Aufnahmen der Schallplatteneschichte und ist doch so klar und gut durchhörbar gelungen. Reiner hat die richtigen Emotionen, die auch bei den 3 Mittelsätzen spürbar sind – eine große Aufnahme.

      zu 4.) Szell / Cleveland Orchestra SONY
      Trotz einiger "Retuschen" von Szell im letzten Satz ist diese Aufnahme mit einer umwerfenden für Szell typischen Präzision ausgestattet - Klasse.

      zu 5) Boulez / Chicago SO DG
      Die DG setzt Bartok´s geniale Vier Orchesterstücke op.12 (1912) – instrumentiert 1921 – Uraufführung1922, an den Anfang der CD und macht damit (wie Boulez Interpretation auch), die Orchesterstücke zum Hauptwerk der CD. Der Detailreichtum, die rhythmische Kraft und Spannung, die Boulez dem op.12 angedeihen läßt ist frapierd. Dies wird unterstützt durch eine 4D-Klangqualität, die besser nicht sein könnte und mit Dolby Surround ProLogicII den bestmögichen räumlichen Eindruck erzeugt --- für Hifi-Freaks ein Fest.

      Von der Boulez-CBS-Aufnahme, auf SACD, ist derzeit kein Bild verfügbar.

      Decca, 1981, DDD
      Ein MUSS für Bartok-Fans auch die weitere Zusammenstellung dieser Doppel-CD.

      RCA, 1955, ADD
      Eine großartige SACD. Ich meine das die CD-Spur sogar noch besser, weil härter klingt und damit noch mehr innere Spannung rüberbringt.
      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • Bartok: Konzert für Orchester

      Hallo Bartok-Freunde,

      Bartok´s Konzert für Orchester (1945) interessert seit 2006 niemanden hier mehr ??? Das kann doch nicht wahr sein.

      Bartok gehört neben Schostakowitsch zu meinen Lieblingskomponisten. Sein Konzert für Orchester hat mich beim Ersthören direkt begeistert und nicht mehr losgelassen.
      :down Ich halte es für eines der 10größten Meisterwerke des 20.Jahrhunderts ! Es gehört zu meinen absoluten Lieblingswerken.

      Ich möchte mich auch nur auf lohnende Aufnahmen beschränken, die ich besitze und in diese Reihenfolge setzen würde:

      1. Boulez / NewYorker PH (CBS)
      2. Solti / Chicago SO (DECCA)
      3. Reiner / Chicago SO (RCA)
      4. Szell / Cleveland Orchestra (SONY)
      5. Boulez / Chicago SO (DG)
      6. Dorati / LSO (Mercury)
      7. Bernstein / NewYorker PH (CBS)
      9. A.Fischer / Ung.SO ( Brillant)
      8. A.Davis / LSO (APEX)

      zu 1.) Boulez / NewYorker PH CBS 1972 ADD (ursprünglich Quadroaufnahme)
      Dies ist die IMO die beste, spannungsgeladene Interpretation, voller Emotionen mit allem Detailreichtum – welcher Wandel bei Boulez bei der o.g.Aufnahme DG1992. Altersweisheit kann es 12/1992 noch nicht gewesen sein. Diese CBS-Aufnahme gab es lange als CBS-CD; die ist derzeit als SACD (sehr teuer- um 25Euro) verfügbar.
      .
      zu 2.) Solti / Chicago SO DECCA 1981 DDD
      Solti hat mit Sicherheit die Aufnahme seines großen Vorgängers beim CSO gekannt, da bin ich fast sicher. Er spielt alle Ecken und Kanten aus und läßt nichts unbelichtet, kein Schlagzeugeffekt geht unter - Superaufnahme. Gegenüber Reiner mit dem CSO kann er noch mit der noch besseren Klangqualität ohne „Rauscholin“ punkten.

      zu 3.) Reiner / Chicago SO RCA DD1955 Stereo A
      Diese wunderbare Aufnahme gehört zu den ersten Stereo-Aufnahmen der Schallplatteneschichte und ist doch so klar und gut durchhörbar gelungen. Reiner hat die richtigen Emotionen, die auch bei den 3 Mittelsätzen spürbar sind – eine große Aufnahme.

      zu 4.) Szell / Cleveland Orchestra SONY
      Trotz einiger "Retuschen" von Szell im letzten Satz ist diese Aufnahme mit einer umwerfenden für Szell typischen Präzision ausgestattet - Klasse.

      zu 5) Boulez / Chicago SO DG
      Die DG setzt Bartok´s geniale Vier Orchesterstücke op.12 (1912) – instrumentiert 1921 – Uraufführung1922, an den Anfang der CD und macht damit (wie Boulez Interpretation auch), die Orchesterstücke zum Hauptwerk der CD. Der Detailreichtum, die rhythmische Kraft und Spannung, die Boulez dem op.12 angedeihen läßt ist frapierd. Dies wird unterstützt durch eine 4D-Klangqualität, die besser nicht sein könnte und mit Dolby Surround ProLogicII den bestmögichen räumlichen Eindruck erzeugt --- für Hifi-Freaks ein Fest.

      Von der Boulez-CBS-Aufnahme, auf SACD, ist derzeit kein Bild verfügbar.

      Decca, 1981, DDD
      Ein MUSS für Bartok-Fans auch die weitere Zusammenstellung dieser Doppel-CD.

      RCA, 1955, ADD
      Eine großartige SACD. Ich meine das die CD-Spur sogar noch besser, weil härter klingt und damit noch mehr innere Spannung rüberbringt.
      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • Leider ist die mit Christoph von Dohnanyi und den Celeveländern bei der DECCA aus dem Programm gestrichen. Schon die Zusammenstellung mit den Konzert für Orchester von Witold Lutoslawski spricht für sich. Die Orchesterleistung ist jedenfalls überdurchschnittlich gut gelungen und sie schaffen es, geradezu amerikanischen Groove hineinzubringen. Echt Cool!

      die Coverabbildung, die ich gefunden habe, ist seltsamerweise nicht in Farbe:

      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)
    • Leider ist die mit Christoph von Dohnanyi und den Celeveländern bei der DECCA aus dem Programm gestrichen. Schon die Zusammenstellung mit den Konzert für Orchester von Witold Lutoslawski spricht für sich. Die Orchesterleistung ist jedenfalls überdurchschnittlich gut gelungen und sie schaffen es, geradezu amerikanischen Groove hineinzubringen. Echt Cool!

      die Coverabbildung, die ich gefunden habe, ist seltsamerweise nicht in Farbe:

      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)
    • Hallo AB aus Insbruck,

      die Decca-CD mit Dohnanyi habe ich vor Jahren auch von einem Kollegen ausgeliehen. Allerdings finde ich die Aufnahme Bartok-Konzert für Orchester des von mir sonst hochgeschätzten Dohnanyi derart daneben, dass ich nie auf die Idee gekommen wäre diese Aufnahme zu archivieren/übernehmen.

      Ganz anders die Referenzaufnahme des Lutoslawsky: Konzert für Orchester (eine bessere kann man sich kaum vorstellen).
      Ich denke da solltest Dui nochmal Vergleiche ziehen und eine der von mir erstgenannten anhören - Boulez - Solti - Reiner. Dann wirst Du erkennen, das Dohnanyi einfach das Fingerspitzengefühl für Bartok fehlte - ein IMO schwache Aufnahme.
      Mich hat immer schon gewundert, wie man zwei so unterschiedliche Aufnahmen auf einer CD vereinen kann - Klangtechnisch ist die Bartok-Aufnahme dort auch trotz DDD ziemlich verrauscht. Lutoslawsky dagegen wäre als audiophil zu bezeichnen.
      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • Hallo AB aus Insbruck,

      die Decca-CD mit Dohnanyi habe ich vor Jahren auch von einem Kollegen ausgeliehen. Allerdings finde ich die Aufnahme Bartok-Konzert für Orchester des von mir sonst hochgeschätzten Dohnanyi derart daneben, dass ich nie auf die Idee gekommen wäre diese Aufnahme zu archivieren/übernehmen.

      Ganz anders die Referenzaufnahme des Lutoslawsky: Konzert für Orchester (eine bessere kann man sich kaum vorstellen).
      Ich denke da solltest Dui nochmal Vergleiche ziehen und eine der von mir erstgenannten anhören - Boulez - Solti - Reiner. Dann wirst Du erkennen, das Dohnanyi einfach das Fingerspitzengefühl für Bartok fehlte - ein IMO schwache Aufnahme.
      Mich hat immer schon gewundert, wie man zwei so unterschiedliche Aufnahmen auf einer CD vereinen kann - Klangtechnisch ist die Bartok-Aufnahme dort auch trotz DDD ziemlich verrauscht. Lutoslawsky dagegen wäre als audiophil zu bezeichnen.
      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • Hallo Teleton,

      ich behaupte nicht, dass ich diese Aufnahme den von Dir genannten vorziehen würde (vermutlich würde ich sie in Deiner Liste vor Bernstein einordnen), sondern nur, dass sie Bartok mit einem geradezu amerikanischen Groove spielen würden. Ich weiß zwar nicht, weshalb Du sie als "völlig daneben" empfindest, aber ich vermute Du meinst nicht die technische, sondern interpretatorische Seite. Sicherlich: ungarisch ist dies nicht interpretiert.

      Ich kenne keine Vergleichseinspielung von Lutoslawski, klanglich ist sie wirklich superb und dieses Concerto hat mir auch stets noch mehr Freude beim Hören bereitet als der Bartok. Ich sollte sie mir wirklich wieder einmal von meiner Schwester ausleihen, die sie noch aus Zeiten hat, als sie den Bartok mit dem Gustav Mahler Jugendorchester unter Eötvös selbst mitspielte.

      Lange Zeit war Solti von 1981 mein Favorit, doch dann lernte ich Ivan Fischer von Hungaroton kennen und bislang habe ich nichts gehört, was mir besser gefallen hätte oder was ich besser gefunden hätte..


      Das schlechteste Orchester was ich je gehört habe war die Neeme Järvi Aufnahme aus Schottland bei Chandos - eine Frechheit!

      Jüngst höre ich auch Karajan von 1953: sehr eigenwillig aber durchaus anhörenswert als typisch Karajan.

      Die recht junge Aufnahme mit Zoltan Kocsis kenne ich noch nicht. Paavo Järvi hat sie vor nicht zu langer zeit für Telarc auch mit Lutoslawski gepaar eingespielt doch hatte ich gar nicht vor, sie mir anzuhören. Interessanter stelle ich mir da Sakari Oramo bei Warner vor.

      Jedenfalls muss ich gestehen, von Boulez auch nur die jüngere bei der DG zu kennen. Danke also für den Tipp bzgl. Deiner Nr. 1.

      Off Topic: Was empfiehlst Du beim hölzernen Prinzen op. 13?

      Alles Gute in die Bundesstadt
      :hello
      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)
    • Hallo Teleton,

      ich behaupte nicht, dass ich diese Aufnahme den von Dir genannten vorziehen würde (vermutlich würde ich sie in Deiner Liste vor Bernstein einordnen), sondern nur, dass sie Bartok mit einem geradezu amerikanischen Groove spielen würden. Ich weiß zwar nicht, weshalb Du sie als "völlig daneben" empfindest, aber ich vermute Du meinst nicht die technische, sondern interpretatorische Seite. Sicherlich: ungarisch ist dies nicht interpretiert.

      Ich kenne keine Vergleichseinspielung von Lutoslawski, klanglich ist sie wirklich superb und dieses Concerto hat mir auch stets noch mehr Freude beim Hören bereitet als der Bartok. Ich sollte sie mir wirklich wieder einmal von meiner Schwester ausleihen, die sie noch aus Zeiten hat, als sie den Bartok mit dem Gustav Mahler Jugendorchester unter Eötvös selbst mitspielte.

      Lange Zeit war Solti von 1981 mein Favorit, doch dann lernte ich Ivan Fischer von Hungaroton kennen und bislang habe ich nichts gehört, was mir besser gefallen hätte oder was ich besser gefunden hätte..


      Das schlechteste Orchester was ich je gehört habe war die Neeme Järvi Aufnahme aus Schottland bei Chandos - eine Frechheit!

      Jüngst höre ich auch Karajan von 1953: sehr eigenwillig aber durchaus anhörenswert als typisch Karajan.

      Die recht junge Aufnahme mit Zoltan Kocsis kenne ich noch nicht. Paavo Järvi hat sie vor nicht zu langer zeit für Telarc auch mit Lutoslawski gepaar eingespielt doch hatte ich gar nicht vor, sie mir anzuhören. Interessanter stelle ich mir da Sakari Oramo bei Warner vor.

      Jedenfalls muss ich gestehen, von Boulez auch nur die jüngere bei der DG zu kennen. Danke also für den Tipp bzgl. Deiner Nr. 1.

      Off Topic: Was empfiehlst Du beim hölzernen Prinzen op. 13?

      Alles Gute in die Bundesstadt
      :hello
      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)
    • Bartok mit Boulez

      Hallo ab,

      Off Topic: Was empfiehlst Du beim hölzernen Prinzen op. 13?


      Auch da gibt es nur zwei Aufnahmen die ich empfehlen würde und das sind die beiden Boulez-Aufnahmen (CBS und DG).
      Aus Gewohnheitsgründen tendiere ich immer zur NewYorker - Aufnahme.
      Boulez / New Yorker PH (CBS), heute auch bei SONY, aber ich habe halt auch viele CBS-CD´s die heute bei SONY sind.

      SONY, ADD
      Bei SONY ist noch Scriabin mit drauf, bei CBS nicht. Die Dance-Suite könnte ich mir kaum besser vorstellen, als auf dieser CD.
      Solti, zwar auch erste Sahne, aber Boulez, da stimmt einfach alles.

      Ich habe auch die Bartok-Brillant-6CD-Box mit Adam Fischer, die auch den Hölzerenen Prinzen enthällt, aber aus den gleichen Gründen wie bei Bartok-Konzert für Orchester (s.u.) , ziehe ich Boulez weit vor.


      Zu Bartok: Konzert für Orchester
      Ich weiss von Dir von anderer Stelle, dass Du die Ivan Fischer -Aufnahme bevorzugst, die den ungarischen Ton voll trifft.
      Mir fehlt aber dort die orchestrale Präzision und Direktheit, die Boulez und Solti unter ganz ganz anderen Vorzeichen zu bieten haben.

      Aber ich kann das nachvollziehen. Wenn man eine Aufnahme schätzt, jeden Takt genau kennt, dann kann man sich gerade beim Bartok-Konzert sehr daran gewöhnen.
      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • Bartok mit Boulez

      Hallo ab,

      Off Topic: Was empfiehlst Du beim hölzernen Prinzen op. 13?


      Auch da gibt es nur zwei Aufnahmen die ich empfehlen würde und das sind die beiden Boulez-Aufnahmen (CBS und DG).
      Aus Gewohnheitsgründen tendiere ich immer zur NewYorker - Aufnahme.
      Boulez / New Yorker PH (CBS), heute auch bei SONY, aber ich habe halt auch viele CBS-CD´s die heute bei SONY sind.

      SONY, ADD
      Bei SONY ist noch Scriabin mit drauf, bei CBS nicht. Die Dance-Suite könnte ich mir kaum besser vorstellen, als auf dieser CD.
      Solti, zwar auch erste Sahne, aber Boulez, da stimmt einfach alles.

      Ich habe auch die Bartok-Brillant-6CD-Box mit Adam Fischer, die auch den Hölzerenen Prinzen enthällt, aber aus den gleichen Gründen wie bei Bartok-Konzert für Orchester (s.u.) , ziehe ich Boulez weit vor.


      Zu Bartok: Konzert für Orchester
      Ich weiss von Dir von anderer Stelle, dass Du die Ivan Fischer -Aufnahme bevorzugst, die den ungarischen Ton voll trifft.
      Mir fehlt aber dort die orchestrale Präzision und Direktheit, die Boulez und Solti unter ganz ganz anderen Vorzeichen zu bieten haben.

      Aber ich kann das nachvollziehen. Wenn man eine Aufnahme schätzt, jeden Takt genau kennt, dann kann man sich gerade beim Bartok-Konzert sehr daran gewöhnen.
      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • On-topic: Ich hatte übrigens im Faden "Aus der internationalen Presse" die Resultate eines Blindhörens des Konzerts für Orchester aus Classica (Okt. 2007) eingestellt. Hier sind sie noch einmal, damit sie nicht untergehen:



      10

      1. Solti/LSO, Decca Originals 4757711

      2. Kocsis/Hungarian National Philharmonic O, Hungaroton HSACD32187

      9

      3. Szell/Cleveland O, Sony MHK63124

      8

      4. Ancerl/Tschechische Philharmonie, Supraphon SU36862011

      5. Ansermet/O de la Suisse Romande, EMI 5750942

      6. Boulez/Chicago Symphony O, DG 4378262

      7

      7. P. Järvi/Cincinnati Symphony O, Telarc CD80618

      8. Reiner/Chicago Symphony O, RCA 09026615042

      9. Leinsdorf/Boston Symphony O, RCA 09026633092

      10. Dorati/LSO, Mercury 4756255

      6

      11. Fricsay/RSO Berlin, DG Originals 4474432



      Ich besitze Szell, Reiner und Fricsay. Szell ist hier mein Favorit.

      Gruß, Zelenka
      "Mit Kempff habe ich nur ein einziges Mal gespielt, und er meinte hinterher, er werde nie wieder mit mir spielen, weil ich beim Dirigieren singe. Und dabei war er eines meiner Idole gewesen." Sir Colin Davis
    • On-topic: Ich hatte übrigens im Faden "Aus der internationalen Presse" die Resultate eines Blindhörens des Konzerts für Orchester aus Classica (Okt. 2007) eingestellt. Hier sind sie noch einmal, damit sie nicht untergehen:



      10

      1. Solti/LSO, Decca Originals 4757711

      2. Kocsis/Hungarian National Philharmonic O, Hungaroton HSACD32187

      9

      3. Szell/Cleveland O, Sony MHK63124

      8

      4. Ancerl/Tschechische Philharmonie, Supraphon SU36862011

      5. Ansermet/O de la Suisse Romande, EMI 5750942

      6. Boulez/Chicago Symphony O, DG 4378262

      7

      7. P. Järvi/Cincinnati Symphony O, Telarc CD80618

      8. Reiner/Chicago Symphony O, RCA 09026615042

      9. Leinsdorf/Boston Symphony O, RCA 09026633092

      10. Dorati/LSO, Mercury 4756255

      6

      11. Fricsay/RSO Berlin, DG Originals 4474432



      Ich besitze Szell, Reiner und Fricsay. Szell ist hier mein Favorit.

      Gruß, Zelenka
      "Mit Kempff habe ich nur ein einziges Mal gespielt, und er meinte hinterher, er werde nie wieder mit mir spielen, weil ich beim Dirigieren singe. Und dabei war er eines meiner Idole gewesen." Sir Colin Davis
    • RE: Bartok mit Boulez

      Original von teleton
      Mir fehlt aber dort die orchestrale Präzision und Direktheit, die Boulez und Solti unter ganz ganz anderen Vorzeichen zu bieten haben.

      Aber ich kann das nachvollziehen. Wenn man eine Aufnahme schätzt, jeden Takt genau kennt, dann kann man sich gerade beim Bartok-Konzert sehr daran gewöhnen.


      sicher: Ivan Fischer, wie auch schon vor ihm Fricsay, gehören nicht zu den Dramatikern.

      Was Deinen letzten Absatz betrifft, so ist das wohl auf alle Musik umzumünzen. Es geht aber wohl darum, gerade nicht darin zu verweilen, wenn man andere Auffnahmen oder Aufführungen hört. Irgendwann las ich irgendwo dazu von Rihm folgendes:

      Wenn wir Musik hören, kommt es ... zunächst darauf an, sich auf die sinnliche Wahrnehmung einzulassen. Wolfgang Rihm nennt es "das Ohr öffnen". Das heißt aber auch, daß das Ohr Dinge zuläßt, die es nicht kennt.
      "Wenn man das Ohr verstopft von innen, daß nur noch Bestimmtes durchkommt, was man kennt, dann führt das zu einer Verengung, zu einem Engpaß, dessen Folge Angst ist. Es ist wichtig, das mit den Sinnen Wahrgenommene mit etwas Eigenem zu beantworten. Dieses Eigene kann auch durchaus Ablehnung sein, aber eine Ablehnung, die aus einer vergleichenden Erfahrung kommt und nicht aus einer Vorentscheidung. Man muß die Erfahrung zulassen können."
      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)
    • RE: Bartok mit Boulez

      Original von teleton
      Mir fehlt aber dort die orchestrale Präzision und Direktheit, die Boulez und Solti unter ganz ganz anderen Vorzeichen zu bieten haben.

      Aber ich kann das nachvollziehen. Wenn man eine Aufnahme schätzt, jeden Takt genau kennt, dann kann man sich gerade beim Bartok-Konzert sehr daran gewöhnen.


      sicher: Ivan Fischer, wie auch schon vor ihm Fricsay, gehören nicht zu den Dramatikern.

      Was Deinen letzten Absatz betrifft, so ist das wohl auf alle Musik umzumünzen. Es geht aber wohl darum, gerade nicht darin zu verweilen, wenn man andere Auffnahmen oder Aufführungen hört. Irgendwann las ich irgendwo dazu von Rihm folgendes:

      Wenn wir Musik hören, kommt es ... zunächst darauf an, sich auf die sinnliche Wahrnehmung einzulassen. Wolfgang Rihm nennt es "das Ohr öffnen". Das heißt aber auch, daß das Ohr Dinge zuläßt, die es nicht kennt.
      "Wenn man das Ohr verstopft von innen, daß nur noch Bestimmtes durchkommt, was man kennt, dann führt das zu einer Verengung, zu einem Engpaß, dessen Folge Angst ist. Es ist wichtig, das mit den Sinnen Wahrgenommene mit etwas Eigenem zu beantworten. Dieses Eigene kann auch durchaus Ablehnung sein, aber eine Ablehnung, die aus einer vergleichenden Erfahrung kommt und nicht aus einer Vorentscheidung. Man muß die Erfahrung zulassen können."
      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)