D. Schostakowitsch - 24 Präludien op.34

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    • D. Schostakowitsch - 24 Präludien op.34

      Schostakowitsch's Erfolge mit seinen Klavierwerken, u.A. der 1. Klaviersonate waren eher überschaubar.
      Die Akzeptanz beim Publikum war gering und längere Zeit widmete sich Dimitri anderen musikalischen Gattungen.
      Seine vorherigen Werke für das Klavier (u.A. die erste Klaviersonate) wurden als "experimentell" bezeichnet.

      1. Acht Präludien op.2 - 1919-21
      2. Drei phantastische Tänze op.5 - 1920-22
      3. Sonate Nr.1 op.12 - 1926
      4. Aphorismen op.13 - 10 Stücke, 1927

      Verwunderlich, da Schostakowitsch sich in seiner Jugend eher als Pianist sah und nicht als Komponist.

      Bereits nach 13 Tagen nach Beendigung der Oper Lady Macbeth, die für Schostakowitsch
      den "Durchbruch", national sowie international darstellte, began Schostakowitsch,
      an der Arbeit an den 24 Präludien.
      Die Idee und die stilistischen Mittel der Prälidien op. 34 unterscheiden sich grundlegend
      von den vorherigen Werken von Dimitri Schostakowitsch für die Gattung der
      Klaviermusik. Rückgriffe auf Skrjabin, Rachmaninov und andere Komponisten
      sind zu erkennen und die Vielfalt der effektvollen Miniaturen ist enorm.

      An "Unterhaltungsmusik" grenzend (As-Dur), teilweise grotesk und lyrisch (cis-Moll)
      zeigen sich die Präludien. Wie so oft offenbart Dimitri hier die "Bandbreite"
      seiner Fähigkeiten als Komponist und die Vielfall seiner Ausdrucksmöglichkeiten
      bzw. der Möglichkeiten Emotionen zum Ausdruck zu bringen.

      Schostakowitsch, selber ja auch Pianist, präsentierte am 17.Januar 1933 die
      ersten 8 Präludien im großen Saal der Leningrader Philharmonie.
      Den gesamten Zyklus präsentierte er am 24. Mai in Moskau.

      Nach Schostakowitsch nahmen auch zahlreiche andere Pianisten die Präludien,
      oder Teile, in ihr Repertoire auf. (u.A. der große Heinrich Neuhaus)

      Mir liegen folgende (vollständige) Aufnahmen vor:

      Konstantin Scherbakov - Naxos
      Tatiana Nikolayeva - Hyperion
      Elisso Wirssaladze - Classic Live
      Caroline Weichert - Accord


      Besprechungen der mir vorliegenden Aufnahmen folgt im Laufe der kommenden Wochen.
      _____

      Administrator: Das Klassikforum
    • D. Schostakowitsch - 24 Präludien op.34

      Schostakowitsch's Erfolge mit seinen Klavierwerken, u.A. der 1. Klaviersonate waren eher überschaubar.
      Die Akzeptanz beim Publikum war gering und längere Zeit widmete sich Dimitri anderen musikalischen Gattungen.
      Seine vorherigen Werke für das Klavier (u.A. die erste Klaviersonate) wurden als "experimentell" bezeichnet.

      1. Acht Präludien op.2 - 1919-21
      2. Drei phantastische Tänze op.5 - 1920-22
      3. Sonate Nr.1 op.12 - 1926
      4. Aphorismen op.13 - 10 Stücke, 1927

      Verwunderlich, da Schostakowitsch sich in seiner Jugend eher als Pianist sah und nicht als Komponist.

      Bereits nach 13 Tagen nach Beendigung der Oper Lady Macbeth, die für Schostakowitsch
      den "Durchbruch", national sowie international darstellte, began Schostakowitsch,
      an der Arbeit an den 24 Präludien.
      Die Idee und die stilistischen Mittel der Prälidien op. 34 unterscheiden sich grundlegend
      von den vorherigen Werken von Dimitri Schostakowitsch für die Gattung der
      Klaviermusik. Rückgriffe auf Skrjabin, Rachmaninov und andere Komponisten
      sind zu erkennen und die Vielfalt der effektvollen Miniaturen ist enorm.

      An "Unterhaltungsmusik" grenzend (As-Dur), teilweise grotesk und lyrisch (cis-Moll)
      zeigen sich die Präludien. Wie so oft offenbart Dimitri hier die "Bandbreite"
      seiner Fähigkeiten als Komponist und die Vielfall seiner Ausdrucksmöglichkeiten
      bzw. der Möglichkeiten Emotionen zum Ausdruck zu bringen.

      Schostakowitsch, selber ja auch Pianist, präsentierte am 17.Januar 1933 die
      ersten 8 Präludien im großen Saal der Leningrader Philharmonie.
      Den gesamten Zyklus präsentierte er am 24. Mai in Moskau.

      Nach Schostakowitsch nahmen auch zahlreiche andere Pianisten die Präludien,
      oder Teile, in ihr Repertoire auf. (u.A. der große Heinrich Neuhaus)

      Mir liegen folgende (vollständige) Aufnahmen vor:

      Konstantin Scherbakov - Naxos
      Tatiana Nikolayeva - Hyperion
      Elisso Wirssaladze - Classic Live
      Caroline Weichert - Accord


      Besprechungen der mir vorliegenden Aufnahmen folgt im Laufe der kommenden Wochen.
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      Administrator: Das Klassikforum
    • RE: D. Schostakowitsch - 24 Präludien op.34

      Lieber R. ,

      grossartige , prägnante Einführung .

      Die von Dir auxch erwähnte Interpretation durch Tatiana Nikolayeva dürfte wohl bis heute die Refernzaufnahme sein .

      Es ist das Werk des komponisten , das mich am stärksten in den Bann gezogen hat .

      Viele Grüsse ,

      Frank

      PS.: zur Bewertung auch NORMAN LEBRECHT in seiner Besprechung seiner Top 100 CDs aller zeiten . F.
    • RE: D. Schostakowitsch - 24 Präludien op.34

      Lieber R. ,

      grossartige , prägnante Einführung .

      Die von Dir auxch erwähnte Interpretation durch Tatiana Nikolayeva dürfte wohl bis heute die Refernzaufnahme sein .

      Es ist das Werk des komponisten , das mich am stärksten in den Bann gezogen hat .

      Viele Grüsse ,

      Frank

      PS.: zur Bewertung auch NORMAN LEBRECHT in seiner Besprechung seiner Top 100 CDs aller zeiten . F.
    • RE: D. Schostakowitsch - 24 Präludien op.34

      Hallo,

      ich liebe die 24 Präludien und Fugen, obwohl mir Klaviermusik im großen und ganzen wenig Begeisterung weckt. Ich habe eine Einspielung von Ashkenazy (richtig geschrieben?), die mir gut gefällt. Allerdings kann ich nicht sagen, wie gut sie im Vergleich zu anderen ist.

      MfG
      Wotan
      "Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum" (Friedrich Nietzsche)
    • RE: D. Schostakowitsch - 24 Präludien op.34

      Hallo,

      ich liebe die 24 Präludien und Fugen, obwohl mir Klaviermusik im großen und ganzen wenig Begeisterung weckt. Ich habe eine Einspielung von Ashkenazy (richtig geschrieben?), die mir gut gefällt. Allerdings kann ich nicht sagen, wie gut sie im Vergleich zu anderen ist.

      MfG
      Wotan
      "Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum" (Friedrich Nietzsche)
    • RE: D. Schostakowitsch - 24 Präludien op.34

      Original von Wotan
      Hallo,

      ich liebe die 24 Präludien und Fugen, obwohl mir Klaviermusik im großen und ganzen wenig Begeisterung weckt. Ich habe eine Einspielung von Ashkenazy (richtig geschrieben?), die mir gut gefällt. Allerdings kann ich nicht sagen, wie gut sie im Vergleich zu anderen ist.

      MfG
      Wotan


      @Wotan,

      glaube Du hast im Eifer des Gefechtes op.34 mit den Preludes & Fuges op.87 verwechselt!
      _____

      Administrator: Das Klassikforum
    • RE: D. Schostakowitsch - 24 Präludien op.34

      Original von Wotan
      Hallo,

      ich liebe die 24 Präludien und Fugen, obwohl mir Klaviermusik im großen und ganzen wenig Begeisterung weckt. Ich habe eine Einspielung von Ashkenazy (richtig geschrieben?), die mir gut gefällt. Allerdings kann ich nicht sagen, wie gut sie im Vergleich zu anderen ist.

      MfG
      Wotan


      @Wotan,

      glaube Du hast im Eifer des Gefechtes op.34 mit den Preludes & Fuges op.87 verwechselt!
      _____

      Administrator: Das Klassikforum
    • RE: D. Schostakowitsch - 24 Präludien op.34

      Original von Rachmaninov

      @Wotan,

      glaube Du hast im Eifer des Gefechtes op.34 mit den Preludes & Fuges op.87 verwechselt!


      Oh, verflixt, habe mich da auch vertan und wollte eigentlich schon über meine Aufnahme (op. 87) mit Keith Jarrett schreiben... :ignore
      Und ich muß gestehen, daß es wohl nicht das erste Mal ist... :A

      @ Rachmaninov:
      Es wäre nett, wenn du die beiden Werke op. 34 und op. 87 kurz gegenüberstellen könntest.

      :thanks Nikolaus.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von nikolaus ()

    • RE: D. Schostakowitsch - 24 Präludien op.34

      Original von Rachmaninov

      @Wotan,

      glaube Du hast im Eifer des Gefechtes op.34 mit den Preludes & Fuges op.87 verwechselt!


      Oh, verflixt, habe mich da auch vertan und wollte eigentlich schon über meine Aufnahme (op. 87) mit Keith Jarrett schreiben... :ignore
      Und ich muß gestehen, daß es wohl nicht das erste Mal ist... :A

      @ Rachmaninov:
      Es wäre nett, wenn du die beiden Werke op. 34 und op. 87 kurz gegenüberstellen könntest.

      :thanks Nikolaus.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von nikolaus ()

    • RE: D. Schostakowitsch - 24 Präludien op.34

      Original von nikolaus
      @ Rachmaninov:
      Es wäre nett, wenn du die beiden Werke op. 34 und op. 87 kurz gegenüberstellen könntest.

      :thanks Nikolaus.


      @nikoluas,

      danke für die Blumen!
      Wenn ich auf op.87 eingehen werde versuche ich Deine Anregung aufzugreifen :engel
      _____

      Administrator: Das Klassikforum
    • RE: D. Schostakowitsch - 24 Präludien op.34

      Original von nikolaus
      @ Rachmaninov:
      Es wäre nett, wenn du die beiden Werke op. 34 und op. 87 kurz gegenüberstellen könntest.

      :thanks Nikolaus.


      @nikoluas,

      danke für die Blumen!
      Wenn ich auf op.87 eingehen werde versuche ich Deine Anregung aufzugreifen :engel
      _____

      Administrator: Das Klassikforum
    • RE: D. Schostakowitsch - 24 Präludien op.34

      Original von Rachmaninov
      Konstantin Scherbakov - Naxos
      Tatiana Nikolayeva - Hyperion
      Elisso Wirssaladze - Classic Live
      Caroline Weichert - Accord


      Kurzer Zwichenbericht:

      Alle 4 Aufnahmen haben mir, nachdem ich sie nun in recht kurzer Zeit alle hörte, recht gut gefallen! Mir scheinen alle auf hohem Niveau! :D
      _____

      Administrator: Das Klassikforum
    • RE: D. Schostakowitsch - 24 Präludien op.34

      Original von Rachmaninov
      Konstantin Scherbakov - Naxos
      Tatiana Nikolayeva - Hyperion
      Elisso Wirssaladze - Classic Live
      Caroline Weichert - Accord


      Kurzer Zwichenbericht:

      Alle 4 Aufnahmen haben mir, nachdem ich sie nun in recht kurzer Zeit alle hörte, recht gut gefallen! Mir scheinen alle auf hohem Niveau! :D
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      Administrator: Das Klassikforum
    • hallo,

      vielen dank an Sergejewitsch für diesen thread. ich wurde schon während der schulzeit mit einem guten teil der präludien op. 34 konfrontiert. ich hörte eine auswahl mit lazar berman. auch heute noch gehören bermans interpretationen zum besten, was ich kenne ! der sonore anschlag und die einbindung seiner virtuosität führen zum idealen verbund von klang und struktur. die stücke wurden damals auf einer DG-platte mit mussorgskys bilder einer ausstellung gekoppelt.

      interessant und pianistisch furios ist die platte von olli mustonen, welcher den gesamten zyklus mit den preludes von alkan kombinierte. mustonens manierismen hielten sich dabei noch ziemlich im hintergrund.



      hervorragend ist auch die bei einem italienischen label erschienene einspielung des zyklus von anna mallikova.

      mein favorit ist hier konstantin scherbakov, der die präludien mit den aphorismen und der 1. sonate präsentierte. auch hier hört man die synthese von klang und struktur bestens. insgesamt ergibt sich eine eher kühlere variante im vergl. zu berman.



      gruß, siamak :engel
    • hallo,

      vielen dank an Sergejewitsch für diesen thread. ich wurde schon während der schulzeit mit einem guten teil der präludien op. 34 konfrontiert. ich hörte eine auswahl mit lazar berman. auch heute noch gehören bermans interpretationen zum besten, was ich kenne ! der sonore anschlag und die einbindung seiner virtuosität führen zum idealen verbund von klang und struktur. die stücke wurden damals auf einer DG-platte mit mussorgskys bilder einer ausstellung gekoppelt.

      interessant und pianistisch furios ist die platte von olli mustonen, welcher den gesamten zyklus mit den preludes von alkan kombinierte. mustonens manierismen hielten sich dabei noch ziemlich im hintergrund.



      hervorragend ist auch die bei einem italienischen label erschienene einspielung des zyklus von anna mallikova.

      mein favorit ist hier konstantin scherbakov, der die präludien mit den aphorismen und der 1. sonate präsentierte. auch hier hört man die synthese von klang und struktur bestens. insgesamt ergibt sich eine eher kühlere variante im vergl. zu berman.



      gruß, siamak :engel
    • Da muss ich mich entschuldigen, da hab ich mich wirklich vertan. Es gibt ja auch noch 24 Präludien ohne die Fugen :W
      die 24 Präludien hab ich auch, aber mit denen hab ich mich noch nicht intensiv genug beschäftigt, um ein gewichtiges Urteil abgeben zu können.

      MfG
      Wotan
      "Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum" (Friedrich Nietzsche)
    • Da muss ich mich entschuldigen, da hab ich mich wirklich vertan. Es gibt ja auch noch 24 Präludien ohne die Fugen :W
      die 24 Präludien hab ich auch, aber mit denen hab ich mich noch nicht intensiv genug beschäftigt, um ein gewichtiges Urteil abgeben zu können.

      MfG
      Wotan
      "Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum" (Friedrich Nietzsche)
    • Caroline Weichert

      Wer einmal die Möglichkeit hat die Aufnahme der Präludien op.34 von Caroline Weichert zu hören sollte dies tuen.



      Ein sehr gelungene Einspielung bei der Wichert insb. die lyrischen und eher langsamen Präludien gut gelingen und mit farbigem Ton wiedergibt.

      Bei den "schwungvollen" und temporeichen Präludien würde ich mir etwas mehr "Wagemut" wünschen! :tongue:

      Hoffe die restlichen Werke von Schostakowitsch auf dieser Gesamteinspielung der Klavierwerke solo sind auf ähnlichem Niveau.
      _____

      Administrator: Das Klassikforum
    • Caroline Weichert

      Wer einmal die Möglichkeit hat die Aufnahme der Präludien op.34 von Caroline Weichert zu hören sollte dies tuen.



      Ein sehr gelungene Einspielung bei der Wichert insb. die lyrischen und eher langsamen Präludien gut gelingen und mit farbigem Ton wiedergibt.

      Bei den "schwungvollen" und temporeichen Präludien würde ich mir etwas mehr "Wagemut" wünschen! :tongue:

      Hoffe die restlichen Werke von Schostakowitsch auf dieser Gesamteinspielung der Klavierwerke solo sind auf ähnlichem Niveau.
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      Administrator: Das Klassikforum