Ouvertüren - mehr als nur "Vorspeisen"

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    • Ouvertüren - mehr als nur "Vorspeisen"

      Ich dürfte vielleicht 6 bis 7 Jahre alt gewesen sein, als mich eines der großen musikalischen Schlüsselerlebnisse meines gesamten Lebens ereilte. Wir waren in Bayern im Urlaub und meine Eltern nutzten die Gelegenheit, ein Galakonzert mit Pavarotti in der Olympiahalle München zu besuchen. Dieses Konzert nahm ein Bekannter für uns zeitgleich im TV auf. Als wir es uns dann zu Hause ansahen war es jedoch nicht Pavarotti, der mich faszinierte, sondern vielmehr der "Appetithappen" zu Beginn, die Ouvertüre zu Verdi's "Sizilianischer Vesper". Noch nie hatte ich in einer derart komprimierten Form so viele wunderschöne Melodien auf einmal gehört.

      Aber was war es, was diese Faszination in mir auslöste, Gehört diese Ouvertüre doch zu den eher selten gespielten des Repertoires?! War es die Kumulation der Themen, waren es die vielen kompakten Stimmungs- und Gemütsschwankungen des Komponisten? Bis heute weiss ich es nicht so recht! Aber ich habe gemerkt, dass ich persönlich an einer Ouvertüre oftmals bereits festmachen kann, ob mich eine Oper interessiert! Interessanterweise höre ich die Ouvertüren Rossini's z.B. recht gerne einmal, habe mich aber ansonsten noch nie so richtig mit seinen Opern beschäftigt. Anders verhält es sich mit den 3 großen Ouertüren von Carl Maria von Weber. Leider gibt es außer dem Freischütz kaum Aufnahmen. Zu gerne würde ich mir einmal eine gute Einspielung des Oberons oder Euryanthes anhören! Auch ein Phänomen diesbezüglich ist Franz von Suppé, den man fast ausschließlich mit seiner leichten Kavallerie kennt. Aber hat jemals jemand von Euch die dazugehörige Operette gehört?

      Welches sind Eure Lieblings-Ouertüren?
    • Ouvertüren - mehr als nur "Vorspeisen"

      Ich dürfte vielleicht 6 bis 7 Jahre alt gewesen sein, als mich eines der großen musikalischen Schlüsselerlebnisse meines gesamten Lebens ereilte. Wir waren in Bayern im Urlaub und meine Eltern nutzten die Gelegenheit, ein Galakonzert mit Pavarotti in der Olympiahalle München zu besuchen. Dieses Konzert nahm ein Bekannter für uns zeitgleich im TV auf. Als wir es uns dann zu Hause ansahen war es jedoch nicht Pavarotti, der mich faszinierte, sondern vielmehr der "Appetithappen" zu Beginn, die Ouvertüre zu Verdi's "Sizilianischer Vesper". Noch nie hatte ich in einer derart komprimierten Form so viele wunderschöne Melodien auf einmal gehört.

      Aber was war es, was diese Faszination in mir auslöste, Gehört diese Ouvertüre doch zu den eher selten gespielten des Repertoires?! War es die Kumulation der Themen, waren es die vielen kompakten Stimmungs- und Gemütsschwankungen des Komponisten? Bis heute weiss ich es nicht so recht! Aber ich habe gemerkt, dass ich persönlich an einer Ouvertüre oftmals bereits festmachen kann, ob mich eine Oper interessiert! Interessanterweise höre ich die Ouvertüren Rossini's z.B. recht gerne einmal, habe mich aber ansonsten noch nie so richtig mit seinen Opern beschäftigt. Anders verhält es sich mit den 3 großen Ouertüren von Carl Maria von Weber. Leider gibt es außer dem Freischütz kaum Aufnahmen. Zu gerne würde ich mir einmal eine gute Einspielung des Oberons oder Euryanthes anhören! Auch ein Phänomen diesbezüglich ist Franz von Suppé, den man fast ausschließlich mit seiner leichten Kavallerie kennt. Aber hat jemals jemand von Euch die dazugehörige Operette gehört?

      Welches sind Eure Lieblings-Ouertüren?
    • Ich bin davon gezeichnet, dass ich als 11-Jähriger in Carmen im Kinderchor mitgesungen habe und Carmen seitdem für mich das größte im Operngenre ist. Die Ouverture aus Carmen ist natürlich ein Gassenhauer, den jeder kennt, aber auch der zweite Teil der Ouverture, der etwas dunkler klingt ist wunderschön und deutet schon auf das tragische Ende der Geschichte hin.
      Ebenfalls wunderbar ist die an Zigeunermusik erinnernde Ouverture zum 4. Akt. Dieser Ouverture habe ich immer direkt hinter der Bühne gelauscht, weil in der 1. Szene des 4. Aktes der zweite Auftritt des Kinderchors ist, sehr schnell konnte ich sie auswendig und kenne auch jetzt 5 Jahre später noch nahezu jeden Takt, ohne sie dauernd zu hören. Wunderbare Musik von Georges Bizet.
    • Ich bin davon gezeichnet, dass ich als 11-Jähriger in Carmen im Kinderchor mitgesungen habe und Carmen seitdem für mich das größte im Operngenre ist. Die Ouverture aus Carmen ist natürlich ein Gassenhauer, den jeder kennt, aber auch der zweite Teil der Ouverture, der etwas dunkler klingt ist wunderschön und deutet schon auf das tragische Ende der Geschichte hin.
      Ebenfalls wunderbar ist die an Zigeunermusik erinnernde Ouverture zum 4. Akt. Dieser Ouverture habe ich immer direkt hinter der Bühne gelauscht, weil in der 1. Szene des 4. Aktes der zweite Auftritt des Kinderchors ist, sehr schnell konnte ich sie auswendig und kenne auch jetzt 5 Jahre später noch nahezu jeden Takt, ohne sie dauernd zu hören. Wunderbare Musik von Georges Bizet.
    • Ein derartiges Kindheitserlebnis wie Du habe ich auch. Allerdings war es bei mir nicht Carmen, sondern Hänsel und Gretel von Humperdinck. Auch heute höre ich noch unwahrscheinlich gerne die wunderschöne Ouvertüre, in welcher insbesondere die Streicher zur Geltung kommen. Es sind halt Kindheitserinnerungen.... lang lang ist's her.... :engel :I :engel :I :engel
    • Ein derartiges Kindheitserlebnis wie Du habe ich auch. Allerdings war es bei mir nicht Carmen, sondern Hänsel und Gretel von Humperdinck. Auch heute höre ich noch unwahrscheinlich gerne die wunderschöne Ouvertüre, in welcher insbesondere die Streicher zur Geltung kommen. Es sind halt Kindheitserinnerungen.... lang lang ist's her.... :engel :I :engel :I :engel
    • Mein erstes Orchesterkonzert begann mit der feurigen Ouvertüre zu Glinkas Oper Ruslan und Ludmilla".
      Ich war hingerissen von der Präzision der Streicher in dem sehr schnellen Tempo sowie dem ZUsammenspiel vor allem mit den Blechbläsern. Auch heute noch, nach etwa 40 Jahren, wenn die Ouvertüre im Radio läuft, horche ich auf und unterbreche meine Beschäftigung, um diesem einzigartigen Bravourstück zuzuhören. Damals für mich ein Schlüsselerlebnis!

      Gruß Amadé
    • Mein erstes Orchesterkonzert begann mit der feurigen Ouvertüre zu Glinkas Oper Ruslan und Ludmilla".
      Ich war hingerissen von der Präzision der Streicher in dem sehr schnellen Tempo sowie dem ZUsammenspiel vor allem mit den Blechbläsern. Auch heute noch, nach etwa 40 Jahren, wenn die Ouvertüre im Radio läuft, horche ich auf und unterbreche meine Beschäftigung, um diesem einzigartigen Bravourstück zuzuhören. Damals für mich ein Schlüsselerlebnis!

      Gruß Amadé
    • Hallo :hello,

      Ouvertüren? Ein Thema, mit dem ich mich oft beschäftige! Viele Ouvertüren sind geniale Meisterwerke! Hab mir extra auch auf LP, Ouvertürensammlungen zusammengekauft. Ich möchte hier ein paar Unvergängliche Ouvertüren nennen, welche einen Mitreißen und in Meinen Augen von unvergänglicher Größe sind!

      - Medea
      - Der Freischütz
      - Don Giovanni
      - Die Zauberflöte
      - Egmont und Coriolan .... usw.

      ach, es hat keinen Sinn weiter zu zählen, es gibt zu viele!

      Ich wäre froh, wenn Ihr mir weitere Ouvertüren empfehlen könntet, die in euren Augen "die Größe" besitzen, um ein Meisterwerk genannt zu werden!
      Dieser Thread ist zu unrecht "eingeschlafen" und es wär schön, wenn sich hier mehr Leute zu dem Thema "Ouvertüren" äußern würden, denn dieses Thema interessiert mich sehr! Danke! :down

      Gruß
      daniel :down
      Jesus spricht: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich." (Johannes 14, Vers 6)
    • Hallo :hello,

      Ouvertüren? Ein Thema, mit dem ich mich oft beschäftige! Viele Ouvertüren sind geniale Meisterwerke! Hab mir extra auch auf LP, Ouvertürensammlungen zusammengekauft. Ich möchte hier ein paar Unvergängliche Ouvertüren nennen, welche einen Mitreißen und in Meinen Augen von unvergänglicher Größe sind!

      - Medea
      - Der Freischütz
      - Don Giovanni
      - Die Zauberflöte
      - Egmont und Coriolan .... usw.

      ach, es hat keinen Sinn weiter zu zählen, es gibt zu viele!

      Ich wäre froh, wenn Ihr mir weitere Ouvertüren empfehlen könntet, die in euren Augen "die Größe" besitzen, um ein Meisterwerk genannt zu werden!
      Dieser Thread ist zu unrecht "eingeschlafen" und es wär schön, wenn sich hier mehr Leute zu dem Thema "Ouvertüren" äußern würden, denn dieses Thema interessiert mich sehr! Danke! :down

      Gruß
      daniel :down
      Jesus spricht: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich." (Johannes 14, Vers 6)
    • Hallo,

      Henning brachte mich in einem Beitrag drauf, sein „Wagner ohne Worte“ war der Auslöser.
      Ich mag Ouvertürensammlungen recht gerne, besitze diese beiden hier:



      Giulini dirigiert Rossini



      Akademie für Alte Musik Berlin, Ouvertüren für die Hamburger Oper

      Speziell Wagner fände ich hier interessant. Gibt es Empfehlungen?

      Danke und Gruß,
      Cosima
    • Hallo,

      Henning brachte mich in einem Beitrag drauf, sein „Wagner ohne Worte“ war der Auslöser.
      Ich mag Ouvertürensammlungen recht gerne, besitze diese beiden hier:



      Giulini dirigiert Rossini



      Akademie für Alte Musik Berlin, Ouvertüren für die Hamburger Oper

      Speziell Wagner fände ich hier interessant. Gibt es Empfehlungen?

      Danke und Gruß,
      Cosima
    • Bei Wagners Opern eignen sich die Overtüren oftmals sehr gut zum Einstieg.
      Sehr gute Aufnahmen sind:



      Christian Thielemann



      Claudio Abbado mit den Berlinern



      Giuseppe Sinopoli



      Sehr interessant aber gewöhnungsbedürftig ist Celibidache



      Ebenfalls sehr gut sind die "Deutschen Ouvertüren" von Thielemann mit einem grandiosen "Rienzi".

      MfG

      Wotan
      "Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum" (Friedrich Nietzsche)
    • Bei Wagners Opern eignen sich die Overtüren oftmals sehr gut zum Einstieg.
      Sehr gute Aufnahmen sind:



      Christian Thielemann



      Claudio Abbado mit den Berlinern



      Giuseppe Sinopoli



      Sehr interessant aber gewöhnungsbedürftig ist Celibidache



      Ebenfalls sehr gut sind die "Deutschen Ouvertüren" von Thielemann mit einem grandiosen "Rienzi".

      MfG

      Wotan
      "Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum" (Friedrich Nietzsche)
    • Hallo Cosima!

      Original von Cosima

      Ansonsten würde ich wohl zu Abbado greifen.

      Gruß, Cosima


      Ob Abaddo für Wagner wirklich die richtige Wahl ist, wage ich zu bezweifeln. Im Laden habe ich in diese CD hineingehört und empfand sie als eher mittelmäßig.

      Großartig hingegen ist die strenge und monumentale Einspielung von Orchesterstücken mit Otto Klemperer und dem Philharmonia Orchestra:



      Zudem ist diese Doppel-CD bei jpc gerade sehr preiswert zu haben.

      Sollte ich mich irgendwann für die einsame Insel entscheiden, kommt diese CD als erstes ins Gepäck. :)

      Herzliche Grüße!
      Jörg
      "Ein Ding um seiner selbst willen tun" (Richard Wagner)
    • Hallo Cosima!

      Original von Cosima

      Ansonsten würde ich wohl zu Abbado greifen.

      Gruß, Cosima


      Ob Abaddo für Wagner wirklich die richtige Wahl ist, wage ich zu bezweifeln. Im Laden habe ich in diese CD hineingehört und empfand sie als eher mittelmäßig.

      Großartig hingegen ist die strenge und monumentale Einspielung von Orchesterstücken mit Otto Klemperer und dem Philharmonia Orchestra:



      Zudem ist diese Doppel-CD bei jpc gerade sehr preiswert zu haben.

      Sollte ich mich irgendwann für die einsame Insel entscheiden, kommt diese CD als erstes ins Gepäck. :)

      Herzliche Grüße!
      Jörg
      "Ein Ding um seiner selbst willen tun" (Richard Wagner)
    • Hallo Jörg,

      Klemperer hatte ich auch schon im Visier. Allerdings weiß ich nicht, ob mir zu dem eh schon monumentalen Wagner eine wuchtige und monumentale Interpretation nicht ein wenig viel des Guten sein wird. Man könnte aber auch sagen: Wenn schon - denn schon…

      Du hast es generell gern wuchtig und monumental, oder?

      Gruß, Cosima
    • Hallo Jörg,

      Klemperer hatte ich auch schon im Visier. Allerdings weiß ich nicht, ob mir zu dem eh schon monumentalen Wagner eine wuchtige und monumentale Interpretation nicht ein wenig viel des Guten sein wird. Man könnte aber auch sagen: Wenn schon - denn schon…

      Du hast es generell gern wuchtig und monumental, oder?

      Gruß, Cosima