Debussy: die Préludes

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    • Debussy: die Préludes

      Nubar fragte:
      Gibt es Aufnahmen die man neben Michelangeli, Gieseking und Richter empfehlen kann?


      Grund genug, hier den Préludes von Debussy einen eigenen Raum zu geben.

      Ich selbst habe über die geannnten hinaus noch die Aufnahme von Jean-Rodophe Kars (Decca) und von Friedrich Gulda (Great Piansists-Serie).

      Was empfehlt ihr besonders?

      Mir wurde Fou Tsong als phantastische Alternative zu Gieseking nicht nur empfohlen, sondern ans Herz gelegt.

      Besonders gelobt wurde auch die von Paul Jacobs (Nonesuch)

      Leider konnte ich diese Aufnahmen nirgends bislang in einem Laden zum Anhören in Hände bekommen.
      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)

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    • Original von Rachmaninov
      @ab,

      gestern hörte ich Heft I in der Aufnahme mit S. Osborne (Hyperion)



      Beim ersten Hören empfand ich die Aufnahme als sehr angenehm, ohne übertriebenen gefühlsdusseligen Beigeschmack und dennoch sehr ausdrucksstark.


      @ab,
      gestern hörte ich nochmals die Aufnahme mit Osborne.
      Der Mann hat wirklich etwas zu sagen was die Preludes angeht, er versteht was er hier spielt und hat vor allem die Mittel dies auszudrücken.

      Bisher konnten mich die Debussy Preludes nicht wirklich begeistern!
      Dank Osborne!
      _____

      Administrator: Das Klassikforum
    • RE: Debussy: die Préludes

      Original von Ganong
      Pascal R o g e .

      Seine Aufnahme bei Onyx ist denn von Gieseking und Benedetti - Michalenageli sicherlich gleichwertig ( P: 2004 ) .


      Lieber Frank,

      danke für diesen Hinweis. Rogé hörte ich einmal in einem Violinsonatnenabend mit Chantal Juilliet. Ich war fasziniert von seinem plastischen Spiel und fragte mich, ob dies typisch französische Schule (ähnlich deutlicher Tonansatz ja derzeit bei den jungen Streichern aus Frankreich) oder seine typische Art sei. Danach fiel mir nur eine Satie-Einspielung in Händen, die mir nicht so zusagte, danch fehlte mir die Zeit und ich ging dem nicht weiter nach.
      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)
    • Ich habe zwei komplettaufnahmen:


      1. Cecile Ousset, die gab's mal günstig im 4er-Pack.


      Ich weiss nicht, woran es liegt, aber ich höre lieber..
      2. Alain Planès, die beiden Livres auf Doppel-CD.
      Leider habe ich die Aufnahme nicht greifbar, daher kann ich kein Label angeben. Und Google verleugnet sie auch, deswegen auch kein Bild.
      Egal, sie stammt jedenfalls aus den 80ern und das erste Buch habe ich am WE zufällig gehört. Vielleicht lag es an meiner Stimmung, jedenfalls habe ich mich dabei gefragt: Warum höre ich eigendlich Debussy nicht häufiger?

      Planès' Debussy kannte ich schon vorher durch eine Denon-CD, die mir durchweg gut gefällt, aber nur 3 Preludes enthält.

      Ich würde also Alain Planès empfehlen.

      Ich mache mich vor dem CD-Regal nochmal kundig und ergänze meinen Beitrag entsprechend.

      Grüße
      Jürgen

      Habe doch noch das Cover gefunden:

      Und zwar bei AmazonPunktCom

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    • Original von Jürgen
      2. Alain Planès, die beiden Livres auf Doppel-CD.
      Leider habe ich die Aufnahme nicht greifbar, daher kann ich kein Label angeben.
      Habe doch noch das Cover gefunden:



      Würde mich aber doch interessieren, was das für ein Label ist, bei dem die ätlere erschienen ist.

      Inwischen gibt es von Planès einen neuere bei harmoniamundi france.

      Derzeit werde seine letzten CDs ja recht günstig abverkauft.
      Gruß, ab

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      (Rudolf Arnheim)
    • Hallo ab, jetzt bin ich zuhause:

      Das Label heißt: Harmonic Records (Paris France)

      Die Aufnahme stammt aus dem Jahre 1985 (22.-24.April Château de Breteuil, Chevreuse, France)

      Das war die Zeit, als viele Labels keine CDs herausbrachten, ohne zu erwähnen, mit welchem Equipment die Aufnahme entstanden ist.
      So wurden auch hier zwei Mikrophone der Firma Brüel & Kjaer verwendet. Das ganze riecht irgendwie nach Denon. Die haben das auch so gemacht.

      Ansonsten habe ich von diesem Label nichts anderes gesehen oder gehört.
      Diese Aufnahme jedenfalls ist gut.

      Willst Du mehr wissen: PN

      Grüße
      Jürgen

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    • RE: Debussy: die Préludes

      Original von ab
      Rogé hörte ich einmal in einem Violinsonatenabend mit Chantal Juilliet. Ich war fasziniert von seinem plastischen Spiel und fragte mich, ob dies typisch französische Schule (ähnlich deutlicher Tonansatz ja derzeit bei den jungen Streichern aus Frankreich) oder seine typische Art sei. Danach fiel mir nur eine Satie-Einspielung in Händen, die mir nicht so zusagte, danch fehlte mir die Zeit und ich ging dem nicht weiter nach.


      Lieber Frank,

      nochmals vielen herzlichen Dank für diesen Hinweis: am WE fiel sie mir in Hände schon nach kurzem Anhören umgehend auch in meinen Besitz: wahrlich eine großartige Aufnahme!
      (Ist seine andere CD: Sämtliche Klavierwerke Vol. 2 bei Onyx auch so gut?)

      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)
    • RE: Debussy: die Préludes

      Original von Ganong
      Sehr empfehlenswert ist die Aufnahme durch die Debussy- und Ravel - Spezialistin
      Monique Haas ! ( DGG ) .


      Lieber Frank,

      Ich hörte erst gestern zum ersten Mal Haas Debussy spielen (Kinderecke bei Sony)

      sind die DGG-Aufnahmen jener bei Erato vorzuziehen?

      Lohnt sich die gesamte Box?


      Danke!
      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)
    • Hörte letzte Woche im Laden im Gegenvergleich Monique Haas DG vs. Erato sowie endlich einmal Paul Jacobs (Nonesuch) und seit Jahren wieder einmal Robert Cassadesus (CBS).

      Mit letzterem konnte ich nach wie vor gar nichts anfangen. Jacobs ist leider klanglich weniger zufriedenstellend aber äußerst interessant mit der Mischung aus einerseits bezwingend-kraftvoll aber zugleich auch sehr Klangfüllig, fast à la Kars. Ein ganz interessanter Künstler, leider jung verstorben. Bei Haas fand ich die spätere Erato-Aufnahme so wesentlich besser, dass ich davon Abstand nehmen werde, mir die DG-Box zu kaufen. Ich hoffe, die Erato-Aufnahmen werden bald bei Warner wieder und endlich günstig aufgelegt! Denn das ist eine GA auf 4 CDs, die grandios ist!
      :leb
      Gruß, ab

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      (Rudolf Arnheim)

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    • Instrumente der Zeit

      Nich verschweige möchte ich auch, dass ich die Aufnahme von Jos van Immerseel gehört habe (Channel Classics), der das erste Buch auf einem Erard-Instrument eingespielt hat.



      Diese Klang war so derart betörend schön, dass ich gar nicht recht sagen kann, wie gut Immerseel diese spielte. Jedenfalls kam es mir sehr beseelt vor.

      Nun die Frage an euch: Von wem gibt es noch Einspielungen auf Instrumenten der Zeit? Welche davon sind empfehlenswert?

      Danke!
      Gruß, ab

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      (Rudolf Arnheim)
    • RE: Instrumente der Zeit

      Original von ab
      Diese Klang war so derart betörend schön, dass ich gar nicht recht sagen kann, wie gut Immerseel diese spielte. Jedenfalls kam es mir sehr beseelt vor.


      Oh! Das würde ich auch zu gerne hören! Ich liebe den Klang der Erards! :down Die Hörschnipsel klingen interessant... (Merke ich mir vor die Aufnahme.)
    • RE: Instrumente der Zeit

      Original von Cosima
      Original von ab
      Diese Klang war so derart betörend schön, dass ich gar nicht recht sagen kann, wie gut Immerseel diese spielte. Jedenfalls kam es mir sehr beseelt vor.


      Oh! Das würde ich auch zu gerne hören! Ich liebe den Klang der Erards! :down Die Hörschnipsel klingen interessant... (Merke ich mir vor die Aufnahme.)


      In einem anderen Forum las ich, dass Immerseel sehr genau die dynamischen Feinheiten der Selbsteinspielung von Debusssy (dessen Pianorollenaufnahme übrigens zu Jahresmitte mit einem sogenannten "Vorsetzer" abgespielt auf einem Steinway-D aufgenommen bei Tacet neu herauskommen wird) studiert und diese sich zu Herzen genommen haben soll.
      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)
    • La cathédrale engloutie: graphische Assoziation?

      Letzte Wochenende spielte Radu Lupu im Leipziger Gewandhaus ein Konzert mit dem Heft 1. Aus dem Programmheft, das mir ein Freud, der das Konzert besucht hatte, zugeschickt hat, entnehme ich zu Nr. 10 "La cathédrale engloutie" folgendes (von Renate Herklotz):

      Man hat herausgefunden, dass sich ... im Notenbild graphische Assoziationen finden. In der Tat sind bogenförmige Linienführungen zu erkennen, die typische Formen von Krichenbögen nachempfunden sind, wie sie sich im Laufe der Jahrhunderte entwickelt und verändert haben.


      Wer kann dazu genaueres mitteilen?
      :thanks
      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)
    • RE: La cathédrale engloutie: graphische Assoziation?

      Original von ab
      Letzte Wochenende spielte Radu Lupu im Leipziger Gewandhaus ein Konzert mit dem Heft 1. Aus dem Programmheft, das mir ein Freud, der das Konzert besucht hatte, zugeschickt hat, entnehme ich zu Nr. 10 "La cathédrale engloutie" folgendes (von Renate Herklotz):

      Man hat herausgefunden, dass sich ... im Notenbild graphische Assoziationen finden. In der Tat sind bogenförmige Linienführungen zu erkennen, die typische Formen von Krichenbögen nachempfunden sind, wie sie sich im Laufe der Jahrhunderte entwickelt und verändert haben.


      Wer kann dazu genaueres mitteilen?
      :thanks


      Diese verschiedenförmigen Bögen im Notenbild sind etwa in E. Robert Schmitz, The Piano Works of Claude Debussy (1950), p. 156, durchaus bemerkt worden. Vf. warnt davor, zuviel in diese Dinge hineinzugeheimnissen: "It is indeed a fascinating study to compare the plates in an architectural book with the varied forms found in the score, yet one must not let such a notion carry too far. It is of interest in so far as it is a further link in a long and entertaining lineage of graphic realization of texts or events in more or less subtle forms through the history of music, and a comment on the dual nature of the composer-painter."

      Gruß, Zelenka
      "Mit Kempff habe ich nur ein einziges Mal gespielt, und er meinte hinterher, er werde nie wieder mit mir spielen, weil ich beim Dirigieren singe. Und dabei war er eines meiner Idole gewesen." Sir Colin Davis
    • RE: La cathédrale engloutie: graphische Assoziation?

      Generell muss man mit Debussys Programmatik in den Preludes vorsichtig sein. Schließlich hat Debussy die "Titel" am Schluss der Stücke notiert, gerade so, als habe er hinterher erst eine Idee gehabt, welche Assoziation am besten dazu passt. Trotzdem kann ein solcher Bezug vorhanden sein, da ja sein guter Freund Satie sogar Stücke mit dem Titel Ogives (das sind ja gerade diese Spitzbögen) geschrieben hatte. Diese Stücke von Satie sind zwar klanglich anders, nutzen aber ähnliche vollgriffige Akkorde zu einer modalen Melodie. Dass Satie auf Debussy starken Einfluss hatte ist belegt, besonders was den Gebrauch der sogenannten "Parallelharmonik" betrifft. Das Hauptthema der Cathedrale könnte genauso gut von Saties frühen Ogives stammen, und das scheint mir Bezug genug zu sein.

      Ob es nun eine konkrete Übersetzung der Formen ist? Eine Phrase hat sehr oft eine solche Bogenform. Wer weiß...
      "...the only logical starting point for a genuine creative art of music -- the ear, and the manifold delights and stimuli that the ear, in conjunction with the experienced mind, can find in the exercise of imagination."
      Harry Partch