Wer ist Eure "Carmen"?

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    • Original von Hyacinth

      PS: Dass meine Lieblings-Micaela Genia Kühmeier ist, das dürfte ja jedem bekannt sein :wink


      Dann wären die Vorstellungen im Juni 2010 (trotz JK :wink) mit Garanca und Kühmeier ja auch ein Fest für Dich gewesen. Evtl. hättest Du aber auch da schon einen Zugang zu Kaufmann gefunden (bin ich mir sogar ziemlich sicher :D )

      Im Jahr drauf, im Febr. 2011, hatten wir dann Rachvelishvili, die ja in der Scala 2009 ihren großen Auftritt als Carmen feiern konnte, zusammen mit Kaufmann bei uns in München. Sie ist halt eher der kracherte Typ, die den Don José auch mal ziemlich heftig durch die Gegend schleudert und mit ihren Reizen, vorallem ihrer Lockenpracht, nicht zimperlich umgeht. Viele werden sie ja sicher bei der Übertragung aus Mailand erlebt haben. Sie war in München dann schon etwas sensibler, aber trotzdem würde ich, nur wegen ihr, bestimmt keine Vorstellung mehr besuchen, obwohl sie mir stimmlich schon sehr gut gefällt.

      Eine weitere Carmen an der BSO war für mich kein Anreiz mehr für einen Opernbesuch und das ist leider inzwischen Vesselina Kasarova. Da komme ich sogar mit der Stimme nicht mehr klar (dieses in die Höhe schrauben), aber sie hat auch sonst nicht mehr viel einer Carmen in und an sich (meiner Meinung nach). Da denke ich z.B. immer noch mit Schrecken an die Züricher Carmen, die bei uns daheim seither unter: Bauer sucht Frau eingeordnet wurde.

      :hello Ingrid

      Entschuldigung, denn ich hab schon wieder mal das Thema verfehlt. Hier sollen ja nur "unsere Carmen" beschrieben werden und nicht die, die uns nicht so liegen. Also ganz eindeutig ist Elina Garanca meine Nr. 1 und deshalb bin ich für die Reize usw. anderer Carmen-Sängerinnen offensichtlich nicht mehr empfänglich. Und ähnlich geht es mir bei dem männlichen Part (ganz OT :D )

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Ingrid ()

    • Original von Severina
      Live habe ich allerdings wirklich seither keine Carmen mehr erlebt, die mich ähnlich mitgerissen hätte wie die Baltsa, auf Konserve dafür gleich zwei: Anna Caterina Antonacci auf der von Rideamus vorgestellten DVD vom ROH und Elina Garanca auf der DVD von der MET. (Auf die bezieht sich ja wahrscheinlich auch Hyacinth, oder?)

      Beide legen ihre Carmen unterschiedlich an: Antonacci sehr extrovertiert, ganz wilde Raubkatze, die Garanca äußerlich eher ruhig, innerlich ganz lodernder Vulkan, der sich immer wieder durch ihre Augen Bahn bricht (Jaaa, Hyacinth - diese Augensprache :down :down :down).


      Genau, die DVD meine ich, die ich mir trotz Alagna immer wieder gerne anschaue :wink Ich würde als Carmen ja weder dieser Bohnenstange von Escarmillo noch Alagna im Unterleiberl hinterherrennen, allenfalls Barbara Frittoli als Micaela, aber naja.... :J
      Töne, töne, süsse Stimme
      Fremder Vogel, singe wieder
      Deine Klagen, sie beleben,
      Uns entzücken solche Lieder.
      ("Ariadne auf Naxos", R. Strauss)
    • Original von Ingrid

      Dann wären die Vorstellungen im Juni 2010 (trotz JK :wink) mit Garanca und Kühmeier ja auch ein Fest für Dich gewesen. Evtl. hättest Du aber auch da schon einen Zugang zu Kaufmann gefunden (bin ich mir sogar ziemlich sicher :D )

      Eine weitere Carmen an der BSO war für mich kein Anreiz mehr für einen Opernbesuch und das ist leider inzwischen Vesselina Kasarova. Da komme ich sogar mit der Stimme nicht mehr klar (dieses in die Höhe schrauben), aber sie hat auch sonst nicht mehr viel einer Carmen in und an sich (meiner Meinung nach). Da denke ich z.B. immer noch mit Schrecken an die Züricher Carmen, die bei uns daheim seither unter: Bauer sucht Frau eingeordnet wurde.

      Entschuldigung, denn ich hab schon wieder mal das Thema verfehlt. Hier sollen ja nur "unsere Carmen" beschrieben werden und nicht die, die uns nicht so liegen. Also ganz eindeutig ist Elina Garanca meine Nr. 1 und deshalb bin ich für die Reize usw. anderer Carmen-Sängerinnen offensichtlich nicht mehr empfänglich. Und ähnlich geht es mir bei dem männlichen Part (ganz OT :D )


      Ja, um nur diese Carmen-Serie zu sehen sollte man eine Zeitmaschine erfinden :wink Das war sicher eine Sternstunde schlechthin! :leb

      Kasarova hat mir in Wien auch nicht gefallen, es singen halt die meisten Mezzos mal Carmen, nicht alle haben damit Erfolg (so wie Kirchschlager...). In Wien hat ein Kritiker bei Kasarovas Carmen-Serie dann seine Kritik betitelt: "Eigentlich müsste der Abend Micaela heißen" Dreimal darfst du raten, wer die Micaela war :down

      In puncto Garanca gebe ich dir Recht, ich brauche in nächster Zeit gar keine andere Carmen sehen, an der einen DVD kann ich mich noch jahrelang sattsehen. Der Don Jose (um jetzt mal OT zu antworten :D ) ist mir eigentlich nicht soo wichtig, hauptsache er singt gut und kann spielen (wo wir dann wieder bei Kaufmann wären).

      Hyacinth :hello
      Töne, töne, süsse Stimme
      Fremder Vogel, singe wieder
      Deine Klagen, sie beleben,
      Uns entzücken solche Lieder.
      ("Ariadne auf Naxos", R. Strauss)
    • Original von Manni
      Ich warte mit Spannung auf Elisabeth Kulman als Carmen (Hamburg 2014 nach Wien und Berlin). Sie könnte eine Baltsa-Nachfolgerin sein!

      Da stimme ich zu. Sie hat ja die Carmen mal an der Volksoper in deutscher Sprache gesungen; ich denke, es wäre Zeit fürs große Haus.

      Auf Garanca könnte ich mich auch freuen, würde man ihr nicht Leute wie Alagna, Tézier oder Hartig zur Seite stellen. X(

      Von Baltsas Carmen hab ich einen Mitschnitt:
      Georges Bizet: Carmen

      Wiener Staatsoper

      27. Juni 2003

      Besetzung:

      Vjekoslav Šutej - Dirigent

      Ernst Dunshirn - Choreinstudierung

      Agnes Baltsa - Carmen
      Julian Gavin - Don José
      Ildar Abdrazakov - Escamillo
      Krassimira Stoyanova - Micaëla
      Simina Ivan - Frasquita
      Cornelia Salje - Mercédès
      Goran Simic - Zuniga
      Yu Chen - Moralès
      Walter Pauritsch - Remendado
      Hans Peter Kammerer - Dancairo

      Chor und Orchester der Wiener Staatsoper
      Wiener Sängerknaben - Kinderchor.

      Ich wäre dafür, sich in diesem Thread nicht nur mit der Titelfigur, sondern mit der Oper an sich zu befassen. Unlängst haben Hyacinth, Zdenka und Severina sehr Interessantes dazu in einem anderen Thread (auf die Schnelle fällt mir aber nicht ein, wo) verfasst. Ist Euch recht, wenn ich das hierher kopiere (verschieben kann ich ja nicht mehr)?

      Ferner besitze ich die DVD der Wiener Premiere von 1978 mit Obraztsova, Domingo, Mazurok und Buchanan unter Kleiber. Ich habe mir sie schon lange nicht angehört und weiß nur mehr, dass mir Domingo, Buchanan und Rydl in der kleinen Rolle des Zuniga am besten gefallen haben.
      Billy :hello


      EDIT: Es war im Wunschbesetzungsthread.
      „Musik ist eine heilige Kunst“
      (Ariadne auf Naxos, Komponist).

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Billy Budd ()

    • Dieser Thread heißt allerdings "Wer ist Eure Carmen?", bezieht sich also eindeutig auf die weibliche Hauptrolle. Daher fände ich es zielführender, wenn wir für allgemeine Diskussionen zum Werk einen eigenen Carmen-Thread ins Leben rufen!

      Zu Baltsa 2003: Da war sie natürlich längst über ihren Zenit hinaus, und mit einer reinen Tonaufnahme wird sich das Phänomen Baltsa ohnehin schwer vermitteln lassen. Agnes Baltsa hatte nie das, was man eine schöne Stimme nennt - sie ist interessant, sehr spezifisch, ein bisschen rauchig und vor allem sehr ausdrucksstark. Technisch war nicht immer alles lupenrein, die Registerwechsel waren oft problematisch und das verstärkte sich im Alter natürlich. (Deshalb kann ich mir bei aller Liebe keine Isabella mehr vorstellen, die sie in der nächsten Saison singen will!)

      Ich fürchte also, dass Billys Mitschnitt bestenfalls erahnen lässt, welches Naturereignis Agns Baltsa als Carmen einmal gewesen ist. (Ich selbst war genau aus diesem Grund 2003 nicht dabei, weil ich mir eben meine schönen Erinnerungen nicht trüben lassen wollte!)

      lg Severina :hello
    • Naja, ich denke halt, dass es übersichtlicher ist, wenn es zu jeder Oper nur einen Thread gibt.
      Diskussionen, wer die beste Interpretin einer bestimmten Oper ist, und Diskussionen zum Werk kann man mE doch schwer trennen. Warum also nicht gleich alles in den schon bestehenden Thread, zumal hier ja auch schon vor 2 1/2 eine DVD besprochen wurde?

      Aber ich seh schon, dass ich Heike nachträglich recht geben muss: Zu viel Sortiererei kann Diskussionen ersticken. Deshalb wäre ich sehr dafür, die aktuelle Forumsordnung beizubehalten. Ich habe heute (eigentlich gestern) angefangen, ein zweites Inhaltsverzeichnis zu entwerfen (aus Rideamus' und Severinas Vorschlägen im entsprechenden Thread).

      Aber da können wir morgen weitermachen: Gute Nacht!
      Billy :hello
      „Musik ist eine heilige Kunst“
      (Ariadne auf Naxos, Komponist).
    • Die Besetzung der Carmen ist bei den Intendanten/Dirigenten schon ein ideologisches Thema auf Grund der existierenden Fassungen: opéra comique mit "leichten Stimmen" oder grosse Kiste mit dramatischen Stimmen. Meine allererste Carmen 1959 in Rom mit Belen Amparan hat mich geprägt und sofort zum Fan der "grossen Oper" gemacht. Als Konsequenz hat mich keine der stimmleichteren Carmen (Berganza, de los Angeles, Kozena etc) je überzeugen können. Das Gegenteil, die ganz üppige Stimme à la Callas, L.Price, Norman, aber auch nicht. Für ganz lange Zeit war Grace Bumbry - ich wundere mich sehr, dass sie in diesem Thread von niemandem erwähnt wurde - meine Top-Carmen. Und die Nächste und bisher Einzige, allerdings auf ganz verschiedene Art, die ihr das Wasser reichen konnte, war Agnes Baltsa. Und seither herrscht für mich Ebbe.
      Weitere Carmen-Begegnungen: Julia Migenes gesanglich nicht konkurrenzfähig, Denice Graves in der Zürcher Ponelle-Inszenierung nach Baltsa ein einziges Ärgernis, da sie meinte, mit Hüftwackeln und einem tiefen Einblick in ein zugegebenermassen attraktives Décolleté sei der Carmen-Charakter umrissen, Régine Crespin an der MET 1978 im Herbst ihrer Karriere eher wie eine füllige Reinigungsfrau wirkend, die sich nach Sevilla verirrt hat. Vesselina Kasarova in der Zürcher Hartmann-Inszenierung fand ich überzeugend als unüblich emanzipierte Carmen: eine frustrierte und enttäuschte Frau, die - Don Giovanni lässt grüssen - schon so viele Männer gehabt hat, dass sie ihrer eigentlich überdrüssig ist, sich den Kaufmann-José nur aus einer Laune heraus angelt, ihn aber sofort fallen lässt als er nicht nach ihrer Vorstellung spurt; sie verkalkuliert sich, ihre "Rache" an den Männern geht nicht auf und so endet sie gemäss Libretto eben tragisch.
      Zu Antonacci und Garanca kann ich nichts sagen, da ich die DVD's nicht kenne. Von der Lettin hörte ich allerdings Habanera, Séguidilla und Kartenarie vor einigen Jahren konzertant am TV: da hat sie mich gar nicht überzeugt, allerdings war das bevor sie die Partie szenisch erstmals in ihrer Heimat ins Repertoire aufnahm.
      Meine Carmen: GRACE BUMBRY und AGNES BALTSA
      Gruss vom Schweizer

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Schweizer ()

    • Lieber Schweizer,

      die Züricher "Carmen" fand ich von der Regie her ganz toll, weil ja nicht nur Carmen, sondern auch José und Micaela völlig unüblich gezeichnet wurden. Stimmlich hat mich allerdings die Kasarova überhaupt nicht überzeugt, da rangiert sie in meiner Liste im unteren Drittel.
      Grace Bumbry habe ich sogar in sehr jungen Jahren live als "Carmen" gehört, damals hatte ich aber mit Oper noch nichts am Hut, sodass mich ihr temperamentvolles Spiel wesentlich mehr beeindruckte als der Gesang. Die Szene, wo sie in Lillas Pastias Schenke auf den Tisch springt und dort einen Flamenco hinlegt, steht allerdings immer noch vor meinem inneren Auge.

      lg Severina :hello
    • Hallo Severina, völlig d'accord: stimmlich war Kasarova bestimmt nicht toll, aber die konsequent durchgehaltene Anlage der Partie fand ich als Alternative zum maistream-Carmen-Bild überzeugend und interessant. Das völlig unübliche Rollenbild war aber auch der Grund warum sie bei vielen Besuchern "durchfiel". (OT: ja, auch José und Micaela waren anders gezeichnet: Kaufmann überzeugte mich voll, mit Rey hatte ich, wie stets, so meine Mühe)
      Gruss vom Schweizer
    • Ich habe 1972 mit Huguette Tourangeau als Carmen angefangen, der Premierenbesetzung (samt Domingo und dem wahrscheinlich als Gesamtpaket immer noch besten Escamillo meiner "Opernkarriere" Tom Krause) einer Inszenirung von Regina Resnik in Hamburg, also braves Opernspanien mit den üblichen Klischees der Zeit - und in der damals üblichen Guiraud-Fassung natürlich -, wobei die Tourangeau eigentlich stimmlich von der leichteren Sorte war und damit hervorragend in die Originalversion gepasst hätte. Sie hatte auch in den Bewegungen eine Art leichter Lässigkeit, die kein Outrieren nötig hatte um zu wirken, sie war einfach "da", für mich eigentlich der wichtigste Punkt bei einer Carmen, die Erzielung größtmöglicher Wirkung ohne dauernd erkennbar etwas zu machen.
      Rein vokal hatte die Tourangeau durchaus Grenzen, die paar erhaltenen Ausschnitte lassen jedenfalls eine erstaunlich kurze Höhe erkennen.

      Ansonsten? Cossotto in Wien, nun ja... die Berganza war mir 1980 zu damenhaft, wobei ich mir das Pariser Video der auch in Hamburg gespielten Faggioni-Inszenierung vielleicht noch einmal anschauen sollte.
      Danach kam Alicia Nafé, traditionell ok, würde man heute sicher auch anders spielen, aber stimmlich tadellos.
      Von den Gästen ist mir nur Ildiko Komlosi in Erinnerung, weil sie zusammen mit Thomas Moser eine der Produktion sehr entegengesetzte Interpretation lieferte, die aber in sich sehr stimmig war.

      Und hier scheint mir neben der vom Schweizer angesprochenen "Passform" für Stimme und Fassung der wichtigste Aspekt zu liegen. Funktioniert die Persönlichkeit im Zusammenhang mit der Produktion. Bestes Beispiel dafür, daß auch eine im "Normalfall" keineswegs optimale Carmen-Sänger/Darstellerin ein erstklassiges ergebnis bringen kann, ist für mich Kasarova in Zürich. Da geht es zusammen, in einer anderen Inszenierung wäre es SO gespielt sicher voll daneben.
      Das Negativbeispiel ist Waltraud Meier, von der ein Video von der Met existiert. Eine zweifellos große Künstlerin, die, bei der x-ten Wiederaufnahme in die Zefirelli-Inszenierung hineingestellt, in dem ganzen bunten Gewimmel intellektuell ziemlich unterfordert wirkt und die Klischee-Vorstellungen andererseits schlicht nicht erfüllen kann.

      Bei den Videos ist mein absoluter Favorit Anne Sofie von Otter in der McVicar-Produktion aus Glyndebourne; ein rothaariger!! kratzbürstiger Teufel, der sich mit unglaublicher Dreistigkeit nimmt, was ihm gefällt. Auch eine Variante ziemlich gegen den Strich, aber von unwerfendem Temperament, hätte ich der mitunter als optisch recht bieder verschrieenen Schwedin nie zugetraut (nach der Clairon im Pariser Capriccio weiß ich aber, daß ihre Palette doch weit größer ist, als früher angenommen).
      Lg
      Karolus Minus
    • Ich werde niemals im l Agnes Baltsa vergessen, meine allererste Live-Carmen bei meinem allerersten Bescuh in Wien und der WSO- das ist über 20 Jre her. Die Zefirelli-Inszenierung war zwar bunt und bieder aber ich fand Baltsa darinnen umwerfend gut, sowohl stimmlich als auch darstellerisch. Ihre carmen entsprach so gazn meinem Klischeebild der Figur und der arme José Carreras an ihrer Seite war dieser Carmencita fatale in keiner Weise gewachsen.
      Mir hat in jüngerer Zeit auch Antonacci mit Jonas Kaufmann serh gefallen, da wird die ambivalente Beziehung sehr deutlich herausgearbeit und ich fand Anotnacci auch stimmlich durchaus geeignet für die Rolle und nicht zu sopranig wie damals oft kritisiert wurde.. Mit Elina Garanca kann ich dagegen wenig anfangen, aber das ist ohnehin eine Sängerin, die mir noch nie wirklich gefallen hat. Auf Tontrâger finde ich nach wie vor auch Maria Callas tol, aber ichweiss gar nciht, ob sie
      Rolle ganz und auf der Bühne gesungen hat?
      Dass Kozena als Carmen nicht gerade die Idealbesetzung ist, wundert mich nicht- wer ist den auf diese Besetzungsidee gekommen? Manchmal fragt man sich wirkmcih was da für seltsame Fäden gezogen werden.... ?(
      Nicht schlecht finde ich die Bieito-Carmen Beatrice (der Doppelname fällt mir gerade nciht ein)- das ist eine eher "colle" und moderne Carmen. anne sophie Von Otter würde ich mir nach Karolus Empfehlung gerne mal ansehen, so richtig vorstellen kann ich mir das schlecht, abr bei MC Vicar erlebe ich immer wieder Überraschungen.

      Liebe Grüsse von f.Q.
      Da es der Gesundheit förderlich ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein (Voltaire)
    • Die Carmen der großartigen Beatrice Uria-Monzon und von Anne Sofie von Otter, die auch mich sehr positiv überrascht hat, gibt es beide als DVD zu kaufen:


      ...

      Wer sich einen Eindruck von beiden verschaffen möchte, kann das hier anhand der Habanera tun:

      youtube.com/watch?v=92LEJZyn2MU

      youtube.com/watch?v=5hjYD6gqIK4

      Daneben gibt es natürlich auch andere Auszüge, auch einen mit Anna Caterina Antonacci:

      youtube.com/watch?v=6qIIUvyK3PU&feature=related

      Die Carmen, die ich selbst bevorzuge, ist natürlich stark von der eigenen Prägung bestimmt, die in den 60er Jahren sehr stark mit Sona Cervena vorgegeben und von Agnes Baltsa endgültig gefestigt wurde. Seither haben es die drei oben genannten geschafft, da zumindest eng aufzuschließen, aber auch die viel zu oft unterschätzte Maria Ewing

      youtube.com/watch?v=CEe_404iMpU

      und (trotz Karajan, der die Oper viel zu kulinarisch nimmt) Grace Bumbry sollten bei einer Auflistung der besten Carmen nicht ganz außer Acht gelassen werden:

      youtube.com/watch?v=Qs0E2CufQ7c

      Meine allerliebste Carmen ist allerdings eine zweigeteilte und bearbeitete, nämlich die von Marilyn Horne gesungene CARMEN JONES, die in dem Film von Otto Preminger so hinreißend von Dorothy Dandridge gespielt wird: youtube.com/watch?v=1fi7xOuUAxM




      :hello Rideamus
      Ich mag alle Kunstformen und Genres. Ich höre Musik von Alban Berg und gehe ins Musical. Für mich gibt es keine Hierarchie der Künste, denn es sind letztlich alles Erzählformen. Alain Resnais

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Rideamus ()

    • Original von Fairy Queen
      Dass Kozena als Carmen nicht gerade die Idealbesetzung ist, wundert mich nicht- wer ist den auf diese Besetzungsidee gekommen? Manchmal fragt man sich wirkmcih was da für seltsame Fäden gezogen werden.... ?

      Liebe Grüsse von f.Q.


      Tja, wenn Männe dirigiert, darf frau auch mal die Carmen singen :ignore
      Kozena ist die Lebensgefährtin (Oder Ehefrau, keine Ahnung, diese Dinge interessieren mich nur am Rande) des Carmen-Dirigenten Sir Simon Rattle....

      lg Severina :hello

      PS: Bitte mich nicht misszuverstehen, ich halte Magdalena Kozena für eine sehr gute Sängerin, die selbstverständlich auch ohne diese Beziehung Rollenangebote bekäme, aber wohl kaum diese Carmen bei den Salzburger Festspielen!

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Severina ()

    • Anne Sofie von Otter hat mir auf dem einen Ausschnitt auf Youtube gar nicht gefallen... Für Agnes Baltsa bin ich zu jung und sie war ja angeblich eine, die live so mitreißend war.
      Beatrice Uria-Monzon mag ich schon gerne, allerdings eher als Eboli, weil ich ihre ständige Bruststimme als Carmen zu viel finde.
      Es ist ja meistens so - zumindest bei den Festivals - dass der Dirigent sagt, wen er denn haben möchte. Und wenn er zufällig mit einer Mezzosopranistin verheiratet ist, die unbedingt mal gerne Carmen singen würde, ist wohl klar wen er dann nimmt...

      Hyacinth :hello
      Töne, töne, süsse Stimme
      Fremder Vogel, singe wieder
      Deine Klagen, sie beleben,
      Uns entzücken solche Lieder.
      ("Ariadne auf Naxos", R. Strauss)
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