Korngold: Violinkonzert op.35

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    • Korngold: Violinkonzert op.35

      Ich habe gestern mal wieder Radio gehört.
      Es gab das Violinkonzert D-Dur Op.35 von Erich Wolfgang Korngold.
      Ich muss gestehen, dass ich den Namen zwar kenne, aber bewusst noch nichts von Korngold gehört hatte. Bis gestern.

      Und ich war überrascht, wie gut mir diese Musik gefällt.
      Das Konzert hörte sich an, wie eine Mischung aus Prokofiew und James Horner (Filmmusikkomponist).

      Ich hatte noch keine Zeit zu diesem Thema zu googeln. Ich frage lieber in die Runde, was zu Korngold und welche Einspielungen zu diesem Werk Ihr noch empfehlen könnt.

      Danke
      Jürgen
    • Korngold Op.35

      Ich habe gestern mal wieder Radio gehört.
      Es gab das Violinkonzert D-Dur Op.35 von Erich Wolfgang Korngold.
      Ich muss gestehen, dass ich den Namen zwar kenne, aber bewusst noch nichts von Korngold gehört hatte. Bis gestern.

      Und ich war überrascht, wie gut mir diese Musik gefällt.
      Das Konzert hörte sich an, wie eine Mischung aus Prokofiew und James Horner (Filmmusikkomponist).

      Ich hatte noch keine Zeit zu diesem Thema zu googeln. Ich frage lieber in die Runde, was zu Korngold und welche Einspielungen zu diesem Werk Ihr noch empfehlen könnt.

      Danke
      Jürgen
    • RE: Korngold Op.35

      Original von Jürgen
      Das Konzert hörte sich an, wie eine Mischung aus Prokofiew und James Horner (Filmmusikkomponist).


      filmmusik ist gut, denn korngold war nach seiner emigration in die usa 1934 ebendort einer der führenden filmmusik-komponisten. er erhielt u.a. 2x den oscar.

      zuvor war korngold in österreich und deutschland hauptsächlich als opernkomponist in erscheinung getreten. am bekanntesten ist die auch heute noch vielgespielte oper "die tote stadt". von ihr gibt es mehrere gute aufnahmen (leinsdorf mit kollo, segerstam auf naxos).

      das violinkonzert stammt aus 1947, als korngold sich wieder vermehrt der "ernsten" musik zuwandte. der erfolg dieser späteren werke blieb jedoch bescheiden. ich kenne nur die aufnahme von naxos mit vera tsu (?), habe sie aber nur oberflächlich auf naxos.com gehört.
    • RE: Korngold Op.35

      Original von Jürgen
      Das Konzert hörte sich an, wie eine Mischung aus Prokofiew und James Horner (Filmmusikkomponist).


      filmmusik ist gut, denn korngold war nach seiner emigration in die usa 1934 ebendort einer der führenden filmmusik-komponisten. er erhielt u.a. 2x den oscar.

      zuvor war korngold in österreich und deutschland hauptsächlich als opernkomponist in erscheinung getreten. am bekanntesten ist die auch heute noch vielgespielte oper "die tote stadt". von ihr gibt es mehrere gute aufnahmen (leinsdorf mit kollo, segerstam auf naxos).

      das violinkonzert stammt aus 1947, als korngold sich wieder vermehrt der "ernsten" musik zuwandte. der erfolg dieser späteren werke blieb jedoch bescheiden. ich kenne nur die aufnahme von naxos mit vera tsu (?), habe sie aber nur oberflächlich auf naxos.com gehört.
    • Lieber Jürgen,

      mir ging es mit dem Cellokonzert von Korngold ganz ähnlich. Allerdings habe ich meine Bekanntschaft mit dem Komponisten doch nicht weiter vertieft.



      Die Aufnahme mit Jan Vogler gefällt mir gut (und vielleicht gefallen Dir die beiden anderen Stücke ja auch...), habe hier auch schon mal was über diese CD geschrieben (weiß allerdings leider nicht mehr, wo das war - im Zweifelsfall unter "was höre ich gerade jetzt...").

      Beste Grüße

      Sabine
      ... the rest is silence
      William Shakespeare, The Tragedy of Hamlet Prince of Denmark, Vii

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von cellodil ()

    • Lieber Jürgen,

      mir ging es mit dem Cellokonzert von Korngold ganz ähnlich. Allerdings habe ich meine Bekanntschaft mit dem Komponisten doch nicht weiter vertieft.



      Die Aufnahme mit Jan Vogler gefällt mir gut (und vielleicht gefallen Dir die beiden anderen Stücke ja auch...), habe hier auch schon mal was über diese CD geschrieben (weiß allerdings leider nicht mehr, wo das war - im Zweifelsfall unter "was höre ich gerade jetzt...").

      Beste Grüße

      Sabine
      ... the rest is silence
      William Shakespeare, The Tragedy of Hamlet Prince of Denmark, Vii

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    • ich besitze:



      Itzhak Perlman
      André Previn
      Pittsburgh SO

      und



      Anne-Sophie Mutter
      André Previn
      London SO



      Die Mutter Aufnahme habe ich nicht im Gedächtnis, die Perlman Aufnahme gefällt mir soweit sehr gut, auch wenn ich sie noch nicht allzu oft gehört habe.
      "Wir können genauso gut unsere Geigen nehmen und sie mit unseren Knien zerbrechen." (Fritz Kreisler über Jascha Heifetz)
    • Da hier gerade darüber gesprochen wurde, habe ich mir dieses Konzert jetzt auch mal angehört:


      Nicolas_Aine schrieb:

      EinTon schrieb:

      Aus gegebenem Anlass vorhin gerade angehört: das Korngold-Violinkonzert:







      ...ich sag mal nix weiter dazu... ;)
      wie darf man denn das verstehen? ;)

      Ich höre das Ding jetzt also und schreibe live dazu. Beim ersten Satz frage ich mich, ob gleich die Enterprise mit Captain Kirk und ihrer Besatzung landet, während die Violine eine mir recht unverständliche Berg- und Talfahrt veranstaltet. Kurz dachte ich, gleich explodiert der Kopfhörer, so hoch hinaus trieb es die Solistin (ich höre die oben abgebildete Aufnahme). Die Harmonik ist so pfefferminzig, dass ich mir den Mund mit einem Irish Whiskey ausspülen muss. Mal schauen. Zweiter Satz.
      Vibraphon (?) und Harfe plus Streicherteppich, und wieder so eine verdammte Rauf- und Runter-Schmachtmelodei, da vergehts mir schon langsam. Wieder hohes Gefiepse, leider unmotiviert. Ich kann bislang daran leider nicht viel finden. Harmonik unverbindlich, also wozu? Da hat einer den ganz fetten Pinsel genommen und alle Farbtöpfe und am Ende ist es ein Bob Ross geworden. Sorry, muss skippen.
      Letzter Satz: ah, die lustigen Waldschrate tanzen endlich! Ich sage nicht, dass der Komponist kein Handwerk hatte. Ganz im Gegenteil. Mir scheint nur sein Geschmack arg zweifelhaft. Mag sein, dass dieser Hollywood-Klang bei ihm originär ist, hören muss ich den trotzdem nicht im Konzert. Ich verstehe hier vor allem nicht so richtig, was für ein Konzept hinter dem Ganzen steht, wenn es eines gibt. Ah, jetzt war es eben wie auf der Ponderosa Ranch. Ich vermisse Hop Sing. Ein Schlusssatz ist noch lange nicht überzeugend, nur weil es ein paar asymmetrisch gesetzte Orchesterakzente und ein flottes Tempo gibt. Ehrlich: da höre ich lieber Copland, der hat da eine ganz andere Balance hingekriegt. Viel lydisches Gefiedel, dazu stationäre Harmonik, aber viele chromatische Klimakterien )oder wie das heißt). Ne, meine Bonbonmischung ist das definitv nicht. Schrieb ich zum letzten Beckenschlag.
      Danach ist mir der Britten (wiewohl auch ein eher früher), der auch auf der Scheibe ist, direkt wie Bullrich-Salz für die Ohren. Mehr Konsistenz in den ersten 10 Sekunden als im gesamten Korngold, sorry, aber es muss heraus. Hier ergeben auch die hohen Töne Sinn, sie sind entwickelte Motivik.

      Ihr Korngoldianer, verzeiht mir, aber was findet ihr um Himmels Willen nur daran? Ja ja, Filmmusik. Aber so ohne Film? Ich höre wenig in Bildern, daher kann ich damit wirklich nicht viel anfangen. Als ernsthaft so verstandenes Violinkonzert jedenfalls taugt es meiner Ansicht nach nicht. Dass es aber dem Gros der Hörer entgegen kommt, kann ich mir vorstellen.

      So, ich habe fertig.

      Herzliche Grüße
      Satie
      "...the only logical starting point for a genuine creative art of music -- the ear, and the manifold delights and stimuli that the ear, in conjunction with the experienced mind, can find in the exercise of imagination."
      Harry Partch
    • Nun, ein kleiner Korngoldianer bin ich schon - wegen der aparten, oft schwebenden Reizharmonik. Es muss allerdings in der Tat nicht das Violinkonzert sein.

      Für das Aparte schätze ich das Klavierkonzert, für das Seriöse die Fis-Dur-Sinfonie, die Kammermusik ist ohnehin relevant und die frühe Sinfonietta blüht wunderkindhaft.

      Insofern verstehe ich auch nicht ganz, warum das süße Violinkonzert, das ja in der Tat aus Korngold'scher Filmmusik besteht, so sehr favorisiert wird. Denn Korngolds Harmonik und sein Sound generell sind schon genial.

      Vielleicht bei Gelegenheit mehr!

      Besten Gruß!

      Wolfgang
    • Nette Menschen hat es da drüben. Ich frage mich ob die Tatsache, dass es bei das-Klassikforum.de -von einer Ausnahme abgesehen- keine Idioten aber halt auch nur sehr wenige Mitglieder gibt, irgendeine gesetzmäßige Korrelation ausdrückt? :cool

      Zum Topic. Das VK von Korngold ist übelster Kitsch. Ich schaffe es nicht, das durchzuhören. 'Nuff said!
      Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Cetay ()

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