Die 4 Sinfonien von Robert Schumann

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    • Schumann mit Dausgaard

      Liebe Schumann-Freunde,

      inzwischen ist eine neue Gesamteinspielung abgeschlossen und im Angebot. Interpreten sind das Schwedische Kammerorchester unter Leitung von Thomas Dausgaard, vorgelegt vom schwedischen Label BIS.



      Es handelt sich um eine vollständige Aufnahme: alle 4 Sinfonien, bei Nr. 4 beide Fassungen, dazu die Zwickauer-Sinfonie (Jugendwerk), Ouvertüre, Scherzo und Finale op.52, 6 Ouvertüren.

      Es ist eine Aufnahme mit Kammerorchester, das bedeutet: sauber aufgefächerter Klang, nicht künstlich aufgebläht, gute Klangbalance zwischen den Instrumentengruppen, was vor allem den Holzbläsern zugute kommt. Dausgaard geht mit seinen Musikerinnen und Musikern frisch ans Werk, ist zupackend wo erforderlich und lässt rhythmisch akzentuiert musizieren. Lyrische Abschnitte werden nicht überfahren. Tiefschürfendes ist nicht unbedingt seine Sache, vor allem nicht da, wo die Partitur keine Begründung dafür liefert.
      Ich kann die Aufnahmen nur wärmstens empfehlen. Manch einer wird sich freuen, dass er nicht gleich eine Gesamtaufnahme kaufen muss, wenn er sich nur für eine bestimmte Sinfonie interessiert.

      Grüße Amadé
    • Hallo Bernd,

      ich höre die Schumann-Symphonien nur sehr selten. Neben Szell - wie sollte es bei mir anders sein ? - habe ich auch die 2. und 4. (die mittlere CD in der Abbildung) in meinem Bestand. Ich kann Dir beipflichten, dass das Kammerorchesterkonzept hier aufgeht. Schumann "luftig" und transparent. Bei den Dvorák-Aufnahmen unter Dausgaard fehlt mir an manchen Stellen durchaus die Durchschlagskraft, bei Schumann "passt es", wie ich finde.

      Gruß
      Henning
      Anstatt die besten Wissenschaftler in die Rüstungsindustrie und Raumfahrt zu schicken, hätte die SU sie ins Melodya-Tonstudio schicken sollen - was für eine vertane Chance...............
    • Soeben neu in meiner Sammlung (zum augenblicklich günstigen Preis):



      Das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester unter Leitung seines ehemaligen Chefdirigenten Hans Vonk.

      Inhalt: Die 4 Sinfonien und das Klavierkonzert mit Christian Zacharias live aus der Kölner Philharmonie. Cellokonzert a-moll mit Truls Mörk sowie die Manfred-Ouvertüre in Studio-Einspielungen.

      Einiges kannte ich schon von WdR-Rundfunk-Sendungen und war recht angetan. Ich werde jetzt nochmal genauer zuhören.
      Vonk war ein Dirigent, der immer hinter das Werk zurücktrat, aber nicht blass blieb, zu "besichtigen" z.B. bei Aufnahmen von Beethoven-Klavierkonzerten mit Zacharias und der Dresdner Staatskapelle oder beim Mozart Klarinettenkonzert mit Sabine Meyer und demselben Orchester, dessen Chefdirigent Vonk einige Jahre war.

      Grüße Amadé


    • Wie ihr vielleicht gesehen habt höre ich gerade diese Aufnahme (bzw. nur 3. und 4.)

      Mit ihr ging es mir etwas eigenartig: Vor einigen Monaten gekauft, hörte ich sie erst mit viel Interesse, aber schon bald war ich über den Kauf etwas unglücklich (so unglücklich halt, wie man bei 11€ für zwei Cd´s sein kann:D)

      Naja, jedenfalls gefiel mir dann doch meine alte Bernstein GA wieder um Welten besser...
      Und von "meiner Reihnischen" hatte ich sowieso auch noch eine Thielemann-Aufnahme gekauft, da ich irgendwo eine begeisterte Rezension gelesen hatte.
      Und dann habe ich zu guter letzt auch noch Gardiner´s Schumann kennengelernt. Und schon wieder musste eine neue GA her :wink Ich habe die 2. Symphonie noch nie so gut wie unter Gardiner gehört.

      Und Szell ist schon nach wenigen Wochen im Regal verschwunden... :ignore.

      Aber worauf ich hinaus will: heute höre ich mir die Reihnische mit ihm wieder an, und plötzlich entdecke ich die "romantische Wucht" dieser Aufnahme erneut. Mir fiel es wirklich wie Schuppen von den Augen (Ohren): Endlich erlebe ich diese Musik wieder so, wie ich sie erlebt habe, als ich sie (live) kennengelernt habe. Damals gehörte die Schumannsche Symphonik zum großartigsten was ich mir überhaupt vorstellen konnte! Sie hat so etwas ursprüngliches, geniales. Und genau dieses ursprüngliche bringt Szell in seiner Aufnahme perfekt heraus. Er "tränkt" die Symphonien nicht einfach in romantischem Gefühl wie Bernstein oder Thieleman das machen. Nein, bei ihm haben die Symphonien eine ganz bestimmte, "frühromantische" Stimmung, dadurch das er sie so straff angeht und die Schumannsche Melodik wirklich deutlich herausstellt. Das er Veränderungen in der Instrumentation muss ich ihm dabei einfach verzeihen :)

      Ich bin also wieder vollkommen mit Szell zufrieden :) und in Zukunft sind es wohl die anderen Aufnahmen die im Schrank verschwinden. Nun kann ich sie wieder jedem hier empfehlen, der diese Symphonien ganz besonders liebt. Aber aufgepasst: Vielleicht braucht die Interpretation etwas Zeit um zu gefallen :D

      kreisler
      von eurem kreislerianer

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von kreisler ()

    • RE: Schumann mit Szell

      Hallo Kreisler,

      Deine Begeisterung für Szell kann ich gut nachvollziehen. Bei mir ist die Begeisterung auch ohne Unterbrechnung (wie bei Dir passiert) immer voll gegeben.
      :beer Diesen Satz von Dir finde ich besonders wichtig:
      Vielleicht braucht die Interpretation etwas Zeit um zu gefallen

      Ich gehe auch soweit zu sagen: Man sollte unbedingt eine andere Aufnahme gut kennen um die Szell-Aufnahmen schätzen zu lernen !
      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • Seit 2 Wochen bin ich im Besitz dieser Aufnahme, von deren Existenz ich erst unlängst erfahren habe:



      Das Doppelalbum enthält alle 4 Sinfonien sowie die Manfred-Ouvertüre und Ouvertüre, Scherzo und Finale op.52, die Aufnahmen entstanden 1956 für die EMI, die anscheinend keine so große Meinung von dieser ihrer Produktion hat. Doremi hat sie nun wiederveröffentlicht. Man griff beim Tranfer auf LPs zurück, die originalen Bänder waren wohl nicht greifbar. Die Innenseiten der LPs wiesen an lauten Satzenden leider leichte Verzerrungen auf (z.B. 4.Sinfonie Schluss), das ist auf den CDs nicht bereinigt worden, kommt aber nicht sehr oft vor und ist tolerierbar, selbstverständlich nicht bei jedem Hörer. Das Klangbild ist für die Zeit der Aufnahme sehr offen, keinesfalls mulmig.
      Interpretatorisch handelt es sich um Spitzenaufnahmen, die mich sehr überzeugen und die ich den Schumann-Begeisterten hier im Forum nur wärmstens ans Herz/Ohr legen kann. Kletzki hatte den richtigen Ton für diese Musik. Leider sind die Scheiben in Deutschland unverschämt teuer, da sollte man evtl. auf ausländische Vertreiber ausweichen.

      Grüße Amadé

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Amadé ()

    • Original von daniel5993
      Hallo!

      Am Besten gelungen finde ich die unter H.v.Karajan!
      Ich höre gern die Symphonien von Schumann, die haben meiner Meinung nach irgentetwas besonderes an sich, was mich immer wieder begeistert!

      Gruß
      daniel :cool


      Hallo Daniel
      Meinst Du diese Aufnahmen?


      Die sind sensationell! Gefallen mir um Längen besser als Harnoncourt mit dem Chamber Orchestra of Europe auf Teldec 1994 - 1996:



      Was ich auch noch sehr gelungen finde sind die 2te & 3te eingespielt von Christoph von Dohnányi und dem Cleveland Orchestra auf DECCA von 1988:


      Grüsse
      Stefan
      "Nur weil Du nicht paranoid bist, heisst das nicht, dass sie nicht hinter Dir her sind." (Terry Pratchett)
    • Original von Amadé
      Leider sind die Scheiben in Deutschland unverschämt teuer, da sollte man evtl. auf ausländische Vertreiber ausweichen.

      Grüße Amadé


      Hallo Amadé
      Tja, ich kann Dir nur sagen, dass DOREMI als Label hier in der Schweiz im Hochpreis-Segment angesiedelt ist mit ca. 70,- CHF, was ca.45,- € entsprechen dürfte :S.

      Gruss Stefan
      "Nur weil Du nicht paranoid bist, heisst das nicht, dass sie nicht hinter Dir her sind." (Terry Pratchett)
    • Die schon länger angekündigte Eröffnung des Schumann-Zyklus der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und Paavo Järvi ist jetzt erschienen:



      Das Orchester klingt für meine Ohren etwas voluminöser im Vergleich zu den Beethoven-Sinfonien, was Schumann aber sicher gut steht.

      Die übrigen Qualitäten, die mich bei Beethoven so überzeugen - als da sind die Flexibilität und Wendigkeit, die Fähigkeit, mühelos zu beschleunigen, die Zurückhaltung in den langsamen Sätzen, der lebendige Gestaltung, die gelungenen Spannungsbögen, die "Durchhörbarkeit" mit dem damit verbundenen Detailreichtum, die Energie/der "Drive"... alles ist wiederum einfach mitreissend!

      Nikolaus.
    • Habe mal wieder eine Frage, und zwar zu der hier und kürzlich von Nordolf im "Was höre ich..."-Thread hochgelobten Furtwängler-Aufnahme der 4.:

      Weiss jemand, ob die Aufnahme auf der abgebildeten LP mit derjenigen auf dieser CD



      identisch ist? Laut Cover-Rückseite der CD stammt die Studio-Aufnahme vom 14.05.1953.

      Danke im voraus!

      Grüße, jünter
    • Hallo Jünter,

      ich habe mal nachgeschaut und lt. Arkivmusic scheinen das zwei verschiedene Aufnahmen zu sein, die beide im Jahr 1953 entstanden sind. Die von dir abgebildete Aufnahme ist ein Live-Mitschnitt und hat folgende Spielzeiten:
      1.: 11:49, 2.: 05:23, 3.: 07:23, 4.: 06:28

      Die von Nordolf abgebildete Aufnahme entstand ebenfalls 1953 als Studioproduktion in der Berliner Jesus-Christus-Kirche und hat folgende Spielzeiten:
      1.: 11:52, 2.: 05:21, 3.: 05:56, 4.: 07:50

      Diese Studioproduktion gibt es einmal in der Koppelung mit Haydns Sinfonie Nr. 88 und dann noch mal in Koppelung mit Furtwänglers 2. Sinfonie.

      Die Spielzeiten habe ich von den mp3-Versionen, die bei Amazon angeboten werden, übernommen. Bei simfy habe ich mal rein gehört weil mich die Unterschiede in den Spielzeiten des 3. und 4. Satzes stutzig machten und die Erklärung ist einfach, weil in der Live-Aufnahme gehört die Überleitung vom 3. zum 4. Satz zum 3. Satz und in der Studioaufnahme hat man diese Überleitung dem 4. Satz zugeordnet.

      So gesehen hat Furtwängler in beiden Aufnahmen im wesentlichen die Tempi kaum verändert. Klanglich halte ich die Studioaufnahme für besser.

      Armin
    • Hallo Jünter,

      das dürfte so sein, auf meiner Original-Grammophon CD ist als Aufnahmedatum angegeben: 14.05.1953. Das sagt jedoch noch nichts über die Klangqualität der italienischen CD aus. Die 1.Schumann ist ein Mitschnitt des Bayer. Rundfks aus dem Kongresssaal des Deutschen Museums München vom 29.10.51, zuerst von Decca veröffentlicht.

      Gruß Amadé
    • Schumann-Favoriten / und Nicht-Favoriten

      Zitat von Maurice Andre:So ergeht es mir auch mit seinen Schumann-Einspielungen.Bei und mit Karajan scheiden sich die Geister.


      Hallo Maurice,

      um den Schubert-Thread nicht unnötig OT zu belasten hier an richtiger Stelle weiter.
      Mir gefallen die Karajan-Aufnahmen der Schuman-Sinfonien (DG) ausserordentlich gut. Man merkt bei jedem Satz, dass da ein ganz grosser Schumann-Dirigent agiert. Die Spannung und Dramatik kommt bei ihm nie zu kurz - das packt mich mehr als viele andere Vergleichsaufnahmen. Es waren bereits auf LP schon meine ersten, die mich prägten.
      :beer Müste ich mir eine für die Insel aussuchen - ich glaube ich ich würde Karajan oder Solti nehmen.

      Als Schumann-Freund habe ich auch jede Menge Alternativaufnahmen:
      *** Sehr gut mit teils aberwitzigem Tempo (aber das liegt mir sowieso !)
      Szell / Cleveland Orchestra (SONY).

      *** Auch die Bernstein-Aufnahmen sind von grosser Emotionalität gekennzeichnet - ich habe alle mit den den New Yorker PH (SONY) und Wiener PH (DG). Vom Tempo her ist Bernstein diesesmal zum Glück bei DG nicht so breit (wei bei Brahms). Nur wegen der besseren Klangqualität schlägt meine Vorliebe hier für die Wiener Aufnahme (DG) aus.

      *** Ziemlich hart, mit voller Pranke auch Levine / Berliner PH (DG) hatte ich mir wegen einer Empfehlung zugelegt. Ich fand die Levineaufnahmen mit den Berlinern nach vorherigem reinhören in jedem Falle feuriger, als die zuvor gemachten in den USA mit dem Cleveland orchestra (RCA). Packende Darstellungen !


      *** Als Solti-Fan wurde ich gefragt, ob ich denn die Schumann-Sinfonioen unter Solti nicht kenne ? Das ist meine zuletzt erworbene GA mit den Wiener PH (DEcca, 1967-69, ADD).

      :engel Ich muss sagen, dass ich absolut positiv überrascht war. Das sind neben Karajan tatsächlich die packensten Schumenn-Sinfonien. Besonders die Sinfonie Nr.2 unter Solti ist der Hammer ! Nie habe ich solche Details und prägnante Pauken gehört wie in dieser absouten Favoriten-Aufnahme der 2 ! Die 1,3 und 4 überzeugen ebenfalls vom ersten Takt an und halten den Hörer unter Hochspannung. TOP-Decca-analog-Klang !

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      Ich mache jetzt ein Strich, weil ich drei Aufnahme nenne, die mir weniger liegen:
      #1. Marriner (Brillant) hatte wenig zu bieten die Werke interessaant darzustellen. Lange abgesetzt !

      #2: Gardiner (DG) da haben mir zwar die Pauken ganz gut gefallen, aber der dünne HIP-Sound passt IMO absolut nicht zu den Sinfonbien. Da fehlt mir alle paar Takte der sinfonische Grundklang, der diese Aufnahmen für mich schwer verdaulich macht - es kommt keine Spannung auf.

      #3. Chailly (Decca) - eigendlich fand ich Chailly Interpretation gut duzchdacht und schlüssig (in der Schumann-Fassung wäre das eine gute GA geworden !) - aaaaber die fürchterliche X( Mahler-verstümmlung (in der Mahler-fassung) haben mich mehr als verärgert - was da raus kommt, war ein Ärgernis erster Güte. Das ist kein Schumann mehr. Da fehlt es an allen enden und Ecken.
      Wenn man von den o.g Aufnahmen geprägt ist, dann ist das ein NOGO !

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      Hier Bilder einzustellen lohnt wohl nicht ! Die sind am nächsten Tag futsch !??!
      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • Auch dank teleton habe ich manche seiner von ihm geschätzten Schumann-Aufnahmen mittlerweile kennengelernt, höre sie gerne und möchte seinen obigen Beitrag nur dahingehend subjektiv relativieren, als dass ich den Gardiner ebenso schätze. Meines Erachtens gestattet der vielfach (zurecht??) kritisierte Sinfoniker Schumann den luftigen Zugang einer HIP-Interpretation bei gleichem Hörvergnügen durchaus.

      Oder ist das reine Geschmackssache?

      :beerWolfgang
    • Ich denke,das ist reine Geschmackssache.Wer Karajan liebt,wird mit den historisierenden Dirigenten so seine Probleme haben.

      Man sollte die Mahler-Fassung letztendlich als einen Versuch völlig neutral sehen.Hier stellt sich die Frage,ob Chailly nach dem Kritierium beurteilt werden muss,sich überhaupt damit beschäftigt zu haben,vor allem,warum das so ist.

      Möglich wäre,dass der Mahler-Dirigent Chailly mit diesen Bearbeitungen besser zurecht gekommen ist als mit den Original-Partituren.Dazu kommt,dass er damit wohl auch der erste Dirigent ist,der diese Fassungen eingespielt hat.

      Szell hat sich ja auch nicht rausgehalten,ebenfalls retouschiert.Dass dies' eben überhaupt nicht nötig ist,haben doch einige Dirigenten hinreichend bewiesen.

      Erstaunlich ist dabei,dass ein so hoch geschätzter Komponist wie Mahler die Qualitäten Schumanns nicht wirklich erkannt zu haben scheint.

      Paavo Järvi hat sich in den letzten Jahren zu einem extrem guten Dirigenten entwickelt.Schade,dass er aus Frankfurt weggeht.Er gefällt mir großartig.

      Leider kenne ich seinen Schumann und Beethoven nicht,aber seinen Hans Rott,der mir großartig gefallen hat.Er dürfte vermutlich das richtige Maß zwischen Historie und Romantisierung gefunden haben.

      Für mich ist er ein ganz heißer Kandidat als Nachfolger Sir Simons in Berlin.Er wäre genau der Richtige,da ER die Tradition ebenso beherrscht wie vormals Abbado und Karajan.

      Gruß,Maurice
      Es ist nicht schwer zu komponieren.Aber es ist fabelhaft schwer,die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen. (Johannes Brahms)

      Der Dirigent ist ein Facharbeiter,der zwanzig Jahre Berufsausbildung benötigt. (Herbert von Karajan)
    • Ich habe mir die Sinfonien unter Dausgaard bestellt.Mal schauen,wie ich die finde.Vielleicht sind das ja meine zukünftigen Favoriten...
      Es ist nicht schwer zu komponieren.Aber es ist fabelhaft schwer,die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen. (Johannes Brahms)

      Der Dirigent ist ein Facharbeiter,der zwanzig Jahre Berufsausbildung benötigt. (Herbert von Karajan)
    • Original von Maurice AndréSzell hat sich ja auch nicht rausgehalten,ebenfalls retouschiert.


      Hallo Maurice,

      Szell hat sich deutlich von Mahlers Bearbeitung distanziert und fand dies unangemessen.
      Ich habe anderenorts schon einiges über Szell geschrieben. Seine geringen Verbesserungen sind dagegen vernachlässigbar und kommen nur der besseren orchestralen Durchsichtigkeit zu gute. Gegenüber anderen Aufnahmen wird dem Schumann - Hörer nicht ungewöhnliches oder ungewohntes bei Szell vorkommen. Nur das dies ausgezeichnet durchsichtige und zugkeich packende Int sind.
      :thanks Was Szell an Aufbauarbeit für Schumann in den USA geleistet hat, ist ihm ganz hoch anzurechnen ... :engel und seine Schumann-Sinfonien - GA gehört auch zu den allerersten Empfehlungen !
      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • RE: Dausgaard

      Manchmal weis ich nicht was ich von Dausgaard halten soll !??!

      Bei Langgaard ist er bei den von mir favorisierten Sinfonbien Nr.4 -6 viel zu zahm im Verglkeich zu N.Järvi (Chandos);
      auf Daussgaard-GA der Alfven-Sinfonien (Brillant) trifft dieser Eindruck ebenfalls zu - da habe ich die packenden Aufnahmen der 1 und 2 mit Westerberg
      und die Berwald-Sinfonien - GA mit Dausgaard fand ich so langweilig und fremd, dass ich diese gleich weiterverkauft habe.

      ?( Einen deutschen Schumann mit allem drum und drann, wie Solti, Bernstein,Szell und Karajan ihn bieten, kann ich mir mit Dausi einfach nicht vorstellen - und dann noch mit einem Kammerorchester - im Prinzip ein NoGo für mich !
      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • Ok,dann sind wirwas Dausgaard angeht,sehr weit weg von einander.

      Sine Langgaard-Sinfonien habe ich nicht,hier kenne ich teilweise Järvi,den ich nicht immer verknusen kann,aber Berwalds Sinfonien wurden auch von der Fachpresse sehr gelobt.

      Hier kann ich aber auch Järvis Dirigat gut nachvollziehen.

      Dausgaards Schumann ist auch gelobt worden,und warum sollte man Schumann NICHT mit Kammerorchester spielen können?Bis Schumann ist das in MEINEN Augen (oder Ohren) noch machbar,bei Brahms wird es aber dann doch eng.

      Ein Wort noch zu Szell : Ich habe seine Aufnahmen,auch kenne ich viele weitere von ihm,da er ja doch viel eingespielt hat.Als ich mich mit Klassik beschäftigen begann,waren mir gerade seine Aufnahmen,aber auch Ormandys und Bernsteins Einspielungen sehr wichtig.Sie haben mir zu günstigen Preisen einen ersten Einblick verholfen,was mir gefallen könnte und was nicht.

      Hier ebenfalls erwähnenswert sind die alten DGG-Einspielungen von Eugen Jochum /Bruckner und Kubelik /Dvorak und Mahler.Fritz Rainer möchte ich hier auch nicht vergessen.Ein ausgezeichneter Dirigent.

      Ich schätze also Szell sehr,wobei ich froh bin,nicht unter ihm habe spielen müssen.Seine Behandlung der Musiker wäre heute nicht mehr denkbar....

      Viele Grüße,Maurice
      Es ist nicht schwer zu komponieren.Aber es ist fabelhaft schwer,die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen. (Johannes Brahms)

      Der Dirigent ist ein Facharbeiter,der zwanzig Jahre Berufsausbildung benötigt. (Herbert von Karajan)
    • Meine Referenz Aufnahme der Schumann Sinfonien, ist immer noch Kubelik,
      mit dem Symphonie Orchester des Bayerischen Rundfunks, trotz Karajan usw.
      Bin eben vernarrt in die Spielweise von Kubelik, die mir immer schon gegeben hat
      was ich hören wollte, das fing mit Mahler an !!!!
      Hervorheben möchte ich bei Schumann die 2. und die 5., ausgesprochen gut.
      Bei der fünften die Balance zwischen Feinheit und Dynamic !
      Das habe ich schon immer bei Kubelik bewundert !



      LG palestrina
      „ Die einzige Instanz, die ich für mich gelten lasse, ist das Urteil meiner Ohren. "
      Oolong