Gustav Mahler - Sinfonie Nr. 2 in c-moll "Auferstehung"

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    • Gustav Mahler - Sinfonie Nr. 2 in c-moll "Auferstehung"

      Hallo Forum :hello!

      Meinen ersten Thread möchte, anlässlich eines bevorstehen Konzerts, dieser wunderbaren Sinfonie von Gustav Mahler (1860-1911) widmen.

      ...., nun zur Sache. Ich muss gestehen, dass ich mir mit der Werkeinführung schwerer tue als angenommen (ich brühte seit Stunden!). Ich werde daher nur kurz die Entstehungsgeschichte umreißen und hoffe im Fortlauf des Threads mehr beitragen zu können.

      Die Arbeit an seiner 2. Sinfonie kostete Gustav Mahler acht Jahre. Begonnen im Jahr 1887, wurde der erste Satz bereits 1888 fertiggestellt. Leider hinderten ihn familiäre Sorgen und Krankheit daran, an der Sinfonie weiterzuarbeiten. Er glaubte schon selber nicht mehr daran, das Werk vollenden zu können und veröffentlichte den abgeschlossenen 1. Satz und dem Titel "Todtenfeier".

      Es sollte fünf Jahre dauern, ehe Mahler die Arbeit an der Sinfonie wieder aufnehmen konnte. In den Jahren 1893-1894 komponierte er den 2. und 3. sowie den Finalsatz und schrieb am 29. Juni 1894 an einen Freund:

      „Melde hiermit die glückliche Ankunft eines gesunden, kräftigen letzten Satzes der 2. Symphonie. Vater und Kind befinden sich den Umständen angemessen: letzteres ist noch nicht außer Gefahr“.

      Damit meinte er die noch fehlende Verbindung zwischen dem 3. Satz und dem Finale. Schließlich entschied er sich für einen Text aus der Liedersammlung "Des Knaben Wunderhorn" und komponierte den 4. Satz, das "Urlicht".

      Zum Finalsatz gibt es ein interessantes Detail zu berichten. 1984 nahm Mahler an der Totenfeier für Hans von Bülow teil. Als von der Orgel der Klopstock-Choral "Auferstehn" ertönte fand er darin seine Inspiration für das Chorfinale. Das Interessante daran liegt ein paar Jahre zurück. Als Mahler nämlich von Bülow den fertigen 1. Satz vorspielte, äußerte sich dieser sehr abschätzig über das Werk (es dürfte vergleichbar mit Nikolaj Rubinsteins Urteil über Tschaikowskys 1. Klavierkonzert gewesen sein). Dass ausgerechnet der Tod Hans von Bülows zur Vollendung der 2. Sinfonie beitrug, zeugt schon von einer gewissen Ironie...

      Bei der Uraufführung am 13. Dezember 1895 in Berlin fiel das Werk glatt durch. Die Kritiker bezeichneten es als zu modern und warfen Mahler Formlosigkeit und Maßlosigkeit der Mittel vor. Erst eine Aufführung im Jahre 1900 in München brachte den Mahler den durchschlagenden Erfolg.

      Mit ca. 80 Minuten Dauer und einer riesigen Besetzung (sehr großes Orchester, Orgel, gemischter Chor, Alt, Sopran) ist die Sinfonie eine der monumentalsten, die ich kenne. Seit 1924 wurde das Werk weit über 100 mal aufgenommen. Ich liebe es seit ich es das erste Mal hörte, mein persönlicher Höhephunkt der Diskografie ist die Aufnahme von Claudio Abbado mit dem Lucern Festival Orchestra (2003, DG) :down. Diese besitze ich sowohl auf CD (gekoppelt mit einer sehr guten Aufnahme von Debussys "La Mer") sowie auf DVD. Ich ziehe eindeutig die DVD vor, zum einen ist hier das Hörerlebnis um ein vielfaches intensiver, zum andern habe ich das Gefühl, dass die Aufnahme für die CD neu abgemischt wurde, das Klangbild wirkt irgendwie "eingeebnet". Ich besitze allerdings noch ein paar andere, die ich ebenfalls schätze.



      Wie steht ihr zur "Auferstehungssinfonie"? Welche Aufnahmen bevorzugt ihr? Ich freue mich schon wie ein Wahnsinniger auf das Konzert (25. Mai in Würzburg, es spielen die Würzburger Philharmoniker unter ihrem neuen Chef Jin Wang, hoffentlich schaffen die das...)!

      Das wärs soweit von mir. Gruß und einen schönen Abend,

      Felix
      Für solche Schweine spiele ich nicht! (L. v. Beethoven)
    • Gustav Mahler - Sinfonie Nr. 2 in c-moll "Auferstehung"

      Hallo Forum :hello!

      Meinen ersten Thread möchte, anlässlich eines bevorstehen Konzerts, dieser wunderbaren Sinfonie von Gustav Mahler (1860-1911) widmen.

      ...., nun zur Sache. Ich muss gestehen, dass ich mir mit der Werkeinführung schwerer tue als angenommen (ich brühte seit Stunden!). Ich werde daher nur kurz die Entstehungsgeschichte umreißen und hoffe im Fortlauf des Threads mehr beitragen zu können.

      Die Arbeit an seiner 2. Sinfonie kostete Gustav Mahler acht Jahre. Begonnen im Jahr 1887, wurde der erste Satz bereits 1888 fertiggestellt. Leider hinderten ihn familiäre Sorgen und Krankheit daran, an der Sinfonie weiterzuarbeiten. Er glaubte schon selber nicht mehr daran, das Werk vollenden zu können und veröffentlichte den abgeschlossenen 1. Satz und dem Titel "Todtenfeier".

      Es sollte fünf Jahre dauern, ehe Mahler die Arbeit an der Sinfonie wieder aufnehmen konnte. In den Jahren 1893-1894 komponierte er den 2. und 3. sowie den Finalsatz und schrieb am 29. Juni 1894 an einen Freund:

      „Melde hiermit die glückliche Ankunft eines gesunden, kräftigen letzten Satzes der 2. Symphonie. Vater und Kind befinden sich den Umständen angemessen: letzteres ist noch nicht außer Gefahr“.

      Damit meinte er die noch fehlende Verbindung zwischen dem 3. Satz und dem Finale. Schließlich entschied er sich für einen Text aus der Liedersammlung "Des Knaben Wunderhorn" und komponierte den 4. Satz, das "Urlicht".

      Zum Finalsatz gibt es ein interessantes Detail zu berichten. 1984 nahm Mahler an der Totenfeier für Hans von Bülow teil. Als von der Orgel der Klopstock-Choral "Auferstehn" ertönte fand er darin seine Inspiration für das Chorfinale. Das Interessante daran liegt ein paar Jahre zurück. Als Mahler nämlich von Bülow den fertigen 1. Satz vorspielte, äußerte sich dieser sehr abschätzig über das Werk (es dürfte vergleichbar mit Nikolaj Rubinsteins Urteil über Tschaikowskys 1. Klavierkonzert gewesen sein). Dass ausgerechnet der Tod Hans von Bülows zur Vollendung der 2. Sinfonie beitrug, zeugt schon von einer gewissen Ironie...

      Bei der Uraufführung am 13. Dezember 1895 in Berlin fiel das Werk glatt durch. Die Kritiker bezeichneten es als zu modern und warfen Mahler Formlosigkeit und Maßlosigkeit der Mittel vor. Erst eine Aufführung im Jahre 1900 in München brachte den Mahler den durchschlagenden Erfolg.

      Mit ca. 80 Minuten Dauer und einer riesigen Besetzung (sehr großes Orchester, Orgel, gemischter Chor, Alt, Sopran) ist die Sinfonie eine der monumentalsten, die ich kenne. Seit 1924 wurde das Werk weit über 100 mal aufgenommen. Ich liebe es seit ich es das erste Mal hörte, mein persönlicher Höhephunkt der Diskografie ist die Aufnahme von Claudio Abbado mit dem Lucern Festival Orchestra (2003, DG) :down. Diese besitze ich sowohl auf CD (gekoppelt mit einer sehr guten Aufnahme von Debussys "La Mer") sowie auf DVD. Ich ziehe eindeutig die DVD vor, zum einen ist hier das Hörerlebnis um ein vielfaches intensiver, zum andern habe ich das Gefühl, dass die Aufnahme für die CD neu abgemischt wurde, das Klangbild wirkt irgendwie "eingeebnet". Ich besitze allerdings noch ein paar andere, die ich ebenfalls schätze.



      Wie steht ihr zur "Auferstehungssinfonie"? Welche Aufnahmen bevorzugt ihr? Ich freue mich schon wie ein Wahnsinniger auf das Konzert (25. Mai in Würzburg, es spielen die Würzburger Philharmoniker unter ihrem neuen Chef Jin Wang, hoffentlich schaffen die das...)!

      Das wärs soweit von mir. Gruß und einen schönen Abend,

      Felix
      Für solche Schweine spiele ich nicht! (L. v. Beethoven)
    • RE: Gustav Mahler - Sinfonie Nr. 2 in c-moll "Auferstehung"

      Hallo Felix/Flixi (bei 24 Jahren kann das ja noch nicht so lange her sein!!),

      zunächst ein herzliches Willkommen und Dank für die Werkeinführung.

      Deine Vorliebe für Abbados Aufnahme der 2. Sinfonie von Mahler kann ich 100%ig nachvollziehen, ich bin auch begeistert von ihr, mir läuft jedesmal ein Schauer über den Rücken.
      Ich glaube, es war ein unvergessliches Erlebnis für die, die das Konzert live miterleben konnten, so empfinde ich zumindest die Atmosphäre.

      Übrigens: klasse Beruf, vielleicht schreibst du mal mehr darüber ?!

      Gruß, Nikolaus.

      P.S.: Habe ich gerade erst gesehen:

      Alles Gute zum Geburtstag!! :beer :leb :hello

      Gleiches gilt für Daniel!! :beer :leb :hello

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von nikolaus ()

    • RE: Gustav Mahler - Sinfonie Nr. 2 in c-moll "Auferstehung"

      Hallo Felix/Flixi (bei 24 Jahren kann das ja noch nicht so lange her sein!!),

      zunächst ein herzliches Willkommen und Dank für die Werkeinführung.

      Deine Vorliebe für Abbados Aufnahme der 2. Sinfonie von Mahler kann ich 100%ig nachvollziehen, ich bin auch begeistert von ihr, mir läuft jedesmal ein Schauer über den Rücken.
      Ich glaube, es war ein unvergessliches Erlebnis für die, die das Konzert live miterleben konnten, so empfinde ich zumindest die Atmosphäre.

      Übrigens: klasse Beruf, vielleicht schreibst du mal mehr darüber ?!

      Gruß, Nikolaus.

      P.S.: Habe ich gerade erst gesehen:

      Alles Gute zum Geburtstag!! :beer :leb :hello

      Gleiches gilt für Daniel!! :beer :leb :hello

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    • Hallo Flixi :hello,

      Ich habe gerade daran gearbeitet, genau an diesem Thread über meine Lieblingssymphonie, Mahlers 2! Den wollte ich ebenfalls in den nächste Tagen als Thread eröffnen! Aber es ist ja egal wer das eröffnet, wichtig ist, das es solch einen gibt!

      Werde mich in den nächsten Tagen einbringen!

      Gruß und einen "Frohen 24"
      daniel :rofl
      Jesus spricht: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich." (Johannes 14, Vers 6)
    • Hallo Flixi :hello,

      Ich habe gerade daran gearbeitet, genau an diesem Thread über meine Lieblingssymphonie, Mahlers 2! Den wollte ich ebenfalls in den nächste Tagen als Thread eröffnen! Aber es ist ja egal wer das eröffnet, wichtig ist, das es solch einen gibt!

      Werde mich in den nächsten Tagen einbringen!

      Gruß und einen "Frohen 24"
      daniel :rofl
      Jesus spricht: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich." (Johannes 14, Vers 6)
    • Hallo Daniel!

      Wie sehe hast du heute auch Geburtstag, daher :thanks und auch von mir alles Gute!

      Tut mir Leid, dass ich dir das Thema weggeschnappt habe, bot sich einfach an. Das Problem ist nur, dass ich in den letzten Tagen die Abbado Aufnahme rauf und runter gehört habe (ich kann die DVD wirklich wärmstens empfehlen, als Appetizer mag dieser Link dienlich sein), so dass ich möglicherweise von der Aufführung enttäuscht sein könnte. Andererseits, live is live (frei nach Opus), da drückt man schon mal so manches Auge zu...

      Ich würde mich freuen, wenn du dich zu diesem Thema einbringst, zur 2. Mahler gibts sicher mehr zu erzählen als ich es getan habe.

      Gruß, Felix
      Für solche Schweine spiele ich nicht! (L. v. Beethoven)
    • Hallo Daniel!

      Wie sehe hast du heute auch Geburtstag, daher :thanks und auch von mir alles Gute!

      Tut mir Leid, dass ich dir das Thema weggeschnappt habe, bot sich einfach an. Das Problem ist nur, dass ich in den letzten Tagen die Abbado Aufnahme rauf und runter gehört habe (ich kann die DVD wirklich wärmstens empfehlen, als Appetizer mag dieser Link dienlich sein), so dass ich möglicherweise von der Aufführung enttäuscht sein könnte. Andererseits, live is live (frei nach Opus), da drückt man schon mal so manches Auge zu...

      Ich würde mich freuen, wenn du dich zu diesem Thema einbringst, zur 2. Mahler gibts sicher mehr zu erzählen als ich es getan habe.

      Gruß, Felix
      Für solche Schweine spiele ich nicht! (L. v. Beethoven)
    • RE: Gustav Mahler - Sinfonie Nr. 2 in c-moll "Auferstehung"

      Hallo Nikolaus!

      Vielen Dank für die Glückwünsche und Willkommensgrüße :)!

      Freut mich, dass dir Abbados Aufnahme auch so gut gefällt. Die ist ja auch ein Wahnsinn, vielleicht nicht so wuchtig wie manch andere aber jederzeit optimal durchhörbar (manche Nebenstimmen sind mir vorher nie aufgefallen). Wie gerne wäre ich dabei gewesen! Claudio Abbado hat in Luzern eine Qualität erreicht, die so schnell nicht zu toppen sein dürfte (auch seine anderen Aufnahmen mit diesem Orchester sind hervorragend). Dieses Jahr gibt er meines Wissens Beethovens 9te zum Besten, Karten gibts leider keine mehr (für mich eh unbezahlbar) aber das Konzert erscheint ja sicher auch auf CD/DVD.

      Zum Thema Klavierbau, das ist schon sehr komplex. Sehr viel kann ich mangels Erfahrung noch nicht erzählen (im 1. Lehrjar sind vor allem Holzbearbeitung und natürlich Stimmen angesagt), ich war aber vor kurzem auf einer sehr interessanten Tagung und war ganz baff was mich da alles noch erwartet. Die Arbeit bei Steingraeber ist in sofern toll, da es keine "normale" Klavierfabrik ist sondern eine Manufaktur, in der noch sehr viel Wert auf Handarbeit gelegt wird. Wenn ich mehr Erfahrung gesammelt habe, werde ich sicher mal berichten. Mir fällt da schon ein hübscher Threadtitel ein: "Klavierbau, der vielsaitigste Beruf der Welt...". :D

      Gruß, Felix
      Für solche Schweine spiele ich nicht! (L. v. Beethoven)

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    • RE: Gustav Mahler - Sinfonie Nr. 2 in c-moll "Auferstehung"

      Hallo Nikolaus!

      Vielen Dank für die Glückwünsche und Willkommensgrüße :)!

      Freut mich, dass dir Abbados Aufnahme auch so gut gefällt. Die ist ja auch ein Wahnsinn, vielleicht nicht so wuchtig wie manch andere aber jederzeit optimal durchhörbar (manche Nebenstimmen sind mir vorher nie aufgefallen). Wie gerne wäre ich dabei gewesen! Claudio Abbado hat in Luzern eine Qualität erreicht, die so schnell nicht zu toppen sein dürfte (auch seine anderen Aufnahmen mit diesem Orchester sind hervorragend). Dieses Jahr gibt er meines Wissens Beethovens 9te zum Besten, Karten gibts leider keine mehr (für mich eh unbezahlbar) aber das Konzert erscheint ja sicher auch auf CD/DVD.

      Zum Thema Klavierbau, das ist schon sehr komplex. Sehr viel kann ich mangels Erfahrung noch nicht erzählen (im 1. Lehrjar sind vor allem Holzbearbeitung und natürlich Stimmen angesagt), ich war aber vor kurzem auf einer sehr interessanten Tagung und war ganz baff was mich da alles noch erwartet. Die Arbeit bei Steingraeber ist in sofern toll, da es keine "normale" Klavierfabrik ist sondern eine Manufaktur, in der noch sehr viel Wert auf Handarbeit gelegt wird. Wenn ich mehr Erfahrung gesammelt habe, werde ich sicher mal berichten. Mir fällt da schon ein hübscher Threadtitel ein: "Klavierbau, der vielsaitigste Beruf der Welt...". :D

      Gruß, Felix
      Für solche Schweine spiele ich nicht! (L. v. Beethoven)

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    • Hallo Leute,

      das mit der Lieblingssinfonie schwankt bei mir immer.
      Aber eines steht fest: Sie ist von Mahler!

      Und da wechseln sich 2,3 und 6 je nach Tagesform ab.

      Von der Zweiten habe ich einige Aufnahmen.
      Bernstein 2x, Inbal, Mehta, Kaplan, Vonk und Solti (LP).

      Momentan gefällt mir Bernstein (DGG) am besten.
      Diese Sinfonie ist sehr vielschichtig. Man findet so viele kleine Details, wie z.B. die Militärmusik im Hintergrund, die man bei jedem Hören anders einordnet. Jeder Dirigent stellt diese Details auch unterschiedlich dar, weshalb es insbesondere bei der Auferstehungssinfonie berechtigt ist, mehrere Interpretationen zu besitzen.
      Gerade im Finalsatz kann man, wenn man in die Gedankenwelt des Programms nur ein wenig (oder auch mehr) eintaucht, ein unglaubliches Erlebnis geboten bekommen.

      Grüße
      Jürgen
    • Hallo Leute,

      das mit der Lieblingssinfonie schwankt bei mir immer.
      Aber eines steht fest: Sie ist von Mahler!

      Und da wechseln sich 2,3 und 6 je nach Tagesform ab.

      Von der Zweiten habe ich einige Aufnahmen.
      Bernstein 2x, Inbal, Mehta, Kaplan, Vonk und Solti (LP).

      Momentan gefällt mir Bernstein (DGG) am besten.
      Diese Sinfonie ist sehr vielschichtig. Man findet so viele kleine Details, wie z.B. die Militärmusik im Hintergrund, die man bei jedem Hören anders einordnet. Jeder Dirigent stellt diese Details auch unterschiedlich dar, weshalb es insbesondere bei der Auferstehungssinfonie berechtigt ist, mehrere Interpretationen zu besitzen.
      Gerade im Finalsatz kann man, wenn man in die Gedankenwelt des Programms nur ein wenig (oder auch mehr) eintaucht, ein unglaubliches Erlebnis geboten bekommen.

      Grüße
      Jürgen
    • für mich ist diese symphonie eine der größten musikalischen leistungen überhaupt. es gibt kaum ein anderes werk, das mich, wenn ich in der richtigen stimmung bin, in solche sphären trägt, wie die 2te mahler. da kann ich richtig in der musik versinken und ungeahnte emotionale rührungen erleben.
      etwa, wenn der "hornruf" im letzten satz aus der stille anhebt, da kriege ich regelmäßig die gänsehaut. oder beim einsetzten des "auferstehn", da könnte ich einfach nur heulen. für solche momente "lebt" man quasi als musikliebhaber.

      ich besitze foldgende aufnahmen:
      - walter, ny philharmonic
      - solti, chicago symphony
      - neumann, tschchische philharmonie
      - inbal, rso frankfurt
      - tabakov, sofia philharmonic
      - chailly, concertgebouw
      (die unteren 5 als gesamtaufnahmen von mahlers symphonien)

      meine favoriten bei der 2ten sind walter und chailly. walters interpretation ist sehr energisch, manchmal geradezu expressiv, das ist dramatik pur. chailly nimmt das werk gelassener, ihm gelingt eine sehr fein herausgearbeitete struktur, dazu ist das concertgebouw geradezu phänomenal.
      auch neumann und inbal sind in gut, solti ist mir zu fahrig (das passt besser zur 5ten oder 6ten), und tabakovs 2te ist einfach schwach.
    • für mich ist diese symphonie eine der größten musikalischen leistungen überhaupt. es gibt kaum ein anderes werk, das mich, wenn ich in der richtigen stimmung bin, in solche sphären trägt, wie die 2te mahler. da kann ich richtig in der musik versinken und ungeahnte emotionale rührungen erleben.
      etwa, wenn der "hornruf" im letzten satz aus der stille anhebt, da kriege ich regelmäßig die gänsehaut. oder beim einsetzten des "auferstehn", da könnte ich einfach nur heulen. für solche momente "lebt" man quasi als musikliebhaber.

      ich besitze foldgende aufnahmen:
      - walter, ny philharmonic
      - solti, chicago symphony
      - neumann, tschchische philharmonie
      - inbal, rso frankfurt
      - tabakov, sofia philharmonic
      - chailly, concertgebouw
      (die unteren 5 als gesamtaufnahmen von mahlers symphonien)

      meine favoriten bei der 2ten sind walter und chailly. walters interpretation ist sehr energisch, manchmal geradezu expressiv, das ist dramatik pur. chailly nimmt das werk gelassener, ihm gelingt eine sehr fein herausgearbeitete struktur, dazu ist das concertgebouw geradezu phänomenal.
      auch neumann und inbal sind in gut, solti ist mir zu fahrig (das passt besser zur 5ten oder 6ten), und tabakovs 2te ist einfach schwach.
    • RE: Gustav Mahler - Sinfonie Nr. 2 in c-moll "Auferstehung"

      Hallo flixi und andere Mahlerianer,

      mich wundert 's doch ein wenig, dass der Dirigent, der die "Höheren Weihen" gerade der 2. Sinfonie vom Komponisten selbst erhalten hat, Otto KLemperer, noch nicht erwähnt wurde.
      Bei einer Aufführung in Berlin, die Oscar Fried leitete, der auch die erste Aufnahme für die DGG 1924!!! erstellte, dirigierte der junge Klemperer das Fernorchester. Nach der Generalprobe bat Klemperer den anwesenden Komponisten um ein Urteil. Mahler fand es schauderhaft, Klemperer entgegnete, dass in der Partitur doch "schmetternd" stünde. "Ja, aber ganz von hinten", gab Mahler zu verstehen.

      Klemperer hat eine sehr gute Aufnahme für EMI erstellt, die seit ihrem Erscheinen immer in den Katalogen blieb. Bereits 1951 spielte er die Sinfonie für VOX mit den Wiener Symphonikern ein.
      Daneben gibt es noch zwei Mitschnitte: 1951 vom Hollandfestival mit dem Concertgebouworchester (Decca) und 1971 aus der Royal Festival mit dem Philharmonia Orchester.

      Hört Euch auch mal KLemperer an!

      Gruß Amadé
    • RE: Gustav Mahler - Sinfonie Nr. 2 in c-moll "Auferstehung"

      Hallo flixi und andere Mahlerianer,

      mich wundert 's doch ein wenig, dass der Dirigent, der die "Höheren Weihen" gerade der 2. Sinfonie vom Komponisten selbst erhalten hat, Otto KLemperer, noch nicht erwähnt wurde.
      Bei einer Aufführung in Berlin, die Oscar Fried leitete, der auch die erste Aufnahme für die DGG 1924!!! erstellte, dirigierte der junge Klemperer das Fernorchester. Nach der Generalprobe bat Klemperer den anwesenden Komponisten um ein Urteil. Mahler fand es schauderhaft, Klemperer entgegnete, dass in der Partitur doch "schmetternd" stünde. "Ja, aber ganz von hinten", gab Mahler zu verstehen.

      Klemperer hat eine sehr gute Aufnahme für EMI erstellt, die seit ihrem Erscheinen immer in den Katalogen blieb. Bereits 1951 spielte er die Sinfonie für VOX mit den Wiener Symphonikern ein.
      Daneben gibt es noch zwei Mitschnitte: 1951 vom Hollandfestival mit dem Concertgebouworchester (Decca) und 1971 aus der Royal Festival mit dem Philharmonia Orchester.

      Hört Euch auch mal KLemperer an!

      Gruß Amadé
    • Original von uhlmann

      - solti, chicago symphony

      solti ist mir zu fahrig (das passt besser zur 5ten oder 6ten)


      Deshalb solltest Du Dir unbedingt einmal die ältere Klangperle mit den Londonern anhören! (Mein Favorit bei der der 2., der ich sonst Solti oft zu plakativ finde...)


      oder neu (hoffentlich nicht kaputt geremasterd)
      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von ab ()

    • Original von uhlmann

      - solti, chicago symphony

      solti ist mir zu fahrig (das passt besser zur 5ten oder 6ten)


      Deshalb solltest Du Dir unbedingt einmal die ältere Klangperle mit den Londonern anhören! (Mein Favorit bei der der 2., der ich sonst Solti oft zu plakativ finde...)


      oder neu (hoffentlich nicht kaputt geremasterd)
      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)

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