Nikolai Karlowitsch Medtner: Werke für Klavier (solo)

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    • Ich habe den Faden noch mal überflogen und mir scheint es fast, als wenn jeder der hier schreibt nur von einem der Interpreten Medtnereinspielungen kennt, oder irre ich mich. Dann ist es natürlich schwierig zu vergleichen. Ich z.B. finde, dass Tozer nicht gefühlsselig spielt, aber wie sich Tozer zu Hamelin, Demidenko, Milne etc. verhält, kann man sich - auch dann natürlich nur ungefähr - erst vorstellen, wenn jemand bereits verglichen hat und dann über seine Empfindungen berichtet. Wenn jemand sich berufen fühlt, möge er dies bitte mitteilen, Medtner gefällt mir gut und ich würde mir gerne noch etwas mehr Repertoire anschaffen. Einen Blick über Tozers "Klavierkante" hinaus würde ich allerdings nur dann wagen, wenn ich abschätzen kann, was mich im Vergleich erwartet...euch trau ich doch viel mehr als gramophone :W

      Henning
      Anstatt die besten Wissenschaftler in die Rüstungsindustrie und Raumfahrt zu schicken, hätte die SU sie ins Melodya-Tonstudio schicken sollen - was für eine vertane Chance...............
    • Ich habe den Faden noch mal überflogen und mir scheint es fast, als wenn jeder der hier schreibt nur von einem der Interpreten Medtnereinspielungen kennt, oder irre ich mich. Dann ist es natürlich schwierig zu vergleichen. Ich z.B. finde, dass Tozer nicht gefühlsselig spielt, aber wie sich Tozer zu Hamelin, Demidenko, Milne etc. verhält, kann man sich - auch dann natürlich nur ungefähr - erst vorstellen, wenn jemand bereits verglichen hat und dann über seine Empfindungen berichtet. Wenn jemand sich berufen fühlt, möge er dies bitte mitteilen, Medtner gefällt mir gut und ich würde mir gerne noch etwas mehr Repertoire anschaffen. Einen Blick über Tozers "Klavierkante" hinaus würde ich allerdings nur dann wagen, wenn ich abschätzen kann, was mich im Vergleich erwartet...euch trau ich doch viel mehr als gramophone :W

      Henning
      Anstatt die besten Wissenschaftler in die Rüstungsindustrie und Raumfahrt zu schicken, hätte die SU sie ins Melodya-Tonstudio schicken sollen - was für eine vertane Chance...............
    • Original von HenningKolf
      Ich habe den Faden noch mal überflogen und mir scheint es fast, als wenn jeder der hier schreibt nur von einem der Interpreten Medtnereinspielungen kennt, oder irre ich mich.


      Da liegst Du falsch!

      Kenne Hamelin, Demidenko und Fellegi.

      Seinerzeit hatte ich den Thread wenig verfolgt, da die Resonanz, anders als heute, gering war. :leb
      _____

      Administrator: Das Klassikforum
    • Original von HenningKolf
      Ich habe den Faden noch mal überflogen und mir scheint es fast, als wenn jeder der hier schreibt nur von einem der Interpreten Medtnereinspielungen kennt, oder irre ich mich.


      Da liegst Du falsch!

      Kenne Hamelin, Demidenko und Fellegi.

      Seinerzeit hatte ich den Thread wenig verfolgt, da die Resonanz, anders als heute, gering war. :leb
      _____

      Administrator: Das Klassikforum
    • Original von HenningKolf
      Ich habe den Faden noch mal überflogen und mir scheint es fast, als wenn jeder der hier schreibt nur von einem der Interpreten Medtnereinspielungen kennt, oder irre ich mich.


      Ich kenne Medtner-Aufnahmen von Hamelin, Tozer, Scherbakov, Demidenko und Berezovsky.

      Wenn jemand sich berufen fühlt...


      Ich fühle mich nicht berufen… Meine Empfindungen müssen eh nicht mit Deinen übereinstimmen. Für mich ist bei Medtner Hamelin die Nr. 1. Aber falls jemand generell Probleme mit Hamelins Klavierspiel hat – aus welchen Gründen auch immer – wird es eh schwierig, ihm diese großartige Aufnahme nahe zu bringen.

      Gruß, Cosima :)
    • Original von HenningKolf
      Ich habe den Faden noch mal überflogen und mir scheint es fast, als wenn jeder der hier schreibt nur von einem der Interpreten Medtnereinspielungen kennt, oder irre ich mich.


      Ich kenne Medtner-Aufnahmen von Hamelin, Tozer, Scherbakov, Demidenko und Berezovsky.

      Wenn jemand sich berufen fühlt...


      Ich fühle mich nicht berufen… Meine Empfindungen müssen eh nicht mit Deinen übereinstimmen. Für mich ist bei Medtner Hamelin die Nr. 1. Aber falls jemand generell Probleme mit Hamelins Klavierspiel hat – aus welchen Gründen auch immer – wird es eh schwierig, ihm diese großartige Aufnahme nahe zu bringen.

      Gruß, Cosima :)
    • Original von Cosima
      Original von HenningKolf
      Ich habe den Faden noch mal überflogen und mir scheint es fast, als wenn jeder der hier schreibt nur von einem der Interpreten Medtnereinspielungen kennt, oder irre ich mich.


      Ich kenne Medtner-Aufnahmen von Hamelin, Tozer, Scherbakov, Demidenko und Berezovsky.

      Wenn jemand sich berufen fühlt...



      Mir fällt auch E. Wild und Berezovsky vergesen zu haben, und vor allem E. Gilels :ignore


      Ich fühle mich nicht berufen… Meine Empfindungen müssen eh nicht mit Deinen übereinstimmen. Für mich ist bei Medtner Hamelin die Nr. 1. Aber falls jemand generell Probleme mit Hamelins Klavierspiel hat – aus welchen Gründen auch immer – wird es eh schwierig, ihm diese großartige Aufnahme nahe zu bringen.

      Gruß, Cosima :)


      Über Hamelin kann man streiten, einiges ist aber einfach mal weltklasse! Manchen grausig! Aber da im passenden Thread !
      _____

      Administrator: Das Klassikforum
    • Original von Cosima
      Original von HenningKolf
      Ich habe den Faden noch mal überflogen und mir scheint es fast, als wenn jeder der hier schreibt nur von einem der Interpreten Medtnereinspielungen kennt, oder irre ich mich.


      Ich kenne Medtner-Aufnahmen von Hamelin, Tozer, Scherbakov, Demidenko und Berezovsky.

      Wenn jemand sich berufen fühlt...



      Mir fällt auch E. Wild und Berezovsky vergesen zu haben, und vor allem E. Gilels :ignore


      Ich fühle mich nicht berufen… Meine Empfindungen müssen eh nicht mit Deinen übereinstimmen. Für mich ist bei Medtner Hamelin die Nr. 1. Aber falls jemand generell Probleme mit Hamelins Klavierspiel hat – aus welchen Gründen auch immer – wird es eh schwierig, ihm diese großartige Aufnahme nahe zu bringen.

      Gruß, Cosima :)


      Über Hamelin kann man streiten, einiges ist aber einfach mal weltklasse! Manchen grausig! Aber da im passenden Thread !
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      Administrator: Das Klassikforum
    • Original von Cosima

      Meine Empfindungen müssen eh nicht mit Deinen übereinstimmen. Für mich ist bei Medtner Hamelin die Nr. 1. Aber falls jemand generell Probleme mit Hamelins Klavierspiel hat – aus welchen Gründen auch immer – wird es eh schwierig, ihm diese großartige Aufnahme nahe zu bringen.

      Gruß, Cosima :)


      Also dann würde Tozer, den ich kenne, im Vergleich zu Hamelin in Deinen Ohren gefühlsselig sein? Das wäre ja schon eine Aussage, aufgrund der ich Hamelin ein wenig besser einschätzen könnte. Oder bezieht sich das auf einen der anderen Pianisten, die ich mit Medtner ebenso wenig kenne?

      Es geht ja nicht um Übereinstimmung oder Überzeugung... mir jedenfalls nur um Möglichkeiten der Einschätzung ohne dass ich nun gleich wieder in einen Kaufrausch verfalle und alles selber durchhöre

      Gruß
      Henning
      Anstatt die besten Wissenschaftler in die Rüstungsindustrie und Raumfahrt zu schicken, hätte die SU sie ins Melodya-Tonstudio schicken sollen - was für eine vertane Chance...............
    • Original von Cosima

      Meine Empfindungen müssen eh nicht mit Deinen übereinstimmen. Für mich ist bei Medtner Hamelin die Nr. 1. Aber falls jemand generell Probleme mit Hamelins Klavierspiel hat – aus welchen Gründen auch immer – wird es eh schwierig, ihm diese großartige Aufnahme nahe zu bringen.

      Gruß, Cosima :)


      Also dann würde Tozer, den ich kenne, im Vergleich zu Hamelin in Deinen Ohren gefühlsselig sein? Das wäre ja schon eine Aussage, aufgrund der ich Hamelin ein wenig besser einschätzen könnte. Oder bezieht sich das auf einen der anderen Pianisten, die ich mit Medtner ebenso wenig kenne?

      Es geht ja nicht um Übereinstimmung oder Überzeugung... mir jedenfalls nur um Möglichkeiten der Einschätzung ohne dass ich nun gleich wieder in einen Kaufrausch verfalle und alles selber durchhöre

      Gruß
      Henning
      Anstatt die besten Wissenschaftler in die Rüstungsindustrie und Raumfahrt zu schicken, hätte die SU sie ins Melodya-Tonstudio schicken sollen - was für eine vertane Chance...............
    • Original von HenningKolf
      Also dann würde Tozer, den ich kenne, im Vergleich zu Hamelin in Deinen Ohren gefühlsselig sein?


      Nein, habe ich so nie gesagt. Den "Schmelz" brachte Jörg ins Spiel, weil er ihn bei Hamelin vermisst... oder so ähnlich. Ich setzte daraufhin "Schmelz" mit "Gefühlsseligkeit" gleich, ohne aber Bezug zu nehmen auf Tozer. Ich sprach nur allgemein davon, dass es bei Medtner nicht vorwiegend Gefühl/Schmelz braucht (siehe Interview mit Hamelin). Sei's drum... Ich empfinde Tozer im Vergleich zu Hamelin als "blass". Aber auch das ist Geschmackssache...

      Gruß, Cosima
    • Original von HenningKolf
      Also dann würde Tozer, den ich kenne, im Vergleich zu Hamelin in Deinen Ohren gefühlsselig sein?


      Nein, habe ich so nie gesagt. Den "Schmelz" brachte Jörg ins Spiel, weil er ihn bei Hamelin vermisst... oder so ähnlich. Ich setzte daraufhin "Schmelz" mit "Gefühlsseligkeit" gleich, ohne aber Bezug zu nehmen auf Tozer. Ich sprach nur allgemein davon, dass es bei Medtner nicht vorwiegend Gefühl/Schmelz braucht (siehe Interview mit Hamelin). Sei's drum... Ich empfinde Tozer im Vergleich zu Hamelin als "blass". Aber auch das ist Geschmackssache...

      Gruß, Cosima
    • Hallo liebe Cosima!

      Original von Cosima

      ich suche bei Medtner überhaupt nicht nach „Schmelz“. Ich meine sogar, dass er hier störend wäre. Nur weil Musik harmonisch und melodisch ist, muss sie nicht automatisch gefühlsselig und schwelgerisch gespielt werden. Ich meine, dass Hamelin genau das Vornehme und Verhaltene der Kompositionen Medtner trifft. Besser geht das IMO nicht zu spielen, besonders die Vergessenen Weisen und die Sonata reminiscenza sind fantastisch interpretiert – fernab von aufpolierter Brillanz. Im Gegenteil: Ganz nobel, voller Zartheit und Zurückhaltung!


      Schwelgerisch ist Tozer nicht unbedingt, aber er trifft die romantische und introvertierte Seite der Medtner-Kompositionen sehr gut. Sein dunkler Ton gefällt mir einfach - aber vielleicht ist es genau das, was Du als blass empfindest.
      Spätestens im Januar werden sich die "Vergessenen Weisen" mit Tozer und Hamelin in meiner Sammlung befinden. Dann kann ich mich fundierter äußern, als es mein Reinhören bisher zulässt.

      Herzliche Grüsse!
      Jörg
      "Ein Ding um seiner selbst willen tun" (Richard Wagner)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Nordolf ()

    • Hallo liebe Cosima!

      Original von Cosima

      ich suche bei Medtner überhaupt nicht nach „Schmelz“. Ich meine sogar, dass er hier störend wäre. Nur weil Musik harmonisch und melodisch ist, muss sie nicht automatisch gefühlsselig und schwelgerisch gespielt werden. Ich meine, dass Hamelin genau das Vornehme und Verhaltene der Kompositionen Medtner trifft. Besser geht das IMO nicht zu spielen, besonders die Vergessenen Weisen und die Sonata reminiscenza sind fantastisch interpretiert – fernab von aufpolierter Brillanz. Im Gegenteil: Ganz nobel, voller Zartheit und Zurückhaltung!


      Schwelgerisch ist Tozer nicht unbedingt, aber er trifft die romantische und introvertierte Seite der Medtner-Kompositionen sehr gut. Sein dunkler Ton gefällt mir einfach - aber vielleicht ist es genau das, was Du als blass empfindest.
      Spätestens im Januar werden sich die "Vergessenen Weisen" mit Tozer und Hamelin in meiner Sammlung befinden. Dann kann ich mich fundierter äußern, als es mein Reinhören bisher zulässt.

      Herzliche Grüsse!
      Jörg
      "Ein Ding um seiner selbst willen tun" (Richard Wagner)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Nordolf ()

    • Original von Nordolf
      Sein dunkler Ton gefällt mir einfach - aber vielleicht ist es genau das, was Du als blass empfindest.


      Lieber Jörg,

      ich habe mir beide Aufnahmen der Sonata reminiscenza heute noch einmal angehört. Mit „blass“ meine ich nicht den Klavierton Tozers, das war etwas vage von mir formuliert. Lass es mich so ausdrücken: Wenn ich Hamelin mit Medtner höre, dann habe ich den Eindruck von etwas ganz Neuem und Eigenständigem. Er verkörpert genau den Charakter der Werke Medtners, den er in dem o.g. Interview beschrieb. Man muss auf das Werk zugehen, so hinreißend introvertiert und nobel interpretiert er es.

      Tozer hat einen sehr schönen Ton, in der Tat eher etwas romantisch. Aber: Hier habe ich das Gefühl, es könnte sich auch um eine Komposition Rachmaninovs handeln, weshalb mein Eindruck eher „blass“ bleibt. Die Interpretation ist emotionaler, aber das ist IMO genau ihr Manko. Medtner in seiner Eigenständigkeit wird dadurch für mich weniger greifbar und erlebbar. Im Umkehrschluss zu oben: Die Interpretation lässt weniger Raum, um auf das Werk zuzugehen.

      (Ähnlich verhält es sich mit Chopin und Skrjabin. Skrjabins frühe Werke weisen auf Chopin, er wurde ja zunächst durch Chopin und Liszt inspiriert. Und doch hat Skrjabin eine ganz eigene Klangsprache, die dadurch verlieren würde, wenn man seine Werke wie Chopin-Kompositionen spielen würde.)

      Ich hoffe, ich habe mich nun verständlicher ausgedrückt. Ich bin sehr gespannt auf Deine Eindrücke im Januar, fürchte aber fast, dass Dir Hamelin nicht liegen wird.

      Gruß, Cosima :)
    • Original von Nordolf
      Sein dunkler Ton gefällt mir einfach - aber vielleicht ist es genau das, was Du als blass empfindest.


      Lieber Jörg,

      ich habe mir beide Aufnahmen der Sonata reminiscenza heute noch einmal angehört. Mit „blass“ meine ich nicht den Klavierton Tozers, das war etwas vage von mir formuliert. Lass es mich so ausdrücken: Wenn ich Hamelin mit Medtner höre, dann habe ich den Eindruck von etwas ganz Neuem und Eigenständigem. Er verkörpert genau den Charakter der Werke Medtners, den er in dem o.g. Interview beschrieb. Man muss auf das Werk zugehen, so hinreißend introvertiert und nobel interpretiert er es.

      Tozer hat einen sehr schönen Ton, in der Tat eher etwas romantisch. Aber: Hier habe ich das Gefühl, es könnte sich auch um eine Komposition Rachmaninovs handeln, weshalb mein Eindruck eher „blass“ bleibt. Die Interpretation ist emotionaler, aber das ist IMO genau ihr Manko. Medtner in seiner Eigenständigkeit wird dadurch für mich weniger greifbar und erlebbar. Im Umkehrschluss zu oben: Die Interpretation lässt weniger Raum, um auf das Werk zuzugehen.

      (Ähnlich verhält es sich mit Chopin und Skrjabin. Skrjabins frühe Werke weisen auf Chopin, er wurde ja zunächst durch Chopin und Liszt inspiriert. Und doch hat Skrjabin eine ganz eigene Klangsprache, die dadurch verlieren würde, wenn man seine Werke wie Chopin-Kompositionen spielen würde.)

      Ich hoffe, ich habe mich nun verständlicher ausgedrückt. Ich bin sehr gespannt auf Deine Eindrücke im Januar, fürchte aber fast, dass Dir Hamelin nicht liegen wird.

      Gruß, Cosima :)