Gestern im Konzert

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    • RE: Da geht man hin: Schleswig-Holstein-Musikfestival (2)

      Original von Gamaheh
      Am 28. Juli im Kieler „Schloß“
      (...)
      Bei der Zugabe saß Goerner an dem einen Flügel, während sich die anderen am anderen abwechselten. Da ich u.a. die englische und die italienische Nationalhymne erkannte, war es wohl (ein Teil) dieses massiven Werks über europäische Hymnen.

      Grüße,
      Gamaheh


      Hallo,

      kleine Korrektur:

      In der Zugabe wurde das Hexameron gegeben. 1837 hatte Franz Liszt seine Klavier-Kollegen Thalberg, Pixis, Herz, Czerny und Chopin eingeladen, je eine Variation über einen Marsch von Bellini aus "Die Puritaner" zu schreiben. Liszt selbst brachte die Einleitung, die Zwischenspiele und das Finale. Das Ganze haben die Pianisten in Paris bei einem Benefizkonzert aufgeführt.

      Ansonsten: volle Zustimmung, das Konzert war ebenso ungewöhnlich wie großartig.

      Gruß,
      Carl
    • Original von Carl Bernstein
      Original von Rachmaninov
      @Carl,

      herzlich willkommen! :hello


      Danke :)


      Auch von mir ein Herzliches Willkommen! :hello
      Eine Frage, bist du mit Leonard . . . .B . . .verwandt :D :D?
      Jesus spricht: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich." (Johannes 14, Vers 6)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von daniel5993 ()

    • Original von daniel5993
      Auch von mir ein Herzliches Willkommen! :hello
      Eine Frage, bist du mit Leonard . . . .B . . .verwandt :D :D?


      Interessant: Weder im Computer-Forum, noch im Science-Fiction-Forum wurde ich das gefragt ;)

      Die Antwort ist natürlich "nein". Den Nick verwende ich schon länger und er spricht sich wirklich "Bernstein", nicht "Börnstihn". Weiß nicht mehr, wie ich damals darauf gekommen bin.

      Gruß,
      Carl
    • Danke für die Willkommensgrüße :)

      Original von daniel5993
      Eine Frage, bist du mit Leonard . . . .B . . .verwandt :D :D?


      Weder im Computer-Forum noch im Science-Fiction-Forum wurde ich das gefragt ;)

      Die Antwort ist natürlich "nein". Den Nick verwende ich schon länger auch in anderen Foren. Er spricht sich wirklich (deutsch) "Bernstein", nicht (englisch) "Börnstihn". Hab' vergessen, wie ich damals darauf gekommen bin.

      Gruß,
      Carl
    • RE: Da geht man hin: Schleswig-Holstein-Musikfestival (2)

      Original von Carl Bernstein
      Original von Gamaheh
      Am 28. Juli im Kieler „Schloß“
      (...)
      Bei der Zugabe saß Goerner an dem einen Flügel, während sich die anderen am anderen abwechselten. Da ich u.a. die englische und die italienische Nationalhymne erkannte, war es wohl (ein Teil) dieses massiven Werks über europäische Hymnen.

      Grüße,
      Gamaheh


      Hallo,

      kleine Korrektur:

      In der Zugabe wurde das Hexameron gegeben. 1837 hatte Franz Liszt seine Klavier-Kollegen Thalberg, Pixis, Herz, Czerny und Chopin eingeladen, je eine Variation über einen Marsch von Bellini aus "Die Puritaner" zu schreiben. Liszt selbst brachte die Einleitung, die Zwischenspiele und das Finale. Das Ganze haben die Pianisten in Paris bei einem Benefizkonzert aufgeführt.

      Ansonsten: volle Zustimmung, das Konzert war ebenso ungewöhnlich wie großartig.

      Gruß,
      Carl


      Lieber Carl:

      Auch von mir ein herzliches Willkommen im Forum!

      Auch von mir eine kleine Korrektur: Das Hexaméron wurde von den beteiligten Komponisten nie zusammen aufgeführt und war auch nicht rechtzeitig für das Benefiz-Konzert am 31.3.1837 fertig geworden.

      Gruß, Zelenka
      "Mit Kempff habe ich nur ein einziges Mal gespielt, und er meinte hinterher, er werde nie wieder mit mir spielen, weil ich beim Dirigieren singe. Und dabei war er eines meiner Idole gewesen." Sir Colin Davis
    • Pollini in der Hamburger Musikhalle (15.11.07)

      Liebe Forenser,

      am Freitag, wie schon anderswo erwähnt, das alljährliche (oder fast) Gastspiel von Pollini.

      Chopin:
      Prélude op.45
      Ballade n.2 in F op.38
      Mazurken op.33/1-4
      Scherzo n.3 in cis op.39
      Polonaise in As op.53 („Heroische“)

      Debussy:
      6 Préludes aus Heft 1 (Voiles, Le vent dans la plaine, Les sons et les parfums ..., Des pas sur la neige, Ce qu’a vu le vent de l’ouest, La cathédrale engloutie)
      6 Etüden Heft 2

      Zugaben :
      Liszt, eine Etüde (welche, weiß ich nicht)
      Chopin, sog. Revolutions-Etüde (op.10/12)
      Chopin, Ballade n.1
      Chopin, Nocturne op.27/2

      Bis vor kurzem hatte Pollini die Angewohnheit, sich mit etwas Modernem „warmzuspielen“; das war eine gute Idee. Hier kam mir am Anfang der gräßliche Gedanke, er sei ein gewöhnlicher Pianist geworden, denn zumindest die Ballade eignet sich zum Aufwärmen eigentlich wohl eher nicht. Erst mit dem Scherzo kam er langsam in Fahrt. (Erschwerend kam hinzu, daß ich erst im März das Prélude, die Ballade und das Scherzo mit Philippe Bianconi in einem Konzert gehört hatte, das mich ungeheuer beeindruckt hat – s. weiter oben.) Mit der Polonaise war er dann wieder auf der Höhe angekommen, die man von ihm kennt, dies ist eines seiner Glanzstücke (er hat es auch letztes Jahr hier gespielt).

      Der Debussy in der zweiten Hälfte war dann wirklich hinreißend, ich kann ihn mir nicht poetischer und sinnhafter vorstellen; der Klang, den er dem Instrument entlockt, ist einfach wunderschön. (Man darf sicher nicht vergessen, daß Pollini zu den wenigen privilegierten Pianisten gehört, die in der Lage sind, sich optimale Bedingungen zu schaffen.)

      Die großzügigen Zugaben (gute zwanzig Minuten) waren dann noch einmal ein Höhepunkt nach dem Höhepunkt, wo er richtig die Haare runtergelassen hat (von denen er nicht mehr allzu viele hat, wie ich konstatieren konnte, als ich noch im zweiten Rang stand), was sich – nach allem, was man hier liest – anscheinend niemand vorstellen kann, der das nicht erlebt hat. Von einer im Studio aufgenommenen CD werdet Ihr diesen Pollini jedenfalls nicht hören.

      Grüße,
      Gamaheh
      In girum imus nocte et consumimur igni.
    • José Juan Chuqusengo bei Bechstein (16.11.07)

      Liebe Forenser,

      der war leider eine Enttäuschung. Er spielte folgendes Programm:

      J.S. Bach: Zwei Choräle aus den Kantaten BWV 645 und 147
      Schubert: Impromptu in f, D 935/1
      idem: Klavierstück D 946/2
      Ravel: La Valse
      Brahms: 6 Klavierstücke op.118
      idem: Händel-Variationen op.24

      Ich muß vorausschicken, daß Chuquisengo mit den Noten vor sich spielte, die er nach jedem Stück ziemlich umständlich und geräuschvoll disponierte; ich halte das für mindestens unsportlich – eigentlich eine Unsitte, die ich in der letzten Zeit aber schon öfters beobachtet habe.

      Der Bach klang noch ganz gut, obwohl keinesfalls immer ganz sauber; der Schubert war konzeptlos; beim Ravel drosch der Pianist derartig auf den brandneuen Flügel ein, daß er in der Pause vorsichtshalber nachgestimmt wurde. Der Brahms war unendlich, und unendlich langweilig, so daß ich tatsächlich froh war, als es endlich vorbei war und daß es keine Zugabe gab. Ich hatte Chuquisengo noch nie gehört, weder im Konzert noch von der Platte, und vielleicht war er ja einfach nicht in Form. Er machte jedoch auf mich den Eindruck, als wenn er nur spielte, weil er es mußte. Kein Stück erschien mir dramaturgisch irgendwie durchdacht, und zudem hat Chuquisengo einen sehr harten, fast brutalen Zugang zu seinem Instrument.

      Ich möchte noch nachtragen, daß ich dort zuletzt (Anfang Oktober) Jura Margulis gehört hatte, der immerhin ein Virtuos ist. Er spielte u.a. die Paganini-Variationen von Brahms, anscheinend einer der wenigen Pianisten, die sie freiwillig spielen. Aber irgend etwas fehlte auch dort. Ich hatte übrigens noch nie vorher so deutlich das Klickern von Fingernägeln auf den Tasten gehört wie bei Margulis.

      Heute gab es das Programm für 2008, das vielleicht den einen oder anderen interessieren wird. In Hamburg werden Alfredo Perl (das Highlight für mich) sowie Henri Sigfridsson, Denis Proshayev, Pascal Rogé, Saleem Abboud Ashkar (auch in Düsseldorf) und Ilya Yakushev (auch in Berlin) spielen; von den beiden letzten habe ich noch nie gehört – kennt sie jemand von Euch? Nikolai Demidenko wird leider nur in Berlin und Düsseldorf auftreten. In Düsseldorf außerdem: Duo Okasaki/Koch (?), Alice Sara Ott, Francesco Piemontesi (?); in Berlin außerdem: Alexandre Tharaud, Boris Bloch, Amir Katz und Aiman Mussakhodjaeva/Amir Tebenikhin (??).

      Grüße,
      Gamaheh
      In girum imus nocte et consumimur igni.
    • RE: José Juan Chuqusengo bei Bechstein (16.11.07)

      @ Gamaheh,

      das ist aber schade.

      Ich habe zwei CDs von ihm und finde sie eigentlich ganz gut.
      Sicher kann er nicht mit den ganz grossen mithalten, aber ich empfinde sein Spiel als solide und ehrlich, vielleicht ein bisschen nüchtern.

      Dieses sind die CDs:


      Darauf sind die beiden Bach-Kantaten-Bearbeitungen, die du gehört hast, sowie Werke von John Foulds, die Chaconne G-Dur von Händel, Liszts Bearbeitung des Allegrettos aus Beethovens 7. Sinfonie, Coriglianos Fantasia on an ostinato, Bachs Toccata c-moll, Schumanns Toccata C-Dur, Prokofievs Toccata d-moll.


      Ma mere l'oye (arr. Rosen)
      Pavane pour une infante defunte (arr. Chuquisengo)
      Jeux d'eau
      La Valse (arr. Chuquisengo)


      Von Jura Margulis habe ich folgende CD


      Ich finde allerdings zu seinem Spiel keinen rechten Zugang, da fehlt mir etwas (oder es liegt an den Stücken?)

      Das Bechstein-Programm für 2008 verspricht ja einige Highlights.
      Ich kann mit einem kleinen Eindruck zu Piemontesi beitragen, den ich dieses Jahr in Lugano gehört habe in einem Kammermusikabend; er begleitete die Violinistin Alissa Margulis bei Messiaen und Brahms. Auch er ist ein grundsolider Pianist; beide Stücke haben mir gut gefallen, aber letztlich sind sie zu wenig, um ihn angemessen beurteilen zu können.

      Viele Grüsse, Nikolaus.
    • RE: Juan José Chuquisengo bei Bechstein (16.11.07)

      Lieber Nikolaus,

      danke für Deine Anmerkungen. Ich erinnere mich, die CDs schon hier im Forum von Dir gesehen zu haben. Wie gesagt, vielleicht war er indisponiert, nach einem Mal wäre es wohl ungerecht, sich ein Urteil bilden zu wollen.

      Grüße,
      Gamaheh
      In girum imus nocte et consumimur igni.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Gamaheh ()

    • RE: Da geht man hin: Schleswig-Holstein-Musikfestival (2)

      Danke an alle für die freundliche Begrüßung :)

      Meine Antworten bezüglich des "Bernstein" waren eine Weile hängengeblieben (sind im nachhinein zur Sendezeit einsortiert), darum habe ich erstmal nix weiter gepostet.

      Original von Zelenka
      Lieber Carl:

      Auch von mir ein herzliches Willkommen im Forum!

      Auch von mir eine kleine Korrektur: Das Hexaméron wurde von den beteiligten Komponisten nie zusammen aufgeführt und war auch nicht rechtzeitig für das Benefiz-Konzert am 31.3.1837 fertig geworden.

      Gruß, Zelenka


      Hallo Zelenka,

      vielen Dank für Deine Korrektur. Einerseits finde ich es ärgerlich, daß ich da Ungenauigkeiten als "Wissen" verkauft habe. Andererseits ist es nett, wie freundlich hier Wissen von Interessierten zusammengetragen wird. Dadurch bin ich wieder etwas schlauer :)

      Gruß,
      Carl
    • Zwei Erlebnisse am Wochenende:

      1.: Freitag Lucia di Lammermoor in der Bonner Oper: gute Lucia (allerdings eher ein Allround-Sopran, aber ihren Fähigkeiten entsprechend die Rolle gestaltet und gut gespielt), guter Enrico, schlechter Edgardo und eine passable, wenn auch blutrünstige Inszenierung, wenn ich auch manche Slapstick-artige Chorbewegungen nicht verstanden habe; begeistertes Publikum; das fand ich einerseits ganz schön für das Haus, andererseits stimmt es mich traurig, daß in Bonn "nur" noch Stadttheater-Niveau herrscht...l.

      2.: Highlight (könnte deshalb auch im anderen Thread stehen): Samstag in der Tonhalle: Martha Argerich spielte Prokofievs 3. Klavierkonzert, begleitet vom UBS Verbier Festival Orchestra unter Charles Dutoit. :down Ich finde es einfach fantastisch, wie sie spielt: so natürlich und leicht, als wenn es sie keine Mühe kostet!
      Klasse auch das Orchester: Nachwuchsmusiker zwischen 17 und 29 Jahren, die mit einer tollen Begeisterung spielen (übrigens im zweiten Konzertteil Berlioz, Symphoie fantastique). Charles Dutoit finde ich ja immer ein bißchen arrogant, aber er hat einfach sehr, sehr gute Arbeit mit dem Orchester geleistet!

      Nikolaus :leb
    • RE: Da geht man hin: Schleswig-Holstein-Musikfestival (2)

      Original von Carl Bernstein
      Danke an alle für die freundliche Begrüßung :)

      Meine Antworten bezüglich des "Bernstein" waren eine Weile hängengeblieben (sind im nachhinein zur Sendezeit einsortiert), darum habe ich erstmal nix weiter gepostet.

      Original von Zelenka


      Sorry, mein Versäumniss.

      Das habe ich gerade erst realisiert.

      Gruß
      _____

      Administrator: Das Klassikforum
    • RE: Da geht man hin: Schleswig-Holstein-Musikfestival (2)

      Original von Carl Bernstein
      Danke an alle für die freundliche Begrüßung :)

      Meine Antworten bezüglich des "Bernstein" waren eine Weile hängengeblieben (sind im nachhinein zur Sendezeit einsortiert), darum habe ich erstmal nix weiter gepostet.

      Original von Zelenka
      Lieber Carl:

      Auch von mir ein herzliches Willkommen im Forum!

      Auch von mir eine kleine Korrektur: Das Hexaméron wurde von den beteiligten Komponisten nie zusammen aufgeführt und war auch nicht rechtzeitig für das Benefiz-Konzert am 31.3.1837 fertig geworden.

      Gruß, Zelenka


      Hallo Zelenka,

      vielen Dank für Deine Korrektur. Einerseits finde ich es ärgerlich, daß ich da Ungenauigkeiten als "Wissen" verkauft habe. Andererseits ist es nett, wie freundlich hier Wissen von Interessierten zusammengetragen wird. Dadurch bin ich wieder etwas schlauer :)

      Gruß,
      Carl


      Lieber Carl:

      Ich hoffe, Deine Beiträge werden zahlreich sein und nicht wieder irgendwo hängenbleiben! :)

      Meine Besserwisserei ist hier ganz zufällig zustandegekommen, ich hatte mich vor ein paar Wochen anläßlich einer Hexaméron-Version auf CD (Oleg Marshev, Danacord) ein wenig mit der Materie beschäftigt.

      Gruß, Zelenka
      "Mit Kempff habe ich nur ein einziges Mal gespielt, und er meinte hinterher, er werde nie wieder mit mir spielen, weil ich beim Dirigieren singe. Und dabei war er eines meiner Idole gewesen." Sir Colin Davis
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