Gestern im Konzert

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    • RE: KLavierfestival Ruhr

      Original von Jeremias
      Original von Amadé


      Fazit: Trifonov sollte, nein muss man gehört haben!!!



      Habe ich schon mehrfach, kann das nur unterstreichen! Ich habe Montag einen Gerichstermin in Berlin und wir nutzen dies für ein langes Wochenende. Sonntag spielt Trifonov Rach 2 mit dem Pittsburgh Symphony Orchestra und Manfred Honeck!


      Selbiges Programm, die selben Musiker in München am 03.06.. Wir werden auch da sein :hello

      LG Siamak
    • Barocknacht Darmstadt-Kranichstein, Samstag 2.Juli 2016

      Nachdem ich letztes Jahr Blut geleckt hatte, musste ich auch dieses Jahr wieder zur Barocknacht.

      Gut 4 Stunden Barockmusik wurde dort gegeben, meist halbstündige Programme, die Eckdarbietungen (Im Innenhof dargeboten) waren etwas länger. Bei den übrigen Konzerten konnte man sich aus je 4 unterschiedlichen Programmen in 4 unterschiedlichen Räumen sein individuelles Programm zusammenstellen. Während der viertelstündigen Pausen konnte man sich erfrischen und ggf. den Raum wechseln.
      Das komplette Programmangebot kann man hier nachlesen.

      Die Interpreten sind hauptsächlich Studierende, aber auch Dozenten und Gäste des Instituts für Historische Interpretationspraxis der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main.

      Das von mir wahrgenommene Programm:


      18.00 Uhr Parforcehof
      OBOE–BAND
      Gottfried Finger (1660–1730): Alexander the Great
      (Aire – Gavott – Jigg – Entry – Bore – Minuett – Aire – Round o Chaconne)

      Daniel Purcell (1664–1717): The Unhappy Penitent
      (Allegro – Aire – Bore – Slow Aire – Aire – Hornpipe – Chaconne)

      Laura Alvarado Diaz, Ritsuko Kakemizu, Yoko Tanaka,
      Annette Spehr (Oboe), Suna Park (Oboe da Caccia), Caroline
      Rohde, Sibylle Wähnert (Fagott), Sanghee Lee (Contrafagott)



      19.00 Uhr Marstall
      KLAVIERTRIO
      Johan Cristoph Friedrich Bach (1732–1795): Sonata III A Dur für Piano Forte, Violino e Viola
      (Allegro moderato – Andante – Allegretto rondo)

      Johan Gottlieb Graun (1703–1771): Trio Sonata in B–Dur für Viola, Violine und Clavier
      (Adagio – Allegretto – Allegro non troppo)

      Ilhae Kim (Hammerklavier), Emanuele Breda (Violine),
      Francesca Venturi Ferriolo (Viola)



      19.45 Uhr Marstall
      FRANKREICH & ITALIEN
      Louis–Gabriel Guillemain (1705–1770): III. Sonate en quatours
      (Allegro moderato – Larghetto – Aria gratioso – Allegro)

      Jean–Philippe Rameau (1683–1764): Pièces de Clavecin en concert; 5iem Concert
      (La Forqueray; Fugue – La Cupis; Rondement – La Marais; Rondement)

      Antonio Vivaldi (1678–1741): Triosonate D–Dur RV 84
      (Allegro – Andante – Allegro)

      Lena Rademann (Violine), Pia Scheibe (Traversflöte),
      Gertrud Ohse (Viola da gamba), Ortrun Sommerweiß (Cembalo)



      20.30 Uhr Hirschsaal
      DE PROFUNDIS
      Francesco Costanzo (1602–1665): “Vidi innocentes sub altare Dei” aus „Il primo libro delli Mottetti“

      Anonymous: Fantasia for 3 Viols VdGS #495

      Claudio Monteverdi (1567–1643): “Eccomi pronta ai baci” aus „Settimo libro de Madrigali“

      Theodor Schwartzkopff (1659–1732): Sonata für Viola da gamba, Fagott, Cembalo und Violone
      (Grave – Allegro – Aria – Boureé – Aria – Gigue)

      Yoonji Song (Viola da gamba), Sanghee Lee (Fagott),
      Georg Schuppe (Violone), Sonja Kemnitzer (Cembalo)



      21.15 Uhr Marstall
      KAMMERSONATEN
      Georg Philipp Telemann (1681–1767): Trio Sonate g–moll für Violine und Oboe und B.c.
      (Mesto – Allegro – Andante – Vivace)

      Georg Philipp Telemann (1681–1767): Sonata für f–moll für 2 Violinen, 2 Violen und B.c.
      (Adagio – Allegro – Largo – Presto)

      Yoko Tanaka (Oboe), Jonas Zschenderlein, Emanuele Breda (Violine),
      Yoko Tanaka, Anna Kaiser (Viola), Isabel Walter (Cello), Alexander von Heißen (Cembalo)



      22.00 Uhr Hirschsaal
      VERMISCHTER GESCHMACK
      Georg Philipp Telemann (1681–1767): Triosonate in a–moll für Blockflöte, Violine und B.c.
      (Affettuoso – Vivace – Grave – Menuet)

      Georg Philipp Telemann (1681–1767): Triosonate in d–moll für Blockflöte, Diskantgambe und B.c.
      (Andante – Vivace – Adagio – Allegro)

      Georg Friedrich Händel (1685–1759): Triosonate in c–moll für Blockflöte, Violine und B.c.
      (Andante – Allegro – Andante – Allegro)

      Sangeun Ju (Violine), Christine Vogel (Diskantgambe), Nicole Heckrath Accurso (Blockflöte),
      Namiko Kimori, Ortrun Sommerweiß (Cembalo)



      23.00 Uhr Parforcehof (Open Air)
      IL GIUOCO DEL QUADRIGLIO
      Georg Philipp Telemann (1681–1767): Sinfonia D–Dur für Trompete, Streicher und B.c.
      (Sinfonia Spirituoso – Largo – Vivace)

      Georg Philipp Telemann (1681–1767): Divertimento Es–Dur für 2 Flöten, 2 Hörner, Streicher und B.c.
      (Ouverture – Reveilee – Vivement – La Converstaion à la table: Gavotte–Reveille a Chasse – Repas – Retraite)

      Antonio Caldara (1670–1736): „Il Giuoco del Quadriglio“ Serenata für 4 Soprane, Orchester und B.c.

      Penelope Mason (Clarice), Julie Grutzka (Livia), Jungyun Jun
      (Camilla), Sarah Mehnert (Ottavia),

      Jörg Behr (Regie)
      Eva–Mareike Uhlig (Bühne und Kostüme)

      Orchester aus Studierenden der Abteilung Historische Interpretationspraxis
      Michael Schneider, Musikalische Leitung




      Mein persönliches Highlight war Theodor Schwartzkopffs Sonata für Viola da gamba, Fagott, Cembalo und Violone.
      Es ist schon verwunderlich, welch einen Drive so ein Fagott erzeugen kann.
      Sanghee Lee spielte dieses Instrument aber auch hervorragend. Georg Schuppe spielte die Violone (fast Bass) auch sehr vorwärtsdrängend. Beim Übergang zum letzten Satz zupfte er einen walking Bass. Sicherlich eine künstlerische Freiheit, die aber bei mir und dem restlichen Publikum für Erheiterung sorgte und gut ankam.

      Grüße
      Jürgen
    • Gestern in der Philharmonie Essen:

      Martha Argerich und Daniel Barenboim

      Ursprünglich hätte das Konzert am 10. Juli im Rahmen des Klavierfestival Ruhr stattfinden sollen, wurde aber wegen einer krankheitsbedingten Absage Barenboims verschoben.

      Dazu muss gesagt werden, dass die beiden schon das ganze Jahr mit unterschiedlichen Konzertprogrammen durch die Welt touren, grosse Hochachtung an ihre Kondition!

      Das geplante Programm mit u.a. Stawinskys Sacre du Printemps wurde auch geändert; die beiden spielten

      W.A.Mozart: Sonate F-Dur KV 497 für Klavier zu vier Händen

      J.Brahms: Variationen über ein Thema von Joseph Haydn B-Dur op. 56b für zwei Klaviere

      F.Liszt: Concerto pathétique S 258 für zwei Klaviere

      F.Liszt: Réminiscences de Don Juan S 656 für zwei Klaviere

      Zugabe: Tchaikovsky, aus der Nussknacker-Suite


      Die Mozart Sonate gehört zu den mir nicht so bekannten; sehr intim, sehr berührend.
      Brahms Haydn-Variationen kenne ich mit Martha Argerich in vielen Versionen mit unterschiedlichen Partnern, jedesmal anders. Mit Barenboim spielt sie getragener, andächtiger, aber nicht weniger beeindruckend.
      Liszts Concerto pathétique ist für mich immer wieder überwältigend ob der Klanggewalt, die die beiden Klavier entfalten können; auch hier spielten sie weniger virtuos, dafür umso intensiver.
      Enorm virtuos dagegen die Réminiscences de Don Juan. Martha spielt das unglaublich locker, gleichsam aus dem Ärmel geschüttelt mit viel Gefühl ("La ci darem la mano"!) und Tempo. Da kam Barenboim durchaus ins Schwitzen.

      Die beiden müssen niemandem etwas beweisen; umso intuitiver erscheint mir ihr gemeinsames Spiel. Und das wichtigste: sie haben Spaß dabei!
      Überhaupt habe ich den Eindruck, dass sie sich gegenseitig "gut tun": er motiviert sie zu konzertieren, sie bringt ihn zu Höchstleistungen.

      Und wenn ich die beiden Hand in Hand auf die Bühne gehen sehe, nicht mehr ganz so gut zu Fuss, geht mir das Herz auf!

      Nikolaus.
    • Sonntag, 18. Dezember 2016, 16 Uhr, Kath. Pfarrkirche St. Gangolf, Pfarrgasse, 63916 Amorbach


      J.S.Bach: Weihnachtsoratorium Kantaten I-VI




      [*]Simone Schwark (Sopran)
      [*]Anne Bierwirth (Alt)
      [*]Georg Poplutz (Tenor)
      [*]David Pichlmaier (Bass)
      [*]Konzertchor Darmstadt
      [*]Darmstädter Hofkapelle (auf historischen Instrumenten)
      [*]Leitung: Wolfgang Seeliger
      [/list]


      Eine sehr schöne Darbietung in einer atmosphärisch dichten, barocken Kirche.
      Alle musizierten auf recht gutem Niveau. Wenn ich jemanden positiv herausheben möchte, dann ist es Anne Bierwirth als Alt.
      Am anderen Ende der Skala befanden sich die Trompeter, die mit ihren historischen Instrumenten ab und an Probleme hatten, die Töne zu treffen.


      Ein sehr schöner Abend, bzw. Spätnachmittag.


      Grüße

      Jürgen
    • Hamburg - Elbphilharmonie, Christian Thielemann



      Da ich immer noch sehr von diesem Konzert angefüllt bin, soll ihm mein erster Beitrag hier im Forum gelten.

      Richard Wagner


      Die Walküre: I. Akt
      Anja Kampe, Stephen Gould, Georg Zeppenfeld

      Götterdämmerung: Rheinfahrt, Trauermarsch und Schlussgesang
      Anja Kampe

      Sächsische Staatskapelle Dresden
      Christian Thielemann

      Es war mein erster Besuch in der Elbphilharmonie und mit entsprechenden Erwartungen besuchte ich das Konzert.
      Wir hatten Plätze leicht hinter dem Orchester, direkt über den Blechbläsern. Das war aber kein Problem, da sich die einzelnen Orchesterstimmen wunderbar mischten und gleichzeitig einzeln unglaublich präsent waren. Die hohen Streicher uns genau gegenüber waren ebenso zu vernehmen, wie das leiseste Anschlagen der Triangel. Dass der Klang des Orchesters so voll und warm, gleichzeitig so differenziert und präsent zu uns kam, lag sicherlich aber auch an Christian Thielemann, der sich enorm schnell auf die durchaus schwierige Akustik einstellen konnte. Und natürlich an diesem wirklichen Spitzenorchester. An vorhergehenden Abenden sollen bedeutende Orchester durchaus anders geklungen haben. ;)
      Probleme gab es eigentlich nur bei den Sängern, was bei diesem Programm leider nicht ganz unbedeutend war. Natürlich sind Plätze hinter dem Orchester und eben den Sängern naturbedingt problematisch. Aber hier hatte ich mir, aufgrund der vielgerühmten Akustik, doch mehr versprochen. An leiseren Stellen waren sie gut zu vernehmen, ansonsten nur im Forte (was gerade Anja Kampe nicht so gut lag). Aber das Gefühl, dass eine Stimme das Orchester dominiert oder von ihm getragen wird, dass sie durch ihre Präsenz einen trifft und berührt, stellte sich hier eigentlich nie ein. Von Feinheiten ganz zu schweigen.
      Trotzdem erlebte ich (so weit beurteilbar) Stephen Gould als einen sehr beeindruckenden, klug disponierenden, ausdrucksvollen und in den fast überlangen Wälserufen zu großer Form auflaufenden Siegmund. Zeppenfeld hat ein schönes Timbre und füllte die Partie sehr gut aus. Er kam fast am besten bei uns an. Allerdings fehlt mir doch ein wenig das Volumen in der Stimme und die Bedrohlichkeit im Ausdruck. Anja Kampe sang sehr wortdeutlich und war als Sieglinde insgesamt überzeugender als im 2. Teil als Brünnhilde. Leider wird die Stimme in der höheren Lage im Forte flach, rau und unschön. Besonders im Schlussgesang stieß sie auch an die Grenzen ihrer Kondition. Die Intonation wurde unrein, mehrmals musste sie nachstützen.
      Das Ereignis aber war ganz sicherlich Thielemann. So gut habe ich den ersten Walkürenakt noch nie gehört und auch in den Orchesterstücken der Götterdämmerung lieferte er Großes ab. Das war großer, romantischer Wagnerklang, aber nie verschwommen, kompakt oder breiig. Zusammen mit der Staatskapelle und der Akustik schuf er ein wunderbar durchhörbares Klangbild, feinste Nuancen standen neben donnernden Orchesterwogen. Nie war er zu langsam, nie zu schnell, sondern immer ließ er die Musik atmen, sie entstehen und vergehen. Ein steter Fluss, der einen selber trug und mitriss. :down
    • Gestern Abend gastierte bei Piano Solo in Olpe der junge Südkoreanische Pianist (*1981) Seong-Jin Cho, der inzwiscen als Shouting-Star gehandelt wird, was ich vollkommen falsch finde, denn hinter seinem ausdrucksvollen Klavierspiel steht nichts diabolisch Angedichtetes, sondern in harter Arbeit ehrlich erworbenes Können, eine Promotion hat er nicht nötig!!


      sein Programm:

      • Mozart Klaviersonate F-Dur KV 332
      • Debussy Images pour piano Vol 1 und 2
      • Chopin Balladen Nr.1 - 4
      Ein Erlebnis gestern Abend. Beim Programm kann man geteilter Meinung sein, ich finde, dass man Chopins Balladen nicht als Zyklus aufführen sollte, es sind individuelle Kompositionen, die sich gegenseitig im Wege stehen (können), dass gilt übrigens auch für die beiden Rhapsodien von Brahms op.79. Falls Seong-Jin Cho in Eurer Nähe auftritt unbedingt hingehen!

      Gruß Amadé
    • Ich war nun auch mal wieder in einem Konzert.

      Ning Feng, Violine
      Josep Pons, Dirigent
      Deutsche Radiophilharmonie Saarbrücken Kaiserslautern

      Das Ganze in der Congreßhalle Saarbrücken. Das Konzert war der Auftakt zu den Musikfestspielen Saar, die dieses Jahr unter dem Motto "China" stehen. Entsprechend begann das Konzert mit einer immerhin sowohl kurzen als auch kurzweiligen Rede des Intendaten und einer dafür umso längeren und langweiligeren Rede des chinesischen Botschafters. Anschließend wurden noch beide Nationalhymnen gespielt. Dann begann nun das eigentliche Konzert mit der Uraufführung von "Aquaris - Hulan River" von der chinesischen Komponistin Lin Wang. Mir hat das gar nicht gefallen, um das mal vorwegzunehmen. Es begann mit einer ca. zweiminütigen Gesangsimprovisation der Komponistin im Gesangsstil einer Pekingoper, allerdings ohne Text, nur mit Lauten. Leider konnte ich mit dieser Musik noch nie etwas anfangen :/ Das Orchester setzte dann irgendwann (so kam es mir zumindest vor) mit einem lauten Clusterschlag ein und spielte in der Folge lauter atonale Klangflächen und Cluster, die mir aber völlig nichtssagend blieben. Dazu gab es gelegentlich wieder Improvisationen der Sängerin, bis dann irgendwann das Orchester verstummte und die Sängerin nocheinmal improvisierte bis es dann zu Ende war. Ein Musiker aus dem Orchester brachte es auf den Punkt: "Es ging los, dann spielen wir und irgendwann ist es vorbei. Dazwischen passiert nichts."
      Anschließend stand das Violinkonzert "Butterfly Lovers" von Gang Chen auf dem Programm. Komponiert 1959 in Shanghai, ist es ein wunderschönes Konzert, mit tollen Linien, virtuosen Passagen, die sich aber immer ins Geschehen einfügen, Kantilenen, viel Schmaltz, aber auch ganz elegante Passagen. Gespielt von Ning Feng, einem fantastischen Geiger, der auch mit diesem Konzert toll umzugehen wusste. Wunderbar weicher und süßer Klang, viele Farben, tolles Gespür für Timing und Stilmittel und das ganze mit einer unglaublichen Technik. Aber auch das Orchester gab sich hier keine Blöße, es war präsent, wenn es sein musste, hielt sich zurück, wenn es nötig war, lieferte Farben und gab dem Solisten alle Möglichkeiten.
      Nach der Pause dann der deutsche Teil des Konzertes: Beethovens 7. Symphonie. Ein oft gespieltes Werk, aber Pons schaffte es, das Orchester mitzureißen. Man spürte förmlich, dass das Orchester ihn mag und ihm vertraut, und dass die Musiker sich auf seine Art zu musizieren einlassen, mit keinem oder nur wenig Vibrato, vielen leeren Saiten, zügigen Tempi, im zweiten Satz vielleicht zu zügig, aber das bleibt Geschmackssache. Und im vierten Satz gings ab, anders kann man es kaum ausdrücken, da war einfach richtig was los auf der Bühne. So stell ich mir ein tolles Konzert vor!
      "Wir können genauso gut unsere Geigen nehmen und sie mit unseren Knien zerbrechen." (Fritz Kreisler über Jascha Heifetz)
    • ja, aber die haben sich durchaus aus Gründen durchgesetzt; Nicht zuletzt wegen der Stimmstabilität und Haltbarkeit. Ich habe Anfang des Jahres ein paar Wochen auf ummantelten Darmsaiten gespielt und das ist einfach unpraktisch, weil man alle 10-15 Minuten nachstimmen müsste. Beim Üben geht das, im Orchester nicht. Daher bin ich jetzt auch wieder bei Stahl- / Kunststoffsaiten gelandet.
      "Wir können genauso gut unsere Geigen nehmen und sie mit unseren Knien zerbrechen." (Fritz Kreisler über Jascha Heifetz)
    • Wie schaffen das dann aber die HIP-Orchester bei Konzerten, die eine Stunde dauern? Oder bei Opern mit 3 Stunden?

      Aber dass sie sich erst sehr spät durchgesetzt haben, zeigt auch, dass die Orchester durchaus wussten, dass die Darmsaiten schöner klingen, aber aus Bequemlichkeitsgründen dann doch die Notlösung genommen haben. Metallischer Klang, dafür bessere Stimmstabilität und Haltbarkeit und, was natürlich auch ein wichtiger Grund ist, geringere Kosten.


      LG,
      Hosenrolle1
    • Tannhäuser, Staatstheater Saarbrücken, Permiere 04.06.2017

      Ich durfte also gestern im Staatstheater die Premiere von "Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg" besuchen.

      Verantwortlich für die Inszenierung zeichnete sich Johannes Erath. Diese war anfangs noch ganz okay, die Idee von Venus als sitzengelassener Braut vor dem Altar fand ich sogar ganz gut, und die opulente Darstellung des Venusberges mit unzähligen Schaukeln mit leichten Mädchen drauf bot mit der herauf- und herunterfahren Treppen auf der Bühne zunächst ein opulentes Bild.

      Mit den ersten Gesangseinlagen schwand die Begeisterung bei mir jedoch. Venus, "gesungen" von Jennifer Maines war der absolute Reinfall, da stimmte leider gar nichts. Tannhäuser a.k.a. Neal Cooper konnte sich nach dem Abgang der Venus zwar deutlich steigern, aber wirklich gut wurde er zu keiner Zeit. Immerhin war die Premierenaufregung dann verflogen, das es wohl jedoch nicht daran lag, bewies Venus im 3. Akt erneut. Auch die anderen Gesangsrollen waren bei weitem nicht das Gelbe von Ei, Susanne Braunsteffer als Elisabeth schrie mehr, als dass sie wirklich sang. Passabel waren allenfalls Landgraf Hermann von Hiroshi Matsui und Wolfram von Eschenbach von Wenrer van Mechelen.

      Das Orchester machte insgesamt einen soliden Einsatz, doch auch hin und wieder stimmte mal ein Einsatz oder ein Ton nicht, dort besteht noch Steigerungsbedarf, immerhin wurde der Dynamikumfang gut genutzt.

      Die in den ersten beiden Akten noch recht ordentliche Inszenierung endete jedoch im 3. Akt mit drehender Bühne, Personeführungschaos und unsinnigen Einlagen, wie die Sortierung der Lage von Blumen (als ob das auf der Drehtellerbühne irgendeinen Sinn ergäbe) für mich in einem Desaster. Erinnerte mich irgendwie an das Rheingold in Wiesbaden von Laufenberg. Ich glaube, die haben eigentlich auf der Bühne Fangen und Verstecken gleichzeitig gespielt oder so.

      Sogar der Mann mit dem einfachsten Job brachte es fertig, immer wieder die Textzeilen falsch einzublenden oder ganz zu vergessen. Dabei muss er ja eigentlich nur wach bleiben und auf einen Knopf drücken. Harter Job.

      Bereits nach dem zweiten Akt war der Saal merklich leere, etliche hielten es einfach nicht mehr aus. Hätte ich vorher gewusste, wie die Regie den dritten Akt in die Pfanne haut, hätte ich es mir wohl auch überlegt.

      Als einzige echte Glanzleistung sind die wirklich extrem schönen und passend märchenhaft anmutenden Kostüme des Designers Christian Lacroix zu nennen. Die waren echt top. Das war auch am Ende zu spüren, beim Schlussapplaus erntete niemand soviel Beifall wie Lacroix. Sogar ich und meine Begleitung standen kurz für ihn auf, wie auch etlich andere Gäste im Saal als der heimlich und wohl auch leistungsmäßig einzige Star des Abends auf die Bühne kam.


      Fazit: "Die Kostüme waren toll!"

    • Hallo Classical_Horny, sowas kommt schon mal vor bei einer Oper wie dem Tannhäuser, denn allein die Partie des Tannhäuser zu besetzen ist schon schwierig.
      Als Saarbrücken noch einigermaßen gut erreichbar war für mich und ich meiner Live Opernleidenschaft noch ausgiebig frönte, habe ich ziemlich gute Aufführungen dort gesehen!

      Nur so nebenbei, im T Forum kommt man der Gesangsleistungen wegen zu etwas anderen Ergebnissen, aber ich denke sowas ist Geschmackssache.

      LG palestrina
      „ Die einzige Instanz, die ich für mich gelten lasse, ist das Urteil meiner Ohren. "
      Oolong
    • Das ist nur meine subjektive Meinung und sagt nichts über die Gesamtqualität des Saarbrückener Theaters aus. Deckt sich jedoch mit der meiner Partnerin. Und der eines Arbeitskollegen, von dem wir gar nicht wussten, dass er auch dort war. Aber ich dachte sofort nach der Ouvertüre: "Man, sind die aufgeregt, so schlecht, wie singen, aber ist halt Premiere. War aber dann wohl nicht nur die Aufregung." Das es Wagner den Sängern verdammt schwer macht, ist mir auch klar.

      Aber so dumme Fehler, wie mit dem Übertiteln, die so einfach hätten vermieden können, gehen halt gar nicht. Das deutet gleichzeitig auch auf eine nicht besonders gute Produktion hin.

      Und ich weiß andere Leute sehen dass anderes, aber ich fand die Venus schlecht. Schon mal die Kritik in der Saarbrückener Zeitung gelesen? Und trotz allem wurde ich gut unterhalten, das möchte ich hier nicht bestreiten.

      Und ich vergaß, den Chor zu loben, der war auch ganz gut.
    • Gestern Abend gastierte zum wiederholten Mal bei Piano Solo in Olpe der Pianist Kit Armstrong. Seine Programme beinhalten oft Werke, die im Konzertsaal stiefmütterlich behandelt werden oder sinnstiftende Zusammenstellungen. Beides traf beim gestrigen Abend zusammen:


      Mozart: Sonate C-Dur KV 545 -Facile
      C.Ph.E. Bach: Freie FAntasie fis-moll Wq 67
      5 KLavierstücke aus Wq 117 , könnten als Vorläufer von Beethovens Bagatellen gelten
      _________ _________
      C.Ph.E. Bach: Rondo G-Dur Wq 57 Nr.3

      5. Württembergische Sonate Wq 49 Nr.5

      Mozart: Allemande und Courante aus der Suite KV 399

      Fantasie und Fuge C-Dur KV 394

      Die Kopplung der Mozart-Stücke mit Hamburger/Berliner Bachs Elaboraten sowie Armstrongs Vortrag überzeugten auf der ganzen Linie, hier stimmte es tatsächlich. Hilfreich waren auch die Einführungen des Pianisten, vor allem für Zuhörer, für die C.Ph.E. Bachs KLaviermusik Neuland war.
      Als Zugabe spielte er sehr ausdrucksvoll, wie auch schon zu Beginn der langsame SAtz aus KV 545, den langsamen SAtz aus Mozarts KLaviersonate C-Dur KV 330.

      Grüße Amadé
    • Da es schon der 23.11. ist, war es wirklich 'Gestern im Konzert'.

      In Hamburg spielte Daniil Trifonov Werke von, inspiriert bei, über Chopin.

      Trifonov begann mit '12 Variationen über ein Thema von Chopin' von Federico Mompou. Trifonov begann im sanftesten Piano, nur begleitet von Türenschlagen, Niesern, Hustern, 'Ist das mein Platz hier'-Suchenden. Aber zum Glück konnte man sich dann nach wenigen Minuten auf die Musik konzentrieren. Das war wunderbar gespielt, farbig, elegant, zum Träumen schön. Allerdings denke ich, dass Mompou nun nicht allzu viel Eigenes zu Chopin beisteuern konnte. Das ist sehr gefällig, aber in meinen Ohren keine unbedingt selbständige Ergänzung. Trotzdem zeigte Trifonov hier schon, was er dann durch den ganzen Abend demonstrieren würde: einen unglaublichen Sinn für Poesie. Da adelte jemand etwas, was nicht unbedingt zum Glanzvollsten der Klavierliteratur zählt.

      Der 2. Teil vor der Pause bestand dann aus kurzen, jeweils 2-5 minütigen, 'Ideen' verschiedener Komponisten zu Chopin. Er begann mit dem 'Chopin-Abschnitt' aus Schumanns 'Carnaval', spielte von Grieg die 'Hommage à Chopin' aus den 'Stimmungen', die 'Nocturne op. 33' von Barber und endete mit 'Un poco di Chopin' von Tschaikowsky. Diesen Abschnitt fand ich insgesamt ein wenig problematisch. Faszinierend der Barber, technisch, gerade in den Läufen und im Tempo überragend der Tschaikowsky, ansprechend der Grieg - aber einen kurzen Abschnitt aus dem 'Carnaval' herauszunehmen, finde ich problematisch. Letztlich, Bezug auf Chopin hin oder her, fehlte hier der Zusammenhang zum Werk.

      Der 3. Abschnitt vor der Pause bestand dann aus den 'Variationen über ein Thema von Chopin op. 22' von Rachmaninow. Und da stimmte dann alles. Komposition wie Interpretation. Obwohl Trifonov nicht alle Variationen spielte, obwohl er zum Schluss, um den Kreislaufcharakter zu betonen, zum Präludium zurückkehrte, war es ein vollendetes Eintauchen in die Welt der Romantik und Spätromantik, eine Wanderung zwischen den Welten von West und Ost, von 19. und 20. Jahrhundert.

      Nach der Pause gab es dann (nur noch) die 2. Chopin-Sonate op. 35. Die ersten zwei Sätze nahm er unglaublich schnell, geradezu hämmernd. Ein einziges Vorwärtsdrängen, nur kurz angehalten durch die lyrischen Momente, v.a. im 2. Satz. Aber dann der 'Trauermarsch' und das abschließende 'Presto'. Alleine dafür hätte es sich gelohnt, stundenlang für Karten anzustehen. Beide Sätze spielte er unendlich langsam, kostete jede Note geradezu aus und entwickelte dabei gleichzeitig einen Gefühls- und Assoziationsreichtum sondergleichen. Das war grandios, erschütternd, verstörend-ungewohnt, bezwingend. Gerade auch das 'Presto' eröffnete plötzlich völlig neue Sichtweisen. Gefühlt nahm er es mindestens doppelt so langsam wie alle anderen Pianisten, die ich kenne (und ich kenne verdammt viele mit dieser Sonate). Und plötzlich tauchten dort Melodiefetzen auf, die ich vorher nie wahrgenommen hatte. Es war wahrlich kein 'Sausen des Nachtwindes über den Gräbern' oder Ähnliches. Es war ein langsames, strudelartiges Versinken in Nichts.

      Ich kenne die frühe Chopin-Aufnahme von Trifonov und war von ihr schon recht enttäuscht. Irgendwie fehlte mir dort etwas. Wohl v.a. die Poesie, die Eleganz. Das war gestern nun ganz anders. Das war Poesie pur. Ohne auf dem Klavier zu singen, wie Horowitz es so unnachahmlich konnte, schafft Trifonov es dennoch einen mit jedem Ton, mit jeder Phrase zu verzaubern. Gerade die Tempi, die er wählte (und die waren schon sehr extrem), ermöglichen es ihm, sie mit Sinn, Farben, Bedeutung, Ausdruck aufzuladen. Das galt für die Piano-Stellen ebenso wie für die Ausbrüche, die mächtigen, glockenartigen Akkorde, die er spielte. Man verlor sich geradezu im Farbenreichtum, im Spektrum aller Emotionen, die er hervorrief.

      Insgesamt war es ein Abend großer Poesie und großer Emotion - fernab gewohnter Pfade. Spannend und ungewohnt, wie ich es auf diesem, auch auf technischen, Niveau, selten gehört habe.

      Meine Güte, der Typ ist erst 26. Wenn er jetzt schon so vollendet ist, wo will er noch hin. Trifonov zu beobachten, zu begleiten, ist mit Sicherheit eine der spannendsten, lohnendsten Aufgaben im Pianobereich. Ich würde mal sagen, dass hier eine 'Jahrhunderterscheinung' heranwächst oder heranwachsen könnte.

      :hello Falstaff
    • Berlioz: Ouvertüre Römischer Karneval

      Schumann: Klavierkonzert

      Brahms: Sinfonie Nr. 2

      Martha Argerich
      Hamburger Symphoniker
      Ion Marin

      Vor dem Konzert gratulierte der Hamburger Kultursenator dem Orchester zum 60jährigen Bestehen. Dabei sprach er dann auch von Herbert Karajan, Leonard Bernstien und Martha (englisch ausgesprochen) Argerisch. So viel zum Stellenwert von klassischer Musik in der Kulturbehörde in Hamburg. ;(

      Ion Marin begann mit einer als schwungvoll, geradezu fetzig (laut Programmheft) angekündigten Berlioz-Ouvertüre. Leider war es nur laut, derb und schwerfällig. Nach gut 10 Minuten atmete man erleichtert auf.

      Leider hielt er diesen Stil auch im Schumann'schen Klavierkonzert bei. Nun kann die Argerich ja durchaus mithalten und das tat sie auch entsprechend. Aber trotzdem kam irgendwie, was den Orchesterpart anging, wenig Stimmung auf. Am besten war dann noch der dritte Satz. So konzentrierte ich mich v.a. auf die Argerich und das war wieder mehr als lohnend. Schnörkellos, fast sachlich und trotzdem mit großem Ausdruck, sehr engagiert, in den virtuosen Passagen weiterhin meisterhaft, im Forte laut donnernd (aber dabei kein Krach, wie parallel im Orchester) und im Lyrischen ungemein zart und beseelt. Schlichtweg wunderbar.
      Als Zugabe gab es zunächst ein kleines Stück aus den 'Kinderszenen' und man lechzte geradezu nach dem vollständigen Zyklus. Und abschließend ein von ihr begleitetes, vom Publikum gesungenes 'Happy Birthday' für das Orchester. Ion Marin kommentierte recht launig, dass wir nun alle in unserem Lebenslauf verzeichnen könnten, wir hätten auch einmal mit Martha Argerich konzertiert.

      Im Januar dieses Jahres hörte ich die Argerich schon einmal. Auch mit Ion Marin und den Hamburger Symphonikern. Damals gab es das 1. Klavierkonzert und Liszt und danach die 3. Brahms. Die Sinfonie schenkte ich mir damals, weil ich so ausgefüllt vom Klavierkonzert war, dass ich nichts anderes mehr hören wollte.

      Welch eine weise Entscheidung das war, konnte ich heute überprüfen. Das war geradezu eine Hinrichtung der 2. Brahms. Noch nie habe ich sie so plump, laut, derb und hölzern hören müssen. Da stimmte gar nichts, weder in einzelnen Orchestergruppen (wobei die Streicher noch am besten waren), noch bei den Übergängen, bei lyrischeren Stellen, im Zusammenklang, geschweige denn der Durchhörbarkeit. Da ich nicht rauskam, las ich mir das Programmheft durch. Aber leider war das recht dünn und damit schnell beendet. :D

      :hello Falstaff
    • Das Staatsorchester Stuttgart mit seinem 4. Sinfoniekonzert: Alexander Liebreich dirigiert
      Beethoven und Lutoslawski
      • Ludwig van Beethoven; Sinfonie Nr. 1 C-Dur, op. 21
      • Hugo Herrmann; Violinkonzert
        + Kojia Lessing
      • Witold Lutoslawski; Konzert für Orchester
      Auf das Publikum ist verlass. Ich habe mir keine Karte im Vorverkauf besorgt, weil ich wegen der frühen Uhrzeit je nach Tagesform entscheiden wollte, ob ich hingehe. Gleich zwei Komponisten aus dem 20. Jahrhundert und dann zwar Beethoven, aber keiner der Hits - die Befürchtung, dass es ausverkauft sein könnte, hielt sich da in Grenzen und so war es dann auch. Ich habe 10 Minuten vor Beginn noch einen Top-Platz (Empore Mitte, 2. Reihe) bekommen.

      Der Beethoven kam so daher, wie man ihn heute halt spielt. In Kammerensemble-Stärke, zackig (schon optisch an den Bewegungen des Dirigenten sichtbar), prägnant, mit stets durchgedrücktem Gaspedal. An ein paar Stellen wirkte der Zusammenklang von Bläsern und Streichern besonderes fein ausgehört und im Finale durften die Pauken so richtig knallen, so wie man es heute halt spielt - richtigerweise. Beethovens Erste ist nun mal ganz klassisch und selbst als Haydn-Maniac muss ich zugeben, dass das die beste Londoner Sinfonie ist. Meine Lieblingssinfonie von Beethoven ist es allemal. Es hat Spaß gemacht, aber der letzte Packen fehlte, weil es da oben schlichtweg zu leise war. Es hat schon seinen Grund, dass die "moderne" Aufführungspraxis mit wachsenden Konzertsälen auch die Orchester aufgebläht hat.

      Das Violinkonzert war dann ein kaltes Ersthören. Ich habe von dem Komponisten nie zuvor gehört und mich auch nicht "vorbereitet". Naja... typisch Spätromantik bis Frühmoderne, jazziges neben Streicherkitsch, Melodien die nirgends hinführen - ein bisserl Gershwin hier, Strawinsky da, Bartók dort - immer am Rand der Tonalität, bisweilen garstig dissonant, aber eben noch zu sehr in den traditionellen Formen verhaftet, als dass man es mit geleertem Geist -so wie "richtig" zeitgenössische Musik- hören könnte. Nichts für mich.

      Lutoslawskis Konzert ist eine Zirkusnummer, aber eine, die mächtig Effekt macht und gut gemacht ist. Ich denke, das Stück ist bei Orchestern recht unbeliebt. Niemand kann sich mit seinem Sonntagmorgen-Kater in der Masse verstecken, jeder kommt mal dran. Da gibt es schon unerhörte Effekte, die man im live im Konzertsaal (und mit dem aufs dreifache angewachsenen Personal jetzt auch laut genug) statt von Konserve gehört haben muss. Das Finale hat so eine fiese Gänsehaut-Stelle, wenn kurz vor Schluss das zuvor von den Holzbläsern vorgestellte Hauptthema nach einer tumultartigen Passage in den Blechbläsern wiederkehrt. Wenn da die Körperhaare stehen, dann war es gelungen. Und so war es. Ich liebe diese wohligen Schauer und weil das Stück kurz danach zu Ende ist, geht man mit diesem Eindruck raus und nimmt sich vor, wieder öfters ins Konzert zu gehen.
      Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)

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