Karol Szymanowski's Oeuvre für Klavier

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    • Karol Szymanowski's Oeuvre für Klavier

      Mich wundert es, dass er bislang in diesem Forum fast gar nicht aufgetaucht ist, gilt er doch zu den wichtigsten Komponisten des 20 Jahrhunderts! Sein Schaffen für Klavier ist sehr breit gefächert und reicht von kleinen Miniaturen bis zu hochkomplexen und höchst anspruchsvollen Werken. Exemplarisch möchte ich hier einmal zwei CDs vorstellen, die mir besonders am Herzen liegen.



      Hauptwerk dieser Aufnahme ist der Zyklus opp.50, bestehend aus 20 Mazurken. Szymanowski veröffentlichte diese zwischen 1926 und 31, geschrieben hatte er sie bereits 1924 und somit zu der Zeit, als er seine Oper "König Roger" orchestrierte. Die Mazurkas stellen eigentlich eine Art Studienwerk dar in puncto form, Tonalität und Rhythmus. Dabei griff er auf seinen bisherigen Kompositionsstil zurück und verband diesen nun mit einem neuen, reifen Stil. Szymanowski führte insoweit in diesem Zyklus die v.a. durch Chopin bekannt gewordene Gattung fort: Variationen (Nr.11) und Rondos (Nr.2, 7, 9 und 12) weichen insoweit von der bisherigen Gattungsform ab. Eines ist allen Stücken jedoch gleich: Die Verbindung zur Volksmusik

      Eine weitere CD, die ich empfehlen möchte, ist erst vor wenigen Tagen in meine Sammlung gekommen:



      Ich hörte ihn jedoch mit den Metopes und den Masques einst live im großen Saal des Budapester Konservatoriums :down

      Diese Werke schrieb er allesamt vor dem o.g. Zyklus. Inspiriert wurde er insoweit durch Erinnerungen an eine lange Reise, die ihn bis Nordafrika geführt hatte. Die "Methopes" - ein Schwesterwerk der "Mythen" - basieren auf durch die Antike inspirierte Gedichte. Die Masques zog der Komponist jedoch vor. Nr.1 basiert auf der historischen Erzählung um Sheherazade, Tantris le bouffon ist eine Hommage an Wagner und Nr.3 ist schließlich eine Anlehnung an Don Juan. Die 3. Sonate wiederum ist das letzte Werk, das er noch auf seinem Landgut vor seiner Vertreibung schreiben konnte. Sie erscheint wie eine Karikatur einer Welt, in der Szymanowski sich selbst verloren fühlt....
    • Karol Szymanowski's Oeuvre für Klavier

      Mich wundert es, dass er bislang in diesem Forum fast gar nicht aufgetaucht ist, gilt er doch zu den wichtigsten Komponisten des 20 Jahrhunderts! Sein Schaffen für Klavier ist sehr breit gefächert und reicht von kleinen Miniaturen bis zu hochkomplexen und höchst anspruchsvollen Werken. Exemplarisch möchte ich hier einmal zwei CDs vorstellen, die mir besonders am Herzen liegen.



      Hauptwerk dieser Aufnahme ist der Zyklus opp.50, bestehend aus 20 Mazurken. Szymanowski veröffentlichte diese zwischen 1926 und 31, geschrieben hatte er sie bereits 1924 und somit zu der Zeit, als er seine Oper "König Roger" orchestrierte. Die Mazurkas stellen eigentlich eine Art Studienwerk dar in puncto form, Tonalität und Rhythmus. Dabei griff er auf seinen bisherigen Kompositionsstil zurück und verband diesen nun mit einem neuen, reifen Stil. Szymanowski führte insoweit in diesem Zyklus die v.a. durch Chopin bekannt gewordene Gattung fort: Variationen (Nr.11) und Rondos (Nr.2, 7, 9 und 12) weichen insoweit von der bisherigen Gattungsform ab. Eines ist allen Stücken jedoch gleich: Die Verbindung zur Volksmusik

      Eine weitere CD, die ich empfehlen möchte, ist erst vor wenigen Tagen in meine Sammlung gekommen:



      Ich hörte ihn jedoch mit den Metopes und den Masques einst live im großen Saal des Budapester Konservatoriums :down

      Diese Werke schrieb er allesamt vor dem o.g. Zyklus. Inspiriert wurde er insoweit durch Erinnerungen an eine lange Reise, die ihn bis Nordafrika geführt hatte. Die "Methopes" - ein Schwesterwerk der "Mythen" - basieren auf durch die Antike inspirierte Gedichte. Die Masques zog der Komponist jedoch vor. Nr.1 basiert auf der historischen Erzählung um Sheherazade, Tantris le bouffon ist eine Hommage an Wagner und Nr.3 ist schließlich eine Anlehnung an Don Juan. Die 3. Sonate wiederum ist das letzte Werk, das er noch auf seinem Landgut vor seiner Vertreibung schreiben konnte. Sie erscheint wie eine Karikatur einer Welt, in der Szymanowski sich selbst verloren fühlt....
    • RE: Karol Szymanowski's Oeuvre für Klavier

      Original von Jeremias



      Die 3. Sonate wiederum ist das letzte Werk, das er noch auf seinem Landgut vor seiner Vertreibung schreiben konnte. Sie erscheint wie eine Karikatur einer Welt, in der Szymanowski sich selbst verloren fühlt....


      @Jeremias,

      die 3. Sonate hörte ich eben nachdem ich zuvor nochmals hier im Beitrag nachgelesen habe was Du dazu geschrieben hast.

      Dies Deutung des "verloren seins" stellt Anderszewski klasse da. Allerdings muss ich gestehen, dass die Begegung mit Szymanowski doch eine ist, die ich mir erarbeiten muss. Aber hier scheint es eine lohnende "Mühe" zu sein :D
      _____

      Administrator: Das Klassikforum
    • RE: Karol Szymanowski's Oeuvre für Klavier

      Original von Jeremias



      Die 3. Sonate wiederum ist das letzte Werk, das er noch auf seinem Landgut vor seiner Vertreibung schreiben konnte. Sie erscheint wie eine Karikatur einer Welt, in der Szymanowski sich selbst verloren fühlt....


      @Jeremias,

      die 3. Sonate hörte ich eben nachdem ich zuvor nochmals hier im Beitrag nachgelesen habe was Du dazu geschrieben hast.

      Dies Deutung des "verloren seins" stellt Anderszewski klasse da. Allerdings muss ich gestehen, dass die Begegung mit Szymanowski doch eine ist, die ich mir erarbeiten muss. Aber hier scheint es eine lohnende "Mühe" zu sein :D
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