Haydns Sinfonien

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    • Original von Zaubermark
      Hallo zusammen,

      ich muss mich nun auch mal hier zu Wort melden um einiges über die Haydn-Symphonien anzumerken.
      Es war hier ein paar mal von einer "Gesamtaufnahme" der Symphonien mit Christopher Hogwood und der Academy of Ancient Music die Rede. Diese Aufnahme wurde aus finanziellen Gründen von Decca abgebrochen und erschienen sind die Nummern 1-75 sowie 107 und 108. Von den Symphonien 76-78 waren seinerzeit die Masterbänder bereits fertiggestellt, wurden aber von Decca niemals veröffentlicht und sind vor etwa zwei Jahren als Eigenproduktion der Academy of Ancient Music erschienen. Es fehlen also die Nr. 79-104.
      Beim englischen Label Hyperion wurde etwa Ende der 1980er Jahre eine weitere Gesamtaufnahme in Angriff genommen, nämlich mit The Hanover Band unter Roy Goodman. Leider wurde auch dieses Projekt aus finanziellen Gründen nicht vollendet. Diese hier noch gar nicht angesprochenen Aufnahmen sind ebenfalls recht empfehlenswert.
      Noch kurz zu der Frage, wie viele Symphonien Haydn komponiert hat. Den 104 Symphonien nach der Numerierung von Eusebius Mandyczewski hat Anthony van Hoboken noch als Nr. 105 eine für London komponierte Sinfonia concertante für vier Soloinstrumente, als Nr. 106 eine in Haydns eigenhändigem Werkverzeichnis eingetragene aber lange Zeit als verschollen geglaubte Symphonie (sie wurde in den 1970er Jahren wiederentdeckt, ist aber eine einsätzige Opernouvertüre, vermutlich zu "Le pescatrici") und als Nr. 107 und 108 zwei Mandyczewski nicht bekannte, aber in Haydns Werkverzeichnis ebenfalls aufgeführte Symphonien. Von manchen Haydn-Forschern ist etwa die Echtheit der Symphonie Nr. 25 öfters angezweifelt worden, so dass wohl nicht genau gesagt werden kann, wie viele Symphonien Haydn nun wirklich komponiert hat. Übrigens ist die Nummerierung der Symphonien, besonders bis etwa Nr. 75, alles andere als chronologisch richtig, man sollte deshalb sich bei einer "Entdeckungsreise" durch die Haydn-Symphonien niemals an der Mandyczewski-Nummerierung orientieren.

      Liebe Grüsse von Mark


      Lieber Mark:

      Auch von mir ein herzliches Willkommen! Und herzlichen Dank für Deine ausführlichen Anmerkungen! Unterm Strich bleibt es dann allerdings bei 106 Symphonien: Nos. 1-104 und 107-8 (letztere auch als A und B bekannt). Die Sinfonia concertante (No. 105) ist den Konzerten zuzuschlagen. Die Echtheit der Symphonie No. 25 scheint in letzter Zeit nicht mit guten Gründen angezweifelt worden zu sein. Die Numerierung der Symphonien ist tatsächlich bis in die 80er chronologisch nicht immer völlig konsequent: No. 82: 1786, No. 83: 1785, No. 84: 1786, No. 85: ?1785.

      Gruß, Zelenka
      "Mit Kempff habe ich nur ein einziges Mal gespielt, und er meinte hinterher, er werde nie wieder mit mir spielen, weil ich beim Dirigieren singe. Und dabei war er eines meiner Idole gewesen." Sir Colin Davis
    • Original von Zaubermark
      Hallo zusammen,

      ich muss mich nun auch mal hier zu Wort melden um einiges über die Haydn-Symphonien anzumerken.
      Es war hier ein paar mal von einer "Gesamtaufnahme" der Symphonien mit Christopher Hogwood und der Academy of Ancient Music die Rede. Diese Aufnahme wurde aus finanziellen Gründen von Decca abgebrochen und erschienen sind die Nummern 1-75 sowie 107 und 108. Von den Symphonien 76-78 waren seinerzeit die Masterbänder bereits fertiggestellt, wurden aber von Decca niemals veröffentlicht und sind vor etwa zwei Jahren als Eigenproduktion der Academy of Ancient Music erschienen. Es fehlen also die Nr. 79-104.
      Beim englischen Label Hyperion wurde etwa Ende der 1980er Jahre eine weitere Gesamtaufnahme in Angriff genommen, nämlich mit The Hanover Band unter Roy Goodman. Leider wurde auch dieses Projekt aus finanziellen Gründen nicht vollendet. Diese hier noch gar nicht angesprochenen Aufnahmen sind ebenfalls recht empfehlenswert.
      Noch kurz zu der Frage, wie viele Symphonien Haydn komponiert hat. Den 104 Symphonien nach der Numerierung von Eusebius Mandyczewski hat Anthony van Hoboken noch als Nr. 105 eine für London komponierte Sinfonia concertante für vier Soloinstrumente, als Nr. 106 eine in Haydns eigenhändigem Werkverzeichnis eingetragene aber lange Zeit als verschollen geglaubte Symphonie (sie wurde in den 1970er Jahren wiederentdeckt, ist aber eine einsätzige Opernouvertüre, vermutlich zu "Le pescatrici") und als Nr. 107 und 108 zwei Mandyczewski nicht bekannte, aber in Haydns Werkverzeichnis ebenfalls aufgeführte Symphonien. Von manchen Haydn-Forschern ist etwa die Echtheit der Symphonie Nr. 25 öfters angezweifelt worden, so dass wohl nicht genau gesagt werden kann, wie viele Symphonien Haydn nun wirklich komponiert hat. Übrigens ist die Nummerierung der Symphonien, besonders bis etwa Nr. 75, alles andere als chronologisch richtig, man sollte deshalb sich bei einer "Entdeckungsreise" durch die Haydn-Symphonien niemals an der Mandyczewski-Nummerierung orientieren.

      Liebe Grüsse von Mark


      Lieber Mark:

      Auch von mir ein herzliches Willkommen! Und herzlichen Dank für Deine ausführlichen Anmerkungen! Unterm Strich bleibt es dann allerdings bei 106 Symphonien: Nos. 1-104 und 107-8 (letztere auch als A und B bekannt). Die Sinfonia concertante (No. 105) ist den Konzerten zuzuschlagen. Die Echtheit der Symphonie No. 25 scheint in letzter Zeit nicht mit guten Gründen angezweifelt worden zu sein. Die Numerierung der Symphonien ist tatsächlich bis in die 80er chronologisch nicht immer völlig konsequent: No. 82: 1786, No. 83: 1785, No. 84: 1786, No. 85: ?1785.

      Gruß, Zelenka
      "Mit Kempff habe ich nur ein einziges Mal gespielt, und er meinte hinterher, er werde nie wieder mit mir spielen, weil ich beim Dirigieren singe. Und dabei war er eines meiner Idole gewesen." Sir Colin Davis
    • Nur am Rande eine Äußerung des Kapellmeisters Johannes Kreisler zum Wesen der Symphonien von Haydn:

      Der Ausdruck eines kindlichen, heitern Gemüts herrscht in Haydns Kompositionen. Seine Sinfonien führen uns in unabsehbare grüne Haine, in ein lustiges buntes Gewühl glücklicher Menschen. Jünglinge und Mädchen schweben in Reihentänzen vorüber; lachende Kinder, hinter Bäumen, hinter Rosenbüschen lauschend, werfen sich neckend mit Blumen. Ein Leben voll Liebe, voll Seligkeit wie vor der Sünde, in ewiger Jugend; kein Leiden, kein Schmerz, nur ein süßes wehmütiges Verlangen nach der geliebten Gestalt, die in der Ferne im Glanz des Abendrotes daherschwebt, nicht näher kommt, nicht verschwindet, und solange sie da ist, wird es nicht Nacht, denn sie selbst ist das Abendrot, von dem Berg und Hain erglühen.

      E.T.A. Hoffmann, Fantasiestücke in Callots Manier, III. Kreisleriana, 4. Beethovens Instrumentalmusik

      Gruß, Zelenka
      "Mit Kempff habe ich nur ein einziges Mal gespielt, und er meinte hinterher, er werde nie wieder mit mir spielen, weil ich beim Dirigieren singe. Und dabei war er eines meiner Idole gewesen." Sir Colin Davis
    • Nur am Rande eine Äußerung des Kapellmeisters Johannes Kreisler zum Wesen der Symphonien von Haydn:

      Der Ausdruck eines kindlichen, heitern Gemüts herrscht in Haydns Kompositionen. Seine Sinfonien führen uns in unabsehbare grüne Haine, in ein lustiges buntes Gewühl glücklicher Menschen. Jünglinge und Mädchen schweben in Reihentänzen vorüber; lachende Kinder, hinter Bäumen, hinter Rosenbüschen lauschend, werfen sich neckend mit Blumen. Ein Leben voll Liebe, voll Seligkeit wie vor der Sünde, in ewiger Jugend; kein Leiden, kein Schmerz, nur ein süßes wehmütiges Verlangen nach der geliebten Gestalt, die in der Ferne im Glanz des Abendrotes daherschwebt, nicht näher kommt, nicht verschwindet, und solange sie da ist, wird es nicht Nacht, denn sie selbst ist das Abendrot, von dem Berg und Hain erglühen.

      E.T.A. Hoffmann, Fantasiestücke in Callots Manier, III. Kreisleriana, 4. Beethovens Instrumentalmusik

      Gruß, Zelenka
      "Mit Kempff habe ich nur ein einziges Mal gespielt, und er meinte hinterher, er werde nie wieder mit mir spielen, weil ich beim Dirigieren singe. Und dabei war er eines meiner Idole gewesen." Sir Colin Davis
    • Der Ausdruck eines kindlichen, heitern Gemüts herrscht in Haydns Kompositionen. Seine Sinfonien führen uns in unabsehbare grüne Haine, in ein lustiges buntes Gewühl glücklicher Menschen.


      Ja, das entspricht ungefähr meinen Vorstellungen, und so würde ich es gerne in den Interpretationen wieder finden.

      Ich kenne Jochums Haydn-Sinfonien mit dem London Philharmonic Orchestra (DG) zwar nicht, aber diese hier (mit der Staatskapelle Dresden) gefallen mir ausgesprochen gut:



      Vielleicht lege ich mir die DG-Aufnahmen nun doch noch zu; Eugen Jochum finde ich mit Haydn sehr überzeugend. So höre ich Haydn einfach lieber als z.B. mit Brüggen.

      Gruß, Cosima
    • Der Ausdruck eines kindlichen, heitern Gemüts herrscht in Haydns Kompositionen. Seine Sinfonien führen uns in unabsehbare grüne Haine, in ein lustiges buntes Gewühl glücklicher Menschen.


      Ja, das entspricht ungefähr meinen Vorstellungen, und so würde ich es gerne in den Interpretationen wieder finden.

      Ich kenne Jochums Haydn-Sinfonien mit dem London Philharmonic Orchestra (DG) zwar nicht, aber diese hier (mit der Staatskapelle Dresden) gefallen mir ausgesprochen gut:



      Vielleicht lege ich mir die DG-Aufnahmen nun doch noch zu; Eugen Jochum finde ich mit Haydn sehr überzeugend. So höre ich Haydn einfach lieber als z.B. mit Brüggen.

      Gruß, Cosima
    • Haydn Londoner Sinfonien mit Karajan

      Hallo Daniel,

      ich möchte jetzt nicht im Beethoven-Ouvertüren Thread antwiorten, wenn es um hier um die Haydn-Sinfonien geht - deshalb hier.

      Ich selber kenne diese guten Kritiken der Solti-Aufnahmen aus der Stereoplay auch und habe daher damals eine Decca-LP mit zwei Sinfonien gekauft.

      Im einem anderen Forum (*) habe ich darüber 2004 als einer meiner ersten Beiträge darüber geschrieben. Man hat mich da eines besseren belehrt und ich mußte erkennen, das Solti und Haydn wirklich nicht das allerbeste (wie ich dachte) ist.

      Vielleicht schaust Du Dir diese Beiträge dort mal an unter Haydn an.

      Da ich kein großer Verfechter von der Vorklassik bin, bin ich bei den Londoner Sinfonien auch bei Karajan (DG) hängen geblieben, da sie klanglich auch TOP sind.

      DG, ADD

      Wenn ich mal Lust auf diese Musik habe - leider eher seltener, dann greife ich gerne zu den Karajan-Aufnahmen, weil ich diese wirklich durchweg angemessen und gut finde.
      Ich bin kein Haydn-Kenner und werde es auch wohl nie werden.
      :hello Ich möchte aber traotzdem die Frage in den Raum stllen, wie ihr die Karajan-Aufnahmen bewertet und ob ich doch noch zu Jochum (DG) greifen muß ???
      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • Haydn Londoner Sinfonien mit Karajan

      Hallo Daniel,

      ich möchte jetzt nicht im Beethoven-Ouvertüren Thread antwiorten, wenn es um hier um die Haydn-Sinfonien geht - deshalb hier.

      Ich selber kenne diese guten Kritiken der Solti-Aufnahmen aus der Stereoplay auch und habe daher damals eine Decca-LP mit zwei Sinfonien gekauft.

      Im einem anderen Forum (*) habe ich darüber 2004 als einer meiner ersten Beiträge darüber geschrieben. Man hat mich da eines besseren belehrt und ich mußte erkennen, das Solti und Haydn wirklich nicht das allerbeste (wie ich dachte) ist.

      Vielleicht schaust Du Dir diese Beiträge dort mal an unter Haydn an.

      Da ich kein großer Verfechter von der Vorklassik bin, bin ich bei den Londoner Sinfonien auch bei Karajan (DG) hängen geblieben, da sie klanglich auch TOP sind.

      DG, ADD

      Wenn ich mal Lust auf diese Musik habe - leider eher seltener, dann greife ich gerne zu den Karajan-Aufnahmen, weil ich diese wirklich durchweg angemessen und gut finde.
      Ich bin kein Haydn-Kenner und werde es auch wohl nie werden.
      :hello Ich möchte aber traotzdem die Frage in den Raum stllen, wie ihr die Karajan-Aufnahmen bewertet und ob ich doch noch zu Jochum (DG) greifen muß ???
      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • RE: Haydn Londoner Sinfonien mit Karajan

      Original von teleton
      Hallo Daniel,

      ich möchte jetzt nicht im Beethoven-Ouvertüren Thread antwiorten, wenn es um hier um die Haydn-Sinfonien geht - deshalb hier.

      Ich selber kenne diese guten Kritiken der Solti-Aufnahmen aus der Stereoplay auch und habe daher damals eine Decca-LP mit zwei Sinfonien gekauft.

      Im einem anderen Forum (*) habe ich darüber 2004 als einer meiner ersten Beiträge darüber geschrieben. Man hat mich da eines besseren belehrt und ich mußte erkennen, das Solti und Haydn wirklich nicht das allerbeste (wie ich dachte) ist.

      Vielleicht schaust Du Dir diese Beiträge dort mal an unter Haydn an.

      Da ich kein großer Verfechter von der Vorklassik bin, bin ich bei den Londoner Sinfonien auch bei Karajan (DG) hängen geblieben, da sie klanglich auch TOP sind.

      DG, ADD

      Wenn ich mal Lust auf diese Musik habe - leider eher seltener, dann greife ich gerne zu den Karajan-Aufnahmen, weil ich diese wirklich durchweg angemessen und gut finde.
      Ich bin kein Haydn-Kenner und werde es auch wohl nie werden.
      :hello Ich möchte aber traotzdem die Frage in den Raum stllen, wie ihr die Karajan-Aufnahmen bewertet und ob ich doch noch zu Jochum (DG) greifen muß ???


      Meine geschmäcklerische Einschätzung dieser Aufnahmen: sie sind viel besser als ihr Ruf. Ich finde bei diesen Einspielungen den Aufbau, die großen Spannungsbögen und vor allem die formalen Besonderheiten der Londoner Sinfonien sehr klar herausgearbeitet. Hier lässt sich die Konzertführerprosa selbst für einen unstudierten Musikfreund leicht nachvollziehen. Dass dabei vielleicht die eine oder andere Nebenstimme im polierten Klangbild untergeht und manche Artikulation zu Gunsten des Flusses eher geglättet wirkt, steht im Dienst der Sache.
      Die Quadratur des Kreises, wo innere Dramatik und formale Spannung gleichwertig nebenenander stehen, habe ich bei Hadyn bisher noch nicht gefunden. Meine neue große Hoffnung heißt hier Richard Hickox, ich werde demnächst berichten.
      Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)
    • RE: Haydn Londoner Sinfonien mit Karajan

      Original von teleton
      Hallo Daniel,

      ich möchte jetzt nicht im Beethoven-Ouvertüren Thread antwiorten, wenn es um hier um die Haydn-Sinfonien geht - deshalb hier.

      Ich selber kenne diese guten Kritiken der Solti-Aufnahmen aus der Stereoplay auch und habe daher damals eine Decca-LP mit zwei Sinfonien gekauft.

      Im einem anderen Forum (*) habe ich darüber 2004 als einer meiner ersten Beiträge darüber geschrieben. Man hat mich da eines besseren belehrt und ich mußte erkennen, das Solti und Haydn wirklich nicht das allerbeste (wie ich dachte) ist.

      Vielleicht schaust Du Dir diese Beiträge dort mal an unter Haydn an.

      Da ich kein großer Verfechter von der Vorklassik bin, bin ich bei den Londoner Sinfonien auch bei Karajan (DG) hängen geblieben, da sie klanglich auch TOP sind.

      DG, ADD

      Wenn ich mal Lust auf diese Musik habe - leider eher seltener, dann greife ich gerne zu den Karajan-Aufnahmen, weil ich diese wirklich durchweg angemessen und gut finde.
      Ich bin kein Haydn-Kenner und werde es auch wohl nie werden.
      :hello Ich möchte aber traotzdem die Frage in den Raum stllen, wie ihr die Karajan-Aufnahmen bewertet und ob ich doch noch zu Jochum (DG) greifen muß ???


      Meine geschmäcklerische Einschätzung dieser Aufnahmen: sie sind viel besser als ihr Ruf. Ich finde bei diesen Einspielungen den Aufbau, die großen Spannungsbögen und vor allem die formalen Besonderheiten der Londoner Sinfonien sehr klar herausgearbeitet. Hier lässt sich die Konzertführerprosa selbst für einen unstudierten Musikfreund leicht nachvollziehen. Dass dabei vielleicht die eine oder andere Nebenstimme im polierten Klangbild untergeht und manche Artikulation zu Gunsten des Flusses eher geglättet wirkt, steht im Dienst der Sache.
      Die Quadratur des Kreises, wo innere Dramatik und formale Spannung gleichwertig nebenenander stehen, habe ich bei Hadyn bisher noch nicht gefunden. Meine neue große Hoffnung heißt hier Richard Hickox, ich werde demnächst berichten.
      Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)
    • Haydn-Alternativen

      Hallo Wolfgang,

      müssen es immer Gesamtaufnahmen sein?

      Versuchs doch alternativ mit Colin Davis, Abbado und vor allem mit Sir Thomas Beecham, aber ich glaube fast, das letzterer aufnahmetechnisch nicht Deine Erwartungen erfüllt. Dafür wartet er aber mit einnehmenden Charme auf, den Karajan und Jochum nicht ins Spiel bringen!

      Grüße Bernd
    • Haydn-Alternativen

      Hallo Wolfgang,

      müssen es immer Gesamtaufnahmen sein?

      Versuchs doch alternativ mit Colin Davis, Abbado und vor allem mit Sir Thomas Beecham, aber ich glaube fast, das letzterer aufnahmetechnisch nicht Deine Erwartungen erfüllt. Dafür wartet er aber mit einnehmenden Charme auf, den Karajan und Jochum nicht ins Spiel bringen!

      Grüße Bernd
    • Original von daniel5993

      Findet ihr eigentlich die "Pariser" auch interessanter als die "Londoner"?



      Hallo ab!

      Bei der Aussage schließe ich mich entschlossen an! Ich höre zudem die Pariser Symphonien viel lieber und öffter! Es ist soviel Freude, besonders immer in den ersten Sätzen der Pariser Symphonien zu hören!
      Ich lese ja gerade ein Buch über Joseph Haydn und darin wird geschildert, dass er seine ausgelassene Fröhligkeit, bei den Londoner nur noch Fröhlich sind, aber nicht mehr ausgelassen, entfesselt und frei!
      Er hat sich bei seiner 2. Londonreise viele Sorgen gemacht, wegen dem Krieg, die Franzosen bedrohten England und Europa! Zum aller ersten mal ist wirklich ein bisschen depressiver Haydn in London! Nicht mehr so entfesselt wie der Haydn, der letzten 65 Jahren! Wie Gut das Haydn sonst ein überaus fröhlicher Mensch war, denn ein depressiver Haydn wäre bei weitem nicht so weit gekommen in der Welt der Musik!

      Gruß
      Daniel
      :tongue:


      Meine Antwort auf die im Zitat gestellte Frage ist zunächst, provokativ-pauschal: Nein.
      Aber man muß da schon differenzieren.
      Was einem subjektiv gefällt oder nicht, ob einem "fröhliche" und ausgelassene, unbeschwerte Musik lieber ist als weniger fröhliche, ist eine Frage des persönlichen Geschmacks, und über den läßt sich bekanntlich nicht streiten. Auch über die Einschätzung bestimmter Werke / Sätze / Passagen als "fröhlich" kann man geteilter Meinung sein: Für mich persönlich stehen manche Haydnsche Finalsätze, die meist pauschal als "fröhlich" und "witzig" eingestuft werden, wie z.B. in den Symphonien Nr. 92 oder 102, jenseits solcher Kategorien und sind schlicht und einfach reine, absolute Musik.
      Aber darum geht es mir hier nicht. Auch will ich niemandem die Freude an den Pariser Symphonien, die ich ja auch schätze, nehmen. Die vom ersten bis zum letzten Takt sprühend-spritzige Nr. 82 ("der Bär") zählt seit jungen Jahren zu meinen Lieblingssymphonien nicht nur von Haydn, sondern überhaupt, und ich kann mir gut vorstellen, daß jemand speziell diese Symphonie gefühlsmäßig und ganz pauschal den Londonern vorzieht (bei Nr. 84-87 ist eine derartige Vorliebe auf Kosten der Londoner Symphonien für mich allerdings schon bedeutend schwerer nachzuvollziehen).
      Wer will und wem danach ist, mag also die Pariser Symphonien (aber wirklich alle, einschließlich den nahestehenden Nrn. 88- 90??) ruhig den Londoner Symphonien (aber auch hier: wirklich allen zwölf zusammen??) vorziehen, wie man ja auch subjektiv den Haydn der "Sturm- und Drangsymphonien" dem gereiften Künstler vorziehen kann (man kann aber natürlich auch die Qualitäten hier wie dort sehen, d.h. die Reife des Spätwerks schätzen und anerkennen und trotzdem auch Freude und Gefallen am früheren Schaffen finden ...).
      Man sollte aus solchen persönlichen Vorlieben aber auf keinen Fall ein Werturteil zuungunsten der Londoner Symphonien als Ganzes ableiten und sie gar als "mäßig" oder "matt" bezeichnen (das mag für manche Einspielungen zutreffen, aber nie und nimmer für die Kompositionen als solche, auch wenn es hier und da gewisse Qualitätsunterschiede gibt!): Im Gegenteil sind und bleiben diese Werke als Ganzes (unter Einschluß von Nr. 92!) der krönende Abschluß in Haydns symphonischem Schaffen; die kompositorischen Mittel (Instrumentation, thematische Arbeit, Kontrapunktik, Harmonik, Spannkraft etc.) sind gegenüber den Pariser Symphonien doch alles in allem deutlich gesteigert. Außerdem: Auch wenn die Kontraste im Charakter der einzelnen Werke noch nicht so stark ausgeprägt sind wie bei Beethoven, darf man sie nicht alle über einen Kamm scheren. Fast in jeder gibt es irgendwie und irgendwo etwas Besonderes zu entdecken, nicht selten übrigens gerade unter den Nummern ohne(!) Beinamen, z.B. bei Nr. 98, 99, 102 (die Beinamen sagen ohnehin oft wenig oder gar nichts über den Charakter des Werkes aus: Nr. 96 "The miracle" hat ihren Namen nicht wegen der - großen! - Qualitäten dieses Werkes, sondern lediglich deshalb, weil bei der Uraufführung in Gegenwart des Meisters ein Kronleuchter zu Boden krachte und wie durch ein Wunder niemand verletzt wurde; und was die Pariser Symphonien angeht, ist "La poule"/"die Henne" für Nr. 83, wo man seinerzeit im ersten Satz ein Gegacker herauszuhören meinte, recht lächerlich und ungebührlich verniedlichend ...).
      ***
      Dir, Daniel, wünsche ich aber jedenfalls weiterhin viel Freude bei der Beschäftigung mit Leben und Werk von Joseph Haydn. Auch mich hat die menschliche Seite dieses wahrhaft großen Mannes und seine von Dir früher angesprochene Freundschaft mit Mozart immer sehr berührt. So etwas war damals (und später) etwas ausnehmend Seltenes. Es ehrt beide, daß jeder die Größe des anderen nicht nur anerkannte, sondern daß sie eben auch wirklich miteinander befreundet waren.

      Schöne Grüße,
      Sarastro
      "Ich hätte das nicht so gemacht!" (Kozeluch zu Mozart über ein Haydn-Quartett). "Ich auch nicht! Und wissen Sie warum? Weil weder Sie noch ich auf diesen Einfall gekommen wären."

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Sarastro ()

    • Original von daniel5993

      Findet ihr eigentlich die "Pariser" auch interessanter als die "Londoner"?



      Hallo ab!

      Bei der Aussage schließe ich mich entschlossen an! Ich höre zudem die Pariser Symphonien viel lieber und öffter! Es ist soviel Freude, besonders immer in den ersten Sätzen der Pariser Symphonien zu hören!
      Ich lese ja gerade ein Buch über Joseph Haydn und darin wird geschildert, dass er seine ausgelassene Fröhligkeit, bei den Londoner nur noch Fröhlich sind, aber nicht mehr ausgelassen, entfesselt und frei!
      Er hat sich bei seiner 2. Londonreise viele Sorgen gemacht, wegen dem Krieg, die Franzosen bedrohten England und Europa! Zum aller ersten mal ist wirklich ein bisschen depressiver Haydn in London! Nicht mehr so entfesselt wie der Haydn, der letzten 65 Jahren! Wie Gut das Haydn sonst ein überaus fröhlicher Mensch war, denn ein depressiver Haydn wäre bei weitem nicht so weit gekommen in der Welt der Musik!

      Gruß
      Daniel
      :tongue:


      Meine Antwort auf die im Zitat gestellte Frage ist zunächst, provokativ-pauschal: Nein.
      Aber man muß da schon differenzieren.
      Was einem subjektiv gefällt oder nicht, ob einem "fröhliche" und ausgelassene, unbeschwerte Musik lieber ist als weniger fröhliche, ist eine Frage des persönlichen Geschmacks, und über den läßt sich bekanntlich nicht streiten. Auch über die Einschätzung bestimmter Werke / Sätze / Passagen als "fröhlich" kann man geteilter Meinung sein: Für mich persönlich stehen manche Haydnsche Finalsätze, die meist pauschal als "fröhlich" und "witzig" eingestuft werden, wie z.B. in den Symphonien Nr. 92 oder 102, jenseits solcher Kategorien und sind schlicht und einfach reine, absolute Musik.
      Aber darum geht es mir hier nicht. Auch will ich niemandem die Freude an den Pariser Symphonien, die ich ja auch schätze, nehmen. Die vom ersten bis zum letzten Takt sprühend-spritzige Nr. 82 ("der Bär") zählt seit jungen Jahren zu meinen Lieblingssymphonien nicht nur von Haydn, sondern überhaupt, und ich kann mir gut vorstellen, daß jemand speziell diese Symphonie gefühlsmäßig und ganz pauschal den Londonern vorzieht (bei Nr. 84-87 ist eine derartige Vorliebe auf Kosten der Londoner Symphonien für mich allerdings schon bedeutend schwerer nachzuvollziehen).
      Wer will und wem danach ist, mag also die Pariser Symphonien (aber wirklich alle, einschließlich den nahestehenden Nrn. 88- 90??) ruhig den Londoner Symphonien (aber auch hier: wirklich allen zwölf zusammen??) vorziehen, wie man ja auch subjektiv den Haydn der "Sturm- und Drangsymphonien" dem gereiften Künstler vorziehen kann (man kann aber natürlich auch die Qualitäten hier wie dort sehen, d.h. die Reife des Spätwerks schätzen und anerkennen und trotzdem auch Freude und Gefallen am früheren Schaffen finden ...).
      Man sollte aus solchen persönlichen Vorlieben aber auf keinen Fall ein Werturteil zuungunsten der Londoner Symphonien als Ganzes ableiten und sie gar als "mäßig" oder "matt" bezeichnen (das mag für manche Einspielungen zutreffen, aber nie und nimmer für die Kompositionen als solche, auch wenn es hier und da gewisse Qualitätsunterschiede gibt!): Im Gegenteil sind und bleiben diese Werke als Ganzes (unter Einschluß von Nr. 92!) der krönende Abschluß in Haydns symphonischem Schaffen; die kompositorischen Mittel (Instrumentation, thematische Arbeit, Kontrapunktik, Harmonik, Spannkraft etc.) sind gegenüber den Pariser Symphonien doch alles in allem deutlich gesteigert. Außerdem: Auch wenn die Kontraste im Charakter der einzelnen Werke noch nicht so stark ausgeprägt sind wie bei Beethoven, darf man sie nicht alle über einen Kamm scheren. Fast in jeder gibt es irgendwie und irgendwo etwas Besonderes zu entdecken, nicht selten übrigens gerade unter den Nummern ohne(!) Beinamen, z.B. bei Nr. 98, 99, 102 (die Beinamen sagen ohnehin oft wenig oder gar nichts über den Charakter des Werkes aus: Nr. 96 "The miracle" hat ihren Namen nicht wegen der - großen! - Qualitäten dieses Werkes, sondern lediglich deshalb, weil bei der Uraufführung in Gegenwart des Meisters ein Kronleuchter zu Boden krachte und wie durch ein Wunder niemand verletzt wurde; und was die Pariser Symphonien angeht, ist "La poule"/"die Henne" für Nr. 83, wo man seinerzeit im ersten Satz ein Gegacker herauszuhören meinte, recht lächerlich und ungebührlich verniedlichend ...).
      ***
      Dir, Daniel, wünsche ich aber jedenfalls weiterhin viel Freude bei der Beschäftigung mit Leben und Werk von Joseph Haydn. Auch mich hat die menschliche Seite dieses wahrhaft großen Mannes und seine von Dir früher angesprochene Freundschaft mit Mozart immer sehr berührt. So etwas war damals (und später) etwas ausnehmend Seltenes. Es ehrt beide, daß jeder die Größe des anderen nicht nur anerkannte, sondern daß sie eben auch wirklich miteinander befreundet waren.

      Schöne Grüße,
      Sarastro
      "Ich hätte das nicht so gemacht!" (Kozeluch zu Mozart über ein Haydn-Quartett). "Ich auch nicht! Und wissen Sie warum? Weil weder Sie noch ich auf diesen Einfall gekommen wären."

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    • RE: Haydn Londoner Sinfonien mit Karajan

      Original von teleton

      Da ich kein großer Verfechter von der Vorklassik bin, bin ich bei den Londoner Sinfonien auch bei Karajan (DG) hängen geblieben, da sie klanglich auch TOP sind.

      DG, ADD

      Wenn ich mal Lust auf diese Musik habe - leider eher seltener, dann greife ich gerne zu den Karajan-Aufnahmen, weil ich diese wirklich durchweg angemessen und gut finde.
      Ich bin kein Haydn-Kenner und werde es auch wohl nie werden.
      :hello Ich möchte aber traotzdem die Frage in den Raum stllen, wie ihr die Karajan-Aufnahmen bewertet und ob ich doch noch zu Jochum (DG) greifen muß ???


      Ich habe neulich im Radio einen hochinteressanten Interpretationsvergleich zwischen der 94. aus dieser Aufnahme und einer Einspielung von Harnoncourt gehört. Das Manuskript zur Sendung gibt es hier
      (leider darf ich die Auszüge nicht hier her kopieren, es beginnt auf Seite 7). Die Art und Weise wie hier mit Klischees aufgeräumt wird, dürfte Balsam auf die Seele der Anhänger des bald 100-jährigen Maestros sein.
      Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Cetay ()

    • RE: Haydn Londoner Sinfonien mit Karajan

      Original von teleton

      Da ich kein großer Verfechter von der Vorklassik bin, bin ich bei den Londoner Sinfonien auch bei Karajan (DG) hängen geblieben, da sie klanglich auch TOP sind.

      DG, ADD

      Wenn ich mal Lust auf diese Musik habe - leider eher seltener, dann greife ich gerne zu den Karajan-Aufnahmen, weil ich diese wirklich durchweg angemessen und gut finde.
      Ich bin kein Haydn-Kenner und werde es auch wohl nie werden.
      :hello Ich möchte aber traotzdem die Frage in den Raum stllen, wie ihr die Karajan-Aufnahmen bewertet und ob ich doch noch zu Jochum (DG) greifen muß ???


      Ich habe neulich im Radio einen hochinteressanten Interpretationsvergleich zwischen der 94. aus dieser Aufnahme und einer Einspielung von Harnoncourt gehört. Das Manuskript zur Sendung gibt es hier
      (leider darf ich die Auszüge nicht hier her kopieren, es beginnt auf Seite 7). Die Art und Weise wie hier mit Klischees aufgeräumt wird, dürfte Balsam auf die Seele der Anhänger des bald 100-jährigen Maestros sein.
      Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Cetay ()

    • RE: Haydn Londoner Sinfonien mit Karajan

      Original von Dox Orkh
      Original von teleton

      Da ich kein großer Verfechter von der Vorklassik bin, bin ich bei den Londoner Sinfonien auch bei Karajan (DG) hängen geblieben, da sie klanglich auch TOP sind.

      DG, ADD

      Wenn ich mal Lust auf diese Musik habe - leider eher seltener, dann greife ich gerne zu den Karajan-Aufnahmen, weil ich diese wirklich durchweg angemessen und gut finde.
      Ich bin kein Haydn-Kenner und werde es auch wohl nie werden.
      :hello Ich möchte aber traotzdem die Frage in den Raum stllen, wie ihr die Karajan-Aufnahmen bewertet und ob ich doch noch zu Jochum (DG) greifen muß ???


      Ich habe neulich im Radio einen hochinteressanten Interpretationsvergleich zwischen der 94. aus dieser Aufnahme und einer Einspielung von Harnoncourt gehört. Das Manuskript zur Sendung gibt es hier
      (leider darf ich die Auszüge nicht hier her kopieren, es beginnt auf Seite 7). Die Art und Weise wie hier mit Klischees aufgeräumt wird, dürfte Balsam auf die Seele der Anhänger des bald 100-jährigen Maestros sein.



      Hallo :hello

      Ich habe von Haydn die gleichen Aufnahmen wie oben besprochen und bin immer wieder begeistert was Karajan da macht. Die Instrumente kommen schön daher die Symphonien sind gut gespielt ohne Schnörkel. Die Aufnahmen können sich mit der Konkurrenz voll messen. Die Aufnahmen sind ein muss für jeden Karajaniten aber auch für die übrigen Musikhörer. Wer sagt die sind nicht zu hören lehnt nur den Dirigenten Karajan ab und dann auch die Musik. Immer wieder das Schönklanggelaber man kann es nicht mehr hören. Schöne Musik von Haydn genauso schön gespielt von dem absoluten Ausnahmedirigenten Herbert von Karajan

      Gruß Karajan
    • RE: Haydn Londoner Sinfonien mit Karajan

      Original von Dox Orkh
      Original von teleton

      Da ich kein großer Verfechter von der Vorklassik bin, bin ich bei den Londoner Sinfonien auch bei Karajan (DG) hängen geblieben, da sie klanglich auch TOP sind.

      DG, ADD

      Wenn ich mal Lust auf diese Musik habe - leider eher seltener, dann greife ich gerne zu den Karajan-Aufnahmen, weil ich diese wirklich durchweg angemessen und gut finde.
      Ich bin kein Haydn-Kenner und werde es auch wohl nie werden.
      :hello Ich möchte aber traotzdem die Frage in den Raum stllen, wie ihr die Karajan-Aufnahmen bewertet und ob ich doch noch zu Jochum (DG) greifen muß ???


      Ich habe neulich im Radio einen hochinteressanten Interpretationsvergleich zwischen der 94. aus dieser Aufnahme und einer Einspielung von Harnoncourt gehört. Das Manuskript zur Sendung gibt es hier
      (leider darf ich die Auszüge nicht hier her kopieren, es beginnt auf Seite 7). Die Art und Weise wie hier mit Klischees aufgeräumt wird, dürfte Balsam auf die Seele der Anhänger des bald 100-jährigen Maestros sein.



      Hallo :hello

      Ich habe von Haydn die gleichen Aufnahmen wie oben besprochen und bin immer wieder begeistert was Karajan da macht. Die Instrumente kommen schön daher die Symphonien sind gut gespielt ohne Schnörkel. Die Aufnahmen können sich mit der Konkurrenz voll messen. Die Aufnahmen sind ein muss für jeden Karajaniten aber auch für die übrigen Musikhörer. Wer sagt die sind nicht zu hören lehnt nur den Dirigenten Karajan ab und dann auch die Musik. Immer wieder das Schönklanggelaber man kann es nicht mehr hören. Schöne Musik von Haydn genauso schön gespielt von dem absoluten Ausnahmedirigenten Herbert von Karajan

      Gruß Karajan
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