Die Hochzeit des Figaro

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    • Die Hochzeit des Figaro

      Hallo allezusammen :hello

      Wolfgang Amadeus Mozart - Die Hochzeit des Figaro

      Die Oper "Die Hochzeit des Figaro" wurde am 1.Mai 1786 im Wiener Burgtheater Uraufgeführt!
      Doch sie wurde nicht verstanden und schon bald wieder abgesetzt!
      Ganz anders dagegen kam diese Oper in Prag an! "Dort tanzt und pfeift man überall nur zu MEINEM Figaro, wo man hinschaut, zu meinem Figaro" sagte Mozart in Prag! Mozart selbst sagte, bevor seine Oper in Wien Uraufgeführt werden sollte, dass er selbst nie eine wundervollere Musik komponiert hat als Figaros Hochzeit! Den großen Erfolg, den Ihm Wien verwehrte, gab Ihm
      Tschechiens Hauptstadt Prag! Das italienische Libretto stammt übrigens von Lorenzo da Ponte, welcher auch beim Don Giovanni mitwirkte. Die Originalsprache ist Italienisch! Die Oper erstreckt sich über 4 Akte!

      Worin es in der Oper genau geht kann man hier bei Wikipedia nachlesen!
      Figaros Hochzeit Wikipedia, Handlung Akt 1-4


      Ich denke, dass ein Thread über diese herrliche Oper existieren sollte!
      Meine unbestrittene Lieblingsoper! Ich kenn Sie fast auswendig und doch weiß ich erst seit Heute um was es in der Oper geht!
      Die schönsten und gefühlvollsten Arien findet man in dieser Oper! :down :down :down
      Ich besitze 2 EInspielungen! Und beide unter Karl Böhm!
      Und die stellen mich so zufrieden, das ich an weitere Einspielungen gar nicht zu denken brauche! Beide empfehle ich an dieser Stelle sehr!




      Wie verbreitet ist die Oper bei euch?
      Könnt Ihr meine Begeisterung teilen?
      Habt Ihr Lieblingsaufnahmen?

      Gruß
      Daniel
      :hello
      Jesus spricht: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich." (Johannes 14, Vers 6)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von daniel5993 ()

    • Hallo Daniel!

      Ich halte "Le nozze di figaro" für Mozarts Meisterwerk - ein absolutes Glanzstück der Musikgeschichte. Es hat bei mir allerdings lang gebraucht, bis ich zu dieser Einsicht gekommen bin. Mir haben früher vor allem die Secco-Rezitative zu lange gedauert (jetzt seh ich das anders), daher ist mir die Karajan-Einspielung von 1952 sehr gelegen gekommen, die alle Secco-Rezitative einfach ausläßt. Das betrachte ich mittlerweile als dramaturgisch untragbar. Trotzdem hat die technisch etwas überholte Aufnahme ihre Meriten und die heißen Erich Kunz als Figaro und Sena Jurinac als Cherubino.
      Kunz ist ein schlauer Diener, der nicht durch Grobheit sondern durch Bauernschläue seinen etwas derben Herrn (George London) ausspielt. Und die Jurinac als Cherubino muss man gehört haben um es zu glauben. In der von dir erwähnten 2. (meiner Ansicht nach besten der drei mir bekannten Figaro-Einspielungen von Böhm - den Film rechne ich jetzt nicht mit) ist die Jurinac eine göttliche Gräfin und erteilt damit der überheblichen, manirierten Art der Schwarzkopf in Karajans Figaro eine Lehrstunde darin, was echter Adel ist. Ansonsten wird Böhm von Aufnahme zu Aufnahme langsamer und der Klang wird immer mehr eingedickt. Die sängerischen Leistungen finde ich die Aufnahme von 1956 sehr schön und homogen, mir fehlt allerdings ein bissl Pepp. Das macht sich vor allem schmerzlich beim doch sehr gemütlichen "Esci ormai garzon malnato" bemerkbar.
      Wenn du wissen möchtest, wie es anhört, wenn Paul Schöffler außer sich vor Wut ist, weil er Cherubino im Kabinett vermutet - und damit bin ich bei meiner Lieblingsaufnahme - gönn dir die spottbillige Einspielung unter Ferenc Fricsay von 1951. Wieder einmal trägt der ungarische Meister unangefochten die Krone davon. Zu einer ähnlich modernen Lesart gelangt erst wieder Rene Jacobs in einer Aufnahme, die Fricsay beinahe ebenbürtig ist. Die Fricsay-Aufnahme ist zwar auf deutsch, aber das ist in diesem Fall meiner Ansicht nach kein Nachteil sondern eher sogar ein Vorteil. Bei Schöffler, weil sich sein italienisch etwas unidiomatisch anhört, vor allem aber bei Kunz, der auch hier wieder den Figaro singt - wobei Singen nicht der richtige Ausdruck ist. Kunz agiert auf der vokalen Klangbühne mit einer Natürlichkeit und Vielschichtigkeit, spielt mit den Worten und Betonungen, dass man meint, Mozart und Kunz hätten sich abgesprochen, wie denn dieser Figaro klingen soll. Auch der Rest der Besetzung (Güden, Grümmer, Schlemm, Benningsen, Schirp) gehört zum klanglich besten, was man sich wünschen kann. Dass diese Aufnahme erst 2004 zum ersten Mal überhaupt erschienen ist (laut Cover), kann ich nur mit völligem Unverständnis zur Kenntnis nehmen.

      Liebe Grüße


      Werner

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von manrico ()

    • Hallo Werner! :hello

      Danke für deinen Beitrag! In Sachen "Wert" der Oper sind wir uns ja einig!
      Mir ist die Aufnahme mit Jurinac als Cherubino schon zu schnell! Ich war immer diese langsamen Tempi von Böhms jüngster Einspielung(1968) gewöhnt! Aber die von 1956 ist weit klarer Aufgenommen und besser zu verstehen!
      Die Fricsay Einpielung von 1951 wollte ich mir aufgrund des niedriegen Preises kürzlich erst kaufen, doch da habe ich gesehen, dass diese Böhm (1956) auch sehr günstig war und habe wie so oft dem Kalle den Vortritt gegeben!
      Ich bin die langsamen Aufnahmen Böhms gewöhnt, bei den Symphonien und auch bei vielen Opern und ich bin froh, dass ich nicht mit schnelleren Einspielungen angefangen habe, sonst würde mir alles bei Böhm so langsam vorkommen! Genauso bei der Zauberflöte da ist Böhm weit langsamer als Fricsay oder auch Karajan, weshalb ich nicht besonders Motiviert bin meine Sammlung in diese Richtung zu erweitern!
      Da die Fricsay-Einspielung 1951 allerdings sehr günstig ist, werde ich demnächst auch da zuschlagen und hier über meine EIndrücke berichten!

      Gruß
      Daniel
      :beer
      Jesus spricht: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich." (Johannes 14, Vers 6)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von daniel5993 ()

    • Hallo Daniel!

      Wenn Du ein Anhänger moderater Tempi bist, wird dir vermutlich auch die Einspielung unter Erich Kleiber 1955 gut gefallen. Mit der Fricsay-Einspielung wirst du eher unzufrieden sein. Fricsay nimmt wirklich extreme Tempi (ein toller Tag eben). Für die Kleiber-Einspielung spricht sicher Cesare Siepi, der nicht so sehr aus der Wiener Ensemblekultur kommt und eine eher unwienerische, Interpretation des Figaro bietet (als Alternative interessant, aber die Wiener Figaros sind mir halt emotional näher). Dieser Figaro kennt die Welt bereits. Siepi ist ein eleganter Diener, in jedem Fall ein würdiger Gegner für den Grafen. Dafür, dass die Geschichte recht langsam dirigiert ist, klingt sie trotz allem recht beschwingt und fast verspielt und verträumt. Was bei Fricsay realistisch und teils bedrohlich klingt, wird hier zu ebenmäßigen, eleganten und sehr präzisen Klangbildern.
      Eine andere Lesart eben, aber auch sehr hörenswert.

      Liebe Grüße


      Werner
    • Hallo Daniel, hallo Werner,

      obwohl ich von den Mozart-Opern, die ich bisher kenne und auch als Tonträger besitze, diese am meisten schätze, besitze ich doch nur drei Aufnahmen: Böhm (Prey, Matthis, Jannowitz, Fischer-Dieskau) als LP in der schönen Box (noch mit dem Tulpen-Label), Jacobs und Harnoncourt als CD.

      @Werner
      Es bei mir auch ein Weilchen gedauert, bis ich mich wirklich mit den Rezitativen anfreunden konnte, tatsächlich denke ich, erst die Aufnahme mit Jacobs hat mir da in ihrer flotten Gangart auf die Sprünge geholfen und mich zu einem Freund dieser Oper und speziell dieser Aufnahme gemacht. Nach Deiner Beschreibung werde ich bei nächster Gelegenheit mal versuchen, in die Fricsay-Aufnahme reinzuhören. Und auch in Kleiber, was ich eigentlich immer schon mal wollte, was aber, nach Deiner Schilderung, wahrscheinlich eher nicht zu einer Erweiterung meiner Sammlung führen wird.

      Viele Grüße,
      Wolfgang
      Wir sollten uns nicht brüsten, der Gipfel der Evolution zu sein, sondern uns daran freuen, eine Art Freak der Natur zu sein.
      So etwas wie uns wird die Evolution nie wieder hervorbringen. (Paul Sereno, Paläontologe)
    • Figaro unter Fricsay

      Hallo,

      die hier angesprochene Fricsay-Aufnahme aus dem Jahr 1951 ist keine Plattenproduktion sondern eine der vielen mehr oder weniger gelungenen Rundfunkproduktionen deutscher Sender, hier des WDR, aus der Nachkriegszeit. Die Aufnahmen wurde fast immer in deutscher Sprache produziert. Der Figaro unter Fricsay ist eine Perle, wie Webers Freischütz und des Fidelio, beide unter Erich Kleiber und beide vom WdR. 1960 hat Fricsay dann in Berlin für die DGG eine Plattenaufnahme gemacht, auch mit bekannten, aber nicht immer zur ersten Kategorie zählenden Sängern. Damals waren viele Künstler mit Exklusivvertrag an eine bestimmte Plattenfirma gebunden, was der Zusammenstellung eines homogenen Ensembles im Wege stand, daran krankt Fricsays DGG-Produktion. Übrigens gefällt mir Fischer-Dieskaus Graf hier besser, glaubhafter als in der späteren Böhm-Aufnahme.

      Mein Favorit beim Figaro ist die Erich KLeiber-Aufnahme von 1955 bei Decca.

      Grüße Amadé
    • RE: Figaro unter Fricsay

      Lieber Daniel:



      Mein Favorit ist hier auch Erich Kleiber, dessen Tempi ich insgesamt keinesfalls moderat finde. Über die Besetzung der einzelnen Rollen kann man streiten, optimal ist sie meiner Meinung nach nicht. Ich finde Siepi als Figaro z.B. eigentlich zu schwer und dunkel. Der Star ist Kleiber zusammen mit den Wiener Philharmonikern.

      Und meine Lieblingsoper von Mozart ist wohl der "Don" ...

      Gruß, Zelenka
      "Mit Kempff habe ich nur ein einziges Mal gespielt, und er meinte hinterher, er werde nie wieder mit mir spielen, weil ich beim Dirigieren singe. Und dabei war er eines meiner Idole gewesen." Sir Colin Davis

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Zelenka ()

    • Hallo Figaros! :hello

      Erich Kleibers Figaro (1955) wird hier ja sehr empfohlen! Und das von mehreren Seiten! Dank für eure Beteiligung an diesem Figaro - Thread! Werde mich melden, sobald ich neue Erkenntnisse aus anderen EInspielungen gewonnen habe! Mit Kleibers Aufnahem habt Ihr mich ja wirklich neugierig gemacht!



      Gruß
      Daniel
      :beer
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    • @ Daniel

      Dann mal ran, aber nichts überstürzen.
      Ich habe und höre den Figaro noch von 4 LPs, eine der ersten Stereo-Aufnahmen der Decca, die auch bereits auf der Langspielplatte veröffentlicht wurden. Das Klangbild weist jedoch nicht den räumlichen Klang späterer Stereo-Aufnahmen auf. Ähnlich geht es mir bei Karajans Rosenkavalier aus London (EMI), da klingt die Mono-Veröffentlichung präsenter als die in Stereo.

      Gruß Bernd
    • Die sängerischen Leistungen finde ich die Aufnahme von 1956 sehr schön und homogen, mir fehlt allerdings ein bissl Pepp. Das macht sich vor allem schmerzlich beim doch sehr gemütlichen "Esci ormai garzon malnato" bemerkbar.


      Hallo manrico!

      Ja, habe auch jetzt nach mehrmaligem hören ein ähnliches Gefühl von dieser Aufnahme! Es wird sehr brav und geradlinig gesungen! Eine Taktvolle und auf alles geachtete Aufnahme! Eine meiner Lieblingsstellen , das "Che soave zefiretto" ist im Gegensatz der "Ende 60ger" Aufnahme ebenfalls sehr schön gesungen! Bei Böhms 1968 "Figaro" Einspielung ist es zwar recht leise gesungen aber dafür so Gefühlvoll und tragend! Im "Figaro 1956" ist es zwar viel klarer, aber dafür nicht so beschwingt! Pepp fehlt mir in dieser Aufnahme zwar nicht, aber wenn schon langsame Tempi, dann Gefühlvoll und Leidenschaftlich gesungen! Das fehlt mir ein wenig!

      Letztendlich eine sehr Gute Alternative zu Böhms "1968- Figaro"!

      Gruß
      (ein auf die Kleiber "1955" - Aufnahme wartender Daniel)
      :J
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von daniel5993 ()

    • Hi Daniel!


      Ich kann dir ja auch noch gusto auf einen Figaro machen, der hier bisher gar nicht erwähnt wurde, den ich aber auch ganz hoch einstufen würde: Die Einspielung unter Giulini. Ich glaube, bei diesem Figaro würden wir uns vom Geschmack her treffen.

      Giulini gehört für mich neben Fricsay zu den größten Dirigenten überhaupt, denn er bringt die Musik von innen her zum Leuchten. Die Gräfin singt hier wieder die Schwarzkopf, allerdings gestattet er ihr nicht halb so viele Manierismen wie bei Karajan - und das tut der Interpretation gut. Als Figaro hat er den sehr rollendeckenden Giuseppe Taddei - ein echtes Wunder an Wandlungsfähigkeit. Wenn ich das mit Schauspielern von heute vergleiche: Taddei ist wandlungsfähig wie Jack Nickolson, andere (etwa Dieskau) tapsen in jeder Rolle mit den selben Posen und Stimmfarben durch die Gegend wie etwa Hugh Grant (so, damit hab ich mich wahrscheinlich rundherum unbeliebt gemacht - aber das musste mal gesagt werden :D).

      Cherubino hat mit der Cossotto schon eher fortgeschrittenes Teenager-alter erreicht, wird aber dadurch zum glaubwürdigen Rivalen für den Grafen.

      Lg

      Werner

      P.S. Wie gefällt dir eigentlich die Jurinac als Gräfin?
    • Original von manrico
      Hi Daniel!


      Ich kann dir ja auch noch gusto auf einen Figaro machen, der hier bisher gar nicht erwähnt wurde, den ich aber auch ganz hoch einstufen würde: Die Einspielung unter Giulini. Ich glaube, bei diesem Figaro würden wir uns vom Geschmack her treffen.

      Giulini gehört für mich neben Fricsay zu den größten Dirigenten überhaupt, denn er bringt die Musik von innen her zum Leuchten. Die Gräfin singt hier wieder die Schwarzkopf, allerdings gestattet er ihr nicht halb so viele Manierismen wie bei Karajan - und das tut der Interpretation gut. Als Figaro hat er den sehr rollendeckenden Giuseppe Taddei - ein echtes Wunder an Wandlungsfähigkeit. Wenn ich das mit Schauspielern von heute vergleiche: Taddei ist wandlungsfähig wie Jack Nickolson, andere (etwa Dieskau) tapsen in jeder Rolle mit den selben Posen und Stimmfarben durch die Gegend wie etwa Hugh Grant (so, damit hab ich mich wahrscheinlich rundherum unbeliebt gemacht - aber das musste mal gesagt werden :D).

      Cherubino hat mit der Cossotto schon eher fortgeschrittenes Teenager-alter erreicht, wird aber dadurch zum glaubwürdigen Rivalen für den Grafen.

      Lg

      Werner

      P.S. Wie gefällt dir eigentlich die Jurinac als Gräfin?


      Halo Werner!

      Du tust meinem Geldbeutel garnicht Gut! Danke für den Giulini - Tipp! :wink
      Jurinac als Gräfin? Ich kenne nicht viele Figaro-Gräfinen, aber zu Jurinac würde ich :down sagen!

      Taddei ist wandlungsfähig wie Jack Nickolson, andere (etwa Dieskau) tapsen in jeder Rolle mit den selben Posen und Stimmfarben durch die Gegend wie etwa Hugh Grant (so, damit hab ich mich wahrscheinlich rundherum unbeliebt gemacht - aber das musste mal gesagt werden :D).

      Dieskau mit Hugh Grant zu vergleichen ist wirklich hart!
      Ich mag Fisch - Dieskau! Ganz im Gegegnteil zu Hugh Grant!

      Gruß
      Daniel
      :hello

      Übrigens habe ich von Giulini's Schaffen nicht immer nur Gute Eindrücke!
      Jesus spricht: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich." (Johannes 14, Vers 6)
    • Hallo manrico und Daniel!

      Der Hinweis auf Giulinis Figaro Einspielung ist höchst berechtigt. Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 1959, wurde also in seinen besten Jahren gemacht. Das Ensemble passt gut zusammen, es wird virtuos und trotzdem mit Disziplin gesungen, so wie es die jeweilige Rolle verlangt. Eine Schwachstelle sei jedoch nicht verschwiegen: Fiorenza Cossotto als Cherubin, damals war sie schon über Mozart hinaus in Richtung Verdi, schade.

      Im selben Jahr produzierte Giulini in London noch eine weitere Mozart-Oper: Don Giovanni.

      Grüße Bernd
      :hello
    • Hallo Bernd!

      Genau das habe ich gemeint, als ich geschrieben habe, der Cherubin ist schon fortgeschrittenes Teenager-Alter. Ich persönlich würde die Cossotto nicht als Schwachstelle bezeichnen, sie bietet halt eine andere Interpretation der Rolle als Jurinac, Schlemm, Sayao oder Kirchschlager. Dieser Cherubino hat sicher schon einiges an Erfahrung, während die anderen ja eher noch Kinder sind. Insofern ist es verständich, dass der Graf Cherubino zum Hauptmann ernennt, denn ich glaube, dass die Cossotto die einzige ist, die eine wirkliche Konkurrenz für den Grafen bedeutet.

      Übrigens: Ich wollte ja auch schon einen Anschlußthread zu Giulinis Don Giovanni eröffnen - hätte grad gut gepasst- , hab mich aber dann nicht getraut, denn dann schimpft mich der Daniel wieder, dass ich sein Geldbörsel strapaziere :engel.

      Lg

      Werner
    • Hallo Werner!

      Übrigens: Ich wollte ja auch schon einen Anschlußthread zu Giulinis Don Giovanni eröffnen - hätte grad gut gepasst- , hab mich aber dann nicht getraut, denn dann schimpft mich der Daniel wieder, dass ich sein Geldbörsel strapaziere


      Halt dich zurrück! :J
      Ich habe leider nur die eine Aufgabe:, längst vergangene Threads wieder auszugraben, weil ich einfach in der Blütezeit dieser Threads nicht dabei war! :J
      Gönn mir die Freude, auch mal bei aktuellen Threads von Anfang an dabei zu sein! :J
      Aber auch das geht nur Schritt für Schritt! :J

      Gruß
      Daniel
      :thanks
      :hello
      Jesus spricht: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich." (Johannes 14, Vers 6)
    • Original von manrico
      Du irrst dich, lieber Daniel!

      Wir haben jetzt die Blütezeit der Threads!

      Und da bist du mit deinen Beiträgen voll dabei.


      :hello

      Werner


      Hallo Werner

      Gut das wenigsten du das Bemerkt hast!
      Daniel sollte seine Augen aufmachen!

      :leb
      Jesus spricht: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich." (Johannes 14, Vers 6)
    • Hallo manrico, hallo alle anderen! :hello



      Habe die Kleiber - Aufnahme gestern bekommen und hatte genug Zeit reinzuhören!
      Also, ich bin von dieserAufnahme enttäuscht!
      Der große Schwachpunkt ist für mich die Susanna in Form von Hilde Gueden!
      Die singt mir doch einfach zu oberpuppenbabyhaft! So klar, unreizend
      so ganz ohne Leidenschaft! Es ist kein Feuer in Ihrer Stimme!


      Mir fehlt die Leidenschaft ebenfalls in meinem "geliebten""Che soave tefiretto", eindeutig!
      Zum dem ist es für meine Begriffe zu schnell!
      Habt Ihr die beiden Italienerinnen schon mal in Böhms DGG- 1968er Einspielung singen hören? Traumhaft! :down
      Vielleicht bin ich durch Böhms1968 - Einspielung verwöhnt?

      Der Figaro ist OK, obwohl Ihm die Kraft fehlt seine dunkle Stimme durchzusetzten, er bekommt keine Power hinter seine schöne dunkeltiefe Stimme. Ich hab das gefühl, das er nicht lauter kann, obwohl er sich bemüht! Hab noch nie solch eine tiefdunkle Stimme gehört!

      Also wenn jemand diese EInspielung als "Referenz" nennt, sollte das Wort
      "Referenz" verboten werden, denn da die Geschmäcker eh verschieden sind, sollte man solche Titel erst garnicht vergeben! :ignore


      Ich probier es einfach mal mit Giulini! :J
      Ich hab mal ein "Stimmensingvergleich" zwischen Sängern im Radio gehört!
      Dabei gefiehl mir die Moffo sehr, sehr Gut! Es ging glaub ich um die Traviata, ist schon länger her! Obwohl Sie nicht gerade Perfekt im Vergleich zu anderen abgeschnitten hat, was mich sehr gewundert hat! ?(



      Gruß
      Daniel
      :hello



      Alles wird gut!!! :J :J :J :J :J
      Jesus spricht: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich." (Johannes 14, Vers 6)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von daniel5993 ()

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