Schostakowitsch - Sinfonie Nr. 11 g-moll op.103 - Die Doppelbödige

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    • Schostakowitsch - Sinfonie Nr. 11 g-moll op.103 - Die Doppelbödige

      Es ist mir ein Anliegen diesen thread zu eröffnen, ist die 11. doch eine meiner Lieblingssinfonien. Jedesmal ein höchst intensives Hörerlebnis.
      Ein Wechselbad zwischen resignativer Erstarrung und sich entladenden Aggressionen.


      Vorausschicken möchte ich, dass ich Partituren nicht lesen kann und Internet- und Literaturquellen mit Höreindrücken kombiniert habe. Ich hoffe , es sind keine gravierenden Fehler entstanden. Übt Nachsicht!


      Schostakowitsch komponierte die Sinfonie von Januar bis August 1957. Die Uraufführung fand statt am 30. Oktober 1957 im Moskauer Konservatorium mit dem Staatlichen Sinfonieorchester der UDSSR unter Leitung von Nathan Rachlin anlässlich des 40. Jahrestages der Oktoberrevolution.

      Schon angesichts der Uraufführungsumstände wird deutlich, dass Schostakowitsch, 1934 in, für ihn persönlich bedrohliche Züge annehmende, „Ungnade“ gefallen und sich bis zu Stalins Tod immer auf einer schwierigen Gratwanderung befindend, (mal wieder) das Wohlwollen der politischen Führung zurückgewonnen hatte. Jedenfalls ist die 11. Sinfonie ein wichtiger Abschnitt auf diesem Wegstück. Vordergründig entspricht die Sinfonie den Forderungen des sogenannten „Sozialistischen Realismus“ („historisch konkrete Wirklichkeitsdarstellung in ihrer revolutionären Entwicklung“ :J). In der Literatur werden die Sinfonien 11, 12 und 13 gelegentlich als „Revolutionstriptychon“ bezeichnet. Die 11. Sinfonie hat den Untertitel „Das Jahr 1905“, das Jahr des Volksaufstandes gegen Zar Nikolaus II, die 12. Sinfonie trägt den Titel „1917“, in dem das 1905 begonnene zum Ziel geführt wurde. In dieser Lesart stellt die 13. Sinfonie „die Revolution als gegenwärtigen, nicht abgeschlossenen Prozess dar“. Zumindest letzteres eine in meinen Augen kaum nachvollziehbare eindimensionale Sichtweise, aber ich will diesen Aspekt zunächst nicht weiter vertiefen, um die Musik nicht aus den Augen zu verlieren.


      Schostakowitschs geniales Komponieren und Taktieren am Abgrund kann man andererseits aber nur nachvollziehen, wenn man seine Biographie und die politischen Zeitumstände eben nicht außer Acht läßt. Nur dann zeigt sich, dass die 11. Sinfonie ein vor subtiler Doppelbödigkeit strotzendes Werk ist und keineswegs nur „linientreu“ und dadurch Freiraum für - andere - Provokationen schaffend, wie oft zu lesen ist.



      Die Sinfonie ist in vier Sätze gegliedert, die alle ohne Pause ineinander über gehen

      1. Adagio - Untertitel „Der Palastplatz“


      Der erste Satz schildert den kalten Schloßplatz als Sinnbild der seelenlosen Obrigkeit mit dem Mittel dissonant und diffus klingender Streicher.

      Militärische Klänge (Bläser) und ein dunkles Paukenthema weisen auf die latente Gewaltbereitschaft der Obrigkeit hin. Eingearbeitete Liedzitate versinnbildlichen die Gefühle und Erwartungen des (im Jahre 1905 hungernden und polizeilicher Willkür ausgesetzten) Volkes.

      Zu hören sind der christliche Bittgesang „Herr erbarme Dich unser“ und Melodiezitate aus zwei Gefangenenliedern „Gib acht!“ (Flöten) und „Der Arrestant“. Ein Schlüsselvers dieses Liedes lautet „Wie das Gewissen des Tyrannen so finster ist die Nacht“.

      Die Versinnbildlichung der seelischen Kälte, der diffusen Drohung, der latenten Gewalt gelingt nach meiner Auffassung Rostropowitsch am Besten. Möglicherweise weil er sich mit breiten, gedehnten Tempi sehr viel Zeit lässt, stellt sich der Eindruck der ewig währenden frostigen Erstarrung beim Hörer besonders gut ein.


      2. Allegro. Adagio - Untertitel „Der 9. Januar“

      Der konkrete Bezug zum „Blutsonntag“ von St. Petersburg, als der Zar den Petitionszug des Priesters Gapon vor dem Winterpalast niederschießen ließ:


      Schostakowitsch verwendet zwei Zitate aus seinem Chorwerk „Zehn Poeme nach Revolutionsgedichten“ (op. 88). In der Vorlage, die gleich eingangs zitiert wird (Holzbläser(?) auf dunkel klingendem Streicherhintergrund) heißt es „Heißa, du unser Väterchen Zar“.

      Der Ruf nach dem Herrscher wird mehrmals, teils durch sich überlagernde Instrumentengruppen, wiederholt; man liegt wohl nicht falsch wenn man dies mit zusammenströmenden Menschenmassen assoziiert. Es gesellt sich ein zweites Thema hinzu, „Entblößet die Häupter“ (ebenfalls aus op. 88, Blechbläser(?)). Durch Wiederholungen, An- und Abschwellen der Lautstärke, Überlagerungen verschiedener Instrumentengruppen bekommt die Darstellung der protestierenden Menschen einen sehr fordernden Charakter. Meines Erachtens darf man hier aber auch nicht zu „dick auftragen“, vor allem nicht in Relation zum Nachfolgenden. Sonst wird der Eindruck vermittelt, die staatliche Gewalt wäre Notwehr, was der historischen Vorlage wohl kaum entspricht. Ein wenig geht diese Relation bei Rostropowitsch verloren, wie ich finde.

      Durch militärische Trommeleinlagen kündigt sich das drohende Unheil an ( ein Detail, das bei Kondraschin deutlich herausgearbeitet ist, in manch anderer Einspielung weniger). Es fallen Schüsse, durch das Schlagzeug versinnbildllicht. Das Orchester, wenn es denn gut dirigiert ist, intoniert eine Art apokalyptische Höllenfahrt, das Orchester schreit förmlich. Das gelingt auf den mir bekannten Aufnahmen niemandem besser als Kondraschin. Es gibt auch nichts, was diese Stimmungslage besser darstellen könnte als ein sowjetisches Orchester mit dem charakteristischen „rauhen“ Bläserklang.
      Am Schluss kehrt die Adagio-Musik wieder - „nachzitternde“ Streicherklänge.

      3. Adagio - Untertitel „Ewiges Andenken“


      Ein von den Bratschen getragener Trauergesang greift die nach meiner Recherche damals überaus bekannte Melodie des Revolutionsliedes „Unsterbliche Opfer“ auf, die sich im Streichersatz fortsetzt.
      Der Text des zitierten Liedes lautet „Unsterbliche Opfer! Ihr sanket dahin! Wir aber, wir trauern, der Zukunft Geschlecht. Einst aber, wenn Freiheit dem Menschen erstand, dann werden wir künden, wie ihr gelebt, zum höchsten der Menschheit empor nur gestrebt!“ Der Trauergesang wird unter Tonartwechsel zum eindrucksvollen Trauermarsch, „Entblößet die Häupter“ wird nunmehr nicht als Ehrerbietung an den Herrscher, sondern als Andenken an die Toten zitiert.
      Besonders eindringlich gelingt dieser Satz nach meinem Geschmack Caetani. Bei einem italienischen Orchester verwundert es aber nicht, dass das „Trauern“ besonders eindringlich gelingt. :wink

      4. Allegro non troppo - Untertitel „Die Sturmglocke“

      Dieser Satz ist es wohl, der Anlass für die größten Auslegungsstreitigkeiten gibt.

      Zur „reinen“ Musik:

      Zunächst das fluchende Liedzitat „Wütet, Tyrannen“. Eine Pause, mehrfache Wiederholung des Fluches. Dann die Zitierung der Warszawianka, der „polnischen Arbeiter Marseillaise“ („Feindliche Stürme durchtoben die Lüfte“). Diese Musik klingt nach meinem Dafürhalten am Dynamischsten und „Gewalttätigsten bei Caetani und vor allem Kondraschin.
      Eingeflochten werden Zitate aus Swiridows Operette „Lichtschimmer“ und der „sozialistische Gassenhauer“ - „Brüder zu Sonne“. Dann kehrt die Adagiomusik wieder, „Entblößet die Häupter“ wird zitiert, im Allegro schlägt die Glocke.

      Die Sojwetführung war es zufrieden und nahm diesen ungestümen Ausgang als Verheißung der 1917er-Revolution, Schostakowitsch bekam den Leninorden.

      Mehrfach habe ich gelesen, dass in der Familie Schostakowitsch ganz andere Befürchtungen die Runde machten. Maxim soll nach der Generalprobe geäußert haben „Mein Gott, dafür werden sie dich aufknüpfen!“
      Schostakowitsch soll später geäußert haben, er habe die Wiederholung der Geschichte darstellen wollen, dass sich dem Grunde nach nichts geändert habe und nie ändern werde.
      Es spricht nach meiner Auffassung vieles dafür, dass dem so ist. Die Warszawianka kann als Hinweis auf Schostakowitschs polnische Herkunft verstanden werden. Seine Vorfahren kämpften 1830/31 gegen die russischen Besatzer, wurden nach Sibirien verbannt. Das Zitat der Operette im Kontext mit „Brüder zur Sonne“ macht eigentlich wenig Sinn, es sei denn, Schostakowitsch wollte den realen Sozialismus als operettenhaft brandmarken. Vor dem Hintergrund, dass die Aufstände von 1953 und 1956 frisch in Erinnerung waren lässt sich die Rückkehr des Adagios als Sinnbild der immer gleich eiskalten Obrigkeit verstehen, die Sturmglocke wird zur Totenglocke. Eine Lesart, die sich Rostropowitsch wie ich finde recht eindeutig, fast plakativ, zu eigen gemacht hat.
      Die Aufführung in Lemberg im Dezember 1957 wurde von den Bewohnern auch schon zu diesem frühen Zeitpunkt tatsächlich als Regimekritik verstanden und als solche bejubelt (Lemberg war abwechselnd ukrainisch, polnisch und deutsch gewesen, bevor es 1944 russisch wurde)


      Nun zu den Einspielungen die ich habe:

      Enttäuscht bin ich von dieser hier.



      Slovak versteht es nicht, mit seinem Orchester Stimmungen zu erzeugen. Alles wirkt inhomogen, wie Stückwerk. Hätte ich keine Vorkenntnisse über die Sinfonie gehabt, hätte sich mir anhand dieser Aufnahme nicht erschlossen, um welches Thema es geht.

      Von nun an gilt: Alles recht erfreuliche Einspielungen!







      Pletnew und Haitink (das Cover meiner Einspielung sieht anders aus, nicht gefunden) sind vielleicht ein wenig zu unspektakulär. Es könnte frostiger klingen, wo es frostig sein soll und brutaler wo es brutal sein soll. Überspitzt ausgedrückt (aber wirklich sehr überspitzt) klingt es bei Haitink nicht nach Volksaufstand und Gemetzel, sondern nach Hinterhofbandenkrieg. Aber der 3. Satz gefällt mir bei Haitink sehr.



      Semjon Bitschkow ist eine gelungene Einspielung geglückt, allerdings hätte auch er noch etwas mehr „loslassen“ können (aber das ist dann schon Klagen auf sehr hohem Niveau).





      Die Überraschung schlechthin für mich ist Caetani. Den Orchesternamen assoziiert man ja kaum mit Schostakowitschs Kompositionen. Aber ich finde die Liveaufnahme rundum gelungen. Sogar die italienischen Bläser klingen fast russisch. Ich habe die Einspielung als mp3, meine aber sagen zu können, dass sie auch klanglich überzeugend ist. Ich werde mir aufgrund dieser Erfahrung noch die eine oder andere Schostakowitscheinspielung von Caetani zulegen.




      Rostropowitsch ist ein wenig „anders“, was man alleine daran sieht, dass er 18 Minuten mehr benötigt als Kondraschin. Den ersten Satz und den letzten Teil des 4. Satzes finde ich genial (auch wenn letzterer eine recht freie Interpretation der Komposition sein dürfte), den zweiten - jedenfalls vergleichsweise - etwas schwächer. Dieses Martialische, Verzweifelte, Schreiende bekommen die Londoner nicht so überragend zustande. Aber ich möchte diese Aufnahme schon wegen des fantastischen Kopfsatzes nicht missen und höre sie auch sehr oft.





      Kondraschin (ich habe hier die derzeit erhältliche Gesamtaufnahme verlinkt, meine alten, teils japanischen Einzelausgaben sehen anders aus) ist der Meister der Stimmungen, besonders wenn es brachial und intensiv wird. Kein Wunder, dass ich ihn gerade was den zweiten Satz betrifft unerreicht finde.

      Interesse habe ich schon länger an Aufnahmen von Jäärvi, Ashkenazy (kaum zu bekommen), Roschdestwenski - mal schauen ob ihr dazu etwas sagen könnt.

      Klanglich sollte diese hier besonders überzeugend sein, schließlich sind die Leute von Linn Records "audiophil", weiß halt nur nicht, ob die Interpretation die weiteren 11 engl Pfund für den Download rechtfertigt. Vielleicht hat ja jemand aus der Forengemeinde Erfahrung mit dieser CD.


      (Lazarew mit dem RSNO)

      Unser admin hatte ja schon geäußert, dass Mrawinski klanglich grenzwertig ist. Schade, wäre ansonsten bestimmt auch eine Bereicherung meiner Sammlung gewesen.

      So, jetzt seid ihr dran!

      Gruß
      Henning
      Anstatt die besten Wissenschaftler in die Rüstungsindustrie und Raumfahrt zu schicken, hätte die SU sie ins Melodya-Tonstudio schicken sollen - was für eine vertane Chance...............

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von HenningKolf ()

    • RE: Schostakowitsch - Sinfonie Nr. 11 g-moll op.103 - Die Doppelbödige

      Lieber Henning:

      Ganz herzlichen Dank für Deine großartige Fadeneröffnung, die ich als Schostakowitsch-Skeptiker und Besitzer nur der Billig-Version von Barshai mit großem Interesse gelesen habe!

      Gruß, Zelenka
      "Mit Kempff habe ich nur ein einziges Mal gespielt, und er meinte hinterher, er werde nie wieder mit mir spielen, weil ich beim Dirigieren singe. Und dabei war er eines meiner Idole gewesen." Sir Colin Davis
    • @Zelenka

      na ja, Dein thread über Schumanns op.54 hat mich dazu gebracht, mir Aufnahmen mit Fleisher und Kissin zu bestellen (hoffentlich rauscht es bei Fleisher nicht zu sehr) und Moravec mit dem DallasSO downzuloaden (Moravecs Spiel gefällt mir sehr sehr gut, "entzückend" ist das Wort welches mir dazu einfällt)...............insofern wäre es nur gerecht, wenn Dich mein thread auch in die Geldausgabe treiben würde :J...obwohl: nachdem was ich bisher gelesen habe, soll Barschai jedenfalls nicht so schlecht sein, dass Deine Skepsis allein von seiner Interpretation herrühren könnte.

      aber ich war ja auch kein Schumann-Skeptiker, nur Unwissender

      ...............je mehr ich mich mit Schostakowitschs Musik beschäftige (Sinfonien und Konzerte), desto interessanter wird es für mich. Ein Leben im Wechselbad der Gefühle, Getriebener der Mächtigen, oft der Verzweiflung nah, aber auch mutig und durch starken Überlebenswillen gekennzeichnet, nicht den bequemen Weg gehend und das eigene Talent dementsprechend nicht einfach verleugnend..........all das führt zu einer sehr vielschichtigen Musik, die verschiedene Lesarten zulässt. Ich finde das ziemlich faszinierend...

      Gruß
      Henning
      Anstatt die besten Wissenschaftler in die Rüstungsindustrie und Raumfahrt zu schicken, hätte die SU sie ins Melodya-Tonstudio schicken sollen - was für eine vertane Chance...............
    • RE: Schostakowitsch - Sinfonie Nr. 11 g-moll op.103 - Die Doppelbödige

      Original von Zelenka
      ... und Besitzer nur der Billig-Version von Barshai mit großem Interesse gelesen habe!


      Ich kann darüber hinaus nur noch mit Jansons aufwarten. Aber diese GA hat ab schon so in Grund und Boden gestampft, dass ich kaum mehr Lust habe, sie überhaupt anzuhören (obwohl die 7. IMO richtig gut ist!).

      Beeindruckt bin ich von dem sehr ausführlichen Eröffnungsbeitrag! Spontan legte ich die 11. Symphonie in den Player … um dann doch nach einer Weile wieder abzubrechen… (um mein schlechtes Gewissen zu beruhigen, habe ich gleich danach Schostakowitschs Klaviersonate noch einmal gehört. Das ist Musik nach meinem Geschmack! :)). So recht warm werde ich bislang mit seinen Symphonien leider nicht.

      Gruß, Cosima
    • Original von HenningKolf
      na ja, Dein thread über Schumanns op.54 hat mich dazu gebracht, mir Aufnahmen mit Fleisher und Kissin zu bestellen...


      Kurz off-topic: Wie kommst Du beim Schumann eigentlich ausgerechnet auf Kissin? ?(

      (Berichte bitte doch mal in Zelenkas Thread von Deinen Eindrücken - danke!)

      Gruß, Cosima
    • Hallo Henning!

      Auch von mir einen herzlichen Dank für Deine aufwendige Einführung! :thanks

      Schostakowitsch gehört zu meinen wichtigsten Komponisten. Eine Gesamtaufnahme besitze ich allerdings noch nicht. Die Symphonien 4 - 13 habe ich in Einzelaufnahmen.

      Die 11. Symphonie ist bei mir mit der Rostropowitsch-Aufnahme vertreten. In die Järvi habe ich mal länger im Laden hineingehört: - es klang alles sehr kraftvoll und überzeugend. Ich fand allerdings beim ersten Hören, das die gleichfalls enthaltene 12. Symphonie gegenüber Haitink etwas abfällt. Der Kauf ist geplant.

      Ich liebe diese leise winterliche Melodie, die gleich zu Beginn des 1. Satzes zu hören ist und in verschiedenen Variationen immer wieder in der Symphonie auftaucht. Beeindruckend finde ich auch jene brutale Stelle des 2. Satzes, die die blutige Aktion der Armee illustriert. Was für ein bösartiger hämmernder Marsch! Der kommt sowohl bei Rostropowitsch als auch bei Järvi sehr gut rüber.

      Insgesamt transportiert die 11. genau die Elemente, die ich bei Schostakowitsch so schätze: diese winterliche Stimmung, Elemente der Trauer, des Krieges und der Revolution, dieses Aufbäumen gegen das Schicksal, das Historische und Literarische seiner Musik, aber auch die introvertierten leisen meist recht depressiven Stellen. Ich höre in seiner Musik mehr die "epische" und erzählerische Dimension - andere schätzen ja vor allem das Doppelbödige und die Groteske.

      Herzliche Grüsse!
      Jörg
      "Ein Ding um seiner selbst willen tun" (Richard Wagner)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Nordolf ()

    • Lieber Henning,

      danke für diesen Beitrag zu wohl auch einer meiner Lieblingssinfonien (mit 4., 6., 10. & 14) von Schostakowitsch.

      Ich habe die Sinfonie kennengelernt in einer Philips Aufnahme der Berliner Philharmoniker unter Semjon Bitschkow. Dort allerdings hat mich nur der durchwegs fast psychedelische Charakter sehr angesprochen. Seither suchte ich nach einer guten Aufnahme. Und bin durch Glück bald fündig geworden:
      Stokowski mit dem Houston Orchestra (EMI): Etwas besseres habe ich bislang noch nicht gehört - und kann ich mir auchkaum vorstellen. Auch einen Klangperle der damaligen Aufnahmekunst!


      Seither habe ich die Aufnahmen nur halbherzig verfolgt. Der letzte Reinfall, den ich hörte, war jedenfalls Jansons überflüssige EMI-Box (auch ich finde, wei Cosima, dort die 7. noch am besten, was wohl auch am St. Peterburger Orchester liegen dürfte; aber selbst die würde ich nicht unbedingt als "richtig gut" bezeichnen)


      Von den Dir aufgezählten kenne ich bloß Haitink, Rostropovich und Kondrashin. Zudem kenne ich Roschdéstwenskij und Mravinsky, Neeme Järvi und Barshai (deren GA ich alle über jener von Haintik stellen würde.) Bald hoffe ich, noch Schostkowitsch jun. kennen zu lernen... Was Ashkenazy betrifft, so war dies eine unglaublich schnell gespielte, klanglich recht gute Aufnahme (wenn auch nach Meinem Geschmack zu sehr im Saal positioniert als am Orchesterpult), fast Fiebertanz-mäßig aber eher im verhuschenden Sinne gespielt: eine höchst eigenartige und eigenwillige Interpretation. Letztlich wirkte sie auf mich dennoch zu oberflächlich - so meine Erinnerung an ein intensives Anhören im Geschäft.
      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ab ()

    • Original von Nordolf
      Schostakowitsch gehört zu meinen wichtigsten Komponisten. Eine Gesamtaufnahme besitze ich allerdings noch nicht. Die Symphonien 4 - 13 habe ich in Einzelaufnahmen.


      hallo Jörg,

      Als GA würde ich Dir zu Roschdéstwenskij raten, bei der 14. jedenfalls zu der von Yuli Tourovsky bei Chandos, bei der 15. zu Kondrashin.
      :beer
      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)
    • Original von ab
      Lieber Henning,

      Und bin durch Glück bald fündig geworden:
      Stokowski mit dem Houston Orchestra (EMI): Etwas besseres habe ich bislang noch nicht gehört - und kann ich mir auchkaum vorstellen. Auch einen Klangperle der damaligen Aufnahmekunst!




      na, 5,11 € in den Staaten, 3 € Versand, da habe ich doch gleich mal zugegriffen (dieser Dollarkurs zur Zeit gefällt mir als CD-Käufer ausnehmend gut). Wird zwar wieder 4 oder 6 Wochen dauern, aber egal.

      Gruß
      Henning
      Anstatt die besten Wissenschaftler in die Rüstungsindustrie und Raumfahrt zu schicken, hätte die SU sie ins Melodya-Tonstudio schicken sollen - was für eine vertane Chance...............
    • Original von HenningKolf
      da habe ich doch gleich mal zugegriffen


      Mögest Du sie nicht nur als ganz vorzügliche Aufnahmen schätzen, sondern sie auch Deinem Geschmack entgegenkommen!
      :hello

      (Nicht verschwiegen sei, dass unser geschätzer Rachmaninov hier im Forum wohl vor längerem auch meiner Empfehlung gefolgt ist - ich hatte aber nicht den Eindruck, dass er sie so sehr schätzen würde wie ich....)
      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ab ()

    • Schostakowitsch: Sinfonie Nr.11

      Hallo Henning,

      erst einmal Dank für Deinen TOP-Einstiegsbeitrag, der dieser Sinfonie Nr.11 "Das Jahr 1905" op.103( 1957) wirklich würdig ist.

      Seit 2006 besitze ich zwei weitere GA der Schostakowitsch – Sinfonien mit Kyrill Kondraschin (AULOS) und Maxim Schostakowitsch (Supraphon).

      Ich möchte hier zunächst auf zwei Aufnahmen eingehen, die mich stark bewegen und an denen sich IMO alle anderen messen müssen:
      Kondraschin und Roshdestwensky.


      :engel Das AULOS-Remastering bei der Kondraschin-Aufnahme, das sei direkt vorab gesagt, ist ein Wunderwerk.
      Koreanische Tontechniker haben sich dem DSD (Direkt Stream Digital) - Verfahren bedient, die orginalen Mutterbänder der Melodia – Aufnahmen verwendet und ganz neu mit 24Bit remastert.
      Das Klangergebnis ist umwerfend. Die Aufnahmen haben ein Frische und Brillanz, eine Durchhörbarkeit der sinfonischen Strukturen, die man nach der Eurodisc-LP und dem Melodia-Eurodisc-Remastering nicht für möglich halten würde. Der Klang ist mit besten Digitalaufnahmen vergleichbar. Selbst die klanglisch problematischen Aufnahmen der Sinfonien Nr.4 und 8, die von Aufnahmealter 1962 (4) die Ältesten sind, erhalten eine unglaubliche Frische.

      Es wird manchmal von schlechtem Klang bei den Kondraschin-CD-Aufnahmen berichtet. Diese Worte haben mich schon immer verwundert, weil ich die Eurodisc-LP´s besitze und diese waren immer klanglich gute LP´s; das Melodia-Remastering auf CD muß also nicht besonders gewesen sein.
      :beer Bei diesen AULOS-Kondraschin-CD´s ist das Thema schlecher Klang ein für alle Male abgehakt !

      AULOS, 1962-1975, ADD


      In den letzten Jahrzehnten habe ich die Sinfonie Nr.11 nur noch in der hochemotionalen Roshdestwensky – CD (Eurodisc 1988 DDD) gehört und war immer voll zufrieden – mein 2.Favorit.

      Barschai (Brillant) bringt nicht das volle Potential rüber und Haitink (Decca) ist auch eine gute Wahl, aber auch hier fehlt der explosive Brasssound der Russen.
      Von den Verrissen der Barshai-GA möchte ich mich klar distanzieren. Zwar ist Barshai nicht überall ganz groß und TOP. Wer isrt das schon ?
      Seine Interpretation der Nr.12 ist mehr "Dienst nach Vorschrift", wie schon anderernorts geschrieben wurde, aber im großen und ganzen ist die Barshai-GA einer der besten Westaufnahmezyklen gelungen.

      Maxim Schostakowitsch (Supraphon) blieb für mich hinter meinen Erwartungen zurück. das Orchester, das Prager SO, bringt nicht die russische Atmosphäre rüber und Maxim bleibt dem Werk einiges an Emotion schuldig. Die LIVE-Aufnahmen klingen für das Aufnahmedatum 2002/2003 ungewönlich mulmig und sind nicht zeitgemäß.
      Da sind die alten Kondraschin-Aufnahmen auf AULOS klanglich weit weit besser.

      Eine weitere Aufnahme mit Stokowsky (RCA), die ab aus Insbruck favorisiert, war nicht schlecht, aber es fehlte die russische Seele - mein Favorit ist es nicht. ab´s positive Worte für die EMI-Klangtechnik kann nicht nachvollziehen. Die Aufnahme war für das Aufnahmejahr 1958 zwar OK, aber klangtechnisch nicht "das gelbe vom Ei". Ich habe diese CD bei EBAY verkauft.

      ---------------

      :W Die neue AULOS-CD (REM.2006) hat mir jedoch nach vielen Jahren gezeigt, dass meine erste Aufnahme, die Kondraschin-Aufnahme von 1973 vorzuziehen ist. Mit jetzt noch besserer Klangtechnik und besserer Klarheit der sinfonischen Strukturen als bei Roshdestwensky, entwickelt sich die Sinfonie mit unglaublicher Spannung. Die Fortestellen klingen nicht zugedeckt und die Paukenschläge sind einzeln abzählbar zu hören.
      Die Glocken im Finale des 4.Satzes sind bei Roshdestwensky, als einziger Kritikpunkt, vom Orchester zugedeckt und deshalb nur schwach hörbar. Bei Kondraschin absolut klar ins Orchestergeschehen eigebettet und erzeugen absoluten Gänsehautfaktor.
      Roshdestwensky entwickelt das Werk zwar theatralischer und läßt sich auch mehr Zeit, aber die straffe Kondraschin-Interpretation begeistert noch mehr.

      :thanks So umwerfend habe ich die Sinfonie Nr.11 noch nie gehört, wie es jetzt die AULOS-Klangtechnik der Melodiya-Aufnahme zuläßt.

      Seit dem 17.11.2006 gibt es die Kondraschin-Aufnahmen in einer neuen Melodia-Box in Deutschland; zum ungefähr gleichen Preis wie die AULOS-Box (79,99€ ohne Versand). Das ist die Box die Henning auch abgebildet hat.
      Nach Informationen aus anderen Foren soll das Melodiya-Remastering von 2006 auch sehr gut und AULOS ebenbürtig sein.

      Melodia 1962-1975
      Gruß aus Bonn

      Wolfgang

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von teleton ()

    • hallo Wolfgang, da hast du bestimmt einen eigenen Beitrag aus einem anderen thread oder anderen Forum kopiert, wo ja auch nichts gegen spricht....allerdings möglicherweise beim hineinkopieren den einen oder andren Eingangs/Überleitungssatz verschluckt? Egal, ist ja auch nicht schlimm


      also ich habe zwar Kondraschin gesamt, aber Einzelausgaben. Teilweise offensichtlich Japan-Ausgaben, die seinerzeit sehr teuer waren (aber nicht in japan bestellt, weiß jetzt nicht ob ebay, marketplace oder dergl.) Jedenfalls bei der 11 (wie bei vielen) kann ich was den Klang betrifft nicht klagen. Ich würde mir aber - Klang hin oder her - nicht noch eine weitere Kondraschin-Ausgabe zulegen wollen, ich höre die die ich habe ja gerne...mag es mit dem Klang auch besser gehen. Wenn ich mal kostengünstig Roschdestwenski bekomme, werde ich da wohl zugreifen, müsste auch nicht unbedingt eine Gesamtaufnahme sein, mal sehen

      Gruß Henning

      ach, du hast schon editiert....hatte ich durch Zufall die "unautorisierte Erstfassung" zu lesen bekommen :W
      Anstatt die besten Wissenschaftler in die Rüstungsindustrie und Raumfahrt zu schicken, hätte die SU sie ins Melodya-Tonstudio schicken sollen - was für eine vertane Chance...............

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von HenningKolf ()

    • Hallo Henning,

      beim Editieren ist ein Fehler unterlaufen und er wurde schon gepostet bevor er fertig war. Jetzt steht er in seiner Form richtig !

      Wenn Du schon einige Kondraschin-Aufnahmen hast, dann ist es OK, denn so schlecht sind die Original-Melodiya-CD´s auch nicht.
      In meinem Fall war das anders, ich hatte nur alle LP-Ausgaben, die ohnehin verkratzt sind und eine Melodiya-CD mit den Sinfonien Nr.9 und 15.
      :engel Da war die AULOS-Box ein Himmelsgeschenk für mich.


      :W Roshdestwensky´s Aufnahmen solltest Du Dir so nach und anch alle zulegen, die sidn durchweg referenzwürdig.
      Auch die hier besprochene Sinfonie Nr.11 ist allererste Klasse, aber es gibt gegenüber Kondraschin die klanglichen Einschräkungen, die ich oben im Vorbeitrag erwähnte.
      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • RE: Schostakowitsch: Sinfonie Nr.11

      Original von teleton

      Eine weitere Aufnahme mit Stokowsky (RCA), war nicht schlecht, aber es fehlte die russische Seele - mein Favorit ist es nicht. ab´s positive Worte für die EMI-Klangtechnik kann nicht nachvollziehen. Die Aufnahme war für das Aufnahmejahr 1958 zwar OK, aber klangtechnisch nicht "das gelbe vom Ei". Ich habe diese CD bei EBAY verkauft.


      Natürlich ist ein Orchester aus Houston kein Russisches und tatsächlich kommt ein Barshai (die Einschätzugn von teleton teile ich voll und ganz) trotz Deutsches Orchester "rusischer" rüber, dennoch finde ich, dass hier der Gehalt des Werkes "1905" voll getroffen wird - anders etwa als bei Rostropovich (Teldec) oder Byschkow (Philips) oder gar Jansons (EMI).

      Ich schätze offensichtlich die Kalngquaslität für das Jahr anders ein und möchte noch hinzufügen, dass mir persönlich auch das Klangkonzept sehr zusagt.
      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)
    • Über Rosch brauche ich mir anscheinend keine Gedanken zu machen, weder bei amazon noch bei jpc noch bei russian dvd scheint es etwas zu geben, weder die 11. noch eine GA (wobei ich glaube ich keine Lust habe, 6o oder gar 80 € für eine GA hinzulegen)...mir würde 5, 7, 8, 10, 11 schon reichen...Oder kennt ihr noch sonstige vielversprechende Quellen?

      Gruß
      Henning
      Anstatt die besten Wissenschaftler in die Rüstungsindustrie und Raumfahrt zu schicken, hätte die SU sie ins Melodya-Tonstudio schicken sollen - was für eine vertane Chance...............
    • Original von HenningKolf
      Über Rosch brauche ich mir anscheinend keine Gedanken zu machen, weder bei amazon noch bei jpc noch bei russian dvd scheint es etwas zu geben,


      Wird sicherlich bald bei Melodiya aufgelegt werden! Warten lohnte sich...
      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)
    • Schostakowitsch mit Roshdestwensky

      Hallo Henning,

      da hast Du Recht, so hohe Preise sind !
      Ich hatte auch bei Kondraschin auch lange gezögert und wollte mir dann die melodiya-Einzel-CD´s aus verschiedenen Quellen zulegen - doch dann kam AULOS :thanks !


      Bei Roshdestwensky habe ich mir die Eurodisc-CD´s auch an den verschiedensten Orten einzeln gekauft. Eine davon bei einem Ausflug nach Luxemburg; eiine andere in Venlo.

      Ich habe gerade mal im *********heifei-Forum (auf Seite 12 im Thread) nachgesehen. da war mal eine Quellenangabe für die GA, aber die funktioniert nicht mehr - es war umständlich in Japan für 45,-EURO mit Kreditkarte.

      :beer Keine Sorge, Du solltest Geduld haben - solche CD-Schätze von Melodiya werden bald wieder in Neuauflage aufgelegt.
      :wink Solange hat man ja noch genug andere Aufnahmen.
      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • @Henning,

      mit Freude sehe ich, daß Du nicht nur diesen Thread gestartet hast, sondern auch schon reichlich Lob und Resonanz erhalten hast.

      Auch von mir ein großes Kompliment nicht nur für die gute Einleitung, sondern auch die sehr persönliche Deutung und Sicht der einzelnen Sätze.

      Da ich etwas "knapp an Zeit" bin wird eis mit meiner Antwort noch ein paar Tage dauern .... :I
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    • RE: Schostakowitsch - Sinfonie Nr. 11 g-moll op.103 - Die Doppelbödige

      Original von HenningKolf
      Es ist mir ein Anliegen diesen thread zu eröffnen, ist die 11. doch eine meiner Lieblingssinfonien. Jedesmal ein höchst intensives Hörerlebnis.
      Ein Wechselbad zwischen resignativer Erstarrung und sich entladenden Aggressionen.


      Genau das ist die Faszination dieser Sinfonie, die mich, bereits vor Henning Ankjündigung erfasst hat!


      Die 11. Sinfonie hat den Untertitel „Das Jahr 1905“, das Jahr des Volksaufstandes gegen Zar Nikolaus II, die 12. Sinfonie trägt den Titel „1917“, in dem das 1905 begonnene zum Ziel geführt wurde. In dieser Lesart stellt die 13. Sinfonie „die Revolution als gegenwärtigen, nicht abgeschlossenen Prozess dar“. Zumindest letzteres eine in meinen Augen kaum nachvollziehbare eindimensionale Sichtweise, aber ich will diesen Aspekt zunächst nicht weiter vertiefen, um die Musik nicht aus den Augen zu verlieren.


      Wenn ich recht informiert bin, und mir diese ergänzende Anmerkung erlaubt ist, geht es hier vor allem um die Ereignisse am sog, "Petersburger Blutsonntag", der am 22. Januar 1905 (9. Januar nach julianischem Kalender) war.


      Schostakowitschs geniales Komponieren und Taktieren am Abgrund kann man andererseits aber nur nachvollziehen, wenn man seine Biographie und die politischen Zeitumstände eben nicht außer Acht läßt. Nur dann zeigt sich, dass die 11. Sinfonie ein vor subtiler Doppelbödigkeit strotzendes Werk ist und keineswegs nur „linientreu“ und dadurch Freiraum für - andere - Provokationen schaffend, wie oft zu lesen ist.


      Hier bin ich absolut Deiner Meinung. Schostakowitsch ohne privaten und politischen Kontext kann man kamm erfassen!
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