Gabriel Faure: Meister der kleinen Formen

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Gabriel Faure: Meister der kleinen Formen

      Gabriel Faure ist, im Vergleich mit anderen französischen Komponisten wohl eher weniger bekannt. Als Schüler von C.Saint-Saens lernte er zunächst an der Ecole Niedermeyer. 1871 unterrichtete er dort und wechselte 1896 an Pariser Conservatoire, dessen Leiter er von 1905 bis 1920 war. Der Lehrer von Maurice Ravel komponierte ca. 50 Klavierstücke und gilt daher als Meister der kleinen Formen.

      13 Nocturnes (1875-1921)
      13 Barcarolles (1880-1921)
      6 Impromptus (1881-1910)
      4 Valses-Caprices (1882-1894)
      Dolly Suite, op.56 (1893-96)
      Thème et Variations, op.73 (1895)
      8 Pièces brèves, op.84 (1899-1902)
      9 Préludes, op.103 (1909-1910)
      Fantaisie pour piano et orchestre (1918)
      Ballade pour piano et orchestre (1881)

      Derzeit höre ich mich nach und nach durch die Faure Brilliant Box des Pianisten J. P. Collard. Eindruck nach 2 von 4 CD's: Durchaus zum Schnuppern gut geeignet.

      Eine der großartigsten Aufnahmen ist für mich allerdings die Aufnahme von E. Sanchez. Bei ihm klingt jeder Ton als wolle er ihn genau so.



      Gefallen euch die Klavierwerke Faures und wenn ja, welche Aufnahmen schätzt ihr?
      _____

      Administrator: Das Klassikforum
    • Gabriel Faure: Meister der kleinen Formen

      Gabriel Faure ist, im Vergleich mit anderen französischen Komponisten wohl eher weniger bekannt. Als Schüler von C.Saint-Saens lernte er zunächst an der Ecole Niedermeyer. 1871 unterrichtete er dort und wechselte 1896 an Pariser Conservatoire, dessen Leiter er von 1905 bis 1920 war. Der Lehrer von Maurice Ravel komponierte ca. 50 Klavierstücke und gilt daher als Meister der kleinen Formen.

      13 Nocturnes (1875-1921)
      13 Barcarolles (1880-1921)
      6 Impromptus (1881-1910)
      4 Valses-Caprices (1882-1894)
      Dolly Suite, op.56 (1893-96)
      Thème et Variations, op.73 (1895)
      8 Pièces brèves, op.84 (1899-1902)
      9 Préludes, op.103 (1909-1910)
      Fantaisie pour piano et orchestre (1918)
      Ballade pour piano et orchestre (1881)

      Derzeit höre ich mich nach und nach durch die Faure Brilliant Box des Pianisten J. P. Collard. Eindruck nach 2 von 4 CD's: Durchaus zum Schnuppern gut geeignet.

      Eine der großartigsten Aufnahmen ist für mich allerdings die Aufnahme von E. Sanchez. Bei ihm klingt jeder Ton als wolle er ihn genau so.



      Gefallen euch die Klavierwerke Faures und wenn ja, welche Aufnahmen schätzt ihr?
      _____

      Administrator: Das Klassikforum
    • RE: Gabriel Faure: Meister der kleinen Formen

      Lieber Rachmaninov ,
      ich hatte einem Klassikliebhaber , der keinem Forum angehören will , weil er kurz vor dem Abitur steht , per E-Mail auf seine Frage nach "besonders empfehlenswerter französicher Musik " geantwortet , er solle mit Faurés Werken für Klavier solo beginnen .
      Als Interpreten hatte ich ihm Jean Philippe Collard , Marguerite Long und Eric Heidsieck ( dem wir auch eine vielbeachtete Aufanhem aller beethovensonaten verdanken - bei EMI ) empfohlen . Ich habe dann nachgesehen und einige Aufnahmen mit Aldo Ciccolini gefiunden , die ich sehr schätze ( EMI France ) .
      Grüsse , Ganong
    • RE: Gabriel Faure: Meister der kleinen Formen

      Lieber Rachmaninov ,
      ich hatte einem Klassikliebhaber , der keinem Forum angehören will , weil er kurz vor dem Abitur steht , per E-Mail auf seine Frage nach "besonders empfehlenswerter französicher Musik " geantwortet , er solle mit Faurés Werken für Klavier solo beginnen .
      Als Interpreten hatte ich ihm Jean Philippe Collard , Marguerite Long und Eric Heidsieck ( dem wir auch eine vielbeachtete Aufanhem aller beethovensonaten verdanken - bei EMI ) empfohlen . Ich habe dann nachgesehen und einige Aufnahmen mit Aldo Ciccolini gefiunden , die ich sehr schätze ( EMI France ) .
      Grüsse , Ganong
    • Ich muss hier einmal eine dicke Empfehlung los werden:

      BrilliantClassics schmeist wieder mal "für einen Apfel und ein Ei" die schönsten Aufnahmen auf den Markt. In diesem Fall: Faure - Das komplette Klavierwerk, gespielt von Collard. Wie war ich einmal glücklich, als ich via ebay eine alte Collard-Cd mit den Barcarollen ersteigert hatte, und jetzt das X(. Ich hatte damals mehr bezahlt, als die Box heute kostet.
      Wenn man schon beim Einkaufen ist, sollte man am Besten auch gleich die Lieder von Faure mit Souzay u.a. als Interpret mitnehmen, der ja als der Sänger des französischen Repertoires schlechthin gilt. Und eigentlich kann man auch gleich noch eine Box mit Klavier- und Kammermusikwerken von Poulenc in den Warenkorb einkegen, interpretiert u.a. Tacchino, den ich selbst Roge iin Sachen Poulenc vorziehe. Menuhin und Fournier sind übrigens auch mit von der Partie. Und jeder, der bis jetzt noch keinen richtigen Zugang zur Kammermusik des 20.Jahrhumderts hat, empfehle ich, sich unbedingt einmal die Sonate für Flöte und Klavier anzuhören - berückend schön! :down
    • Ich muss hier einmal eine dicke Empfehlung los werden:

      BrilliantClassics schmeist wieder mal "für einen Apfel und ein Ei" die schönsten Aufnahmen auf den Markt. In diesem Fall: Faure - Das komplette Klavierwerk, gespielt von Collard. Wie war ich einmal glücklich, als ich via ebay eine alte Collard-Cd mit den Barcarollen ersteigert hatte, und jetzt das X(. Ich hatte damals mehr bezahlt, als die Box heute kostet.
      Wenn man schon beim Einkaufen ist, sollte man am Besten auch gleich die Lieder von Faure mit Souzay u.a. als Interpret mitnehmen, der ja als der Sänger des französischen Repertoires schlechthin gilt. Und eigentlich kann man auch gleich noch eine Box mit Klavier- und Kammermusikwerken von Poulenc in den Warenkorb einkegen, interpretiert u.a. Tacchino, den ich selbst Roge iin Sachen Poulenc vorziehe. Menuhin und Fournier sind übrigens auch mit von der Partie. Und jeder, der bis jetzt noch keinen richtigen Zugang zur Kammermusik des 20.Jahrhumderts hat, empfehle ich, sich unbedingt einmal die Sonate für Flöte und Klavier anzuhören - berückend schön! :down
    • Ja, Brilliant Classics und all die billigen Boxen. "Had I but world enough and time", wie der englische Poet sagt. Collards Fauré steht bei mir auf der Anschaffungsliste (älter, aber auch sehr empfehlenswert ist Casadesus), Souzay, den ich sehr verehre, ist natürlich auch ausgezeichnet, von Poulencs Kammermusik gibt es allerdings mittlerweile bei RCA Aufnahmen, die ebenbürtig sind und vor allem einen besseren Klang aufweisen. Aber wie auch immer, alles sehr schön.

      Gruß,

      Zelenka
    • Ja, Brilliant Classics und all die billigen Boxen. "Had I but world enough and time", wie der englische Poet sagt. Collards Fauré steht bei mir auf der Anschaffungsliste (älter, aber auch sehr empfehlenswert ist Casadesus), Souzay, den ich sehr verehre, ist natürlich auch ausgezeichnet, von Poulencs Kammermusik gibt es allerdings mittlerweile bei RCA Aufnahmen, die ebenbürtig sind und vor allem einen besseren Klang aufweisen. Aber wie auch immer, alles sehr schön.

      Gruß,

      Zelenka
    • Inzwischen kann ich beide Empfehlungen unterstützen: Sánchez und Collard! Wobei Collard eher die introvertiertere Seite von Faurés Klavierstücken zum Klingen bringt, Sánchez der expressivere Interpret zu sein scheint (dies aber nur als erster Eindruck). Es erfordert etwas längeren Atem, sich mit Fauré auseinander zu setzen, seine Kompositionen sind nicht sofort zugänglich, obgleich man sie bei oberflächlichem Hören zunächst als „leicht“ empfinden mag.

      Gruß, Cosima
    • Inzwischen kann ich beide Empfehlungen unterstützen: Sánchez und Collard! Wobei Collard eher die introvertiertere Seite von Faurés Klavierstücken zum Klingen bringt, Sánchez der expressivere Interpret zu sein scheint (dies aber nur als erster Eindruck). Es erfordert etwas längeren Atem, sich mit Fauré auseinander zu setzen, seine Kompositionen sind nicht sofort zugänglich, obgleich man sie bei oberflächlichem Hören zunächst als „leicht“ empfinden mag.

      Gruß, Cosima
    • Gestern und heute morgen hört ich nochmals Teile aus der Brilliant Box mit Faures Klaviermusik mit J.P.Collard.



      Sie enthält soweit ich weiß alle ehemaligen EMI Aufnahmen von Collard mit Werken von Faure.

      Cosima hat seinerzeit die Unterschiede zwischen Collard und Sanchez sehr treffend charakterisiert.

      Sicherlich bevorzuge ich die Sanchez Aufnahme jedoch empfinde ich die Collard Aufnahme durchaus als "Einstieg" in die Welt Faures recht geeignet zumal sie sehr günstig ist!
      _____

      Administrator: Das Klassikforum
    • Gestern und heute morgen hört ich nochmals Teile aus der Brilliant Box mit Faures Klaviermusik mit J.P.Collard.



      Sie enthält soweit ich weiß alle ehemaligen EMI Aufnahmen von Collard mit Werken von Faure.

      Cosima hat seinerzeit die Unterschiede zwischen Collard und Sanchez sehr treffend charakterisiert.

      Sicherlich bevorzuge ich die Sanchez Aufnahme jedoch empfinde ich die Collard Aufnahme durchaus als "Einstieg" in die Welt Faures recht geeignet zumal sie sehr günstig ist!
      _____

      Administrator: Das Klassikforum
    • Original von nubar
      Und eigentlich kann man auch gleich noch eine Box mit Klavier- und Kammermusikwerken von Poulenc in den Warenkorb einkegen, interpretiert u.a. Tacchino, den ich selbst Roge iin Sachen Poulenc vorziehe. Menuhin und Fournier sind übrigens auch mit von der Partie. Und jeder, der bis jetzt noch keinen richtigen Zugang zur Kammermusik des 20.Jahrhumderts hat, empfehle ich, sich unbedingt einmal die Sonate für Flöte und Klavier anzuhören - berückend schön! :down


      Danke für den Hinweis: Wie ist denn der Rest dieser Box? Kannst Du sie sehr empfehlen? (Den Souzay hab' Ich mir auch gekauft, nachdem ich von seiner Debussy Platte bei der DG so begeistert war. Collard hab ich mir nicht unangehört zu kaufen getraut, die Einschätzungen in den Foren gehen sehr auseinander und zum bloßen Kennenlernen ist mir der Platz dann doch zu schade..)
      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)
    • Original von nubar
      Und eigentlich kann man auch gleich noch eine Box mit Klavier- und Kammermusikwerken von Poulenc in den Warenkorb einkegen, interpretiert u.a. Tacchino, den ich selbst Roge iin Sachen Poulenc vorziehe. Menuhin und Fournier sind übrigens auch mit von der Partie. Und jeder, der bis jetzt noch keinen richtigen Zugang zur Kammermusik des 20.Jahrhumderts hat, empfehle ich, sich unbedingt einmal die Sonate für Flöte und Klavier anzuhören - berückend schön! :down


      Danke für den Hinweis: Wie ist denn der Rest dieser Box? Kannst Du sie sehr empfehlen? (Den Souzay hab' Ich mir auch gekauft, nachdem ich von seiner Debussy Platte bei der DG so begeistert war. Collard hab ich mir nicht unangehört zu kaufen getraut, die Einschätzungen in den Foren gehen sehr auseinander und zum bloßen Kennenlernen ist mir der Platz dann doch zu schade..)
      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)
    • Seit einiger Zeit besitze ich diese Aufnahme der Nocturnes Nr. 1-13



      Emil Naoumoff gehört sicherlich zu den Pianisten, denen eine mehr Aufmerksamkeit zutei werden sollte.

      Im passenden Thread zu ihm hatte ich bereits auf diese Aufnahme aufmerksam gemacht.

      Die Aufnahme zeichnet sich für mich durch ein sehr angenehmes und "ehrliches" Klangbild aus. Das klingt wirklich so als wäre man im gleichen Raum. Nichts künstlich brilliantes oder gar ein schlechtes Klangbild. Das gefällt mir sehr. Da kann man sich sehr gut auf die Einspielung an sich konzentrieren.

      Faures Noctures sind sehr schöne Werke, bei denen man sich wirklich zurücklehnen und genießen kann. Im Vergleich zu Chopin's Noctures strahlen sie IMO mehr "Ruhe" aus. Naoumoff, der bereits das faure Requiem als Kalvierfassung sowie eine Auswahl der Noctures einspielte hat natürlich keine technische Schwierigkeit zu überwinden. Er gestaltet ganz fein, oder zupackend wie z.B. bei #2. Schön wie er wirklich mit jeder Hand klar die Stimmen führt und in der Lage ist hier den Ausdruck zu gestallten und zu variieren.


      :times10
      _____

      Administrator: Das Klassikforum
    • RE: Gabriel Faure: Meister der kleinen Formen



      Gabriel Fauré: Sämtliche Klavierwerke (Solo bzw. 4 Hände), Collard 1970-83

      Nachdem mir diese Box endlich sehr günstig untergekommen ist, kann ich die Eindrücke von Rachmaninov und Cosima unterstreichen.

      Vergleichsmöglichkeiten habe ich allerdings keine.

      Als Einstieg gefällt mir das Spiel von Collard sehr gut.

      Letztlich mag ich das Cover der ursprünglichen Brilliant-Ausgabe (Kennt jemand Bild/Maler?).
      Die Neuauflage, die trotz identischem Inhalt mit einer Preiserhöhung einher ging, spricht mich optisch nicht an. Die Wärme fehlt und das Will-ich-haben-Gefühl stellt sich bei mir nicht ein.


      Grüße
      Jürgen