Mit meinen heißen Tränen - Schuberts Winterreise D 911

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      Beitrag von Ganong ()

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    • Original von Rolf Scheiwiller

      Grundsätzlich ist mir die Tenorstimme in diesen Schubertzyklen lieber.

      Gruss.
      Rolf.



      Soweit ich weiß, war die Winterreise auch ursprünglich für eine Tenorstimme komponiert. Der Wiener Hofopernsänger Michael Vogl, mit dem Schubert gut bekannt war und eng zusammenarbeitete, war der Erste (von Schubert selbst abgesehen), der den Liederzyklus öffentlich vortrug - wenige Tage vor seinem eigenen Tod.

      Mit Gruß von Carola :)

      Beitrag von Carola ()

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    • Werkeinführung auf CD

      Inzwischen bin ich noch auf eine interessante Doppel-CD aus der Reihe "Wege zur Musik" des Bayrischen Rundfunks gestoßen.





      Unter Verwendung zahlreicher Hörbeispiele und biographischer Dokumente wird die Entstehungsgeschichte und Wirkung der Winterreise Schritt für Schritt und Stück für Stück entfaltet.

      Als musikalische Grundlage dient dabei die aktuelle Aufnahme von Andreas Staier, Hammerklavier und Christoph Prégardien, Tenor (siehe oben). Beide haben für diese CD´s sogar extra detaillierte Einzelaufnahmen gemacht, in denen bestimmte, von Schubert eingesetzte musikalischer Mittel beispielhaft demonstriert werden, um den Charakter und die Struktur der Musik besser hörbar zu machen. Das ist richtig spannend und sehr kenntnisreich gemacht; gut anzuhören auch die angenehmen Stimmen mehrerer Sprecher.

      Wer ein bisschen tiefer in Schuberts Winterreise "einwandern" will, ist mit diesen beiden CD´s also bestens bedient.

      Mit Gruß von Carola

      Beitrag von Carola ()

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    • RE: Mit meinen heißen Tränen - Schuberts Winterreise D 911

      @Carola, Schubertliedfreunde,

      Original von Carola
      In der Tat: Diese Lieder können einen das Schaudern auch heute noch lehren. In düsterer Zerrissenheit umkreisen sie den einsamen, an sich, der Liebe und der Welt verzweifelnden, heimatlosen Wanderer der Romantik. Moll-Tonarten prägen das Bild, die Stimmung schwankt zwischen trotzigem Übermut, Wut, Wehmut und Resignation.


      Bisher habe ich mich zunächst mit dem ersten Teil beschäftigt!

      Wie breits von Carola angedeutet sind die Lieder durchaus befremdlich und so geht es auch mir. Jedoch habe ich aus dem ersten Teil derzeit einige Lieder die mir durchaus zugänglich sind, wenn auch nicht gerade der große "Winterreisefreund" plötzlich in mir entstanden ist :wink

      Irrlicht gefällt mir aus dem ersten teil derzeit recht gut!


      Das könnte für heutige Ohren eigentlich unsagbar kitschig sein. Ist es aber nicht. Weil schon die Gedichte von Wilhelm Müller gut sind und die Musik von Schubert noch besser. Aber was genau macht diese Musik so gut, WIE macht Schubert das, mit welchen musikalischen Mitteln?


      Dies kann ich bestätigen. Schubert war ein großartiger Komponist und auch hier gelingt ihm wieder eine sehr eindrongliche gefühlsbetonte Darstellung der Themen.


      Und wie steht es mit der unüberschaubaren Menge von Aufnahmen, was habt Ihr, was kennt Ihr, was gefällt Euch und warum?


      Bisher kenne ich ja nur diese Aufnahme:



      Mir fällt hier auf wie klar und deutlich man Dieskau vertseht!

      Gruß
      R
      _____

      Administrator: Das Klassikforum

      Beitrag von Rachmaninov ()

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    • Ja, man versteht Fischer-Dieskau immer sehr gut, darauf hat er selbst ja auch den allergrößten Wert gelegt.

      Ich kenne von ihm nur diese Aufnahme mit Barenboim von 1980.






      Vor allem im Vergleich zu Quasthoff finde ich Fischer-Dieskau in dieser Aufnahme aber in der Interpretation zu unterkühlt, zu analytisch präzise. Verzweiflung, Einsamkeit, Todessehnsucht - das höre ich in dieser Stimme nicht wirklich.

      Quasthoff klingt da viel dramatischer und vibrierender, auch wärmer und erdiger. Das entspricht jedenfalls meiner Auffassung von der Winterreise eher.

      Im ersten Teil schätze ich übrigens das Lied "Erstarrung" am meisten, im zweiten Teil neben den letzten drei Liedern vor allem "Die Krähe". Wie sich da die linke Hand im Klavier Ton für Ton und unbeirrbar an den Gesang und damit an die Krähe als Vorbotin des Todes heftet, das geht mir durch und durch.

      Soweit erst mal von Carola

      Beitrag von Carola ()

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    • Winterreise

      Hallo Carola,

      du sprichst mir wieder mal aus dem Herzen.Die heutigen "Winterreisen" haben allesamt die Quasthoff-Interpretation als Meßlatte.Und ich kenne keinen,der schon drübergesprungen wäre.
      Quasthoff ist der Maßstab für den Schubert-Zyklus. :down :down :down
      Mime mahnt:Nehmt euch in Acht! Alberich naht.

      Beitrag von Mime ()

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    • RE: Mit meinen heißen Tränen - Schuberts Winterreise D 911

      Bei der Winterreise liebe ich am Meisten und höre ich am Öftesten die Aufnahme mit dem Tenor Ernst Haefliger (Claves), die er in seinen späten Jahren mit Jörg Erwald Dähler am Hammerklavier bei Claves aufgenommen hat. Man mag seine Stimme mögen oder nicht, vom musikalischen Ausdruck finde ich nichts vergleichbares. Außerdem ist er der einzige Tenor gewesen, den ich kenne, der nicht diesesn seltsamen gepresst-gestützen Tenor-Schmelz hat.
      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)

      Beitrag von ab ()

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    • RE: Mit meinen heißen Tränen - Schuberts Winterreise D 911

      An ab:

      Hör dir mal die Winterreise von Peter Anders gesungen an.Von den Tenoraufnahmen mag ich diese am liebsten.
      Ich bin aber der Meinung,die Baritonstimme kann die Stimmungen in diesem Zyklus besser ausdrücken.
      Mime mahnt:Nehmt euch in Acht! Alberich naht.

      Beitrag von Mime ()

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    • RE: Mit meinen heißen Tränen - Schuberts Winterreise D 911

      Hallo Mime,

      Peter Anders steht schon lange auf meiner Anhörliste; nur hause ich in der Provinz, wo es schwer ist, derartiges in Hände zu bekommen und selbst in München war ich letztens nicht erfolgreich...
      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)
    • RE: Mit meinen heißen Tränen - Schuberts Winterreise D 911

      Hallo Mime,

      Peter Anders steht schon lange auf meiner Anhörliste; nur hause ich in der Provinz, wo es schwer ist, derartiges in Hände zu bekommen und selbst in München war ich letztens nicht erfolgreich...
      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)

      Beitrag von Gamaheh ()

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      Beitrag von Gamaheh ()

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    • Original von Gamaheh
      Hallo allerseits,

      iKürzlich habe ich eine etwas schräge Orchesterversion von Hans Zender im Radio gehört und ich meine sogar aufgenommen, kann sie aber nicht wiederfinden - schade! Denn die fand ich durchaus interessant.

      Grüße,
      Gamaheh


      Hallo Gamaheh,

      meinst du vielleicht diese Aufnahme?



      Das ist eine "komponierte Interpretation" von Hans Zender - ziemlich beeindruckend. Allerdings keine reine Orchesterfassung sondern mit dem Tenor Blochwitz und dem Ensemble Modern. Gibt´s günstig bei 2001, wenn ich mich richtig erinnnere.

      Für alles andere bin ich jetzt zu müde.

      Gute Nacht!

      Carola
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