Beethoven: Ouvertüren

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    • Beethoven: Ouvertüren

      Hallo Beethoven-Freunde (und wer ist das nicht?),

      über Beethovens Sinfonien und Werke wurde bisher zahlreich geschrieben, aber die Beethoven-Ouvertüren sind sinfonische Meisterwerke, die man nicht nur als Füller auf CD´s ansehen sollte:
      Leonore Nr. 1-3; Fidelio-Ouvertüre; Die Geschöpfe des Prometheus op. 43; König Stephan op. 117; Die Ruinen von Athen op. 113; Egmont-Ouvertüre op. 84; Coriolan op. 62; Zur Namensfeier op. 115; Weihe d. Hauses op. 124

      Ich habe deshalb schon seit fast 20Jahren auch die DG-Doppel-CD mit Karajan/Berliner PH, die ich vorher auch schon auf LP hatte.
      Ich höre die Ouvertüren auch nicht nach einer Sinfonie, weil sie noch auf der CD drauf sind, sondern lege diese bewusst separat auf.


      DG, 1965/1969, ADD

      Die Karajan-Aufnahmen sind, soweit ich es gelesen habe, in der JesusChristus-Kirche in Berlin in den 60erJahren entstanden und haben interpretatorisch die gleiche Spitzenqualität wie seine Sinfonie-Aufnahmen.
      Auch die Klangqualität ist natürlich eingefangen, wenn auch mit etwas Rauschen versehen.
      :engel Vergleiche mit anderen Dirigenten lassen mich immer wieder zu Karajan zurückkehren. Wer hat zum Beispiel noch die Coriolan-Ouvertüre so dramatisch unerbittlich und vollendet aufgenommen ?

      :hello Daniel hat diese DG-Karajan-Doppel-CD gestern auch erhalten (sihe "heute erste gekauft"). Ich bin mal gespannt, welche Eindrücke er dazu schreibt.
      Bei der Coriolan-Ouvertüre ist der Anfang sehr direkt abgemischt, so das er gerade noch auf der CD drauf ist. Hast Du auch den Eindruck, das da ein tontechnischer fehler vorliegt ? Eigendlich Schade, da es sich IMO um die beste Interpretation der Coriolan-Ouvertüre handelt, die ich jemals gehört habe.


      :) Im Rahmen meines Szell-Wahns im Jahre 2006, als ich mir vieles greifbare mit ihm kaufte, war auch die SONY - CD mit
      George Szell / Cleveland Orchestra dabei. Diese hat mich aufhorchen lassen - die gefällt mir durchs Szells straffe, strenge Art ebenfalls sehr gut:


      SONY, 1962+, ADD

      Auf der Szell-CD sind zwar nicht alle Beethoven - Ouvertüren, aber sie ist voll gepackt, was die CD-Technik hergibt:
      Leonore Nr. 1-3; Fidelio;Egmont; Coriolan; König Stephan; Die Geschöpfe des Prometheus.

      :hello Die Beethoven-Ouvertüren sind es nun wert auf jede einzelne Ouvertüre noch genau einzugehen !
      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • Beethoven: Ouvertüren

      Hallo Beethoven-Freunde (und wer ist das nicht?),

      über Beethovens Sinfonien und Werke wurde bisher zahlreich geschrieben, aber die Beethoven-Ouvertüren sind sinfonische Meisterwerke, die man nicht nur als Füller auf CD´s ansehen sollte:
      Leonore Nr. 1-3; Fidelio-Ouvertüre; Die Geschöpfe des Prometheus op. 43; König Stephan op. 117; Die Ruinen von Athen op. 113; Egmont-Ouvertüre op. 84; Coriolan op. 62; Zur Namensfeier op. 115; Weihe d. Hauses op. 124

      Ich habe deshalb schon seit fast 20Jahren auch die DG-Doppel-CD mit Karajan/Berliner PH, die ich vorher auch schon auf LP hatte.
      Ich höre die Ouvertüren auch nicht nach einer Sinfonie, weil sie noch auf der CD drauf sind, sondern lege diese bewusst separat auf.


      DG, 1965/1969, ADD

      Die Karajan-Aufnahmen sind, soweit ich es gelesen habe, in der JesusChristus-Kirche in Berlin in den 60erJahren entstanden und haben interpretatorisch die gleiche Spitzenqualität wie seine Sinfonie-Aufnahmen.
      Auch die Klangqualität ist natürlich eingefangen, wenn auch mit etwas Rauschen versehen.
      :engel Vergleiche mit anderen Dirigenten lassen mich immer wieder zu Karajan zurückkehren. Wer hat zum Beispiel noch die Coriolan-Ouvertüre so dramatisch unerbittlich und vollendet aufgenommen ?

      :hello Daniel hat diese DG-Karajan-Doppel-CD gestern auch erhalten (sihe "heute erste gekauft"). Ich bin mal gespannt, welche Eindrücke er dazu schreibt.
      Bei der Coriolan-Ouvertüre ist der Anfang sehr direkt abgemischt, so das er gerade noch auf der CD drauf ist. Hast Du auch den Eindruck, das da ein tontechnischer fehler vorliegt ? Eigendlich Schade, da es sich IMO um die beste Interpretation der Coriolan-Ouvertüre handelt, die ich jemals gehört habe.


      :) Im Rahmen meines Szell-Wahns im Jahre 2006, als ich mir vieles greifbare mit ihm kaufte, war auch die SONY - CD mit
      George Szell / Cleveland Orchestra dabei. Diese hat mich aufhorchen lassen - die gefällt mir durchs Szells straffe, strenge Art ebenfalls sehr gut:


      SONY, 1962+, ADD

      Auf der Szell-CD sind zwar nicht alle Beethoven - Ouvertüren, aber sie ist voll gepackt, was die CD-Technik hergibt:
      Leonore Nr. 1-3; Fidelio;Egmont; Coriolan; König Stephan; Die Geschöpfe des Prometheus.

      :hello Die Beethoven-Ouvertüren sind es nun wert auf jede einzelne Ouvertüre noch genau einzugehen !
      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • Beethoven-Ouvertüren mit Zinman

      Hallo Beethoven-Freunde,

      die Beethoven-Ouvertüren hatte ich mir im Jahre 2005 auch als ARTE_NOVA-Doppel-CD mit Zinman gekauft und nach und nach gehört. Mein Gesamteindruck ist zweispältig und kann nur positive Worte für die Klangqualität finden, die sehr sauber gestaffelt und natürlichen Orchestersound bietet.

      :( Die Interpretation von Zinman hingegen ist sehr eigenwillig und ungewohnt:
      Das fängt an mit der Besetzung, die gerade da, wo man großen Orchesterklang erwartet kammermusikalisch reduziert erscheint (Coriolan und Egmont). Der Anfang bei der Egmont-Ouvertüre und einiges andere waird ganz anders intoniert, als wenn er eine Neufassung auf dem Notenblatt vor sich hätte. Die Art zu dirigieren wirkt ungestüm, aber das hat nichts mit der straffen, strengen Sicht eines Szell zu tun, die mir wirklich liegt; oder der hochdramatischen Sicht eines Karajan.
      :wink Man kennt es es von sonstigen klassischen Aufnahmen (Karajan, Solti, Szell, Bernstein, Böhm)her einfach anders und ich glaube nicht das die anderen großen Namen irrten.
      Einzig die Leonore III und die Weihe des Hauses fand ich mit Zinman wirklich brauchbar, da dramatisch und zupackend gespielt.


      ARTE, 2004, DDD

      :( Diese Doppel-CD für ca.12,-€ ist für mich nicht wirklich empfehlenswert !!!
      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • Beethoven-Ouvertüren mit Zinman

      Hallo Beethoven-Freunde,

      die Beethoven-Ouvertüren hatte ich mir im Jahre 2005 auch als ARTE_NOVA-Doppel-CD mit Zinman gekauft und nach und nach gehört. Mein Gesamteindruck ist zweispältig und kann nur positive Worte für die Klangqualität finden, die sehr sauber gestaffelt und natürlichen Orchestersound bietet.

      :( Die Interpretation von Zinman hingegen ist sehr eigenwillig und ungewohnt:
      Das fängt an mit der Besetzung, die gerade da, wo man großen Orchesterklang erwartet kammermusikalisch reduziert erscheint (Coriolan und Egmont). Der Anfang bei der Egmont-Ouvertüre und einiges andere waird ganz anders intoniert, als wenn er eine Neufassung auf dem Notenblatt vor sich hätte. Die Art zu dirigieren wirkt ungestüm, aber das hat nichts mit der straffen, strengen Sicht eines Szell zu tun, die mir wirklich liegt; oder der hochdramatischen Sicht eines Karajan.
      :wink Man kennt es es von sonstigen klassischen Aufnahmen (Karajan, Solti, Szell, Bernstein, Böhm)her einfach anders und ich glaube nicht das die anderen großen Namen irrten.
      Einzig die Leonore III und die Weihe des Hauses fand ich mit Zinman wirklich brauchbar, da dramatisch und zupackend gespielt.


      ARTE, 2004, DDD

      :( Diese Doppel-CD für ca.12,-€ ist für mich nicht wirklich empfehlenswert !!!
      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • RE: Beethoven: Ouvertüren

      @ teleton

      Zustimmung, die Beethoven-Ouvertüren sind gewiss gewichtige Werke per se, sie sollten nicht wie Anhängsel von Sinfonien verstanden werden, auch wenn die Kopplung auf LP oder CD mit einer derselben dies vielleicht suggerieren möchte.
      Die von Dir angesprochene Aufnahme mit HvK hat m.E. nicht die Bedeutung einiger seiner Sinfonien, sie scheinen mir oft zu glatt gespielt, auf die Besonderheiten der einzelen Stücke wird wenig eingegangen, es ist mehr Karajan als LvB.
      Hier einige Hinweise auf gelungene, da werkgerechte, Einspielungen:

      Coriolan-Ouvertüre, Fritz Reiner Chicago Symphony Orchestra RCA



      Ouvertüre Leonore II, Furtwängler, Berliner Philharmoniker DGG,
      KLemperer, Philharmonia Orchestra EMI



      Ouvertüre Leonore III, KLemperer, Philharmonia Orchestra EMI, Fricsay, Berliner Philharmoniker DGG

      Zur Ouvertüre "Die Geschöpfe des Prometheus" und "Egmont" siehe klassik-prisma.de

      Grüße Amadé
    • RE: Beethoven: Ouvertüren

      @ teleton

      Zustimmung, die Beethoven-Ouvertüren sind gewiss gewichtige Werke per se, sie sollten nicht wie Anhängsel von Sinfonien verstanden werden, auch wenn die Kopplung auf LP oder CD mit einer derselben dies vielleicht suggerieren möchte.
      Die von Dir angesprochene Aufnahme mit HvK hat m.E. nicht die Bedeutung einiger seiner Sinfonien, sie scheinen mir oft zu glatt gespielt, auf die Besonderheiten der einzelen Stücke wird wenig eingegangen, es ist mehr Karajan als LvB.
      Hier einige Hinweise auf gelungene, da werkgerechte, Einspielungen:

      Coriolan-Ouvertüre, Fritz Reiner Chicago Symphony Orchestra RCA



      Ouvertüre Leonore II, Furtwängler, Berliner Philharmoniker DGG,
      KLemperer, Philharmonia Orchestra EMI



      Ouvertüre Leonore III, KLemperer, Philharmonia Orchestra EMI, Fricsay, Berliner Philharmoniker DGG

      Zur Ouvertüre "Die Geschöpfe des Prometheus" und "Egmont" siehe klassik-prisma.de

      Grüße Amadé
    • Hallo, :hello

      Was ich vermisse sind die Ouvertüren Beethovens unter Leonard Bernstein und wie Wolfgang schon angedeutet hatte, nicht als Beigabe, sondern als Eigenständige Werke auf "Einzel CD's"

      Ich merk immer wieder,dass wenn ich Lenny und Bernstein habe, alles an Bedarf abgedeckt ist!
      Karajan mit hervorragendem Klang und meist schneller als Bernstein, dagegen Lenny langsamer und mit Packender Tiefe. In Sachen "Dramatik" nehmen sich beide meist nichts. Tiefer und Leidenschaftlicher ist meist
      Bernstein. Diese verschiedenen Ansätze eines Herbert von Karajan und eines Leonard Bernstein sind je auf Ihre Weise "Weltklasse"! Meine Männer für Beethoven.

      Ich hab auch die Ouvertüren unter Böhm besessen und besitze Sie zum Teil auch noch, allerdings sprechen mich diese Aufnahmen nicht mehr an. Böhm spielt ohne alles, ohne etwas eigenes mit einzubringen, einfach "normal"!

      Um wieder zu Bernstein zu kommen, auch er hat eine Kraftvolle Coriolan Ouvertüre unter der DGG auf die Beine gestellt, welche allerdings noch nicht auf CD einzeln zu bekommen ist, dafür aber bei Youtube zu sehen ist!

      @ Wolfgang: Wie findest du die Coriolan + Egmont- Ouvertüre unter Lenny aus der Beethoven Symphonien GA mit den New Yorkern?



      Ich finde Sie :down. Ebenso schön kommt aber auch die der DGG durch (vom hören-sehen).


      Die oben genannten Ouvertüren Beethovens unter Karajan sind Klasse!
      Die Aufnahmen aus der Jesus-Christus-Kirche sind vom Klang sowieso Spitze.
      Coriolan und Egmont sprühen nur so von Dramatik und was ich sonst nicht kannte vom Herrn Herbert, er spielt diese dramtischen Stellen länger aus als ich das von Ihm kenne :).

      Gruß
      Daniel
      Jesus spricht: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich." (Johannes 14, Vers 6)
    • Hallo, :hello

      Was ich vermisse sind die Ouvertüren Beethovens unter Leonard Bernstein und wie Wolfgang schon angedeutet hatte, nicht als Beigabe, sondern als Eigenständige Werke auf "Einzel CD's"

      Ich merk immer wieder,dass wenn ich Lenny und Bernstein habe, alles an Bedarf abgedeckt ist!
      Karajan mit hervorragendem Klang und meist schneller als Bernstein, dagegen Lenny langsamer und mit Packender Tiefe. In Sachen "Dramatik" nehmen sich beide meist nichts. Tiefer und Leidenschaftlicher ist meist
      Bernstein. Diese verschiedenen Ansätze eines Herbert von Karajan und eines Leonard Bernstein sind je auf Ihre Weise "Weltklasse"! Meine Männer für Beethoven.

      Ich hab auch die Ouvertüren unter Böhm besessen und besitze Sie zum Teil auch noch, allerdings sprechen mich diese Aufnahmen nicht mehr an. Böhm spielt ohne alles, ohne etwas eigenes mit einzubringen, einfach "normal"!

      Um wieder zu Bernstein zu kommen, auch er hat eine Kraftvolle Coriolan Ouvertüre unter der DGG auf die Beine gestellt, welche allerdings noch nicht auf CD einzeln zu bekommen ist, dafür aber bei Youtube zu sehen ist!

      @ Wolfgang: Wie findest du die Coriolan + Egmont- Ouvertüre unter Lenny aus der Beethoven Symphonien GA mit den New Yorkern?



      Ich finde Sie :down. Ebenso schön kommt aber auch die der DGG durch (vom hören-sehen).


      Die oben genannten Ouvertüren Beethovens unter Karajan sind Klasse!
      Die Aufnahmen aus der Jesus-Christus-Kirche sind vom Klang sowieso Spitze.
      Coriolan und Egmont sprühen nur so von Dramatik und was ich sonst nicht kannte vom Herrn Herbert, er spielt diese dramtischen Stellen länger aus als ich das von Ihm kenne :).

      Gruß
      Daniel
      Jesus spricht: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich." (Johannes 14, Vers 6)
    • Hallo daniel,

      nur kurz: :beer Volle Zustimmung zu Deinem Beitrag.

      Mit karajan´s Beethoven bin ich ohnehin aufgewachsen/geprägt und die Ouvertüren, sind eine der besten Aufnahmen überhaupt.

      Nochmal zu meiner Frage, die Tontechnik bei der Coriolan betreffend ???
      Findest Du auch, das da eine gerade noch vermiedendér fehler vorhanden ist ?


      Zu Leonard Bernstein:
      Ich habe mir lange nach der bewundernswerten GA der Sinfonien mit einigen Ouvertüren auch dieses Jahr die oben abgebildete GA mit den NewYorker PH (SONY) gekauft, von der ich sehr begeistert bin.

      Auch die enthaltenen Ouvertüren sind sehr gut interpretiert, mit voller Dramatik und insgesamt flotter mit mehr jugendlichem Überschwang als die DG-Aufnahmen. Für meinen Geschmack voll gelungen und Qualitativ Karajan nicht nachstehend.

      Da ich diese GA bei den Sinfonien mit Bernstein (SONY) inzwischen noch höher schätze, als die fantastischen Karajan-Aufnahmen (60er,77,84), würde ich heute diese GA mit Bernstein mit auf die Insel nehmen.

      Die Ouvertüren mit Bernstein sind alle auf höchstem Niveau, auch die Coriolna und Egmont, wie gesagt noch besser als in Wien auf DG.


      :times10 Nur die Coriolan mit Karajan - das ist IMO die Allerbeste.
      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • Hallo daniel,

      nur kurz: :beer Volle Zustimmung zu Deinem Beitrag.

      Mit karajan´s Beethoven bin ich ohnehin aufgewachsen/geprägt und die Ouvertüren, sind eine der besten Aufnahmen überhaupt.

      Nochmal zu meiner Frage, die Tontechnik bei der Coriolan betreffend ???
      Findest Du auch, das da eine gerade noch vermiedendér fehler vorhanden ist ?


      Zu Leonard Bernstein:
      Ich habe mir lange nach der bewundernswerten GA der Sinfonien mit einigen Ouvertüren auch dieses Jahr die oben abgebildete GA mit den NewYorker PH (SONY) gekauft, von der ich sehr begeistert bin.

      Auch die enthaltenen Ouvertüren sind sehr gut interpretiert, mit voller Dramatik und insgesamt flotter mit mehr jugendlichem Überschwang als die DG-Aufnahmen. Für meinen Geschmack voll gelungen und Qualitativ Karajan nicht nachstehend.

      Da ich diese GA bei den Sinfonien mit Bernstein (SONY) inzwischen noch höher schätze, als die fantastischen Karajan-Aufnahmen (60er,77,84), würde ich heute diese GA mit Bernstein mit auf die Insel nehmen.

      Die Ouvertüren mit Bernstein sind alle auf höchstem Niveau, auch die Coriolna und Egmont, wie gesagt noch besser als in Wien auf DG.


      :times10 Nur die Coriolan mit Karajan - das ist IMO die Allerbeste.
      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • Mein absoluter Ouvertüren - "Favorit" ist Szell, ein CD-Cover ist ja bereits oben abgebildet. Ich mag es halt auch und gerade bei Beethoven, wenn man den angesprochenen "jugendlichen" Überschwang im Zaum hält und präzis die "Architektur" herausarbeitet.


      Sehr empfehlenswert finde ich auch Doratis Prometheus


      auf dieser CD hier






      und vom selben Dirigenten "Egmont", "Leonore" und op. 124





      Gruß
      Henning
      Anstatt die besten Wissenschaftler in die Rüstungsindustrie und Raumfahrt zu schicken, hätte die SU sie ins Melodya-Tonstudio schicken sollen - was für eine vertane Chance...............
    • Mein absoluter Ouvertüren - "Favorit" ist Szell, ein CD-Cover ist ja bereits oben abgebildet. Ich mag es halt auch und gerade bei Beethoven, wenn man den angesprochenen "jugendlichen" Überschwang im Zaum hält und präzis die "Architektur" herausarbeitet.


      Sehr empfehlenswert finde ich auch Doratis Prometheus


      auf dieser CD hier






      und vom selben Dirigenten "Egmont", "Leonore" und op. 124





      Gruß
      Henning
      Anstatt die besten Wissenschaftler in die Rüstungsindustrie und Raumfahrt zu schicken, hätte die SU sie ins Melodya-Tonstudio schicken sollen - was für eine vertane Chance...............
    • RE: Beethoven-Ouvertüren mit Zinman

      Original von teleton
      Hallo Beethoven-Freunde,

      die Beethoven-Ouvertüren hatte ich mir im Jahre 2005 auch als ARTE_NOVA-Doppel-CD mit Zinman gekauft und nach und nach gehört. Mein Gesamteindruck ist zweispältig und kann nur positive Worte für die Klangqualität finden, die sehr sauber gestaffelt und natürlichen Orchestersound bietet.

      :( Die Interpretation von Zinman hingegen ist sehr eigenwillig und ungewohnt:
      Das fängt an mit der Besetzung, die gerade da, wo man großen Orchesterklang erwartet kammermusikalisch reduziert erscheint (Coriolan und Egmont). Der Anfang bei der Egmont-Ouvertüre und einiges andere waird ganz anders intoniert, als wenn er eine Neufassung auf dem Notenblatt vor sich hätte. Die Art zu dirigieren wirkt ungestüm, aber das hat nichts mit der straffen, strengen Sicht eines Szell zu tun, die mir wirklich liegt; oder der hochdramatischen Sicht eines Karajan.
      :wink Man kennt es es von sonstigen klassischen Aufnahmen (Karajan, Solti, Szell, Bernstein, Böhm)her einfach anders und ich glaube nicht das die anderen großen Namen irrten.
      Einzig die Leonore III und die Weihe des Hauses fand ich mit Zinman wirklich brauchbar, da dramatisch und zupackend gespielt.


      ARTE, 2004, DDD

      :( Diese Doppel-CD für ca.12,-€ ist für mich nicht wirklich empfehlenswert !!!


      Lieber Wolfgang:

      Ein wenig möchte ich Dir widersprechen, auch wenn es letztlich hier eher um den Geschmack geht, über den sich bekanntlich am allerbesten streiten läßt.

      Die einigermaßen preiswerte Doppel-CD, die sehr gut klingt, ist ein sehr brauchbarer Einstieg in die Welt der Beethovenschen Ouvertüren. Zinman hat sich der Mühe unterzogen, genauer in die Partituren zu schauen als viele seiner Vorgänger. Die Tempi sind eher die von Beethoven gewünschten ... Man mag sich etwa im "Egmont" mehr (Bedeutungs-) Schwere wünschen, anderswo stört die schlanke Herangehensweise eigentlich kaum. Es bekommt diesen Werken gut, daß einige Patina entfernt worden ist. Aufführungstraditionen haben vor allem auch mit Schlamperei zu tun. Natürlich höre ich auch Furtwängler, Reiner, Böhm, Karajan und die anderen Alten gern, aber eine andere Sichtweise sei doch gestattet!

      Gruß. Zelenka
      "Mit Kempff habe ich nur ein einziges Mal gespielt, und er meinte hinterher, er werde nie wieder mit mir spielen, weil ich beim Dirigieren singe. Und dabei war er eines meiner Idole gewesen." Sir Colin Davis
    • RE: Beethoven-Ouvertüren mit Zinman

      Original von teleton
      Hallo Beethoven-Freunde,

      die Beethoven-Ouvertüren hatte ich mir im Jahre 2005 auch als ARTE_NOVA-Doppel-CD mit Zinman gekauft und nach und nach gehört. Mein Gesamteindruck ist zweispältig und kann nur positive Worte für die Klangqualität finden, die sehr sauber gestaffelt und natürlichen Orchestersound bietet.

      :( Die Interpretation von Zinman hingegen ist sehr eigenwillig und ungewohnt:
      Das fängt an mit der Besetzung, die gerade da, wo man großen Orchesterklang erwartet kammermusikalisch reduziert erscheint (Coriolan und Egmont). Der Anfang bei der Egmont-Ouvertüre und einiges andere waird ganz anders intoniert, als wenn er eine Neufassung auf dem Notenblatt vor sich hätte. Die Art zu dirigieren wirkt ungestüm, aber das hat nichts mit der straffen, strengen Sicht eines Szell zu tun, die mir wirklich liegt; oder der hochdramatischen Sicht eines Karajan.
      :wink Man kennt es es von sonstigen klassischen Aufnahmen (Karajan, Solti, Szell, Bernstein, Böhm)her einfach anders und ich glaube nicht das die anderen großen Namen irrten.
      Einzig die Leonore III und die Weihe des Hauses fand ich mit Zinman wirklich brauchbar, da dramatisch und zupackend gespielt.


      ARTE, 2004, DDD

      :( Diese Doppel-CD für ca.12,-€ ist für mich nicht wirklich empfehlenswert !!!


      Lieber Wolfgang:

      Ein wenig möchte ich Dir widersprechen, auch wenn es letztlich hier eher um den Geschmack geht, über den sich bekanntlich am allerbesten streiten läßt.

      Die einigermaßen preiswerte Doppel-CD, die sehr gut klingt, ist ein sehr brauchbarer Einstieg in die Welt der Beethovenschen Ouvertüren. Zinman hat sich der Mühe unterzogen, genauer in die Partituren zu schauen als viele seiner Vorgänger. Die Tempi sind eher die von Beethoven gewünschten ... Man mag sich etwa im "Egmont" mehr (Bedeutungs-) Schwere wünschen, anderswo stört die schlanke Herangehensweise eigentlich kaum. Es bekommt diesen Werken gut, daß einige Patina entfernt worden ist. Aufführungstraditionen haben vor allem auch mit Schlamperei zu tun. Natürlich höre ich auch Furtwängler, Reiner, Böhm, Karajan und die anderen Alten gern, aber eine andere Sichtweise sei doch gestattet!

      Gruß. Zelenka
      "Mit Kempff habe ich nur ein einziges Mal gespielt, und er meinte hinterher, er werde nie wieder mit mir spielen, weil ich beim Dirigieren singe. Und dabei war er eines meiner Idole gewesen." Sir Colin Davis
    • Lieber Zelenka,

      ich akzeptiere und erkenne ja auch die wirklich andere Sichtweise von Zinmann und finde die Aufnahmen ja auch nicht total schlecht.
      Diese beiden ARTE-CD´s der Ouvertüren gehören auch nicht zu den CD´s , die ich wieder an die Luft setzten würde !

      Aber Karajan, Bernstein und Szell gefallen mir einfach besser. Die sprechen mich wirklich an - Gänsehautfaktor inbegriffen.
      :beer Wie Du schon schreibst - Geschmackssache.
      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • Lieber Zelenka,

      ich akzeptiere und erkenne ja auch die wirklich andere Sichtweise von Zinmann und finde die Aufnahmen ja auch nicht total schlecht.
      Diese beiden ARTE-CD´s der Ouvertüren gehören auch nicht zu den CD´s , die ich wieder an die Luft setzten würde !

      Aber Karajan, Bernstein und Szell gefallen mir einfach besser. Die sprechen mich wirklich an - Gänsehautfaktor inbegriffen.
      :beer Wie Du schon schreibst - Geschmackssache.
      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • Original von teleton
      Lieber Zelenka,

      ich akzeptiere und erkenne ja auch die wirklich andere Sichtweise von Zinmann und finde die Aufnahmen ja auch nicht total schlecht.
      Diese beiden ARTE-CD´s der Ouvertüren gehören auch nicht zu den CD´s , die ich wieder an die Luft setzten würde !

      Aber Karajan, Bernstein und Szell gefallen mir einfach besser. Die sprechen mich wirklich an - Gänsehautfaktor inbegriffen.
      :beer Wie Du schon schreibst - Geschmackssache.


      :beer Ich bin beruhigt, daß Zinman einstweilen weiter eine Bleibe bei Dir hat! Ein großer Alter wie Furtwängler nahm sich Freiheiten, die schon Deine drei genannten Favoriten sich nicht mehr gestattet hätten. Als Furtwängler in Wien Leonore III (?) probte, verlangte er an einer Stelle ein intensives Crescendo, das gar nicht in der Partitur vermerkt war. Der Konzertmeister machte ihn darauf aufmerksam, Furtwängler gab ihm auch recht. Aber es war "halt so schön", dieses Crescendo gespielt zu hören. Ich kann diese Haltung sogar verstehen ...

      Gruß, Zelenka
      "Mit Kempff habe ich nur ein einziges Mal gespielt, und er meinte hinterher, er werde nie wieder mit mir spielen, weil ich beim Dirigieren singe. Und dabei war er eines meiner Idole gewesen." Sir Colin Davis
    • Original von teleton
      Lieber Zelenka,

      ich akzeptiere und erkenne ja auch die wirklich andere Sichtweise von Zinmann und finde die Aufnahmen ja auch nicht total schlecht.
      Diese beiden ARTE-CD´s der Ouvertüren gehören auch nicht zu den CD´s , die ich wieder an die Luft setzten würde !

      Aber Karajan, Bernstein und Szell gefallen mir einfach besser. Die sprechen mich wirklich an - Gänsehautfaktor inbegriffen.
      :beer Wie Du schon schreibst - Geschmackssache.


      :beer Ich bin beruhigt, daß Zinman einstweilen weiter eine Bleibe bei Dir hat! Ein großer Alter wie Furtwängler nahm sich Freiheiten, die schon Deine drei genannten Favoriten sich nicht mehr gestattet hätten. Als Furtwängler in Wien Leonore III (?) probte, verlangte er an einer Stelle ein intensives Crescendo, das gar nicht in der Partitur vermerkt war. Der Konzertmeister machte ihn darauf aufmerksam, Furtwängler gab ihm auch recht. Aber es war "halt so schön", dieses Crescendo gespielt zu hören. Ich kann diese Haltung sogar verstehen ...

      Gruß, Zelenka
      "Mit Kempff habe ich nur ein einziges Mal gespielt, und er meinte hinterher, er werde nie wieder mit mir spielen, weil ich beim Dirigieren singe. Und dabei war er eines meiner Idole gewesen." Sir Colin Davis
    • Als ich die Egmont-Ouvertüre zum ersten Mal gehört habe, ist sie gleich wie der Blitz eingeschlagen. Alles was ich an Beethoven so schätze, Kraft, Feuer und Dramatik ist hier exemplarisch verdichtet zu hören. Coriolan höre ich auch oft, ebenso Leonore II und III. Die anderen Ouvertüren konnten mich bis jetzt nicht begeistern.

      Ich besitze zwei CDs mit den Ouvertüren und bin mit beiden sehr zufrieden. Da wäre einmal die schon erwähnte Sony-CD mit George Szell, dessen Egmont-Interpretation ich mir kaum besser vorstellen kann.

      Dann habe ich noch diese hier mit Harnoncourt und dem Chamber Orchestra of Europe:



      Typisch Harnoncourt: zügig, zupackend, mit viel Dynamik, teils geradezu rotzig im Ton, was zu Beethoven gut passt, wie ich finde. Seltsamerweise ist aber in dieser Einspielung gerade der Egmont etwas zahmer ausgefallen und lange nicht so feurig wie bei Szell.

      Dann habe ich noch Egmont und Coriolan mit Bernstein/Wiener, die als Dreingabe auf der Scheibe mit Brahmsens erster Symphonie mit drauf sind.

      Bernstein malt mit einem breiteren Pinsel, mit wärmerem Klang, mehr Streicherschmelz. Finde ich zwar auch nicht schlecht, aber auch nicht richtig gut, lege ich daher meist nur zum vergleichenden Hören auf. Bei dieser Musik bevorzuge ich ganz klar eine straffe Gangart, die das Beethovensche Feuer nicht bloß zum Glühen bringt, sondern richtig brennen lässt.

      Gruß, Pollux
      "Es gibt Leute, die glauben, alles wäre vernünftig, was man mit einem ernsthaften Gesicht tut."
      -- Georg Christoph Lichtenberg

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    • Als ich die Egmont-Ouvertüre zum ersten Mal gehört habe, ist sie gleich wie der Blitz eingeschlagen. Alles was ich an Beethoven so schätze, Kraft, Feuer und Dramatik ist hier exemplarisch verdichtet zu hören. Coriolan höre ich auch oft, ebenso Leonore II und III. Die anderen Ouvertüren konnten mich bis jetzt nicht begeistern.

      Ich besitze zwei CDs mit den Ouvertüren und bin mit beiden sehr zufrieden. Da wäre einmal die schon erwähnte Sony-CD mit George Szell, dessen Egmont-Interpretation ich mir kaum besser vorstellen kann.

      Dann habe ich noch diese hier mit Harnoncourt und dem Chamber Orchestra of Europe:



      Typisch Harnoncourt: zügig, zupackend, mit viel Dynamik, teils geradezu rotzig im Ton, was zu Beethoven gut passt, wie ich finde. Seltsamerweise ist aber in dieser Einspielung gerade der Egmont etwas zahmer ausgefallen und lange nicht so feurig wie bei Szell.

      Dann habe ich noch Egmont und Coriolan mit Bernstein/Wiener, die als Dreingabe auf der Scheibe mit Brahmsens erster Symphonie mit drauf sind.

      Bernstein malt mit einem breiteren Pinsel, mit wärmerem Klang, mehr Streicherschmelz. Finde ich zwar auch nicht schlecht, aber auch nicht richtig gut, lege ich daher meist nur zum vergleichenden Hören auf. Bei dieser Musik bevorzuge ich ganz klar eine straffe Gangart, die das Beethovensche Feuer nicht bloß zum Glühen bringt, sondern richtig brennen lässt.

      Gruß, Pollux
      "Es gibt Leute, die glauben, alles wäre vernünftig, was man mit einem ernsthaften Gesicht tut."
      -- Georg Christoph Lichtenberg

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