Achtung der Kaiser kommt! - Beethoven: 5. Klavierkonzert

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    • Achtung der Kaiser kommt! - Beethoven: 5. Klavierkonzert

      Hallo Forianer :hello


      Ludwig van Beethoven
      _________________________________________________________

      Geboren: * 16. Dezember 1770 in Bonn
      Gestorben: † 26. März 1827 in Wien
      _________________________________________________________

      Ludwig van Beethoven - 5. Klavierkonzert "Emperor"

      Das Klavierkonzert Es-Dur op. 73 ist das fünfte Klavierkonzert Ludwig van Beethovens. Im englischsprachigen Raum ist das Konzert auch unter dem Titel Emperor bekannt. Es entstand im Jahr 1809, dem selben Jahr wie die Egmont-Ouvertüre, und ist Erzherzog Rudolph gewidmet. Die Uraufführung fand jedoch erst im November 1811 mit dem Pianisten Friedrich Schneider im Gewandhaus zu Leipzig statt. Das Konzert war von Beginn an ein großer Erfolg. Es ist das wohl bedeutendste von Beethovens fünf Klavierkonzerten. Dieses heroische Werk (op. 73) steht in der selben Tonart der inhaltlich verwandten Eroica (op. 55). Der Solist hat einen anspruchsvollen Solopart zu bewältigen. Die gesamte Schwierigkeit von Beethovens komplexer Klaviertechnik kommt hier zum Ausdruck. Der Tondichter hat es gerade in diesem Konzert verstanden frei zu phantasieren, was sich beispielsweise in der Anfangskadenz des Kopfsatzes nachweisen lässt. Gleichwohl ist die formale Anlage durchaus ausgewogen. Dieses bedeutendste Konzert Beethovens ist die logische Weiterentwicklung des Genres nach seinen ersten vier Beiträgen. Es zeigt bereits den Weg in Richtung des sinfonisch geprägten Klavierkonzertstiles an, wie ihn u. a. später Johannes Brahms ausprägte. (Dieser Absatz wurde komplett aus Wikipedia übernommen)

      _____________________________

      Klavierkonzert Nr. 5 op. 73

      1. Satz, Allegro
      2. Satz, Adagio un poco mosso
      3. Satz, Rondo (Allegro)
      _____________________________

      Für mich ists das schönste der 5 Klavierkonzerte Beethovens. So Gewaltig, so erhaben! Wie die letzte seiner 9 Symphonien, "die Neunte", so halte ich auch dieses letzte seiner 5 Klavierkonzerte fürs "Beste", schönste, vollkommenste! Und es trägt zurrecht den Namen "Emperor"!
      Für den zweiten Satz in diesem Konzert, gibts keine Worte, welche auch nur annähernd die Schönheit dieses Adagio un poco moto ausdrücken könnten.
      Voller Wärme, voller Geheimnis, einfach über alles erhaben! Himmlisch! Ich bekomme immer eine Gänsehaut, wenn nach diesem Kontrast des Gewaltig tönenden ersten Satz, der zweite Satz beginnt. Eine ungeheuere Ruhe, ein ungeheurer Frieden zieht mit diesem 2ten Satz auf! Und auch da verweise ich auch wieder auf dieses über alle Maßen schöne Adagio aus der Neunten Symphonie Beethovens. Eine Unvergleichliche Schönheit zeichnet diese beiden "Adagios" aus! Größte Vollendung des Meisters, Ludwig van Beethoven! Wie, wenn nicht so, wird die Ewigkeit klingen?

      So, jetzt hol ich erstmal tief Luft
      :tongue:
      und dann kanns auch schon weitergehen.

      Die Begeisterung für dieses 5. Klavierkonzert veranlasste mich dazu, sämtliche Aufnahmen zu bestellen. Und im im Dezember 2007 hörte ich in fast jeder Mittagspause dieses Konzert unter vielen verschiedenen Pianisten und Orchestern. Ich bin diesem Werk trotz alldem nicht überdrüssig geworden :J.

      Ich besitze folgende Aufnahmen:

      Alfred Brendel / Bernard Haitink - London Philharmonic Orchestra, 1976
      Alfred Brendel / James Levine - Chicago Symphony Orchestra, 1983
      Wilhelm Backhaus / Clemens Krauss - Wiener Philharmoniker, 1953
      Claudio Arrau / Bernard Haitink - Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, 1964
      Emil Gilels / Leopold Ludwig - Philharmonia Orchestra, 1957
      Wilhelm Kempff / Ferdinand Leitner - Berliner Philharmoniker, 1962
      Edwin Fischer / Karl Böhm - Staatskapelle Dresden, 1939





      Alfred Brendel spielt nicht über-romatisch, ganz im Gegensatz zu Emil Gilels! Brendel lässt genug Spielraum für die eigene Fantasie und verläuft sich nicht in Sachen Emotionen, während Gilels eine Aufnahme hinlegt (besonders Satz 2), welche zwar für besinnliche Momente das "Wahre" ist, welche aber unter normalen Hör - Umständen einfach nur langweilig ist! (Brendel 8,01 min, Gilels 9,15, Kempff 7,36, in Satz 2)Vieleicht würd ich bei Gilels zum ersten mal das Wort Kitschig benutzen, denn dahin gleitet das wirklich ab. Levine's Leitung ist sehr Kraftvoll, ständig vorwärtsdrängend, genauso wie Brendel in den Ecksätzen. Beide waren wohl bei dieser Live - Aufnahme sehr Gut drauf.

      Bei Wilhelm Kempff strahlt der zweite Satz noch mehr Wärme aus als sogar beim Alfred Brendel. Das Kempff ca 30 Sekunden schneller ist, merke ich zu keinem Zeitpunkt. Wenn ich meine Lieblingsaufnahme aus all diesen herrausfinden sollte, würd ich sagen, Kempff und Brendel. Das Gesamtwerk kommt bei Brendel auch durch einen Super Klang und einem energischen Dirigat Levine's am Besten weg. Allerdings steht Wilhelm Kempff bei mir in Sachen "schönster" 2. Satz, an Platz eins :engel. Er glänzt mit einer gewissen Gelassenheit, abgeklärtheit, Orchester und Pianist harmonieren einfach am Besten, so eine ineinander gehende Zusammenarbeit, keine scharfen Kanten und Ecken, sondern sanfte Übergänge, schwebend, einfach herrlich!

      Gibt es einen "Romantischen" Brendel? Ja, es gibt Ihn! Für mich zeigt er das in seiner Zusammenarbeit mit Bernard Haitink, bei 5. Klavierkonzert von 1976.
      Wiedermal im 2. Satz deutlich zu hören! Also, wenns mal ein wenig träumerischer zugehen soll, dann Brendel / Haitink! Von wegen (wie man immer und überall aufschnappt) Brendel sei berechnet, ohne Einfluss von eigenem, ohne abgleiten, nein, er ist nicht nur Sachlich. Auch die Ecksätze sind ähnlich wie bei Brendel / Levine sehr Kantik geraten, sehr energisch. Schön! Auch der Klang steht dem von Levine in nichts nach.

      Zusammenfassend empfehle ich an erster Stelle: Brendel / Levine :down :down, Brendel / Haitink :down :down, sowie Kempff / Leitner :down :down
      An Platz 2 folgt Claudio Arrau, welcher sehr solide spielt, mich aber im Gegensatz zu den oben genannten, trotz öffteren Hörens nicht begeistern konnte.
      Für eher "Misslungen" halte ich die zusammenarbeit von Gilels / Ludwig, aufgrund des oben angesprochenen "Überr-omantisierens" seitens Gilels.


      Großes Interesse habe ich noch an folgenden Aufnahmen:

      Einmal die Aufnahme mit Leonard Bernstein und Krystian Zimmermann.



      Und zweitens Maurizio Pollini / Karl Böhm,



      mit diesen beiden habe ich sehr Gute Klavierkonzerte 3 & 4, (Beethoven) sowie Konzerte 19 & 23 von Mozart. Ein tolles Team! Kennt jemand eine oder vielleicht beide Aufnahmen und könnte sie kurz beschreiben ?


      Youtube: Beethoven Klavierkonzert Nr. 5 op. 73 mit Krystian Zimmermann und Leonard Bernstein

      Beethoven - Piano Concerto No 5 part.1
      Beethoven - Piano Concerto No 5 part.2
      Beethoven - Piano Concerto No 5 part.3
      Beethoven - Piano Concerto No 5 part.4

      Da jedoch bei Zimmermann/Bernstein, der zweite Satz nicht vorhanden ist (in den Videoausschnitten), jetzt den 2. Satz einmal extra mit Claudio Arrau/Colin Davis.

      Beethoven Piano Concerto no. 5 by Claudio Arrau 3
      Beethoven Piano Concerto no. 5 by Claudio Arrau 4

      :engel :engel :engel



      ??? Ist das bei euch auch so, dass Ihr eine Aufnahme für "verloren" haltet, wenn euere Lieblingssatz, euer "Schlüsselsatz" zum Werk, einfach nicht euren Vorstellungen entspricht? So nach dem Motto, wenn "dieser" Satz nicht stimmt, kann der Rest der Aufnahme noch so gut sein, er (der Rest) kann nichts mehr rausreißen?

      ??? Welche Aufnahmen müsste ich unbedingt noch kennenlernen?

      ??? Welche Aufnahmen favourisiert Ihr?

      ??? Habt Ihr in Sachen "Geschichte" ums Klavierkonzert etwas hinzuzufügen?

      ??? Könnt Ihr meine Liebe zu diesem Konzert teilen?

      Gruß
      Daniel
      :)
      Jesus spricht: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich." (Johannes 14, Vers 6)

      Dieser Beitrag wurde bereits 7 mal editiert, zuletzt von daniel5993 ()

    • Achtung der Kaiser kommt! - Beethoven: 5. Klavierkonzert

      Hallo Forianer :hello


      Ludwig van Beethoven
      _________________________________________________________

      Geboren: * 16. Dezember 1770 in Bonn
      Gestorben: † 26. März 1827 in Wien
      _________________________________________________________

      Ludwig van Beethoven - 5. Klavierkonzert "Emperor"

      Das Klavierkonzert Es-Dur op. 73 ist das fünfte Klavierkonzert Ludwig van Beethovens. Im englischsprachigen Raum ist das Konzert auch unter dem Titel Emperor bekannt. Es entstand im Jahr 1809, dem selben Jahr wie die Egmont-Ouvertüre, und ist Erzherzog Rudolph gewidmet. Die Uraufführung fand jedoch erst im November 1811 mit dem Pianisten Friedrich Schneider im Gewandhaus zu Leipzig statt. Das Konzert war von Beginn an ein großer Erfolg. Es ist das wohl bedeutendste von Beethovens fünf Klavierkonzerten. Dieses heroische Werk (op. 73) steht in der selben Tonart der inhaltlich verwandten Eroica (op. 55). Der Solist hat einen anspruchsvollen Solopart zu bewältigen. Die gesamte Schwierigkeit von Beethovens komplexer Klaviertechnik kommt hier zum Ausdruck. Der Tondichter hat es gerade in diesem Konzert verstanden frei zu phantasieren, was sich beispielsweise in der Anfangskadenz des Kopfsatzes nachweisen lässt. Gleichwohl ist die formale Anlage durchaus ausgewogen. Dieses bedeutendste Konzert Beethovens ist die logische Weiterentwicklung des Genres nach seinen ersten vier Beiträgen. Es zeigt bereits den Weg in Richtung des sinfonisch geprägten Klavierkonzertstiles an, wie ihn u. a. später Johannes Brahms ausprägte. (Dieser Absatz wurde komplett aus Wikipedia übernommen)

      _____________________________

      Klavierkonzert Nr. 5 op. 73

      1. Satz, Allegro
      2. Satz, Adagio un poco mosso
      3. Satz, Rondo (Allegro)
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      Für mich ists das schönste der 5 Klavierkonzerte Beethovens. So Gewaltig, so erhaben! Wie die letzte seiner 9 Symphonien, "die Neunte", so halte ich auch dieses letzte seiner 5 Klavierkonzerte fürs "Beste", schönste, vollkommenste! Und es trägt zurrecht den Namen "Emperor"!
      Für den zweiten Satz in diesem Konzert, gibts keine Worte, welche auch nur annähernd die Schönheit dieses Adagio un poco moto ausdrücken könnten.
      Voller Wärme, voller Geheimnis, einfach über alles erhaben! Himmlisch! Ich bekomme immer eine Gänsehaut, wenn nach diesem Kontrast des Gewaltig tönenden ersten Satz, der zweite Satz beginnt. Eine ungeheuere Ruhe, ein ungeheurer Frieden zieht mit diesem 2ten Satz auf! Und auch da verweise ich auch wieder auf dieses über alle Maßen schöne Adagio aus der Neunten Symphonie Beethovens. Eine Unvergleichliche Schönheit zeichnet diese beiden "Adagios" aus! Größte Vollendung des Meisters, Ludwig van Beethoven! Wie, wenn nicht so, wird die Ewigkeit klingen?

      So, jetzt hol ich erstmal tief Luft
      :tongue:
      und dann kanns auch schon weitergehen.

      Die Begeisterung für dieses 5. Klavierkonzert veranlasste mich dazu, sämtliche Aufnahmen zu bestellen. Und im im Dezember 2007 hörte ich in fast jeder Mittagspause dieses Konzert unter vielen verschiedenen Pianisten und Orchestern. Ich bin diesem Werk trotz alldem nicht überdrüssig geworden :J.

      Ich besitze folgende Aufnahmen:

      Alfred Brendel / Bernard Haitink - London Philharmonic Orchestra, 1976
      Alfred Brendel / James Levine - Chicago Symphony Orchestra, 1983
      Wilhelm Backhaus / Clemens Krauss - Wiener Philharmoniker, 1953
      Claudio Arrau / Bernard Haitink - Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, 1964
      Emil Gilels / Leopold Ludwig - Philharmonia Orchestra, 1957
      Wilhelm Kempff / Ferdinand Leitner - Berliner Philharmoniker, 1962
      Edwin Fischer / Karl Böhm - Staatskapelle Dresden, 1939





      Alfred Brendel spielt nicht über-romatisch, ganz im Gegensatz zu Emil Gilels! Brendel lässt genug Spielraum für die eigene Fantasie und verläuft sich nicht in Sachen Emotionen, während Gilels eine Aufnahme hinlegt (besonders Satz 2), welche zwar für besinnliche Momente das "Wahre" ist, welche aber unter normalen Hör - Umständen einfach nur langweilig ist! (Brendel 8,01 min, Gilels 9,15, Kempff 7,36, in Satz 2)Vieleicht würd ich bei Gilels zum ersten mal das Wort Kitschig benutzen, denn dahin gleitet das wirklich ab. Levine's Leitung ist sehr Kraftvoll, ständig vorwärtsdrängend, genauso wie Brendel in den Ecksätzen. Beide waren wohl bei dieser Live - Aufnahme sehr Gut drauf.

      Bei Wilhelm Kempff strahlt der zweite Satz noch mehr Wärme aus als sogar beim Alfred Brendel. Das Kempff ca 30 Sekunden schneller ist, merke ich zu keinem Zeitpunkt. Wenn ich meine Lieblingsaufnahme aus all diesen herrausfinden sollte, würd ich sagen, Kempff und Brendel. Das Gesamtwerk kommt bei Brendel auch durch einen Super Klang und einem energischen Dirigat Levine's am Besten weg. Allerdings steht Wilhelm Kempff bei mir in Sachen "schönster" 2. Satz, an Platz eins :engel. Er glänzt mit einer gewissen Gelassenheit, abgeklärtheit, Orchester und Pianist harmonieren einfach am Besten, so eine ineinander gehende Zusammenarbeit, keine scharfen Kanten und Ecken, sondern sanfte Übergänge, schwebend, einfach herrlich!

      Gibt es einen "Romantischen" Brendel? Ja, es gibt Ihn! Für mich zeigt er das in seiner Zusammenarbeit mit Bernard Haitink, bei 5. Klavierkonzert von 1976.
      Wiedermal im 2. Satz deutlich zu hören! Also, wenns mal ein wenig träumerischer zugehen soll, dann Brendel / Haitink! Von wegen (wie man immer und überall aufschnappt) Brendel sei berechnet, ohne Einfluss von eigenem, ohne abgleiten, nein, er ist nicht nur Sachlich. Auch die Ecksätze sind ähnlich wie bei Brendel / Levine sehr Kantik geraten, sehr energisch. Schön! Auch der Klang steht dem von Levine in nichts nach.

      Zusammenfassend empfehle ich an erster Stelle: Brendel / Levine :down :down, Brendel / Haitink :down :down, sowie Kempff / Leitner :down :down
      An Platz 2 folgt Claudio Arrau, welcher sehr solide spielt, mich aber im Gegensatz zu den oben genannten, trotz öffteren Hörens nicht begeistern konnte.
      Für eher "Misslungen" halte ich die zusammenarbeit von Gilels / Ludwig, aufgrund des oben angesprochenen "Überr-omantisierens" seitens Gilels.


      Großes Interesse habe ich noch an folgenden Aufnahmen:

      Einmal die Aufnahme mit Leonard Bernstein und Krystian Zimmermann.



      Und zweitens Maurizio Pollini / Karl Böhm,



      mit diesen beiden habe ich sehr Gute Klavierkonzerte 3 & 4, (Beethoven) sowie Konzerte 19 & 23 von Mozart. Ein tolles Team! Kennt jemand eine oder vielleicht beide Aufnahmen und könnte sie kurz beschreiben ?


      Youtube: Beethoven Klavierkonzert Nr. 5 op. 73 mit Krystian Zimmermann und Leonard Bernstein

      Beethoven - Piano Concerto No 5 part.1
      Beethoven - Piano Concerto No 5 part.2
      Beethoven - Piano Concerto No 5 part.3
      Beethoven - Piano Concerto No 5 part.4

      Da jedoch bei Zimmermann/Bernstein, der zweite Satz nicht vorhanden ist (in den Videoausschnitten), jetzt den 2. Satz einmal extra mit Claudio Arrau/Colin Davis.

      Beethoven Piano Concerto no. 5 by Claudio Arrau 3
      Beethoven Piano Concerto no. 5 by Claudio Arrau 4

      :engel :engel :engel



      ??? Ist das bei euch auch so, dass Ihr eine Aufnahme für "verloren" haltet, wenn euere Lieblingssatz, euer "Schlüsselsatz" zum Werk, einfach nicht euren Vorstellungen entspricht? So nach dem Motto, wenn "dieser" Satz nicht stimmt, kann der Rest der Aufnahme noch so gut sein, er (der Rest) kann nichts mehr rausreißen?

      ??? Welche Aufnahmen müsste ich unbedingt noch kennenlernen?

      ??? Welche Aufnahmen favourisiert Ihr?

      ??? Habt Ihr in Sachen "Geschichte" ums Klavierkonzert etwas hinzuzufügen?

      ??? Könnt Ihr meine Liebe zu diesem Konzert teilen?

      Gruß
      Daniel
      :)
      Jesus spricht: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich." (Johannes 14, Vers 6)

      Dieser Beitrag wurde bereits 7 mal editiert, zuletzt von daniel5993 ()

    • Lieber Daniel,
      alle Achtung, Du scheinst ja richtig im Beethoven-Fieber! Zwei sehr schöne Thread-Eröffnungen!
      Leider kann ich, abgesehen von diesen Komplimenten, momentan nicht viel beitragen. Wie ich an anderer Stelle schon erwähnt hatte, hatte ich vor Jahren einen Beethoven-Overkill mit den Symphonien und den Klavierkonzerten, seither habe ich kaum wieder eines der Werke angehört.
      Das ändert nichts daran, dass die Stücke Meisterwerke sind. Ich werde mich mal in den nächsten Tagen aufraffen und mich etwas durch die Partitur wühlen, dann kann ich vielleicht auch etwas beitragen. Übrigens ist das Fünfte ein schönes Beispiel dafür, wie Komponisten hin und wieder altes Material "recyceln": die Anfangskadenz (schon das allein revolutionär) geht auf ein Stück zurück, welches der junge Beethoven als Fingerübung geschrieben hatte.
      Die Gefahr, Beethoven überromantisch zu spielen hat Tradition: im 19. Jahrhundert wurde er im Grunde als Romantiker gesehen, nicht als Klassiker. Er ist ein wenig beides, steht an der Schwelle zur Romantik, ist aber doch, wenn man sich entscheiden muss, noch tiefer in der Klassik drin. Beethovens formale Experimente und seine erweiterte Harmonik waren dennoch bahnbrechend in der Zeit. Beim fünften Klavierkonzert ist vor allem der Übergang in den Schlusssatz interessant. Aber mehr dazu später...

      Herzliche Grüße,
      S A T I E
      "...the only logical starting point for a genuine creative art of music -- the ear, and the manifold delights and stimuli that the ear, in conjunction with the experienced mind, can find in the exercise of imagination."
      Harry Partch
    • Lieber Daniel,
      alle Achtung, Du scheinst ja richtig im Beethoven-Fieber! Zwei sehr schöne Thread-Eröffnungen!
      Leider kann ich, abgesehen von diesen Komplimenten, momentan nicht viel beitragen. Wie ich an anderer Stelle schon erwähnt hatte, hatte ich vor Jahren einen Beethoven-Overkill mit den Symphonien und den Klavierkonzerten, seither habe ich kaum wieder eines der Werke angehört.
      Das ändert nichts daran, dass die Stücke Meisterwerke sind. Ich werde mich mal in den nächsten Tagen aufraffen und mich etwas durch die Partitur wühlen, dann kann ich vielleicht auch etwas beitragen. Übrigens ist das Fünfte ein schönes Beispiel dafür, wie Komponisten hin und wieder altes Material "recyceln": die Anfangskadenz (schon das allein revolutionär) geht auf ein Stück zurück, welches der junge Beethoven als Fingerübung geschrieben hatte.
      Die Gefahr, Beethoven überromantisch zu spielen hat Tradition: im 19. Jahrhundert wurde er im Grunde als Romantiker gesehen, nicht als Klassiker. Er ist ein wenig beides, steht an der Schwelle zur Romantik, ist aber doch, wenn man sich entscheiden muss, noch tiefer in der Klassik drin. Beethovens formale Experimente und seine erweiterte Harmonik waren dennoch bahnbrechend in der Zeit. Beim fünften Klavierkonzert ist vor allem der Übergang in den Schlusssatz interessant. Aber mehr dazu später...

      Herzliche Grüße,
      S A T I E
      "...the only logical starting point for a genuine creative art of music -- the ear, and the manifold delights and stimuli that the ear, in conjunction with the experienced mind, can find in the exercise of imagination."
      Harry Partch
    • Guten Abend Satie,

      Wie ich an anderer Stelle schon erwähnt hatte, hatte ich vor Jahren einen Beethoven-Overkill mit den Symphonien und den Klavierkonzerten, seither habe ich kaum wieder eines der Werke angehört.


      Das hört sich ja schlimm an :B! Wie kam es dazu? An welcher "anderen Stelle" hattest du es schon erwähnt?

      Ich hoffe du wirst von Beethoven höchst Persöhnlich wieder geheilt. Er vermag es :J!

      Gruß
      Daniel
      Jesus spricht: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich." (Johannes 14, Vers 6)

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    • Guten Abend Satie,

      Wie ich an anderer Stelle schon erwähnt hatte, hatte ich vor Jahren einen Beethoven-Overkill mit den Symphonien und den Klavierkonzerten, seither habe ich kaum wieder eines der Werke angehört.


      Das hört sich ja schlimm an :B! Wie kam es dazu? An welcher "anderen Stelle" hattest du es schon erwähnt?

      Ich hoffe du wirst von Beethoven höchst Persöhnlich wieder geheilt. Er vermag es :J!

      Gruß
      Daniel
      Jesus spricht: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich." (Johannes 14, Vers 6)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von daniel5993 ()

    • Lieber Daniel,
      als ich anfing, mich mit Klassik zu befassen, hörte ich unheimlich viel Beethoven, dabei vor allem die Symphonien und die Klavierkonzerte. Obwohl ich seit wirklich langer Zeit keinen Beethoven mehr gehört habe, liegen mir die Themen, die Orchestrierung, all das immer noch im Ohr. Dazu kommt, dass diese Werke recht paradigmatisch sind und entsprechend oft in Diskussionen an der Hochschule behandelt wurden. Das bedeutet nicht, dass ich die Stücke nicht mehr hören kann, aber bewusst tue ich es nicht, da ich vieles anderes entdecken möchte, was im Rahmen des Studiums kaum behandelt wurde (im Grunde alles, was nicht direkt Standardrepertoire ist). Bei manchen Komponisten wie Bach ist es seltsamerweise so, dass ich mich mit ihnen ewig befassen könnte, ohne dass ich übersättigt bin. Aber wahrscheinlich ist das eine persönliche Sache. Bei Beethoven werde ich bestimmt irgendwann wieder mehr hören wollen, insbesondere im Zuge immer neuer Aufnahmen, die historisch orientiert sind.
      Generell habe ich ein stärkeres Interesse an Alter Musik bis hin zu Haydn, dann gibt es eine Lücke bis hin zu etwa Debussy, mit neuerer Musik befasse ich mich schon rein berufsbedingt. Das wird sich sicher ändern, aber momentan sind das meine Schwerpunkte. Dass ich trotzdem gerne mal Schubert oder Chopin höre muss ich wohl nicht erwähnen.
      So, jetzt wollen wir aber diesen Thread zu seinem Thema zurückkehren lassen.

      Herzliche Grüße,
      S A T I E
      "...the only logical starting point for a genuine creative art of music -- the ear, and the manifold delights and stimuli that the ear, in conjunction with the experienced mind, can find in the exercise of imagination."
      Harry Partch
    • Lieber Daniel,
      als ich anfing, mich mit Klassik zu befassen, hörte ich unheimlich viel Beethoven, dabei vor allem die Symphonien und die Klavierkonzerte. Obwohl ich seit wirklich langer Zeit keinen Beethoven mehr gehört habe, liegen mir die Themen, die Orchestrierung, all das immer noch im Ohr. Dazu kommt, dass diese Werke recht paradigmatisch sind und entsprechend oft in Diskussionen an der Hochschule behandelt wurden. Das bedeutet nicht, dass ich die Stücke nicht mehr hören kann, aber bewusst tue ich es nicht, da ich vieles anderes entdecken möchte, was im Rahmen des Studiums kaum behandelt wurde (im Grunde alles, was nicht direkt Standardrepertoire ist). Bei manchen Komponisten wie Bach ist es seltsamerweise so, dass ich mich mit ihnen ewig befassen könnte, ohne dass ich übersättigt bin. Aber wahrscheinlich ist das eine persönliche Sache. Bei Beethoven werde ich bestimmt irgendwann wieder mehr hören wollen, insbesondere im Zuge immer neuer Aufnahmen, die historisch orientiert sind.
      Generell habe ich ein stärkeres Interesse an Alter Musik bis hin zu Haydn, dann gibt es eine Lücke bis hin zu etwa Debussy, mit neuerer Musik befasse ich mich schon rein berufsbedingt. Das wird sich sicher ändern, aber momentan sind das meine Schwerpunkte. Dass ich trotzdem gerne mal Schubert oder Chopin höre muss ich wohl nicht erwähnen.
      So, jetzt wollen wir aber diesen Thread zu seinem Thema zurückkehren lassen.

      Herzliche Grüße,
      S A T I E
      "...the only logical starting point for a genuine creative art of music -- the ear, and the manifold delights and stimuli that the ear, in conjunction with the experienced mind, can find in the exercise of imagination."
      Harry Partch
    • Beethoven mit Brendel und Fleisher

      Hallo Daniel,

      ja die Beethoven-Klavierkonzerte. Ich wollte in diesem jahr auch noch dazu kommen - Prima, Du hast einen schölnen Anfang gemacht.

      Ich habe viele Jahre nach der Aufnahme der Beethven-KK gesucht.
      Schon zu meinen LP-Zeiten habe ich sie in der auch von Dir geschätzten Brendel / Haitink (Philips)-Aufnahme gefunden:

      Philips, 70er, ADD

      Selbstverständlich habe ich diese heute auch CD.

      Die Brendel / Levine - GA hatte ich zwischen zeitlich vor etwa 10-15Jahren auch mal auf CD. Ich fand diese fremd und konnte mich an die Aufnahme nicht gewöhnen, weil ich durch Brendel/Haitink geprägt war --- ja, die habe ich wieder verkauft !
      Es waren mir zu viele neue Spielenzchen in der Aufnahme vorhanden, die in der beschrfeibung als Neuentdeckung bezeichnet wurden.
      Ne, das war nix für mich.


      Erst in den letzten Jahren, als ich mich für alles von und mit Szell interessiert habe, bin ich auf die ebenfalls fantastische
      Fleisher/Szell (SONY)-Aufnahme gestoßen, die ich ebenfalls sehr schätze.
      Nicht zuletzt durch Szells fantastische Orchesterbegleitung und Fleisher phänomenale Klavierspiel, das wie eine Einheit wirkt - Super !
      Leider ist die GA etwas verrauscht, aber der Klang ist OK und ohne Einbußen in der Durchhörbarkeit (sonst hätte die Aufnahme bei mir keine Chance, wie Du weißt).

      SONY, 60er, ADD


      An Bernstein / Zimmermann wäre ich ebenfalls interessiert. davon habe ich nur gutes gelesen.
      :beer Meine o.g.Aufnahmen stellen so zufrieden, dass ich bisher den Schritt zum Kauf noch nicht vornehmen wollte.
      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • Beethoven mit Brendel und Fleisher

      Hallo Daniel,

      ja die Beethoven-Klavierkonzerte. Ich wollte in diesem jahr auch noch dazu kommen - Prima, Du hast einen schölnen Anfang gemacht.

      Ich habe viele Jahre nach der Aufnahme der Beethven-KK gesucht.
      Schon zu meinen LP-Zeiten habe ich sie in der auch von Dir geschätzten Brendel / Haitink (Philips)-Aufnahme gefunden:

      Philips, 70er, ADD

      Selbstverständlich habe ich diese heute auch CD.

      Die Brendel / Levine - GA hatte ich zwischen zeitlich vor etwa 10-15Jahren auch mal auf CD. Ich fand diese fremd und konnte mich an die Aufnahme nicht gewöhnen, weil ich durch Brendel/Haitink geprägt war --- ja, die habe ich wieder verkauft !
      Es waren mir zu viele neue Spielenzchen in der Aufnahme vorhanden, die in der beschrfeibung als Neuentdeckung bezeichnet wurden.
      Ne, das war nix für mich.


      Erst in den letzten Jahren, als ich mich für alles von und mit Szell interessiert habe, bin ich auf die ebenfalls fantastische
      Fleisher/Szell (SONY)-Aufnahme gestoßen, die ich ebenfalls sehr schätze.
      Nicht zuletzt durch Szells fantastische Orchesterbegleitung und Fleisher phänomenale Klavierspiel, das wie eine Einheit wirkt - Super !
      Leider ist die GA etwas verrauscht, aber der Klang ist OK und ohne Einbußen in der Durchhörbarkeit (sonst hätte die Aufnahme bei mir keine Chance, wie Du weißt).

      SONY, 60er, ADD


      An Bernstein / Zimmermann wäre ich ebenfalls interessiert. davon habe ich nur gutes gelesen.
      :beer Meine o.g.Aufnahmen stellen so zufrieden, dass ich bisher den Schritt zum Kauf noch nicht vornehmen wollte.
      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • Ich finde das Fünfte mit Brendel / Levine auch sehr gut gelungen und freue mich vor allem, dass hier jemand mal das außergewöhnliche Dirigat von Levine hervorhebt. Das ist wahrscheinlich nicht so, wie es im Geschichtsbuch steht, aber trotzdem oder vielleicht gerade deswegen sehr aufregend und mitreißend.

      Einer muss es tun: Ich nehme den Mantel des Schweigens von Hélène Grimaud.

      [off-topic] Ich habe die Aufnahme schon aus Opposition gegen die Opposition gekauft. Man kann ja über die Tatsache, dass Optik und Biographie von Künstlern bei deren Vermarktung vor der Musik stehen, denken wie man will. Man kann sich drüber mokieren, dass das seit dem "Fall N......o" immer mehr zu Regel wird. Daraus die Schlussfolgerung zu ziehen, dass alles, was so vermarktet wird, künstlerisch minderwertig sei ("technisch ist natürlich alles im grünen Bereich, aber wenn Ausdruckswillen und Gestaltungskraft gefragt sind, dann zeigt sich, dass zu den Großen noch sehr viel fehlt...") ist aber Nonsens. [/off-topic]

      Und wieder zeigt sich, dass selbst Hinhören immer noch das beste ist. "Ausdruckswillen" und "Gestaltungskraft" fehlen vor allem da, wo der voreingenommene Resenzent sie nicht hören will oder wo Grimaud einfach nicht den Geschmack des Hörenden trifft. Wenn man eher eine zurückhaltende, sangliche, sehr klare und druchsichtige Leseart hören will und von heroischem Gedonnere eher abgeschreckt wird, dann kann man diese Aufnahme nicht links liegen lassen.

      Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Cetay ()

    • Ich finde das Fünfte mit Brendel / Levine auch sehr gut gelungen und freue mich vor allem, dass hier jemand mal das außergewöhnliche Dirigat von Levine hervorhebt. Das ist wahrscheinlich nicht so, wie es im Geschichtsbuch steht, aber trotzdem oder vielleicht gerade deswegen sehr aufregend und mitreißend.

      Einer muss es tun: Ich nehme den Mantel des Schweigens von Hélène Grimaud.

      [off-topic] Ich habe die Aufnahme schon aus Opposition gegen die Opposition gekauft. Man kann ja über die Tatsache, dass Optik und Biographie von Künstlern bei deren Vermarktung vor der Musik stehen, denken wie man will. Man kann sich drüber mokieren, dass das seit dem "Fall N......o" immer mehr zu Regel wird. Daraus die Schlussfolgerung zu ziehen, dass alles, was so vermarktet wird, künstlerisch minderwertig sei ("technisch ist natürlich alles im grünen Bereich, aber wenn Ausdruckswillen und Gestaltungskraft gefragt sind, dann zeigt sich, dass zu den Großen noch sehr viel fehlt...") ist aber Nonsens. [/off-topic]

      Und wieder zeigt sich, dass selbst Hinhören immer noch das beste ist. "Ausdruckswillen" und "Gestaltungskraft" fehlen vor allem da, wo der voreingenommene Resenzent sie nicht hören will oder wo Grimaud einfach nicht den Geschmack des Hörenden trifft. Wenn man eher eine zurückhaltende, sangliche, sehr klare und druchsichtige Leseart hören will und von heroischem Gedonnere eher abgeschreckt wird, dann kann man diese Aufnahme nicht links liegen lassen.

      Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)

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    • Daniel, vielen Dank für die Eröffnung des Fadens!

      Zu ergänzen bliebe vielleicht noch, dass Beethoven, der ja auch Pianist war und seine ersten vier Konzerte selbst gespielt hat, dieses Konzert nie selbst aufgeführt hat, weil seine Taubheit schon sehr weit fortgeschritten war
      (ich weiß jetzt nicht mehr, wo ich dies gelesen habe). Vielleicht der Grund, dass er es bei 5 vollständigen Klavierkonzerten belassen hat und das sechste nur als Fragment vorliegt?

      An Einspielungen besitze ich:

      Haitink/Brendel, schon genannt




      Haitink/Perahia/CGO




      Haitink/Arrau, schon genannt



      Sanderling/Uchida/SO d. Bay.Rfs.




      Gansch/Pletnjow/RNO





      Stein/Gulda aus dieser Box




      Skrowaczewski/Bachauer mit dem LSO aus dem Jahre 1962, ein Cover finde ich leider nicht.

      Ich kann nicht sagen, dass ich eine absolute Lieblingsaufnahme hätte.
      Arrau, Brendel, Perahia und Bachauer habe ich schon länger und von diesen vieren dürften es Brendel und Perahia gewesen sein, die ich am meisten gehört habe, was nicht heißen soll, dass mir die beiden anderen nicht gefielen.

      Pletnjow, Uchida und Gulda sind Neuerwerbungen. Uchida und Sanderling ist eine sehr schöne Aufnahme gelungen, so scheint es mir nach ersten Höreindrücken.

      Gulda klingt aufnahmetechnisch manchmal in meinen Ohren etwas spitz, die Wiener ziemlich intransparent, etwas untypisch für eine Decca-Aufnahme aus den Siebzigern - aber wie schon bemerkt: nur ein erster Höreindruck

      Pletnjow nimmt sich einiges an Freiheiten und klebt mit Sicherheit nicht am Notentext, was sicherlich viele hier im Forum nicht tolerieren würden. Da ich eh keinen musiktheoretischen oder -wissenschaftlichen Background habe und auch kein Instrument spiele höre ich in erster Linie emotional geprägt - und da gefällt mir die Pletnjow-Einspielung wie der gesamte Zyklus ziemlich gut.


      Ich hatte übrigens Gelegenheit in die Grimaud-Aufnahme hineinzuhören und kann mich Dox anschließen. Der recht schlanke, durchsichtige Klang und das eher zurückhaltende Spiel gefällt mir durchaus. Grimauds Spielweise mag nicht zu Rachmaninow o. ähnlichem Repertoire passen, aber bei klassischem Repertoire wie Beethoven passt´s durchaus. Nicht ausgeschlossen, dass ich mal zugreife, wenn die Preise purzeln.

      Leider habe ich die Aufnahmen meines Lieblingsdirigenten Szell mit Fleisher (hier habe ich aber einige der anderen Konzerte) und Gilels nicht. Ich warte auch hier noch auf günstige Angebote im marketplace und anderswo.

      Gruß
      Henning
      Anstatt die besten Wissenschaftler in die Rüstungsindustrie und Raumfahrt zu schicken, hätte die SU sie ins Melodya-Tonstudio schicken sollen - was für eine vertane Chance...............
    • Daniel, vielen Dank für die Eröffnung des Fadens!

      Zu ergänzen bliebe vielleicht noch, dass Beethoven, der ja auch Pianist war und seine ersten vier Konzerte selbst gespielt hat, dieses Konzert nie selbst aufgeführt hat, weil seine Taubheit schon sehr weit fortgeschritten war
      (ich weiß jetzt nicht mehr, wo ich dies gelesen habe). Vielleicht der Grund, dass er es bei 5 vollständigen Klavierkonzerten belassen hat und das sechste nur als Fragment vorliegt?

      An Einspielungen besitze ich:

      Haitink/Brendel, schon genannt




      Haitink/Perahia/CGO




      Haitink/Arrau, schon genannt



      Sanderling/Uchida/SO d. Bay.Rfs.




      Gansch/Pletnjow/RNO





      Stein/Gulda aus dieser Box




      Skrowaczewski/Bachauer mit dem LSO aus dem Jahre 1962, ein Cover finde ich leider nicht.

      Ich kann nicht sagen, dass ich eine absolute Lieblingsaufnahme hätte.
      Arrau, Brendel, Perahia und Bachauer habe ich schon länger und von diesen vieren dürften es Brendel und Perahia gewesen sein, die ich am meisten gehört habe, was nicht heißen soll, dass mir die beiden anderen nicht gefielen.

      Pletnjow, Uchida und Gulda sind Neuerwerbungen. Uchida und Sanderling ist eine sehr schöne Aufnahme gelungen, so scheint es mir nach ersten Höreindrücken.

      Gulda klingt aufnahmetechnisch manchmal in meinen Ohren etwas spitz, die Wiener ziemlich intransparent, etwas untypisch für eine Decca-Aufnahme aus den Siebzigern - aber wie schon bemerkt: nur ein erster Höreindruck

      Pletnjow nimmt sich einiges an Freiheiten und klebt mit Sicherheit nicht am Notentext, was sicherlich viele hier im Forum nicht tolerieren würden. Da ich eh keinen musiktheoretischen oder -wissenschaftlichen Background habe und auch kein Instrument spiele höre ich in erster Linie emotional geprägt - und da gefällt mir die Pletnjow-Einspielung wie der gesamte Zyklus ziemlich gut.


      Ich hatte übrigens Gelegenheit in die Grimaud-Aufnahme hineinzuhören und kann mich Dox anschließen. Der recht schlanke, durchsichtige Klang und das eher zurückhaltende Spiel gefällt mir durchaus. Grimauds Spielweise mag nicht zu Rachmaninow o. ähnlichem Repertoire passen, aber bei klassischem Repertoire wie Beethoven passt´s durchaus. Nicht ausgeschlossen, dass ich mal zugreife, wenn die Preise purzeln.

      Leider habe ich die Aufnahmen meines Lieblingsdirigenten Szell mit Fleisher (hier habe ich aber einige der anderen Konzerte) und Gilels nicht. Ich warte auch hier noch auf günstige Angebote im marketplace und anderswo.

      Gruß
      Henning
      Anstatt die besten Wissenschaftler in die Rüstungsindustrie und Raumfahrt zu schicken, hätte die SU sie ins Melodya-Tonstudio schicken sollen - was für eine vertane Chance...............
    • Ich hab von Amade erfahren, dass es noch eine Gesamtaufnahme mit George Szell und Emil Gilels (Ende der sechziger) gibt, von EMI. Kennt da jemand das 5. Klavierkonzert draus?




      Allerdings sind die ersten vier auf der "ersten" CD und das Fünfte auf eine nächsten Doppel-EMI, gkoppelt mit Werken von Dvorak.
      Und wenn (Ihr die Aufnahme kennt), wie Unterscheiden sich Szell/Gilels und Szell/Fleisher voneinander?

      Henning: Leider habe ich die Aufnahmen meines Lieblingsdirigenten Szell mit Fleisher (hier habe ich aber einige der anderen Konzerte) und Gilels nicht


      Ja, von Szell/Fleisher hört man viel Gutes!
      Jesus spricht: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich." (Johannes 14, Vers 6)

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von daniel5993 ()

    • Ich hab von Amade erfahren, dass es noch eine Gesamtaufnahme mit George Szell und Emil Gilels (Ende der sechziger) gibt, von EMI. Kennt da jemand das 5. Klavierkonzert draus?




      Allerdings sind die ersten vier auf der "ersten" CD und das Fünfte auf eine nächsten Doppel-EMI, gkoppelt mit Werken von Dvorak.
      Und wenn (Ihr die Aufnahme kennt), wie Unterscheiden sich Szell/Gilels und Szell/Fleisher voneinander?

      Henning: Leider habe ich die Aufnahmen meines Lieblingsdirigenten Szell mit Fleisher (hier habe ich aber einige der anderen Konzerte) und Gilels nicht


      Ja, von Szell/Fleisher hört man viel Gutes!
      Jesus spricht: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich." (Johannes 14, Vers 6)

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von daniel5993 ()

    • @Daniel

      das sind die auf meiner Wunschliste befindlichen Aufnahmen die ich oben angesprochen habe. Die sind mir aber zu teuer. Das 5 mit Dvorak wird zur Zeit im marketplace für 50 -60 € angeboten, die anderen KK (das dritte und vierte kenne ich und mir gefällt´s) für über 30 Euro. Mir ist das zuviel, wenn Du eine billigere Quelle kennst bin ich für Hinweise jederzeit dankbar.

      Henning
      Anstatt die besten Wissenschaftler in die Rüstungsindustrie und Raumfahrt zu schicken, hätte die SU sie ins Melodya-Tonstudio schicken sollen - was für eine vertane Chance...............
    • @Daniel

      das sind die auf meiner Wunschliste befindlichen Aufnahmen die ich oben angesprochen habe. Die sind mir aber zu teuer. Das 5 mit Dvorak wird zur Zeit im marketplace für 50 -60 € angeboten, die anderen KK (das dritte und vierte kenne ich und mir gefällt´s) für über 30 Euro. Mir ist das zuviel, wenn Du eine billigere Quelle kennst bin ich für Hinweise jederzeit dankbar.

      Henning
      Anstatt die besten Wissenschaftler in die Rüstungsindustrie und Raumfahrt zu schicken, hätte die SU sie ins Melodya-Tonstudio schicken sollen - was für eine vertane Chance...............