Schubert: Impromptu D899 und D935

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    • Schubert: Impromptu D899 und D935

      Hallo Forianer,

      zunächsteinmal möchte ich auf die allgemeine Erklärung des Begriffs IMpromtu auf Wikipedia.de verweisen.

      de.wikipedia.org/wiki/Impromptu

      Die Impromptu gehören zu den Charakterstücken im Gegensatz zur Programmmusik und stellen wohl das, oder zumindestens eins, der meistgespielten Klabierwerke Schuberts dar. Der Anspruch an den Pianisten ist nicht sonderlich hoch und so wurden die beiden Impromptus auch als "gehobene Hausmusik" bezeichnet und behinderten dadurch die Wertschätzung Schuberts als Komponisten hochwertiger Sonaten. Gemeint sind bei dieser Bemerkung vor allem D899,4, D899 #3, sowie D935 #2.

      Insgesamt scheint Schubert immer wieder im Schatten des großen L.v.Beethoven zu stehen. Sein Klavierwerk verdient aber sicherlich große Würdigung und daher möchte ich heute einen Thread zu seinen beiden Impromptu D899 und D935 starten.

      Impromtu D899

      #1 - c-moll Allegro molto moderatoHörprobe
      #2 - ES-dur Allegro Hörprobe
      #3 - Ges-dur Andante Hörprobe
      #4 - As-dur Allegretto - Trio Hörprobe

      Impromtu D935

      #1 - f-moll Allegro moderato
      #2 - As-dur Allegretto - Trio
      #3 - B-dur Thema: Andante Var. I-V
      #4 - f-moll Allegro scherzando

      Noten und Klangbeispiele findet man übrigends hier = fluegel-klavier.de/schubert/Impromptus.htm


      Der erfahrene Schubert-Freund wird sicherlich gleich erkannt haben, daß die Impromptus D899 und D935 zwischen den

      Sonatenzyklen D840,D845, D850 & D894 sowie D958,D959 & D960 entstanden sind. Also zwei der großen Zyklen in Schuberts Schaffen für die Gattung der Klaviersonaten.
      D899 entstand Herbst 1827 und D935 im Dezember 1827. Erstdruck waren für D899 #1 und #2 1827, D899 #3 und #4 1857, sowie für D935 1839 mit der op.. post. Anngabe 142.
      Die Bezeichnung Impromtu schrieb der Verleger Tobias Haslinger über die 1827 veröffentlichten D899 #1 und #2. Bei D935 schrieb Schubert persönlich diesen Titel über die von ihm durchnummerierten Impromtus #5-#8.

      Die Impromtus lassen sich als aufgrund des Aufbaus als komplette Hefte spielen oder aber auch Auszüge einzelner Impromptu sind denkbar und werden gespielt. Allerdings muss ich gestehen, daß ich sie lieber als komplette Hefte höre, da sie für mich eben nicht gänzlich unabhängig sind und dadurch eine noch interessante Wirkung auf mich haben.

      D899 #1, D935 #1 sowie D899 #3 können an gewisse Formen erinnern, die auch in Sonaten vorkommen. Alle anderen klingen für mich eher tänzerisch und beschwingt.

      Für mich zählen diese "einfachen" Werke zu den ganz großen Kompositionen, die zeigen mit welch einfachen Mitteln Schubert in der Lage war großartige ergeifende Werke zu komponieren.

      Wie gefallen euch diese Werke?
      Welchen Stellenwert haben sie für euch?
      Seht ihr sie auch eher als Zyklus oder als Einzelstücksammlung?
      Welche Impromptu liebt ihr besonders?
      _____

      Administrator: Das Klassikforum
    • Schubert: Impromptu D899 und D935

      Hallo Forianer,

      zunächsteinmal möchte ich auf die allgemeine Erklärung des Begriffs IMpromtu auf Wikipedia.de verweisen.

      de.wikipedia.org/wiki/Impromptu

      Die Impromptu gehören zu den Charakterstücken im Gegensatz zur Programmmusik und stellen wohl das, oder zumindestens eins, der meistgespielten Klabierwerke Schuberts dar. Der Anspruch an den Pianisten ist nicht sonderlich hoch und so wurden die beiden Impromptus auch als "gehobene Hausmusik" bezeichnet und behinderten dadurch die Wertschätzung Schuberts als Komponisten hochwertiger Sonaten. Gemeint sind bei dieser Bemerkung vor allem D899,4, D899 #3, sowie D935 #2.

      Insgesamt scheint Schubert immer wieder im Schatten des großen L.v.Beethoven zu stehen. Sein Klavierwerk verdient aber sicherlich große Würdigung und daher möchte ich heute einen Thread zu seinen beiden Impromptu D899 und D935 starten.

      Impromtu D899

      #1 - c-moll Allegro molto moderatoHörprobe
      #2 - ES-dur Allegro Hörprobe
      #3 - Ges-dur Andante Hörprobe
      #4 - As-dur Allegretto - Trio Hörprobe

      Impromtu D935

      #1 - f-moll Allegro moderato
      #2 - As-dur Allegretto - Trio
      #3 - B-dur Thema: Andante Var. I-V
      #4 - f-moll Allegro scherzando

      Noten und Klangbeispiele findet man übrigends hier = fluegel-klavier.de/schubert/Impromptus.htm


      Der erfahrene Schubert-Freund wird sicherlich gleich erkannt haben, daß die Impromptus D899 und D935 zwischen den

      Sonatenzyklen D840,D845, D850 & D894 sowie D958,D959 & D960 entstanden sind. Also zwei der großen Zyklen in Schuberts Schaffen für die Gattung der Klaviersonaten.
      D899 entstand Herbst 1827 und D935 im Dezember 1827. Erstdruck waren für D899 #1 und #2 1827, D899 #3 und #4 1857, sowie für D935 1839 mit der op.. post. Anngabe 142.
      Die Bezeichnung Impromtu schrieb der Verleger Tobias Haslinger über die 1827 veröffentlichten D899 #1 und #2. Bei D935 schrieb Schubert persönlich diesen Titel über die von ihm durchnummerierten Impromtus #5-#8.

      Die Impromtus lassen sich als aufgrund des Aufbaus als komplette Hefte spielen oder aber auch Auszüge einzelner Impromptu sind denkbar und werden gespielt. Allerdings muss ich gestehen, daß ich sie lieber als komplette Hefte höre, da sie für mich eben nicht gänzlich unabhängig sind und dadurch eine noch interessante Wirkung auf mich haben.

      D899 #1, D935 #1 sowie D899 #3 können an gewisse Formen erinnern, die auch in Sonaten vorkommen. Alle anderen klingen für mich eher tänzerisch und beschwingt.

      Für mich zählen diese "einfachen" Werke zu den ganz großen Kompositionen, die zeigen mit welch einfachen Mitteln Schubert in der Lage war großartige ergeifende Werke zu komponieren.

      Wie gefallen euch diese Werke?
      Welchen Stellenwert haben sie für euch?
      Seht ihr sie auch eher als Zyklus oder als Einzelstücksammlung?
      Welche Impromptu liebt ihr besonders?
      _____

      Administrator: Das Klassikforum
    • RE: Schubert: Impromptu D899 und D935

      Lieber Rachmaninov:

      Herzlichen Dank für einen sicher schon lange überfälligen Faden zu Schuberts Impromptus im etwas ruhigen Klavier-Unterforum. Und ich habe gern gelesen, daß es demnächst mit der Sonate D 894 weitergehen soll.

      Zu den Impromptus: Die Ansprüche an den Pianisten mögen nicht besonders hoch sein, sie sind aber keineswegs ganz niedrig, die Impromptus D 935 sind immerhin Franz Liszt gewidmet. Und im Prinzip waren natürlich alle Kompositionen für Soloklavier zu Schuberts Zeiten Hausmusik und nicht für den Konzertsaal gedacht ...

      Beide Vierergruppen kann man mit etwas Recht als verkappte viersätzige Sonaten betrachten, Robert Schumann hat es im Falle von D 935 auch so gehalten: "Doch glaub' ich kaum, daß Schubert diese Sätze wirklich "Impromptus" überschrieben; der erste ist so offenbar der erste einer Sonate, so vollkommen ausgeführt und abgeschlossen, daß gar kein Zweifel aufkommen kann. Das zweite Impromptu halte ich für den zweiten Satz derselben Sonate ... man könnte vielleicht das vierte Impromptu als Finale betrachten ..." Bei genauerem Hinsehen ist die Annahme, daß man es mit einer Sonate zu tun haben könnte, für D 899 weniger wahrscheinlich, die Abfolge der verwendeten Tonarten spricht dagegen. Soll man also die beiden Vierergruppen immer vollständig spielen? Nicht unbedingt, finde ich. Ich höre meine Lieblinge D 899, No. 2 und 4 auch gerne einmal allein und für sich, auch andere Impromptus.

      Nach Aufnahmen und ihrer Einschätzung hast Du noch nicht gefragt, was auch ganz richtig ist.

      Gruß, Zelenka
      "Mit Kempff habe ich nur ein einziges Mal gespielt, und er meinte hinterher, er werde nie wieder mit mir spielen, weil ich beim Dirigieren singe. Und dabei war er eines meiner Idole gewesen." Sir Colin Davis
    • RE: Schubert: Impromptu D899 und D935

      Lieber Rachmaninov:

      Herzlichen Dank für einen sicher schon lange überfälligen Faden zu Schuberts Impromptus im etwas ruhigen Klavier-Unterforum. Und ich habe gern gelesen, daß es demnächst mit der Sonate D 894 weitergehen soll.

      Zu den Impromptus: Die Ansprüche an den Pianisten mögen nicht besonders hoch sein, sie sind aber keineswegs ganz niedrig, die Impromptus D 935 sind immerhin Franz Liszt gewidmet. Und im Prinzip waren natürlich alle Kompositionen für Soloklavier zu Schuberts Zeiten Hausmusik und nicht für den Konzertsaal gedacht ...

      Beide Vierergruppen kann man mit etwas Recht als verkappte viersätzige Sonaten betrachten, Robert Schumann hat es im Falle von D 935 auch so gehalten: "Doch glaub' ich kaum, daß Schubert diese Sätze wirklich "Impromptus" überschrieben; der erste ist so offenbar der erste einer Sonate, so vollkommen ausgeführt und abgeschlossen, daß gar kein Zweifel aufkommen kann. Das zweite Impromptu halte ich für den zweiten Satz derselben Sonate ... man könnte vielleicht das vierte Impromptu als Finale betrachten ..." Bei genauerem Hinsehen ist die Annahme, daß man es mit einer Sonate zu tun haben könnte, für D 899 weniger wahrscheinlich, die Abfolge der verwendeten Tonarten spricht dagegen. Soll man also die beiden Vierergruppen immer vollständig spielen? Nicht unbedingt, finde ich. Ich höre meine Lieblinge D 899, No. 2 und 4 auch gerne einmal allein und für sich, auch andere Impromptus.

      Nach Aufnahmen und ihrer Einschätzung hast Du noch nicht gefragt, was auch ganz richtig ist.

      Gruß, Zelenka
      "Mit Kempff habe ich nur ein einziges Mal gespielt, und er meinte hinterher, er werde nie wieder mit mir spielen, weil ich beim Dirigieren singe. Und dabei war er eines meiner Idole gewesen." Sir Colin Davis
    • RE: Schubert: Impromptu D899 und D935

      Original von Zelenka
      Nach Aufnahmen und ihrer Einschätzung hast Du noch nicht gefragt, was auch ganz richtig ist.

      Gruß, Zelenka


      @Zelenka,

      aufgrund meiner geringen Zeit nur kurz hierzu etwas.
      Diese Entscheidung hatte ich bewußt getroffen, da für mich zunächst das Werk und das Werkverständnis im Vordergrund steht und dann erst die existierenden Aufnahmen und deren Einschätzung.
      _____

      Administrator: Das Klassikforum
    • RE: Schubert: Impromptu D899 und D935

      Original von Zelenka
      Nach Aufnahmen und ihrer Einschätzung hast Du noch nicht gefragt, was auch ganz richtig ist.

      Gruß, Zelenka


      @Zelenka,

      aufgrund meiner geringen Zeit nur kurz hierzu etwas.
      Diese Entscheidung hatte ich bewußt getroffen, da für mich zunächst das Werk und das Werkverständnis im Vordergrund steht und dann erst die existierenden Aufnahmen und deren Einschätzung.
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      Administrator: Das Klassikforum
    • RE: Schubert: Impromptu D899 und D935

      Original von Rachmaninov
      Original von Zelenka
      Nach Aufnahmen und ihrer Einschätzung hast Du noch nicht gefragt, was auch ganz richtig ist.

      Gruß, Zelenka


      @Zelenka,

      aufgrund meiner geringen Zeit nur kurz hierzu etwas.
      Diese Entscheidung hatte ich bewußt getroffen, da für mich zunächst das Werk und das Werkverständnis im Vordergrund steht und dann erst die existierenden Aufnahmen und deren Einschätzung.


      Lieber Rachmaninov:

      Ich finde auch, daß man erst einmal das Werk in den Vordergrund stellen sollte! Obwohl ich sicher schon oft genug gegen dieses Prinzip verstoßen habe und mit Aufnahmen ins Haus bzw. ins Forum gefallen bin ...

      Gruß, Zelenka
      "Mit Kempff habe ich nur ein einziges Mal gespielt, und er meinte hinterher, er werde nie wieder mit mir spielen, weil ich beim Dirigieren singe. Und dabei war er eines meiner Idole gewesen." Sir Colin Davis
    • RE: Schubert: Impromptu D899 und D935

      Original von Rachmaninov
      Original von Zelenka
      Nach Aufnahmen und ihrer Einschätzung hast Du noch nicht gefragt, was auch ganz richtig ist.

      Gruß, Zelenka


      @Zelenka,

      aufgrund meiner geringen Zeit nur kurz hierzu etwas.
      Diese Entscheidung hatte ich bewußt getroffen, da für mich zunächst das Werk und das Werkverständnis im Vordergrund steht und dann erst die existierenden Aufnahmen und deren Einschätzung.


      Lieber Rachmaninov:

      Ich finde auch, daß man erst einmal das Werk in den Vordergrund stellen sollte! Obwohl ich sicher schon oft genug gegen dieses Prinzip verstoßen habe und mit Aufnahmen ins Haus bzw. ins Forum gefallen bin ...

      Gruß, Zelenka
      "Mit Kempff habe ich nur ein einziges Mal gespielt, und er meinte hinterher, er werde nie wieder mit mir spielen, weil ich beim Dirigieren singe. Und dabei war er eines meiner Idole gewesen." Sir Colin Davis
    • RE: Schubert: Impromptu D899 und D935

      Original von Zelenka

      Beide Vierergruppen kann man mit etwas Recht als verkappte viersätzige Sonaten betrachten, Robert Schumann hat es im Falle von D 935 auch so gehalten: "Doch glaub' ich kaum, daß Schubert diese Sätze wirklich "Impromptus" überschrieben; der erste ist so offenbar der erste einer Sonate, so vollkommen ausgeführt und abgeschlossen, daß gar kein Zweifel aufkommen kann. Das zweite Impromptu halte ich für den zweiten Satz derselben Sonate ... man könnte vielleicht das vierte Impromptu als Finale betrachten ..." Bei genauerem Hinsehen ist die Annahme, daß man es mit einer Sonate zu tun haben könnte, für D 899 weniger wahrscheinlich, die Abfolge der verwendeten Tonarten spricht dagegen. Soll man also die beiden Vierergruppen immer vollständig spielen? Nicht unbedingt, finde ich. Ich höre meine Lieblinge D 899, No. 2 und 4 auch gerne einmal allein und für sich, auch andere Impromptus.


      @Zelenka,

      ließt man die Beschreibung zum Impromtu auf Wikipedia und hört man die Impromptu so stellt man fest, daß es hier bei Schuberts Impromtu wohl nicht so einfach ist eine eindeutige Gattungszuordnung zu finden. Wie Du auch schon schreibst sind deutliche Anzeichen von Klaviersonaten zu erkennen. Wahrscheinlich hat Schubert D899 eben daher nicht mit diesem Titel bedacht.
      Vielleicht hat Schubert auch Entwürfe für Sonaten hier verwendet oder zumindestens einfließen lassen. Muss ich mich nochmals tiefer einlesen. Meine irgendwo eine entsprechende Bemerkung gelesen zu haben.

      Wie ich lese sind Deine Favoriten eher aus D899. Interessant, meine Lieblinge sind aus D899. Aber so oder so. Schuberts Klaviermusik ist einfach großartig :leb
      _____

      Administrator: Das Klassikforum
    • RE: Schubert: Impromptu D899 und D935

      Original von Zelenka

      Beide Vierergruppen kann man mit etwas Recht als verkappte viersätzige Sonaten betrachten, Robert Schumann hat es im Falle von D 935 auch so gehalten: "Doch glaub' ich kaum, daß Schubert diese Sätze wirklich "Impromptus" überschrieben; der erste ist so offenbar der erste einer Sonate, so vollkommen ausgeführt und abgeschlossen, daß gar kein Zweifel aufkommen kann. Das zweite Impromptu halte ich für den zweiten Satz derselben Sonate ... man könnte vielleicht das vierte Impromptu als Finale betrachten ..." Bei genauerem Hinsehen ist die Annahme, daß man es mit einer Sonate zu tun haben könnte, für D 899 weniger wahrscheinlich, die Abfolge der verwendeten Tonarten spricht dagegen. Soll man also die beiden Vierergruppen immer vollständig spielen? Nicht unbedingt, finde ich. Ich höre meine Lieblinge D 899, No. 2 und 4 auch gerne einmal allein und für sich, auch andere Impromptus.


      @Zelenka,

      ließt man die Beschreibung zum Impromtu auf Wikipedia und hört man die Impromptu so stellt man fest, daß es hier bei Schuberts Impromtu wohl nicht so einfach ist eine eindeutige Gattungszuordnung zu finden. Wie Du auch schon schreibst sind deutliche Anzeichen von Klaviersonaten zu erkennen. Wahrscheinlich hat Schubert D899 eben daher nicht mit diesem Titel bedacht.
      Vielleicht hat Schubert auch Entwürfe für Sonaten hier verwendet oder zumindestens einfließen lassen. Muss ich mich nochmals tiefer einlesen. Meine irgendwo eine entsprechende Bemerkung gelesen zu haben.

      Wie ich lese sind Deine Favoriten eher aus D899. Interessant, meine Lieblinge sind aus D899. Aber so oder so. Schuberts Klaviermusik ist einfach großartig :leb
      _____

      Administrator: Das Klassikforum
    • Hallo Rachmaninov, Zelenka,

      Ein schöner Thread!
      Gerade in den letzten 2 Monaten hab ich mich stärker auf Schuberts Klavierwerke gewagt und stoße überall auf Gold :engel. Mehr oder weniger schnell, aber ich hab gemerkt suchen und nachhaken lohnt sich. Zumal ich ja kein Spezialist bei Klaviermusik bin.


      Wie gefallen euch diese Werke?

      Sie gehören zu meinen Lieblingen in der Klaviermusik, dem Inhalt nach, nahe den 3 Klavierstücken D.946


      Welchen Stellenwert haben sie für euch?

      Einen sehr Hohen, wie Schuberts Klavierwerke sowieso (Obwohl ich noch nicht alles verinnerlicht habe)


      Seht ihr sie auch eher als Zyklus oder als Einzelstücksammlung?

      Ich höre diese beiden Impromptus Werke (D.899 & 935) NUR am Stück. Die gehören Zusammen. Keine Einzelgeschichten! Zumal es keine Schwachstellen (für mich) in diesem Werk gibt, gibts auch keinen Grund, langweilige Nummern zu überspringen.


      Welche Impromptu liebt ihr besonders?

      Eine ganz schwere Frage! Jedes einzelne ist Brilliant! Auch ändert das "mein Liebstes" je nach Stimmung.
      Aber ein Impromptu hab ich doch am Liebsten: D.935 No. 1 (Eine Weltentrückende Schönheit unter den anderen Impromptus)

      Wenn ich zwischen D.899 und D. 935 wählen müsste?
      Schweren Herzens würd ich mich für das Werk D.935 entscheiden.

      Gruß
      Daniel
      Jesus spricht: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich." (Johannes 14, Vers 6)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von daniel5993 ()

    • Hallo Rachmaninov, Zelenka,

      Ein schöner Thread!
      Gerade in den letzten 2 Monaten hab ich mich stärker auf Schuberts Klavierwerke gewagt und stoße überall auf Gold :engel. Mehr oder weniger schnell, aber ich hab gemerkt suchen und nachhaken lohnt sich. Zumal ich ja kein Spezialist bei Klaviermusik bin.


      Wie gefallen euch diese Werke?

      Sie gehören zu meinen Lieblingen in der Klaviermusik, dem Inhalt nach, nahe den 3 Klavierstücken D.946


      Welchen Stellenwert haben sie für euch?

      Einen sehr Hohen, wie Schuberts Klavierwerke sowieso (Obwohl ich noch nicht alles verinnerlicht habe)


      Seht ihr sie auch eher als Zyklus oder als Einzelstücksammlung?

      Ich höre diese beiden Impromptus Werke (D.899 & 935) NUR am Stück. Die gehören Zusammen. Keine Einzelgeschichten! Zumal es keine Schwachstellen (für mich) in diesem Werk gibt, gibts auch keinen Grund, langweilige Nummern zu überspringen.


      Welche Impromptu liebt ihr besonders?

      Eine ganz schwere Frage! Jedes einzelne ist Brilliant! Auch ändert das "mein Liebstes" je nach Stimmung.
      Aber ein Impromptu hab ich doch am Liebsten: D.935 No. 1 (Eine Weltentrückende Schönheit unter den anderen Impromptus)

      Wenn ich zwischen D.899 und D. 935 wählen müsste?
      Schweren Herzens würd ich mich für das Werk D.935 entscheiden.

      Gruß
      Daniel
      Jesus spricht: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich." (Johannes 14, Vers 6)

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    • RE: Schubert: Impromptu D899 und D935

      Original von Rachmaninov

      Schuberts Klaviermusik ist einfach großartig :leb


      Lieber Rachmaninov:

      Da sind wir zur Abwechslung mal einer Meinung! :D - Es ist sicher nicht ganz einfach, eine klare Definition für das Impromptu zu geben. Bei seinem ungeheueren melodischen Einfallsreichtum konnte wohl auch nicht alles zu formal strengeren Sonaten ausgebaut werden ...

      Gruß, Zelenka
      "Mit Kempff habe ich nur ein einziges Mal gespielt, und er meinte hinterher, er werde nie wieder mit mir spielen, weil ich beim Dirigieren singe. Und dabei war er eines meiner Idole gewesen." Sir Colin Davis
    • RE: Schubert: Impromptu D899 und D935

      Original von Rachmaninov

      Schuberts Klaviermusik ist einfach großartig :leb


      Lieber Rachmaninov:

      Da sind wir zur Abwechslung mal einer Meinung! :D - Es ist sicher nicht ganz einfach, eine klare Definition für das Impromptu zu geben. Bei seinem ungeheueren melodischen Einfallsreichtum konnte wohl auch nicht alles zu formal strengeren Sonaten ausgebaut werden ...

      Gruß, Zelenka
      "Mit Kempff habe ich nur ein einziges Mal gespielt, und er meinte hinterher, er werde nie wieder mit mir spielen, weil ich beim Dirigieren singe. Und dabei war er eines meiner Idole gewesen." Sir Colin Davis
    • Der Anspruch an den Pianisten ist nicht sonderlich hoch und so wurden die beiden Impromptus auch als "gehobene Hausmusik" bezeichnet


      So einfach sind sie gerade doch nicht. Beim Ges-dur Impromptus D.889,3 musste ich auf Grund einer drohenden Sehnenscheidenentzündung das Üben aufgeben. Da spielt die rechte Hand 6 - 7 Minuten lang immer zur Oktave gespreizt, das erfordert schon eine vollkommen durchtrainierte Hand, das lässt sich nicht so einfach vom Blatt spielen. Auch das As-dur Stück hat seine Tücken.

      Insgesamt präferiere ich wegen Nr.1 und 3 den zweiten Zyklus D.935.

      Auf Lieblingsaufnahmen möchte ich mich jetzt nicht festlegen, sehr gut gefallen mir Lupu



      Zimerman



      sowie die alte, aber immer noch junge EMI-Einspielung mit Edwin Fischer, jetzt bei Testament:



      Da sollte man als erstes zugreifen!

      Grüße Amadé
    • Der Anspruch an den Pianisten ist nicht sonderlich hoch und so wurden die beiden Impromptus auch als "gehobene Hausmusik" bezeichnet


      So einfach sind sie gerade doch nicht. Beim Ges-dur Impromptus D.889,3 musste ich auf Grund einer drohenden Sehnenscheidenentzündung das Üben aufgeben. Da spielt die rechte Hand 6 - 7 Minuten lang immer zur Oktave gespreizt, das erfordert schon eine vollkommen durchtrainierte Hand, das lässt sich nicht so einfach vom Blatt spielen. Auch das As-dur Stück hat seine Tücken.

      Insgesamt präferiere ich wegen Nr.1 und 3 den zweiten Zyklus D.935.

      Auf Lieblingsaufnahmen möchte ich mich jetzt nicht festlegen, sehr gut gefallen mir Lupu



      Zimerman



      sowie die alte, aber immer noch junge EMI-Einspielung mit Edwin Fischer, jetzt bei Testament:



      Da sollte man als erstes zugreifen!

      Grüße Amadé
    • Original von Amadé

      Auf Lieblingsaufnahmen möchte ich mich jetzt nicht festlegen, sehr gut gefallen mir Lupu



      Zimerman



      sowie die alte, aber immer noch junge EMI-Einspielung mit Edwin Fischer, jetzt bei Testament:



      Da sollte man als erstes zugreifen!

      Grüße Amadé


      Eigentlich sollte ja noch nicht von Aufnahmen gesprochen werden ...

      Gruß, Zelenka
      "Mit Kempff habe ich nur ein einziges Mal gespielt, und er meinte hinterher, er werde nie wieder mit mir spielen, weil ich beim Dirigieren singe. Und dabei war er eines meiner Idole gewesen." Sir Colin Davis

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    • Original von Amadé

      Auf Lieblingsaufnahmen möchte ich mich jetzt nicht festlegen, sehr gut gefallen mir Lupu



      Zimerman



      sowie die alte, aber immer noch junge EMI-Einspielung mit Edwin Fischer, jetzt bei Testament:



      Da sollte man als erstes zugreifen!

      Grüße Amadé


      Eigentlich sollte ja noch nicht von Aufnahmen gesprochen werden ...

      Gruß, Zelenka
      "Mit Kempff habe ich nur ein einziges Mal gespielt, und er meinte hinterher, er werde nie wieder mit mir spielen, weil ich beim Dirigieren singe. Und dabei war er eines meiner Idole gewesen." Sir Colin Davis

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