Über solche Sätze freue ich mich!

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    • Über solche Sätze freue ich mich!

      Weil ich hin und wieder schon gerne mich herzerfreuende Aussagen mittgeteilt hätte und bereits schon eine Rubrik zum Thema "Über solche Sätze ärgere ich mich" eröffnet habe, soll hier dazu einem Gegenpol der Raum gegeben werden.

      Ich beginne - aus gegebenen Anlass - mit einem Zitat von unserem Zelenka:

      Wenn Schuberts himmlische Längen zu höllischen werden, liegt es, wie Kempff geschrieben hat, am Interpreten.


      Kommentar wohl überflüssig!
      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)
    • Lieber ab:

      Deine Signatur vor der aktuellen gehört auf jeden Fall hierher! Die mit dem beseelten Spiel ...

      Gruß, Zelenka
      "Mit Kempff habe ich nur ein einziges Mal gespielt, und er meinte hinterher, er werde nie wieder mit mir spielen, weil ich beim Dirigieren singe. Und dabei war er eines meiner Idole gewesen." Sir Colin Davis
    • Heute in einem anderen Forum gesehen, wo einige hochgelehrte Leute sich wegen einer völlig unwichtigen Frage gegenseitig verbal heruntergemacht haben - ein Einwurf eines hilflosen Forumsmitglieds:

      Irgendwie drängt sich mir der Eindruck auf, daß es äußerst schädlich ist, wenn man Musik vor allem mit dem Hirn hört.

      Leider blieb der Einwurf ungehört und der Thread wurde vom Moderator geschlossen, um Schlimmeres zu verhindern.

      Viele Grüsse
      Andreas
    • ZEIT: Puristen beklagen, dass Opernstars zwischen Opernaufführungen, Konzert-Events und Promotiontouren verheizt werden.

      Villazón: Ja, die Puristen, die wissen genau, wo die Kunst zu sein hat: Hier bleibt die Oper – und nur wir wissen, wo sie versteckt wurde!


      Recht hat er.
      Ah, music! A magic beyond all we do here...
      (Albus Dumbledore)
    • Heute kam von Albert Hosp (einem jener seltenen Radiomacher, die einem noch den Glauben lassen, staatlich finanzierter Rundfunk sei womöglich doch nicht so falsch...) im Radiosender des Österreichischen Rundfunks Ö1 wieder einmal so ein Satz, der mich zitiefst schmunzeln ließ. Sinngemäß sagte er - bei der Vorstellung des neuen Albums "in a state of jazz" von Marc-André Hamelin :

      "Eigentlich, so könnte man meinen, hat Marc-André Hamelin in seinem Leben bereits genug Noten exekutiert, ..."

      :W
      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)
    • Original von ab
      Heute kam von Albert Hosp (einem jener seltenen Radiomacher, die einem noch den Glauben lassen, staatlich finanzierter Rundfunk sei womöglich doch nicht so falsch...) im Radiosender des Österreichischen Rundfunks Ö1 wieder einmal so ein Satz, der mich zitiefst schmunzeln ließ. Sinngemäß sagte er - bei der Vorstellung des neuen Albums "in a state of jazz" von Marc-André Hamelin :

      "Eigentlich, so könnte man meinen, hat Marc-André Hamelin in seinem Leben bereits genug Noten exekutiert, ..."

      :W


      :D
    • Original von nikolaus
      Original von ab
      Heute kam von Albert Hosp (einem jener seltenen Radiomacher, die einem noch den Glauben lassen, staatlich finanzierter Rundfunk sei womöglich doch nicht so falsch...) im Radiosender des Österreichischen Rundfunks Ö1 wieder einmal so ein Satz, der mich zitiefst schmunzeln ließ. Sinngemäß sagte er - bei der Vorstellung des neuen Albums "in a state of jazz" von Marc-André Hamelin :

      "Eigentlich, so könnte man meinen, hat Marc-André Hamelin in seinem Leben bereits genug Noten exekutiert, ..."

      :W


      :D


      Fakt ist, er ist kein Jazzer - wie man an seiner Kapustin Aufnahme ja nun deutlich sieht. BTW, ein Romantiker ist er wohl auch nicht -> man höre sein Schumann! :ignore
      _____

      Administrator: Das Klassikforum
    • Original von Rachmaninov
      Fakt ist, er ist kein Jazzer - wie man an seiner Kapustin Aufnahme ja nun deutlich sieht. BTW, ein Romantiker ist er wohl auch nicht -> man höre sein Schumann! :ignore


      Doch: er ist ein Cool-Jazzer - aber ein verkappter im (zum Glück) falschen Fach :J
      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)

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    • Hier eine Rezension, die ich als Rezension sehr erfeulich finde (ohne den Interpretaen oder gar die Aufnahnme selbst gehört zu haben): Da wird das Erklingende in Worten beschrieben, so dass ich meine, mir vorstellen zu können, was mich erwartet.

      Auch wird nicht die Interpretation kritisiert, indem unterstellt werden würde, der Rezensent hätte die Weisheit mit dem Löffel gefressen, wie die Komposition zu interprtieren sei.

      Für mich ist das vorbildich. Da steckt auch richtig viel Mühe drinnen, das so auf den Punkt zu bringen!
      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ab ()

    • Und gleich noch etwas im FonoForum gefunden, nämlich zu Mahlers 4. Sinfonei mit Zinman aus Zürich (RCA). Dort ist von Götz Thieme über den 4. Satz zu lesen:

      Die penibel intonierende Luba Orgonásová singt im vierten Satz von den „Himmlischen Freuden“ eher im Ton der heiligen Ursula als der Naivität eines Lämmleins, doch gehört sie zu den besseren Solistinnen der weit über 100 Aufnahmen der Vierten.


      Es gibt einfach treffliche Bilder, die auch schön sind!
      :D
      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)

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    • Original von ab
      Hier eine Rezension, die ich als Rezension sehr erfeulich finde (ohne den Interpretaen oder gar die Aufnahnme selbst gehört zu haben): Da wird das Erklingende in Worten beschrieben, so dass ich meine, mir vorstellen zu können, was mich erwartet.

      Auch wird nicht die Interpretation kritisiert, indem unterstellt werden würde, der Rezensent hätte die Weisheit mit dem Löffel gefressen, wie die Komposition zu interprtieren sei.

      Für mich ist das vorbildich. Da steckt auch richtig viel Mühe drinnen, das so auf den Punkt zu bringen!


      In der Tat!
      So werden Interesse und Neugier geweckt!
    • Im übrigen beneide ich allerdings niemanden um ein sicheres Urteil - es verbaut einem so viel

      hier aus dem Forum von Gamaheh

      Zwar würde ich es auf ästehtische Urteile einschränken wollen, aber sonst finde ich das sehr schön gesagt.

      By the way: Bei dieser Aussage selbst, so vermute ich , handelt es sich doch um ein (recht) sicheres Urteil. :J
      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)
    • Hier eine Rezension (Beethoven von Vänskä), über die ich mich nur freuen kann, wird doch versucht, das Spezifische auf den Punkt zu bringen. Sie macht mir jeenfalls Lust, seine Thesen selbst zu überprüfen. (Mehr noch, das was er kritisiert, scheint mir, könnte geradezu von Vorteil für meinen eigenen Beethoven-Geschmack zu sein...)
      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)
    • @ ab

      ich kann Dir nur wärmsten empfehlen, Dir einen Höreindruck zu verschaffen - mir als HIP-Banause ist Vänskä von allen Einspielungen aus der Jetztzeit und jüngeren Vergangenheit die liebste.

      Glückwunsch an den Rezensenten, dem es wirklich gelingt durch Worte Klangvorstellungen hervorzurufen.

      Gruß
      Henning
      Anstatt die besten Wissenschaftler in die Rüstungsindustrie und Raumfahrt zu schicken, hätte die SU sie ins Melodya-Tonstudio schicken sollen - was für eine vertane Chance...............
    • Original von HenningKolf
      @ ab

      ich kann Dir nur wärmsten empfehlen, Dir einen Höreindruck zu verschaffen - mir als HIP-Banause ist Vänskä von allen Einspielungen aus der Jetztzeit und jüngeren Vergangenheit die liebste.

      Glückwunsch an den Rezensenten, dem es wirklich gelingt durch Worte Klangvorstellungen hervorzurufen.

      Gruß
      Henning


      Ja, prima, wie hier geschrieben wir, dass durch einhaltung der Vorgabe nicht wenige schwache Stellen entstehen. Dieser beethoven wusste das wohl nicht...
      _____

      Administrator: Das Klassikforum
    • Original von Rachmaninov
      Original von HenningKolf
      @ ab

      ich kann Dir nur wärmsten empfehlen, Dir einen Höreindruck zu verschaffen - mir als HIP-Banause ist Vänskä von allen Einspielungen aus der Jetztzeit und jüngeren Vergangenheit die liebste.

      Glückwunsch an den Rezensenten, dem es wirklich gelingt durch Worte Klangvorstellungen hervorzurufen.

      Gruß
      Henning


      Ja, prima, wie hier geschrieben wir, dass durch einhaltung der Vorgabe nicht wenige schwache Stellen entstehen. Dieser beethoven wusste das wohl nicht...


      Darauf kommt es mir nicht an. Das ist eine Wertung des Rezensenten die mich wenig interessiert. Aber ich weiss - u.a. - dass Vorgaben eben eingehalten werden. 90, ach was 95 Prozent der Berufskritik beschränkt sich auf eine Anhäufung subjektiv wertender Adjektive wie eben "schwach" etc. ohne dass ich erfahre, was den Rezensenten zu seinem Werturteil bringt. Ich finde die Rezension ausgesprochen aufschlussreich (na gut, wieso eigentlich Vänskä zunehmend "glatter" klingen soll, erklärt der Rezensent nicht wirklich), wobei ich die Aufnahme besitze und zu einer anderen Bewertung gelange. Aber wie gesagt: Werturteile in Rezensionen interessieren mich nur, wenn ich von einem Autor viele Rezensionen und viele der von ihm rezensierten Einspielungen kenne, weil ich dann auch - wenigstens ein bißchen - den subjektiven Geschmack des Rezensenten einzuschätzen vermag. Natürlich sind die Grenzen zwischen vermeintlich objektiver Beschreibung und subjektiverr Bewertung fließend.........

      Gruß
      Henning
      Anstatt die besten Wissenschaftler in die Rüstungsindustrie und Raumfahrt zu schicken, hätte die SU sie ins Melodya-Tonstudio schicken sollen - was für eine vertane Chance...............
    • Original von HenningKolf
      Werturteile in Rezensionen interessieren mich nur, wenn ich von einem Autor viele Rezensionen und viele der von ihm rezensierten Einspielungen kenne, weil ich dann auch - wenigstens ein bißchen - den subjektiven Geschmack des Rezensenten einzuschätzen vermag. Natürlich sind die Grenzen zwischen vermeintlich objektiver Beschreibung und subjektiverr Bewertung fließend.........

      @ Henning: :beer

      @ Rachmaninov: Beethoven konnte ja nicht ahnen, dass dereinst einmal ein Herr Vänskä das Licht der Welt erblicken würde, der anderes im Sinn haben würde, als die Konventionen der Beethoven-Zeit, deren Kenntnis stillschweigend vorausgesetzt sind, zu befolgen...

      :hello
      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)
    • Original von ab
      @ Rachmaninov: Beethoven konnte ja nicht ahnen, dass dereinst einmal ein Herr Vänskä das Licht der Welt erblicken würde, der anderes im Sinn haben würde, als die Konventionen der Beethoven-Zeit, deren Kenntnis stillschweigend vorausgesetzt sind, zu befolgen...

      :hello


      Nun, im wird ja vorgeworfen er würde drauf achten !?
      _____

      Administrator: Das Klassikforum
    • Original von daniel5993
      Ein Glück, dass ich damals weniger den Tipps, sondern eher meinem Eigensinn nachgegangen bin!

      :beer
      Das heisst nicht, dass Tips wertlos wären. Tips, eine Aufnahme zu kaufen, folge ich immer wieder mal gerne; Tips eine Aufnahme zu meiden, fordern dagegen meinen Eigensinn geradezu heraus. :D
      Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)