Eine kleine Beratungsstunde - Hilfe bei Neuanschaffungen

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    • Hm... Also die Finger würde ich von der Boulez-Box lassen, weil das ist nämlich MAHLER.
      Scherz beiseite... Günter Wand ist sicher eine Klasse für sich. Haitink käme bei mir auch in die engere Wahl.
      Ich muss allerdings gestehen, dass ich Bruckner wirklich selten höre, und mir reicht diese hier vollkommen:

      Eliahu Inbal, RSO Frankfurt, allerdings sind das nur die Urfassungen
      Was ist ein Mensch? Eine arme Kreatur, die man auf die Erde gesetzt hat, damit sie den anderen auf die Nerven geht. - Erik Satie
    • Also ich besitze auf CD obigen Wand und obigen Jochum und bin mit beiden sehr zufrieden - bei in der letzten Zeit wenig Hörbedarf zugegebenermaßen. Da ich vor vielen Jahren eine Bruckner-Phase hatte, aber eher im Rundfunk (und wenige Male in jüngerer Zeit auch im Konzertsaal), damals jedoch noch nicht einmal einen CD-Spieler besaß, bin ich nicht der ideale Ansprechpartner, fürchte ich.

      Wenn Du zehn Bruckner-Vielhörer fragst, wirst Du wahrscheinlich fünfzehn Empfehlungen bekommen. Ich würde es letztlich auch zu einer Kostenfrage machen ...

      Auch über Inbal habe ich meiner Erinnerung nach noch nichts Schlechtes gelesen.

      Dann kommt noch das Problem mit den unterschiedlichen Versionen hinzu, um das ich mich, offen gestanden- so gut wie noch nie gekümmert habe.

      Es gibt so unendlich viel gute Musik, wenn man keine Lust hat, sich zu spezialisieren ...

      :) Wolfgang

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Andréjo ()

    • Andréjo schrieb:

      Also ich besitze auf CD obigen Wand und obigen Jochum und bin mit beiden sehr zufrieden - bei in der letzten Zeit wenig Hörbedarf zugegebenermaßen.
      Interessant. Das waren die beiden, die ich auch als Hardware hatte und ich war auch sehr zufrieden (vor allem mit dem DGG-Begleittext, in welchem Jochum einige interpretatorische Detail-Entscheidungen begründet - wo findet man so etwas heute noch?) Der Kölner Wand-Zyklus ist zügiger und ungeschliffener als seine späteren - er wurde seinerzeit gefeiert, weil er Bruckner eben nicht zelebriert.
      Das sind allerdings Aussagen eines Ex-Brucknerianers. Mein Hörbedarf ist seit geraumer Zeit bei Null angelangt.
      Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)
    • Cetay schrieb:

      Andréjo schrieb:

      Also ich besitze auf CD obigen Wand und obigen Jochum und bin mit beiden sehr zufrieden - bei in der letzten Zeit wenig Hörbedarf zugegebenermaßen.
      Interessant. Das waren die beiden, die ich auch als Hardware hatte und ich war auch sehr zufrieden (vor allem mit dem DGG-Begleittext, in welchem Jochum einige interpretatorische Detail-Entscheidungen begründet - wo findet man so etwas heute noch?) Der Kölner Wand-Zyklus ist zügiger und ungeschliffener als seine späteren - er wurde seinerzeit gefeiert, weil er Bruckner eben nicht zelebriert.Das sind allerdings Aussagen eines Ex-Brucknerianers. Mein Hörbedarf ist seit geraumer Zeit bei Null angelangt.
      :) Es könnte sein, werter Cetay, dass ich bei meiner Musikauswahl weitaus weniger wählerisch - weiala-ach was :P - bin als Du. Aber Bruckner ist immer so lang, so dass anderes vorgeht. Das heißt keineswegs, dass er mich nicht interessiert.
    • Ich habe nichts gegen Bruckner, ich höre ihn nur nicht mehr. Er war 30 Jahre lang wichtig, das ging sehr tief - ich habe sogar die Versionen und Fassungen auseinander halten können... :W
      Aber man muss nicht mit Ach und Krach zusammen bleiben, wenn man sich nichts mehr zu sagen hat. Die Scheidung war friedlich und man trifft sich vielleicht gelegentlich noch auf eine Achte im Celibidache.
      Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)
    • Ich würde Dir unbedingt Günter Wand ans Herz legen, als Alternativen Skrowaczewski (weil er ALLE Sinfonien eingespielt hat) oder als wenig bekannte Alternative Dennis Russell Davies, den man sonst mehr mit modernerem Repertoire kennt.

      Ebenfalls hochinteressant wäre die CPO-Box unter Verzago und Ivor Bolton (bei Oehms)

      Als eventuell preisgünstige Alternative Roberto Paternostro mit der Württembergischen Philharmonie Reutlingen mit einem Live-Zyklus.

      Haitinks und Jochums Einspielungen sind schon einige Jahre älter, Karajans Zyklus auch. Während Wand und Skrowaczewski mehr "Old School" , aber exzellent sind, haben Davies (der sich bei Bruckner aber auch mehr über die "Old School" nähert und dann Verzago und Bolton einen Zugriff mit Hinzunahme der HIP bedient. Auch Paternostro geht eher den traditionellen Weg.
      Es ist nicht schwer zu komponieren.Aber es ist fabelhaft schwer,die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen. (Johannes Brahms)

      Der Dirigent ist ein Facharbeiter,der zwanzig Jahre Berufsausbildung benötigt. (Herbert von Karajan)
    • Wand hat nur ein einziges Mal die Sinfonien Nr.1 bis 9 eingespielt, das war in den 1970-er Jahren mit dem WDR-SO Köln. Später hat er auf die Sinfonien Nr.1 - 2 verzichtet, dann sogar auch auf die Nr.3. Dafür wurde die Qualität immer besser, da er mit dem NDR-SO Hamburg, später dann natürlich mit den Berliner Philharmonikern ein Orchester zur Hand hatte, was ihm quasi aus der Hand gegessen hat.

      Es gibt auch noch Einzeleinspielungen mit dem DSO Berlin, den Münchner PO und dem Orchester des SDR, wenn ich es richtig im Kopf habe.

      Wer ALLE Sinfonien, also auch die Studiensinfonien und Nullte haben möchte, sollte sich bei Dennis Russell Davies oder Skrowaczewski bedienen.

      Wer die Neunte mit dem rekonstruierten Finale haben möchte, soll sich bei Rattle/Berliner PO bedienen. Sie ist die nach wie vor vielleicht gelungenste Einspielung von allen Versuchen, die es davon bisher gab. So sehe ich es zumindest.

      Meiner Meinung nach ist man in der Kombination Wand/Berliner PO plus Einzel-Aufnahmen der frühen Werke durch eben Davies und Skrowaczewski komplett ausgestattet. Wer aber einmal "Blut geleckt hat", so wie ich, der wird sich natürlich nicht damit zufrieden geben.

      Ich muss dazu sagen, dass ich mit Bruckner als ganz junger Mensch (also so 14-25) nicht wirklich etwas anfangen konnte. Das Ganze war mir ZU gewaltig, einfach nicht mehr meine damalige Welt. Vielleicht liegt es auch daran, dass eine Menge Dirigenten erst in ihrer mittleren oder gar späten Phase wirklich den Weg und Zugang zu Bruckner finden oder gefunden haben. Günter Wand gehörte auch dazu.
      Es ist nicht schwer zu komponieren.Aber es ist fabelhaft schwer,die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen. (Johannes Brahms)

      Der Dirigent ist ein Facharbeiter,der zwanzig Jahre Berufsausbildung benötigt. (Herbert von Karajan)