Was höre ich gerade jetzt - neben der Klassik

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    • Philidor schrieb:

      Hier ein Quintett.

      Miles Davis: Sorcerer

      Miles Davis, trumpet
      Wayne Shorter, sax
      Herbie Hancock, piano
      Ron Carter, bass
      Tony Williams, drums

      (Der letzte Titel in anderer Besetzung. Wikipedia weiß es.)
      Wikipedia hat nicht immer recht, man muss da schon aufpassen. In DEM Fall ist es richtig, aber das letzte Stück wurde in einem Sextett eingespielt, was es SO nie gegeben hat.

      Das Original-Album hatte nur die Titel 1-7 im Programm. Daher hier die Besetzung noch mal separat für die ganze CD, die inzwischen 9 Tracks beinhaltet.

      1-6 & 8 : Davis - Shorter - Hancock - Carter - Williams AD: 24.05.1967 (1,2) - 17.05.1967 (3,4,8) - 16.05.1967 (5,6)
      9 : wie zuvor, nur Buster Williams (Bass) für Carter. Fragt butte nicht warum, es war wohl so gewesen. AD hier : 09.Mai 1967

      7 : Hier wurde folgende Besetzung angegeben: Miles Davis (Trompete) - Frank Rehak (Posaune) - Wayne Shorter (Tenorsax) - Paul Chambers (Bass) . Jimmy Cobb (Drums) - Willie
      Bobo (Bongos) - Bob Dorough (Gesang) AD: 21.08.1962 Das Arrangement stammt von Gil Evans

      Das sind die offiziellen Angaben des CD-Booklets und stammen direkt von der Firma CBS, die das Album damals produziert hatte.

      Der Track 7 hat mit einem Miles Davis-Album rien überhaupt nichts zu tun, es war eine Session des Sängers Dorough gewesen. Warum er von dieser völlig ungewöhnlichen Formation begleitet wurde ist nicht bekannt. Vermutlich, weil Gil Evans als Arrangeur tätig war. Davis hatte nur mal mit J.J.Johnson 2954 und 1954 Einspielungen gemacht (ich glaube, das war sogar die erste Einspielung von "Walkin" 1954), sonst seit dem Ende der "Birth of the Cool-Band" nie wieder mit Posaunisten in seiner Band gearbeitet.

      PS : Herzlich Willkommen im Forum auch von mir. Ich bin selbst aktiver Jazz-Trompeter, und wenn auch kein beeinflusster Trompeter von Miles, so aber in den letzten Jahren
      ein Fan von ihm geworden. Das hatte dann auch satte 30 Jahre gedauert. Daher habe ich natürlich genau bis Zum Ende seiner reinen Jazz-Zeit seine Sachen hier. Auch sind hin
      und wieder Davis-Titel in meinen seltenen Programmen mit der Musik aus der Modern Jazz-Ära zu finden.
      Es ist nicht schwer zu komponieren.Aber es ist fabelhaft schwer,die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen. (Johannes Brahms)

      Der Dirigent ist ein Facharbeiter,der zwanzig Jahre Berufsausbildung benötigt. (Herbert von Karajan)
    • Maurice André schrieb:

      Wikipedia hat nicht immer recht, man muss da schon aufpassen.
      Wohl wahr. Das gilt aber auch für andere Quellen ... ;)

      Maurice André schrieb:

      Das sind die offiziellen Angaben des CD-Booklets und stammen direkt von der Firma CBS, die das Album damals produziert hatte.
      ... zum Beispiel solche Quellen. Auch in Beiheften stehen bisweilen Dinge, die einer genaueren Überprüfung nicht standhalten. Wenn Du Jazz-Experten fragst, dann können die Dir bestimmt Beispiele nennen. (Ich kann das nicht.)

      Maurice André schrieb:

      PS : Herzlich Willkommen im Forum auch von mir.
      Danke!

      Maurice André schrieb:

      Ich bin selbst aktiver Jazz-Trompeter,
      Interessant! Ja, ja, es ist eine schwierige Zeit für Künstler jedweder Art ...

      Gruß
      Philidor

      :hello
      Denn alles Fleisch, es ist wie Gras, und alle Herrlichkeit des Menschen wie des Grases Blumen.
    • Philidor schrieb:

      ... zum Beispiel solche Quellen. Auch in Beiheften stehen bisweilen Dinge, die einer genaueren Überprüfung nicht standhalten. Wenn Du Jazz-Experten fragst, dann können die Dir bestimmt Beispiele nennen. (Ich kann das nicht.)
      So ist es. Ach, die kenne ich auch nur zu gut. Beim Aufnahme-Datum mit dem Sextett gab es auch zwei verschiedene Jahre. 1962 und 1963 standen zur Auswahl. Da Frank Rehak um 1961/63 oft mit Gil Evans gearbeitet hat, wären beide Jahre denkbar gewesen. Hier habe ich (eben mit der Angabe meiner Quelle) auf CBS berufen. Nach fast 60 Jahren spielt das auch keine wirkliche Rolle mehr.
      Es ist nicht schwer zu komponieren.Aber es ist fabelhaft schwer,die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen. (Johannes Brahms)

      Der Dirigent ist ein Facharbeiter,der zwanzig Jahre Berufsausbildung benötigt. (Herbert von Karajan)


    • Deep Purple; Burn (1974) & Stormbringer (1974)

      Von den unzähligen Inkarnationen dieser Band gefällt mir die MkIII-Besetzung, die nur die beiden gerade gehörten Alben herausgebracht hat, am besten und wird auch heute noch mit grosser Befriedigung einverohrt.
      Dagegen haben sich die grossen Klassiker-Alben (In Rock, Fireball, Machine Head) der legendären MkII-Besetzung im Laufe der Zeit doch arg abgenutzt. Child in Time mag objektiv noch so gut sein, ich kann's einfach nicht mehr hören...
      Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)
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      Heute hat es unterwegs mit Dizzy Gillespie angefangen :

      Dizzy Gillespie (Trompete) - Johnny Griffin (Tenorsax) - Kenny Drew (Klavier) - Niels Henning Oersted Pedersen (Bass) - Kenny Clarke (Drums) - Humberto Canto (Perc.)

      Auf den Percussionisten hätte man verzichten können, er ist hier völlig fehl am Platze. Selbst beim Stück "Fiesta Mojo" hat er mir nicht gefallen. Manchmal sollte man auf Mode-Erscheinungen verzichten, wenn kein geeigneter Musiker vorhanden verfügbar ist.
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      Cetay schrieb:



      Deep Purple; Burn (1974) & Stormbringer (1974)

      Von den unzähligen Inkarnationen dieser Band gefällt mir die MkIII-Besetzung, die nur die beiden gerade gehörten Alben herausgebracht hat, am besten und wird auch heute noch mit grosser Befriedigung einverohrt.
      Dagegen haben sich die grossen Klassiker-Alben (In Rock, Fireball, Machine Head) der legendären MkII-Besetzung im Laufe der Zeit doch arg abgenutzt. Child in Time mag objektiv noch so gut sein, ich kann's einfach nicht mehr hören...
      Und ich dachte, ich bin damit ganz allein auf dieser Welt. Die eigentlich beste geniale MKII kann ich nicht mehr hören. Wenn DP, dann MKIII oder hin und wieder MKI sogar lieber, dort am liebsten diese hier:

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      Miles Davis MD In Europe AD: 27.07.1963 live Juan Les Pins, Antibes Jazzfest

      Miles Davis (Trompete) - George Coleman (Tenorsax) - Herbie Hancock (Klavier) - Ron Carter (Bass) - Tony Williams (Drums)

      Übrigens auch hier wieder Davis' typischer Effekt mit dem 3.Ventil, um nochmals auf die Frage von Newbie69 zurück zu kommen. Er drückt einfach das Ventil ganz schnell, schon entsteht ein Effekt, der dem eines Trillers (nicht Thrillers ) recht ähnlich kommt. Es nervt auf Dauer, daher sollte man sowas nicht zu oft anwenden.

      Hier sticht für mich übrigens Ron Carter heraus, der ein fantastisches Solo auf dem gestrichenen Bass hingelegt hat, bei dem jeder Klassiker in Ehrfurcht erstarrt wäre.

      PS: Danke Braccio mit dem Bild bei Lars Edegran. Das hast Du genau richtig erkannt.
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      Miles Davis: The Complete 1960 Holland Concerts AD: 15.10.1960 , Amsterdam, Holland

      Miles Davis (Trompete) - Sonny Stitt (Altsax) - Wynton Kelly (Klavier) - Paul Chambers (Bass) - Jimmy Cobb (Drums)

      Hier aus der Box die CD-Nr.2 mit Sonny Stitt am ALTsaxophon, der hier für John Coltrane spielt, der auf den beiden anderen CDs dann für Stitt spielt. Wobei die Tournee mit Coltrane auch im April war.

      Davis spielt hier nicht sonderlich inspiriert, so mein erster Eindruck. Vor allem kommen immer wieder seine Ansatzprobleme bis zu meinen Ohren durch. Sonny Stitt ist ein reiner Bopper, gerade auf dem Altsax aber wirklich ein ganz hervorragender Musiker, den man zu gerne immer wieder versucht hat, an Parker zu messen, dem er durchaus Paroli hat bieten können, und trotzdem ist Stitt immer Stitt geblieben, kein Parker-Abklatsch. Als Tenorist hatte er einen relativ großen, festen Ton, der mehr in Richtung "Jump" ging. Seine "Tenor Battles" mit etwa Gene Ammons und Dexter Gordon waren legendär gewesen.

      Die Rhythmusgruppe gehört meiner Meinung nach zum Besten, was der Hard Bop hervor gebracht hat. Gerade Paul Chambers war ein Ass gewesen, der das Ganze alleine zusammen gehalten hat. Cobb spielt sehr akzentuiert und teilweise frei mit der einen Hand und dem Fuß, während er mit der anderen Hand den Beat auf dem Becken weiterspielt. Kelly spielt recht sparsam in der Begleitung hier.

      Ich würde diese CD schon fast als eine "echte" Bop-CD bezeichnen, da ist nix mehr "cool", das ist eine echte "Playing Band", keine Skalen, wie mit Coltrane, das ist für mich keine gekünselte Musik, wie sie mir bei Coltranes nervigem Spiel immer wieder erscheint. Ja, ich gebe zu, nach wie vor kein Coltrane-Fan zu sein. Er war und ist nicht mein Fall, daher bevorzuge ich bei Miles auch Hank Mobley, Sonny Stitt oder dann die Band ab 1963 mit Rivers, Coleman und dann Shorter. Bitte seit mir da nicht irgendwie nachtragend.
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      Jimmy Deuchar : Three Classic Albums.......

      "Pal Jimmy" : 1958

      Jimmy Deuchar (Trompete) - Ken Wray (Ventil-Posaune) - Derek Humble (Alt&Baritonsax) - Tubby Hayes (Tenorsax) - Harry South (Klavier) - Kenny Napper (Bass) - Phil Seaman (Drums)

      und :

      "Dig Deuchar, don't Dance" AD: 1955

      Jimmy Deuchar (Trompete) - Terry Shannon (Klavier) - Lennie Bush (Bass) - Tony Cromby (Drums)

      Jimmy Deuchar (1930 - 1993) war ein schottischer Trompeter des Hardbop. Er spielte mit den besten britischen Musikern zusammen, etwa bei John Dankworth, Jack Parnell, Tony Cromby, Tuby Hayes und Ronnie Scott. Dabei fand er immer wieder Zeit mit amerikanischen Bands zu spielen, etwa Lionel Hampton 1956. Ab 1957 wirkte er viele Jahre in Köln bei der neu zusammen gestellten Bigband von Kurt Edelhagen.

      1966 kam er in die Bigband von Francy Boland/Kenny Clarke. Dort blieb er bis 1971.

      Stilistisch ist das ein Mix aus Hardbop, wie er auch in den Staaten so gespielt wurde mit einem Schuss des Miles Davis Anfang der 1950-er Jahre. Sicher steht er Kenny Dorham und Conte Candoli näher als Miles, so ist mein Eindruck. Er dürfte mit seinen Kollegen Ed Blair (den nur wenige Leute auf der Liste haben dürften), Rolf Ericson und Dusko Gojkovic zu den besten Trompetern des modernen Jazz in der Zeit um 1955/60 gewesen sein, die in Europa aktiv geboren und gelebt haben. In Deutschland war übrigens Conny Jackel in dieser Zeit voll auf dem Chet Baker-Trip gewesen, den man aus deutscher Sicht vielleicht noch erwähnen sollte. (es geht wirklich nur um diesen so wichtigen Zeitraum im Bereich des modernen Jazz, nicht um alle Trompeter aus Europa, oder die, die in Europa tätig waren).
      Es ist nicht schwer zu komponieren.Aber es ist fabelhaft schwer,die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen. (Johannes Brahms)

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      Cetay schrieb:

      Dagegen haben sich die grossen Klassiker-Alben (In Rock, Fireball, Machine Head) der legendären MkII-Besetzung im Laufe der Zeit doch arg abgenutzt. Child in Time mag objektiv noch so gut sein, ich kann's einfach nicht mehr hören...
      Deep Purple läuft hier nur alle paar Jahre ... aber dann bei angemessener Lautstärke ... und in dieser Frequenz nutzt sich die Musik für mich nicht ab. Ich habe auch nur das eine Album:

      Deep Purple: Made in Japan



      Roger Taylor hin oder her - was Ian Paice in "The Mule" macht, ist schon der Wahnsinn. Und Crash-Becken in 22" und 24" einzusetzen und sonst nix, muss man auch erst einmal bringen. Paice konnte das. - Übrigens ein schöner Vergleich, Paice vs. Taylor, Paiste vs. Zildjian. Taylor spielte 17" und 20" Crashs ...

      Habe bei der Recherche zur Musik gelernt, dass die "Tenores" bei "Child in Time" mit denen des tonus peregrinus übereinstimmen. Passt gut zu einem Anti-Vietnam-Krieg-Stück ...

      Gruß
      Philidor

      :hello
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      - 1 - Farewell to Bohème
      Cabaret Songs from Paris and Berlin
      Jody Karin Applebaum, Sopran
      Marc-André Hamelin, Klavier

      1. Ballade du chat noir - Aristide Bruant
      6 - 8. Erik Satie - Chez le docteur, Je te veux, La Diva de l`Empire
      13. Werner Heymann - Abschied von der Bohème
      15 & 16. Kurt Weill - Es regnet und Nannas Lied
      19. Georges Bizet - Star Villa is haunted

      - 2 - Masterpieces of Cabaret - Songs by Britten, Schönberg, Bolcom
      Jody Karin Applebaum, Sopran
      Marc-André Hamelin, Klavier
      "That's what composing is - organizing sound in time and space - [...]" - Libby Larsen
      >> Avatar: "Fleurs sur fond bleu" von Séraphine Louis (1864 - 1942)<<
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      Hui, hier kommt man ja kaum noch hinterher.

      Zu Deep Purple MkIV (die mit dem Weinglas) kann ich zustimmen. Gerade die Abwesenheit von Hits verhindert den Verschleiss und Tommy Bolin an der Gitarre ist eine eigene Liga und passt zu dem mehr auf Blues und Funk ausgerichteten Stil besser als sein grosser Vorgänger.

      Zu ZZ Top. Witzig. Ich hatte gerade die unten gezeigte Cindarella fertig gehört. Eine meiner Allzeit-Favs aus der Metal-Ecke, nicht zuletzt durch den starken Südstaaten-Einschlag mit den herrlichen Slides. Wenn ich das Album höre, denke ich immer, da hätten sie gern noch mehr davon drauf packen können. Und dann sehe ich den Tip und bekomme das dort im Übermass geboten. Danke dafür @Marcie. Allerdings fehlt mir da im Gegenzug auf Dauer das eine oder andere Metal-Riff.

      Made in Japan ist natürlich ein ganz edles Fass von einem Album, aber der Inhalt ist in meinen Ohren nicht besser gealtert als die Studioalben. Spieltechnisch ist das -da gebe ich dir @Philidor vollkommen Recht- ein Hochgenuss, wenn man denn mehr als "bloss Krach und Geschrei" (Zitat mein Vater, so ca. 1975) hören kann oder will.

      Die Miles Davis live @ Antibes hatte ich auch auf CD. Und sie gehört auch wegen George Coleman zu meinen Miles-Favoriten.




      Cinderella; Long Cold Winter
      Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)
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      Milt Buckner : "Them Their Eyes" AD: 07.12.1967 aus der "Black & Blue - Reihe

      Milt Buckner (Hammond-Orgel) - Buddy Tate (Tenorsax) - Wallace Bishop (Drums)

      Milt Buckner führte als erster, also VOR George Shearing, das Block-Akkod-Spiel auf dem Klavier ein, als er in der Bigband von Lionel Hamton spielte in den 1940-er Jahren. Kurz danach gilt er mit Wild Bill Davis als die ersten Musiker, die die Hammond-Orgel salonfähig machten. Es waren die Vorgänger des dann übermächtigen Jimmy Smith, der das Ganze noch einmal perfektionierte.

      Die "Black & Blue - Reihe" hat bis Ende der 1970-er Jahre eine Reihe hochkarätiger Scheiben produziert. So machten auch Lionel Hampton und Wild Bill Davis dort tolle Einspielungen, aber auch Ray Bryant, Jay McShann, Doc Cheatham, Vic Dickenson, u.v.a. konnten dort tolle Einspielungen vornehmen.
      Es ist nicht schwer zu komponieren.Aber es ist fabelhaft schwer,die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen. (Johannes Brahms)

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      Nicholas Payton : Dear Louis 09.-11.09.2000 & 02.10.2000 , New York

      Nicholas Payton stammt aus New Orleans, dazu ist er Trompeter und Sohn des großen Walter Payton, der Bass u.a. in der Preservation Hall spielte. Bereits mit neun Jahren spielte er mit seinem Vater in der "Young Tuxedo Brass Band" mit. Mit 12 Jahren tourte er mit der "All Star Jazz Band" auf Festivals bereits in Europa auf den großen Bühnen. Er studierte in New Orleans u.a. bei Ellis Marsalis. Sein großer Förderer wurde aber der alte Clark Terry, der ihn mit 19 Jahren als Gast zu den Newport Jazz Festival All Stars brachte. Ich hatte das Glück, diese Besetzung mit Payton im Jazzclub meiner Nähe erleben zu dürfen.

      Hier spielt er eine zeitgenössische Homage an einen seiner Vorbilder Louis Armstrong, den man in New Orleans als Trompeter automatisch mit in die Wiege gelegt bekommen hat. Die Besetzungen sind fast in jedem Stück wechselnd, so dass ich mal einige Namen erwähne: Ray Vega (Trompete), Bob Stewart (Tuba), Bill Easley (Klarinette, Flöte, Altsax), Scott Robinson (Baritonsax, Bass-Klarinette, Flöte), Peter Bernstein (Gitarre), Adonis Rose (Drums), Vince Gardner (Posaune), Dianne Reeves (Gesang), Dr.John (Gesang), Walter Payton (Bass), Tim Warfield (Tenorsax).
      Es ist nicht schwer zu komponieren.Aber es ist fabelhaft schwer,die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen. (Johannes Brahms)

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      Miles Davis : Blue Haze AD: 19.05.1953 , 10.03.1954 & 03..04.1954 , Berkeley

      Miles Davis (Trompete) - Dave Schildkraut (Altsax) - John Lewis (Klavier,,6-8) - Horace Silver (Klavier) - Charles Mingus (Bass, 4&6-8, Klavier 4) _ Percy Heath (Bass) - Max Roach (Drums, 4&6-8) - Art Blakey (2-3&5) - Kenny Clarke (Drums, 1)

      Man muss diese CD als etwas "unausgegoren" bezeichnen. Die frühen Aufnahmen aus dem Jahre 1953 haben noch viel aus der Cool-Ära übrige gelassen. Miles' Intonationsprobleme sind hier deutlich zu hören. "Miles Ahead" erlebt dabei seine Feuertaufe und sollte noch zum Kernrepertoire dazukommen die nächsten Jahre. Die späteren Aufnahmen zeigen dann bereits den Miles, den wir bald erleben durften, es sind die Vorboten des Hard Bop-Trompeters Miles Davis.
      Es ist nicht schwer zu komponieren.Aber es ist fabelhaft schwer,die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen. (Johannes Brahms)

      Der Dirigent ist ein Facharbeiter,der zwanzig Jahre Berufsausbildung benötigt. (Herbert von Karajan)