Was höre ich gerade jetzt - neben der Klassik

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    • Michel Camilo : One More Once AD: 1994 veröffentlicht

      Tolle All Star-Bigband um den Pianisten, Komponisten und Arrangeur Michel Camilo. Mit Paquito D'Rivera, CHris Hunnter, Gar Smulyan, Jon Faddis, Michael Philip Mossman, Ryan Kysor, Giovanni Hidalgo, Bryan Lynch, Conrad Herwig, Douglas Purviance, Dave Taylor, David Bargeron, Marivn Smitty Smith......"Caribe" ist das Wahnsinns-Stück auf der CD !!
      Es ist nicht schwer zu komponieren.Aber es ist fabelhaft schwer,die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen. (Johannes Brahms)

      Der Dirigent ist ein Facharbeiter,der zwanzig Jahre Berufsausbildung benötigt. (Herbert von Karajan)


    • Jon Faddis : The Dizzy Gillespie Alumni All-Stars : Dizzy's 80th Birthday AD : 19./20.06.1997

      Jon Faddis, der sehr früh von Dizzy Gillespie gefördert wurde, leitet hier eine tolle Besetzung.

      Jon Faddis (Trompete, Lead-Vocals) - Antonio Hart (Altsax) - Andres Bojarsky (Tenorsax, Vocals) - Cyrus Chestnut (Klavier, Vocals) - John Lee (E-Bass, Vocals) - Iganacio Berroa (Drums) - Duduka Fonseca (Perc.) - Gabriel Machado (Congas)

      Jon Faddis ist ein absoluter High Note-Virtuose. Das kann mich an manchen Tagen sehr nerven, aber manchmal ist das einfach saugeil.
      Es ist nicht schwer zu komponieren.Aber es ist fabelhaft schwer,die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen. (Johannes Brahms)

      Der Dirigent ist ein Facharbeiter,der zwanzig Jahre Berufsausbildung benötigt. (Herbert von Karajan)


    • Dave Pell : "I had the Craziest Dream" 15.06. & 17.06. & 21.06.1957 + Sept.1957 , Los Angeles

      Don Fagerquist (Trompete) - Ray Sims (Posaune) - Dave Pell (Tenorsax) - Bob Gordon (Baritonsax,1,5-8) - Ronnie Lang (Baritonsax, 2-4 + 9-10) - Paul Smith (Klavier) - Tony Rizzi (Gitarre) - Rolly Bundock (Bass) - Jack Sperling (Drums) - Roy Hart (Bongos,5,7)

      Zu später Stunde noch mal etwas West Coast-Jazz mit dem Dave Pell-Octet.
      Es ist nicht schwer zu komponieren.Aber es ist fabelhaft schwer,die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen. (Johannes Brahms)

      Der Dirigent ist ein Facharbeiter,der zwanzig Jahre Berufsausbildung benötigt. (Herbert von Karajan)
    • Cetay schrieb:

      Alice Cooper; Killer (1971)
      (...)
      alles kohärent zusammengehalten von der Hand des Meister-Produzenten Bob Ezrin.
      Nachdem Ezrin bei Alice Cooper Großtaten vollbracht hat, wirkte er im folgenden Fall Wunder. Kiss waren zu dem Zeitpunkt eine mässig talentierte Gruppe mit drei mässig erfolgreichen Studio-Alben im Gepäck. Aber die Konzerte waren voll und die Live-Platte verkaufte sich gut. Also galt es den Live-Sound ins Studio zu bringen. Daneben nahm Ezrin die von der Gruppe mitgebrachten Songs auseinander, montierte die besten Ideen neu zusammen, unterrichtete die Band, wie sie es spielen sollen, entschied um, wer bei welchem Stück den Lead-Gesang übernimmt, überredete die Gruppe, einen Kinderchor einzusetzen, verwendete Samples und drehte an Knöpfen und Reglern, um eine düstere Atmosphäre zu schaffen. Obendrein komponierte er die kitischige Ballade Beth. Das war der Band dann zuviel an Einmischung. Nachdem die Stimmen-Spur eingesungen war, weigerte sich der Rest, die instrumentalen Teile zu spielen. Ezrin blieb unbeirrt, instrumentierte das Stück kurzerhand um, ließ es von einem Orchester einspielen, legte die Stimme obendrauf und brachte das Ergebnis gegen den Widerstand der Protagonisten auf die Platte. Es wurde als Single-Auskopplung ein Mega-Erfolg und verschaffte Kiss den erhofften kommerziellen Durchbruch. Qualitativ ist Destroyer ein Quantensprung zu den drei Vorgängeralben und wirkt durch die clevere Liedfolge und die raffinierten atmosphärischen Verbindungen zwischen den Stücken (etwa die unheimlichen Fetzen von Kinderstimmen in dem düsteren God of Thunder und dann der verstörend himmlische Kinderchor in der nachfolgenden Ballade Great Expectations) als Album weit mehr als die Summe der einzelnen Lieder, so dass auch etwas anspruchsvollere Rockmusiker ein beiläufiges Kopfnicken nicht zurückhalten konnten. Ein ikonisches Album der 70er und heute von mir noch regelmässig gehört (auch wenn mir das ungeschliffene selbstbetitelte Debut-Album noch besser gefällt).



      Kiss; Destroyer (1976)
      Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Cetay ()



    • Dave Pell : A Pell of a Time AD: 17.& 23.01.1957 & 20.03.1957

      Jackie Sheldon (Trompete) - Ray Sims (Posaune,12,15,17) - Bob Burgess (Posaune, Rest) -Dave Pell (Tenorsax) - Pepper Adams (Baritonsax) - Paul Moer (Klavier, 12,15,17) - Marty Paich (Klavier, Rest) - Tommy Tedesco (Gitarre) - Tom Kelly (Bass) - Mel Lewis (Drums)

      Cooler West Coast Jazz , alles eben recht glatt gebügelt, aber passend für den frühen Morgen.
      Es ist nicht schwer zu komponieren.Aber es ist fabelhaft schwer,die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen. (Johannes Brahms)

      Der Dirigent ist ein Facharbeiter,der zwanzig Jahre Berufsausbildung benötigt. (Herbert von Karajan)


    • Jimmy Deuchar : Diverses aus der Box. Alles von der CD-Nr.4 AD: 1952-1957

      Jimmy Deuchar (Trompete) - Derek Humble (Altsax) - Tubby Hayes (Tenorsax) - Eddie Harvey (Klavier, 01-10) - Arnold Ross (Klavier, 07-11) - Kenny Napper (Bass, 1-6) - Sammy Stokes (Bass,07-11) Phil Seaman (Drums, 1-6) - Jack Parnell (Drums, 07-11)

      Britischer Jazz mit einigen der besten Musiker der Insel im Bereich Cool Jazz, West Coast, Hard Bop. Die Titelflge von 7-11 ist etwas durcheinander geraten, aber das soll jetzt kein Thema sein.
      Es ist nicht schwer zu komponieren.Aber es ist fabelhaft schwer,die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen. (Johannes Brahms)

      Der Dirigent ist ein Facharbeiter,der zwanzig Jahre Berufsausbildung benötigt. (Herbert von Karajan)


    • Dizzy Reece : "Nowhere to Go" AD: 02.10.1958

      Dizzy Reece (Trompete) - Tubby Hayes (Tenor/Baritonsax) - Lloyd Thomson (Bass) - Phil Seaman (Drums)

      Dizzy Reece : "Top Trumpets" AD: 23.07.1956

      Dizzy Reece (Trompete) - Terry Shannon (Klavier) - Lennie Bush (Bass) - Phil Seaman (Drums)

      Dizzy Reece : "Transatlantic Alliance" AD: 29.11.1957

      Dizzy Reece (Trompete) - Victor Feldman (Klavier) - Lloyd Thompson (Bass) - Phil Seaman (Drums)

      Dizzy Reece : "On the Scene" AD: 29.11.1957

      Dizzy Reece (Trompete) - Sammy Walker (Tenorsax) - Norman Stenfalt (Klavier) - Lennie Bush (Bass) - Phil Seaman (Drums)

      Dizzy Reece : "A Variation on Monk" AD: 29.11.1957

      Dizzy Reece (Trompete) - Sammy Walker (Tenorsax) - Norman Sternfalt (Klavier) - Lennie Bush (Bass) - Phil Seman (Drums)

      Dizzy Reece war offenbar am 29.November 1957 schwer beschäftigt.
      Es ist nicht schwer zu komponieren.Aber es ist fabelhaft schwer,die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen. (Johannes Brahms)

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    • Clifford Brown/Max Roach : "Three Giants!" AD: 22.03.1956, Hackensack (01-05)
      "Clifford Brown and Max Roach at Basin' Street" AD : 04.01.1956 , New York (06-08) & 16.02.1956 , New York (09-14)

      Cifford Brown (Trompete) - Sonny Rollins (Tenorsax) - Richie Powell (Klavier) - Max Roach (Drums)

      Die CD links ist die "Klassische Ausführung" mit den kompletten Master Takes der beiden Alben, die Box rechts sind 4 CDs mit ALLEN Takes der Studio-Aufnahmen in dieser Besetzung

      Clifford Brown war der Gegenpol zu Miles Davis gewesen. Er hatte einen fetten, vollen Ton, seine Technik war perfekt und er hatte brillante Ideen beim Spielen, die er auch ausführen konnte. Er hat eine Menge Trompeter beeinflusst, vor allem die Linie, die über Joe Gordon, Lee Morgan und Feddie Hubbard führt, basiert auf seinem Ansatz, den er quasi von Fats Navarro übernommen und weitergeführt hatte. Leider führte sein früher Unfall-Tod dazu, dass er noch nicht einmal auf dem Höhepunkt seiner Kunst wieder gehen musste.

      Sonny Rollins hatte sich in dieser Band sowas wie den "letzten Schliff" geholt. Richie Powell kam mit Brown bei dem Unfall ums Leben, George Morrow (1925-1992) spielte nachdem er die Band 1956 verlassen hatte, weitgehend kaum noch eine wichtige Rolle. Er war bei David Amram, Curtis Amy und mit Anita O'Day unterwegs. Er soll von 1954 bis 1989 im Jazzbereich an 68 Aufnahme-Sessions beteiligt gewesen sein, so Tom Lord. Die meisten dürften bei Max Roach und dessen Umfeld gewesen sein.
      Es ist nicht schwer zu komponieren.Aber es ist fabelhaft schwer,die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen. (Johannes Brahms)

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    • Miles Davis : CD-Nr.1 AD : 09.04.1960 , Amsterdam, Holland Live

      Miles Davis (Trompete) - John Coltrane (Tenorsax) - Wynton Kelly (Klavier) - Paul Chambers (Bass) - Jimmy Cobb (Drums)

      Es ist die "Abschieds-Tournee" dieser Besetzung. Die 3-CD-Box bringt die drei Konzerte aus Holland, davon zwei mit Coltrane und eines (15.10.60) mit Sonny Stitt.

      Man kann eine Reihe von Live-Konzerten dieser beiden Tourneen auf CD oder teilweise sogar noch LP erwerben. Man hat aus diversen Städten die Konzerte inzwischen veröffentlicht. Teilweise mehr oder weniger legal offenbar. Man kann da schwer durchblicken.
      Es ist nicht schwer zu komponieren.Aber es ist fabelhaft schwer,die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen. (Johannes Brahms)

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    • Blue Mitchell : BM Big 6 AD: 02./03.Juli 1958 , NYC

      Blue Mitchell (Trompete) - Curtis Fuller (Posaune) - Johnny Griffin (Tenorsax) - Wynton Kelly (Klavier) - Wilbur Ware (Bass) - Philly Joe Jones (Drums)

      Das Debut-Album im doppelten Sinne wurde ein echter Kracher damals. Scott Yanow gab dem Album in "Allmusic" 5 Sterne, also die Höchstbewertung. Es war Mitchells erstes Album als Leader, gleichzeitig hatte hier der "Blues March" von Benny Golson seine Uraufführung bei einer Einspielung. Noch etwas verhalten, aber das Potential war erkennbar.

      Die Auswahl von drei Alben solll einen Anreiz geben, vielleicht mal eine der beiden Boxen zu erwerben. Blue Mitchell und die Mitmusiker sind es wert.
      Es ist nicht schwer zu komponieren.Aber es ist fabelhaft schwer,die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen. (Johannes Brahms)

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      Stan Getz/Laurindo Almeida : StG with Guest Artist LA AD: März 1963 , Webster Hall

      Stan Getz (Tenorsax) - Laurindo Almeida (Gitarre) - George Duvivier (Bass) - Edison Machado, Dave Bailey & José Sorez (Drums) - Luiz Parga, José Paulo (Percussion)

      In den Tag mit dem Wetter entsprechende Musik aus Latein-Amerika. Und das war natürlich eine Spezialität von Leuten wie Stan Getz und dem exzellenten Laurindo Almeida (1917-1995).

      Almeida, geboren in einer Stadt in der nähe von Sao Paulo, wurde bereits mit 19 Jahren von seiner Mutter, einer Konzertpianistin, nach Europa geschickt. Dort lernte er die Musik Django Rheinhardts kennen. Bekannt in der Jazzwelt wurde er , als er von 1947-1950 in der Band von Stan Kenton spielte und dort im blechüberladenen Sound irgendwie seine Nische fand und auch gefördert wurde. Anschließend lebte er bis zu seinem Tode in Los Angeles, wurde Studiomusiker, schrieb zu ca. 800 Filmen die Musik, aber tourte auch immer wieder viele Jahre als Gast mit dem Modern Jazz Quartett.

      1953/54 leitete er die Band "Braziliance", einem frühen Vorläufer der Band "L.A. Four". 1954 nahm er das Album "Guitar from Ipanema" mit Irene Kral auf, was einen Grammy gewann. Er machte lange vor etwa Antonio Carlos Jobin Bossa Nova-Bekanntschaft und spielte ihn auch vor diesem in den USA. Ab 1974 dann mit der Band "L.A. Four" um Bud Shank, Ray Brown und Jeff Hamilton tätig. Weiterhin aber in LA als Komponist und Studiomusiker aktiv.
      Es ist nicht schwer zu komponieren.Aber es ist fabelhaft schwer,die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen. (Johannes Brahms)

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      Stan Kenton : Cuban Fire AD: 22.-24.05.1956 , Capitol Studios , Los Angeles & als Bonus vier Einspielungen vom 19.-21.09.1960 , ebenfalls aus Los Angeles

      Das ist das genaue Gegenteil von der Getz/Almeida-CD. Hier geht es nicht annähernd so entspannt zu wie auf der vorherigen CD. Kenton fährt mal wieder gigantische "Blech-Geschütze" auf. Doch das Album wurde ein großer Erfolg für die Band und dem Komponisten und Arrangeur Johnny Richards. Und ich muss zugeben, es gibt verdammt geile Stellen darin. Doch es ist halt doch immer wieder das "To Much"-Gefühl bei mir wenn ich es mir mal wieder anhöre.

      Kenton hatte 5 Trompeten, 4 Posaunen, Tuba, 2 Waldhörner, 4 Saxophone, 4 Leute in der Rhythm Section, dazu 6 (!!!) Percussionisten um sich versammelt. Wahnsinn !!

      Ed Leddy, Sam Noto, Lee Katzman, Phil Gilbert, Al Mattalanio, Vinnie Tanno (auch Flügelhorn) - Trompeten
      Bob Fitzpatrick, Carl Fontana, Kent Larsen - Posaunen - Don Kelly (Bass-Posaune)
      Julius Watkins, Irving Rosenthal - Waldhorn
      Jay McAllister - Tuba
      Lennie Niehaus - Altsax
      Bill Perkins, Lucky Thompson - Tenorsax
      Billy Root - Baritonsax
      Stan kenton - Klavier
      Ralph Blaze - Gitarre
      Curtis Counce - Bass
      Mel Lewis - Drums
      Sol Gubin/George Gaber - Pauken
      Williw Rudriguez - Bongo
      Tommy Lopez - Conga
      George Laguna - Timbales
      Roger Mozian - Claves
      Mario Alvarez - Maracas

      Das war die Besetzung für das reine Cuban Fire-Album von 1956. Eine extrem gute Besetzung. 1960 waren bereits die Mellophone mit eingebaut in der Band. Sonst war nur noch Sam Noto aus der früheren Band mit dabei. Ein exzellenter Lead - und Solo-Trompeter, der später noch bei Basie spielte, sonst aber wenig bekannt wurde. Er machte später eigene Aufnahmen auf Xanadu und spielte oft mit Don Menza zusammen (auch eine Einspielung).
      Es ist nicht schwer zu komponieren.Aber es ist fabelhaft schwer,die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen. (Johannes Brahms)

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      Cannonball Adderley : Cannonball's Bossa Nova AD: 07.12 & 10.12.& 11.12.1962 , NYC auf Riverside

      Cannonball Adderley (Altsax) - Sergio Mendez (Klavier) - Durval Ferreira (Gitarre) - Octavio Bailly,jr. (Bass) - Dom Um Romano (Drums) + Pedro Paulo (Trompete, 2,4,5,7,8) & Paulo Moura (Altsax, 2,4,5,7,8)

      Man dürfte nicht unbedingt mit Cannonball rechnen, wenn man ans Aufzählen von Latin-Alben aus der Zeit um 1962-1965 herum kommen würde. Doch er macht das ganz gut, wenn auch vom Sound her mi weitaus mehr Vibrato, als es z.B. Stan Getz oder gar Paul Desmond gespielt haben. Man kann das so machen, aber mir persönlich gefällt immer noch Paul Desmond auf dem Altsax da weitaus besser.

      Ein Amazon-Rezensent schreibt, die Band würde "stocksteif und fade" begleiten, weil sie "in Ehrfurcht erstarrt" seien. Was für ein Blödsinn. Sie sind halt reine Begleitmusiker, das muss man eben berücksichtigen. Man hätte das sicher anders lösen können, aber vielleicht war das genau der Ansatz gewesen, anders zu agieren, weil es bereits andere Varianten gab. Darüber nach fast 60 Jahren zu diskutieren, führt zu nichts.
      Es ist nicht schwer zu komponieren.Aber es ist fabelhaft schwer,die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen. (Johannes Brahms)

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      Tony Scott & Bill Evans : A Dax in New York AD: 16.11.1957 , New York City Doppel-CD

      Tony Scott (Klarinette, Baritonsax) - Bill Evans (Klavier) - Milt Hinton/Henry Grimes (Bass) - Paul Motian (Drums) & Clark Terry (Trompete, Flügelhorn, 4,12) - Jimmy Knepper (Posaune, 3,5,6,7,9) - Sahib
      Shihab (Baritonsax, 3,5,11)

      Zunächst mal die CD-Nr.1

      Das ist mal eine völlig andere Klangfarbe, die ich hier auch nur selten bei den Modernisten so lese. Dabei ist gerade Tony Scott auf seine Art ein Vorgänger von Eric Dolphy gewesen

      Scott (1921 - 2007) wurde in New Jersey geboren, aber seine Vorfahren waren waschechte Sizialner gewesen. Er hieß offiziell auch Anthony Joseph Sciatta. 1939-1942 studierte er an der berühmten Juilliard School of Music, anschließend bei dem Komponisten Stefan Wolpe. 1941 spielte er blutjung bei den Sessions im Minton's Playhouse mit, verrichtete seinen Militärdienst in einer Bigband, fand mit Ben Webster, Dizzy und Charlie Parker früh seine Idole, wirkte aber auch in Dixie-Bands mit. Dann spielte er bei Charlie Barnet, Buddy Rich, Sid Catlett, Trummy Young, Ben Webster, Earl Bostic, Charlie Ventura, Claude Thornhill und 1953 oder 1954 für drei Wochen bei Duke Ellington mit.

      Scott, der neben Klarinette auch Ten/Baritonsax und Klavier spielte, wirkte an Aufnahmen mit Harry Belafonte, Billie Holiday und Sarah Vaughn mit. Er gewann vier Mal den Down Beat-Poll auf der Klarinette, war sehr spielfreudig, wirkte viel und oft auf Jam Sessions mit, und galt als der Klarinettist mit dem lautesten Sound in der Branche. 1957 war er in Europa und Afrika unterwegs, 1959 verließ er die USA, und ging nach Fernost. Dort verbrachte er sechs Jahre, unterrichtete dort, vertiefte sich in die Kultur und Musik der jeweiligen Länder, und wurde damit quasi zu einen der allerersten Weltmusiker überhaupt.

      1965 kam Scott nach New York zurück, leitete ein eigenes Quartett, aber bereits 1972 ließ er sich in Rom nieder. Dort arbeitete er mit Romano Mussolini bis zu seinem Tode 2007 zusammen.

      Tony Scott dürfte also vielleicht hier doch bei dem ein oder anderen User ein gewisses Interesse geweckt haben. Ich selbst habe neben der Oben geposteten Doppel-CD noch eine CD aus dem Jahre 1957, als er in Deutschland und auch in Ljubiliana , im damaligen Jugoslawien, heute Slowenien, gastierte. Das Konzert vom 10.Mai 1957 in Ljubiliana wurde aufgzeichnet, es gibt es auch auf CD. Hier wurde er von einem deutschen Trio begleitet, was damals mit das Beste war, was Deutschland zu bieten hatte: Horst Jankowski (Klavier), Peter Witte (Bass) und Herman Mutschler (Drums).

      Die Doppel-CD enthält 10 Kompositionen von Tony Scott, eine von Bill Evans, der Rest sind Standards der gehobenen Klasse. Scott spielt wirklich superb, gerade bei den schnellen Stücken kommt der Bop voll durch. Hier habe ich das Gefühl, dass er noch virtuoser spielt als dies Benny Goodman und Buddy de Franco bereits gekonnt haben. Die Gastmusiker leisten auch ihre Beiträge zum Erfolg der beiden CDs, auch wenn sie nur hin und wieder mitwirken Doch gerade diese neuen Klangbilder sind es, die diese Einspielungen zu erstklassigen Vertretern der Musik der 1950-er Jahre machen.

      Wer irgendwo mal diese Aufnahmen günstig erwerben kann, sollte zugreifen. Ein Bild dazu gibt es leider nicht.
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      Kenny Burrell : "On View in the Five Spot Café" AD: 25.08.1959 live at Five Spot Café NYC Nur Titel 01-03

      Tina Brooks (Tenorsax) - Bobby Timmons (Klavier, 1,2) - Roland Hanna (Klavier,3) - Kenny Burrell (Gitarre) - Ben Tucker (Bass) - Art Blakey (Drums)

      Kenny Burrell : A Night at the Vanguard AD: 16.09.1959 , NYC , Village Vanguard Live

      Kenny Burrell (Gitarre) - Richard Davis (Bass) - Roy Haynes (Drums)

      So, Richtungswechsel. Zurück zur Jazzkeller-Atmosphäre. Dieses Mal in New York City. Selbst Art Blakey kann sich zurückhalten, was für ein Glücksfall.
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      Miles Davis : MD Quintet : The Complete 1960 Holland Concerts AD: 09.04.1960, Kurhaus Schweveningen , Holland (Tracks 1-5) & 28.03.1960, Düsseldorf, Deutschland (Tracks 7-9)

      Miles Davis (Trompete) - John Coltrane (Tenorsax) - Wynton Kelly (Klavier) - Paul Chambers (Bass) - Jimmy Cobb (Drums)

      Die letzten drei Stücke sind Bonus-Tracks aus einem Konzert in Deutschland (Düsseldorf). Hier kam nur bei "Moonlight in Vermont" (das ist das "Ballad-Medley") Stan Getz (Tenorsax) als Gast mit auf die Bühne.

      Schon im ersten Stück spielt sich John Coltrane in einen Rausch. Er ist klar erkennbar, dass er sich dem Korsett der Band schon entwachsen fühlte. Was er hier spielte, war teilweise schon sowas von wild, hemmungslos und frei, dass man spüren konnte, was da bald kommen würde. Unglaublich !! Das ist wirklich der helle Wahnsinn !! Ebenso beeindruckend fand ich die Begleitung Jimmy Cobbs hier, der offenbar intuitiv zu verstehen schien, was da gerade passierte. Wynton Kelly begleitete sehr sparsam, nur Paul Chambers hielt noch die Band mit sicherer Hand zusammen.
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      Oscar Peterson/Lester Young : Complete 1952 Verve Studio Recordings AD: 28.11.1952 , NYC

      Lester Young (Tenorsax, Vocal) - Oscar Peterson (Klavier) - Barney Kessel (Gitarre) - Ray Brown (Bass) - J.C. Heard (Drums)

      Ein Klassiker unter den Platten die Norman Grenz je einspielen hat lassen. Ich kann sie jetzt in der Ruhe wunderbar genießen.
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      Elliot Lawrence : The EL-Bigband : Swings Cohn and Kahn AD: 30.01.1956 & 16.-21.06.1956 & 11.01.1957 & 19.12.1957

      Ernie Royal (01-05), Don Stratton (18-24), Bernie Glow, Stan Fishelson, Nich Travis, Al DeRisi - Trompeten
      Eddie Bert, Urbie Green (01-05, 18, 22-24), Paul Selden (01-16) , Fred Zito (06-17, 19-21), Chauncey Welch (18-21), Billy Byers (22-24), Jim Dahl (22-24) - Posaunen
      Tony Miranda (22-24) - Waldhorn
      Sam Marowitz, Hal McKusick (Altsax), Walt Levinsky (Altsax, Klarinette)
      Al Cohn, Ed Wasserman (01-21), Zoot Sims (01-05), Frank Sokolow (Tenorsax, 18, 22-24)
      Charles O'Kane (Baritonsax)
      Fred Pfeiffer (Reeds, 22-24)
      Elliot Lawrence (Klavier)
      Buddy Jones (Bass, 01-05, 19-21) & Russ Saunders (06-18, 22-24)
      Sol Gubin (Drums)

      Eine meiner besten Bigband-CDs überhaupt. Das ist cooler West Coast-Jazz, aber die Arrangements von Al Cohn und Tiny Kahn (1924-1953,ein toller Drummer und Arrangeur, der leider viel zu früh verstorben ist) sind exzellent. Die Besetzung ist hervorragend. Auch das Booklet ist sehr gut.
      Es ist nicht schwer zu komponieren.Aber es ist fabelhaft schwer,die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen. (Johannes Brahms)

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      Maynard Ferguson : Hollywood Party & Jam Session AD: 22.02.1954, Los Angeles (Tracks 1-2) & 23.02.1954, Los Angeles (Tracks 3-4)

      Besetzung Hollywood Party :

      Maynard Ferguson (Trompete, Ventil-Posaune) - Bud Shank (Altsax,Flöte) - Bob Cooper (Tenorsax) - Bob Gordon (Baritonsax) - Russ Freeman (Klavier) - Curtis Counce (Bass) - Shelly Manne (Drums)

      Besetzung Jam Session :

      Maynard Fergsuon (Trompete, Ventil-Posaune) - Mit Bernhart (Posaune) - Herb Geller (Altsax) - Bob Cooper (Tenorsax) - Bob Gordon (Baritonsax) - Claude Williamson (Klavier) - John Simmons (Bass) - Max Roach (Drums)

      Das sind zwei wirklich heftig swingende Beispiele, wie man auch an der Westküste spielen konnte. Hier ist nicht mehr viel vom "coolen West Coast-Sound" zu spüren, hier wird heftig gejammt, und diese Leute konnten wirklich spielen. Ferguson mal völlig ohne seine High Notes (er konnte auch anders, man mag es kaum glauben, ist aber so), Baritonsaxophonist Bob Gordon, der leider 1955 bei einem Autounfall sehr früh ums Leben kam, war DER Baritonsax-Man an der Westküste gewesen. Und warum, das kann man hier hören.

      Die zweite Rhythmusgruppe um den Bassisten John Simmons und Drummer Max Roach zeigt sich von ihrer allerbesten Seite. Die beiden Musiker machten mächtig Dampf von Hinten heraus. Simmons bis in die höchsten Lagen seines Basses emporsteigend. Richtig klasse ist das !! Ich bin hellauf begeistert.
      Es ist nicht schwer zu komponieren.Aber es ist fabelhaft schwer,die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen. (Johannes Brahms)

      Der Dirigent ist ein Facharbeiter,der zwanzig Jahre Berufsausbildung benötigt. (Herbert von Karajan)