Was höre ich gerade jetzt - Jahr 2020

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      Joseph Haydn : Sinfonien Nr. 26, 27 und 42 : Heidelberger Sinfoniker, Thomas Fey AD: 2010

      Mehr dazu im Haydn-Sinfonien-Bereich zur Nr.27
      Es ist nicht schwer zu komponieren.Aber es ist fabelhaft schwer,die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen. (Johannes Brahms)

      Der Dirigent ist ein Facharbeiter,der zwanzig Jahre Berufsausbildung benötigt. (Herbert von Karajan)
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      udabonn schrieb:

      Nach meinem Empfinden ähnlich der 8. Sinfonie (ca. selbe Zeit), die ja auch eher konventionell (ja, ja, ich weiß ...) anmutet nach der 5. und 7.
      Wenn man sich eingehender mit der 8. beschäftigt, kommt man zu einem anderen Ergebnis. Beethoven hat sich zeitlebens nicht zufriedengegeben nach nur einem (Sonaten-) Modell zu komponieren, sondern probierte immer Neues aus, kein Werk gleicht dem anderen. So ist es auch bei der 8., da fällt, um nur ein paar Beispiele zu geben, im ersten Satz das Ende der Durchführung mit der Reprise zusammen, sie erklingen gleichzeitig. Erster und letzter Satz erhalten auch eine zweite Durchführung (siehe Eroica, Satz 1), alles auf kleinstem Raum. Der dritte Satz ist wieder ein Menuett, diese Form in einer Sinfonie hatte der Komponist längst aufgegeben. Hier jedoch erscheint es verfremdet: der Dreivierteltakt mit Betonung der Eins wird durch wiederkehrende Synkopen aus dem Gleis geworfen. Ich könnte noch weitere Beispiele nennen, verweise stattdessen auf mein Beethoven-Buch Klassik-Prisma, Interpretationen im Vergleich, Bd.1, 8.Sinfonie.



      Gruß Amadé
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      Jean Sibelius : Sinfonien Nr. 6 & 4 : AD: 1995

      Chamber Orchestra of Europe , Paavo Berglund

      Ganz ohne Eitelkeiten von den "Mode-Dirigenten" der neueren Zeit hat Paavo Berglund in den 1990-er Jahren mit dem Europäischen Kammerorchester einen kompetten Sibelius-Zyklus eingespielt. Die Geschmäcker über diese EInspielungen sind sehr unterschiedlich, doch es hat genau so funktioniert wie man inzwischen Brahms und sogar Bruckner (ihn teilweise) mit Kammerorchestern aufgenommen hat. Ob das musik-historisch "richtig" ist, überlasse ich den Leuten, die sich darüber die Köpfe zermalmen wollen, ich halte mich da raus. Wichtig ist, was am Ende dabei heraus kommt, und das kann sich, meiner persönlichen Meinung nach, durchaus hören lassen.

      Es ist, wie so oft, EINE Möglichkeit, die Werke zu spielen, aber nicht die einzige eben. Und auch irgendwie nicht die immer so ganz passende für die einzelnen Sinfonien. Mir fehlt manchmal die Wucht eines großen Orchesters, dafür finde ich die leisen Stellen um so intensiver bei dem Kammerorchester. Nun gut, das soll jeder für sich selbst herausfinden.

      Berglund hat mit dem Bournemouth SO (in den 1970-er Jahren) und dem Orchester aus Helsinki (1984-1987) zwei weitere GE der Sibelius-Sinfonien eingespielt, da mit den "normalen" Sinfonie-Orchestern. Alle drei GE haben ihre Meriten, für mich ist aber die in Bournemouth aufgenommene GE irgendwie etwas ganz Besonders gewesen.
      Es ist nicht schwer zu komponieren.Aber es ist fabelhaft schwer,die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen. (Johannes Brahms)

      Der Dirigent ist ein Facharbeiter,der zwanzig Jahre Berufsausbildung benötigt. (Herbert von Karajan)
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      Satie schrieb:

      Eines ihrer besten Alben ist meiner Meinung nach immer noch "Volcano Songs". Aber auch "Dolmen Music" und "Book of Days" mag ich sehr.
      Werde nach und nach mich einhören. Von "Volcano Songs" habe ich die Duette vorhin erstmals gehört und mehr docke ich aber jetzt hier an.
      Überlege die Platte zu kaufen.
      Bei Harry Partch fand ich unglaublich, wie jeder Moment überraschend ist. Hier auch, aber es ist viel weniger abstrakt.
      Extremes Wechselbad. Zum Zerreißen gespannt. Bei mir entsteht bei Vielem auch der direkte Impuls das Gehörte körperlich auszudrücken.



      Meredith Monk - Turtle Dreams
      „Wie Hegels ganze Philosophie darin besteht, den Gedanken dabei zu begleiten, wie er sich denkt, ist Monks ganzer Gesang so etwas wie das Ausstellen einer Stimme,
      die sich selbst beim Singen staunend zu hören vermag.“
      Dietmar Dath in: Meredith Monk zum 70. - Solistin im Chor der Widersprüche, FAZ, 20.11.2012

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von tapeesa ()

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