Was höre ich gerade jetzt - Jahr 2020

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    • Giuseppe Verdi:

      Vorspiel (Simon Boccanegra, 1. Fassung 1857)
      Odi il voto (Ernani)
      Oh dolore! (Attila)
      Io la vidi (Szene für Tenöre & Orchester)
      Dal più remoto esilio (I due Foscari)
      Si, lo sento, Iddio mi chiama (I due Foscari)
      À toi, que j'ai chérie (Les vêpres siciliennes)
      Ouvertüre (Aida)

      Luciano Pavarotti
      in kleinen Rollen: Antonio Savastano, Giuseppe Morresi, Alfredo Giacometti
      Orchestra del Teatro alla Scala, Claudio Abbado

      Eine Zusammenstellung von Alternativ-Arien, die Verdi nachträglich für bestimmte Sänger komponierte. Pavarotti singt die sehr virtuosen Arien mit vielen Spitzentönen (teilweise im Falsett) mit einer Stimme zum Dahinschmelzen. Die Gesamtaufnahmen der jeweiligen Opern enthalten diese Stücke üblicherweise nicht, daher eine ideale Ergänzung für jede Verdi-Sammlung. Das gilt auch für die Aida-Ouvertüre, die Verdi nicht in die endgültige Version aufgenommen hat.

      Gruß Amonasro
      Die Wahrheit nachbilden mag gut sein, aber die Wahrheit erfinden ist besser, viel besser. (Giuseppe Verdi)
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      Die heutige Aufnahme in historischer Aufführungspraxis steuert Old Klemp bei:

      Johann Sebastian Bach: Orchestersuite Nr. 1 C-Dur BWV 1066
      (Aufnahme 1969)

      Philharmonia Orchestra
      Otto Klemperer



      Ich meine: Bei diesem DIrigenten geht der Gesichtsausdruck auf dem Cover als sehr freundliches Lächeln durch!

      Gruß
      Philidor

      :hello
      Denn alles Fleisch, es ist wie Gras, und alle Herrlichkeit des Menschen wie des Grases Blumen.

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    • Neu

      Gerade eingeflattert:

      Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 68

      Cleveland Orchestra
      Christoph von Dohnányi



      Die Brahms-Aufnahmen mit Dohnányi und dem Cleveland Orchestra wurden ja - Oxymoron jetzt - im Internet als Geheimtipp gehandelt.

      Die erste fand ich korrekt wiedergegeben, aber manchmal auch zu sehr korrekt. Klar auf der metrisch-straffen Seite positioniert, fehlte mir doch bisweilen das Nachgeben, die elastische Wiedergabe von Phrasen, welches diese Musik, der man ja Melodienarmut nachsagt, erst zum Aufblühen bringt. Selbst der Posaunenchoral, der dem Alphorn-Thema folgt, hat nicht ein Krümelchen Weiheglanz.

      Trotzdem eine sehr gute Aufnahme, im Geiste nicht fern den Aufnahmen von Günter Wand und Hans Schmidt-Isserstedt. Muss man halt so mögen ...

      Gruß
      Philidor

      :hello

      P. S.: DIe Steigerungen im letzten Satz sind fulminant ... erstklassig!
      Denn alles Fleisch, es ist wie Gras, und alle Herrlichkeit des Menschen wie des Grases Blumen.

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      Ja geh, da schaust: Dös is a Sinfonie ... !

      Franz Schmidt: Sinfonie Nr. 3 A-Dur

      hr-Sinfonieorchester
      Paavo Järvi



      Die Entstehung ist ganz spannend: Die Sinfonie wurde für den "Internationalen Schubert-Wettbewerb 1928" eingereicht, in welchem die beste Vervollständigung von Schuberts Unvollendeter oder die beste Sinfonie im Geiste der Unvollendeten prämiiert werden sollte.

      Aber: Ein Riesenschritt nach der zweiten Sinfonie. Alleine das Scherzo fand ich klasse.

      Schmidt gewann mit dieser Sinfonie übrigens den zweiten Preis. Sieger wurde Kurt Atterberg mit seiner 6. Sinfonie.

      Gruß
      Philidor

      :hello
      Denn alles Fleisch, es ist wie Gras, und alle Herrlichkeit des Menschen wie des Grases Blumen.
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      Gustav Mahler; Sinfonie Nr. 8
      Solisten, Chöre, Radio-Sinfonieorchester Frankfurt, Eliahu Inbal

      Inbals Mahler-Aufnahmen sorgten seinerzeit für grosses Aufsehen. Klanglich war das absolut State of the Art und das Orchester ist herausragend, allen voran das Blech. Um die Interpretation ging es eher weniger. Ein Kritiker meinte zynisch, dass sich -wie immer bei Inbal- die Musiker den Allerwertesten abspielen und die Tontechniker wahre Wunderdinge vollbringen, während der Dirigent auf der Stelle tritt.
      Genau das ist für mich die Stärke. Mahler ist nun wirklich geschwätzig genug, da braucht es keinen, der da noch dazukaspert. Unter Inbal ist das einfach gute Musik.
      Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)

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      Weiter mit Donizetti:



      Gaetano Donizetti/Salvadore Cammarano: Roberto Devereux ossia il conte di Essex

      Elisabetta - Nelly Miricioiu
      Roberto Devereux - José Bros
      Sara - Sonia Ganassi
      Il duca di Nottingham - Roberto Frontali
      Sir Gualtiero Raleigh - Graeme Broadbent
      Lord Cecil - Robin Leggate

      Royal Opera House Chorus
      Orchestra of the Royal Opera House, Covent Garden; Maurizio Benini

      Gruß Amonasro
      Die Wahrheit nachbilden mag gut sein, aber die Wahrheit erfinden ist besser, viel besser. (Giuseppe Verdi)
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      Finale.

      Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98

      Deutsche Kammerphilharmonie Bremen
      Paavo Järvi
      live aus dem Théâtre des Champs-Élysées zu Paris, 4./5. April 2018



      Herzliche Empfehlung zu dieser DVD bzw. Blu-ray. Sie gibt nicht nur die vier Sinfonien in einem Konzertmitschnitt aus April 2018 wieder, sondern auch einen Film mit dem Titel "The Brahms Code" von Christian Berger, in welchem Järvi und seine Bremer ausführlich über Brahms, seine Sinfonien und ihre Aufführung spechen. Viele Probenausschnitte.

      Gruß
      Philidor

      :hello
      Denn alles Fleisch, es ist wie Gras, und alle Herrlichkeit des Menschen wie des Grases Blumen.
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      Nun die Zweite.

      Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73

      Cleveland Orchestra
      Christoph von Dohnányi



      Ebenfalls (wie die erste) auf der metrisch-straffen Seite mit wenig Ambitionen, hier und da eine Phrase dehnend noch schöner auszuleuchten. Struktur ist fast alles. Was nicht wenig ist, und die Cleveland-Musiker*innen spielen fein. Außerdem liebe ich es, wenn die Wiederholung der Exposition gespielt wird, was den herrlichen Kopfsatz auf eine Länge von um die 20 Minuten bringt. So wie hier.
      Aber muss man deswegen des dritten Satz so fantasielos bzgl. Farben und Stimmungen spielen?

      Am Anfang des Finales dämmert mir, wo dieser Zyklus hohl drehen könnte: Das ist frisch und knackig, aber irgendwie scheint nicht klar, warum und wohin es gehen soll. Schnell und zupackend, ja, aber es spricht keine Freude aus der Musik. Das vibriert nicht. Das agile und drahtige Spiel hat keinen inneren Anlass. Da werden Sforzati halbherzig hervorgehoben, da liefern die Bläser ihre Synkopen artig und punktgenau ab, aber es fehlt der Biss dabei. Die Stelle, wo das Hauptthema von Mahlers 1. Sinfonie mit seinen Quartfällen vorweggenommen scheint, hat keine Ruhe und Tiefe. - Artiger Einlauf auf die Zielgerade. Man höre dagegen Walters Ekstase mit dem NY Philharmonic ...

      Irgendwie hat die Aufnahme doch viel mit Szells Brahms-Versuchen gemeinsam.

      Gruß
      Philidor

      :hello
      Denn alles Fleisch, es ist wie Gras, und alle Herrlichkeit des Menschen wie des Grases Blumen.
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