Was höre ich gerade jetzt - Jahr 2020

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      Gestern und heute gehört und gesehen:

      Gaetano Donizetti: Lucia di Lammermoor

      Lord Enrico Ashton - Mariusz Kwiecien
      Miss Lucia - Anna Netrebko
      Sir Edgardo di Ravenswood - Piotr Beczala
      Lord Arturo Bucklaw - Colin Lee
      Raimondo Bidebent - Ildar Abdrazakov
      Alisa - Michaela Martens
      Normanno - Michael Myersvom

      The Metropolitan Opera Chorus and Orchestra

      Marco Armiliato



      Ich hatte es schon mal gesagt: Ich finde das Wort-Ton-Verhältnis bei Donizetto bisweilen höchst fragwürdig. Nachdem Raimondo der Hochzeitsgesellschaft den Mord berichtet hat, erklingt ein völlig harmloser, gelöster, verhalten freudiger Chor, der genauso von den Freuden der Liebe singen könnte. Nicht mein Ding.

      Gruß
      Philidor

      :hello
      Denn alles Fleisch, es ist wie Gras, und alle Herrlichkeit des Menschen wie des Grases Blumen.
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      Vom Generalbass zu Giovanni Gabrieli gelangt:



      Giovanni Gabrieli - Canzoni et Sonate
      Consort Fontegara, René Clemencic

      Nachträglich entdeckt, das Clemencic ja auch selbst komponiert hat und eine Dissertation zu "Sein und Bewusstsein" verfasst hat ^^
      Artists live with God – but give their little finger to Satan. I sleep with the angels and dream of the devil. - Heitor Villa-Lobos
      I love to write quartets. One could say that this is a mania. - Heitor Villa-Lobos

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      Ich mache mal auf dieser Baustelle weiter:

      Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90

      NDR SO
      Günter Wand



      Ja, die hochgelobte Wand-Aufnahme ... Tempovariationen halten sich in engen Grenzen. Es klingt sachlich, aber nicht lieblos. Die Modifikationen halten sich halt in engerem Rahmen als bei traditionelleren Aufnahmen. Und das Ganze ist ziemlich durchsichtig.

      Ziemlich zügig kommt der dritte Satz daher.

      MItte der 1980er war der Ansatz wohl neu und frisch, das mag die Reputation der Aufnahme zumindest teilweise erklären. Ansonsten gibt es heute eine Menge Aufnahmen mit ähnlicher Anmutung, z. B. kam Dohnányis Serie kurz hinterher. Ob Wand da noch eine herausragende Stelle einnimmt, wenn man die EInspielungen nicht vor dem Hintergrund von Furtwängler, Klemperer, Walter, Karajan und Bernstein hört, sondern vor dem Hintergrund von Norrington, Mackerras, Harnoncourt, Gardiner und Järvi?

      Gruß
      Philidor

      :hello
      Denn alles Fleisch, es ist wie Gras, und alle Herrlichkeit des Menschen wie des Grases Blumen.
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      Amadé schrieb:

      Bei vielen Plattenliebhabern galt diese Interpretationshaltung, gerade hier bei Brahms, im letzten Jahrhundert als zumindest angemessen. Man kannte auf LP wenig Konkurrenz, die amerikanischen Quartette (Budapest und Juilliard) waren den meisten kaum bekannt, die La Salles rückten ins Bewusstsein, als Amadeus abtrat.
      Ja, die Geschmäcker haben sich verändert! Die Julliard-Aufnahme würde mich in der Tat interessieren, mein Streaming-Dienstleister hat sie leider nicht im Angebot. Mal schauen ...

      Gruß
      Philidor

      :hello
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      Glogauer Liederbuch - die nacht die wil verbergen sich
      Geistliche und weltliche Musik der Spätgotik aus Schlesien im Jahreslauf
      Clemencic Consort, René Clemencic

      Kurz nachdem ich ins Forum kam, bin ich auf diese Aufnahme:
      Das Glogauer Liederbuch (The Glogau Song Book). Songs, Comic Tales and Tails.
      Sabine Lutzenberger (Sopran), Martin Hummel (Bariton), Marc Lewon (Laute, Leitung),
      Ensemble Dulce Melos,
      aufmerksam geworden.
      Hatte mir die CD auch gekauft.
      Die Aufnahme des Clemencic Consort ist eine schöne Entdeckung. Werde mich mehr mit beiden beschäftigen.
      Artists live with God – but give their little finger to Satan. I sleep with the angels and dream of the devil. - Heitor Villa-Lobos
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      Philidor schrieb:

      Ich hatte es schon mal gesagt: Ich finde das Wort-Ton-Verhältnis bei Donizetto bisweilen höchst fragwürdig. Nachdem Raimondo der Hochzeitsgesellschaft den Mord berichtet hat, erklingt ein völlig harmloser, gelöster, verhalten freudiger Chor, der genauso von den Freuden der Liebe singen könnte. Nicht mein Ding.
      Mein Eindruck ist bei Donizetti ehrlich gesagt ein anderer: verglichen mit Bellini, Mercadante, etc. scheint mir seine Musik oft der dramatischen Situation angemessener (z. B. im Duett Enrico/Lucia. Zugegeben: das gilt bei weitem nicht für jede Musiknummer. Als freudig habe ich die genannte Stelle aber nie empfunden. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, ist der Schluss mit Chor von Raimondos Erzählung als Gebet, Bitte um Gnade gedacht; sodass Donizetti hier vielleicht bewusst eher einen hoffnungsvollen Ton anschlagen wollte, um einen größtmöglichen Kontrast zu Lucias folgendem blutverschmierten Auftritt herzustellen. Möglicherweise lohnt der Vergleich mit der Behandlung einer sehr ähnlichen Situation in Bellinis I puritani: In der Arie Cinta di fiori, die ebenfalls einer Wahnsinnsszene vorausgeht, schildert der Bass ebenfalls dem um ihn versammelten Chor den Wahnsinn der Protagonistin. Raimondos Erzählung finde ich im Vergleich weniger generisch und der schrecklichen Situation angemessener.

      Heute:



      Giuseppe Verdi/Arrigo Boito: Otello

      Otello - Mario Del Monaco
      Desdemona - Renata Tebaldi
      Jago - Aldo Protti
      Cassio - Nello Romanato
      Emilia - Ana Raquel Satre
      Lodovico - Fernando Corena
      Montano - Tom Krause
      Roderigo - Athos Cesarini
      Un araldo - Libero Arbace

      Wiener Staatsopernchor, Wiener Kinderchor
      Wiener Philharmoniker, Herbert von Karajan

      Gruß Amonasro
      Die Wahrheit nachbilden mag gut sein, aber die Wahrheit erfinden ist besser, viel besser. (Giuseppe Verdi)
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      Bin auf Mozart-Wolke 7 ... ist es nicht eine der genialsten Opern überhaupt?

      Wolfgang Amadé Mozart: Le Nozze di Figaro KV 492

      Il Conte di Almaviva - Rodney Gilfry
      La Contessa di Almaviva - Hillevi Martinpelto
      Susanna - Alison Hagley
      Figaro - Bryn Terfel
      Cherubino - Pamela Helen Stephen
      Marcellina - Susan McCulloch
      Bartolo - Carlos Feller
      Basilio/Don Curzio - Francis Egerton
      Antonia - Julian Clarkson
      Barbarina - Constanze Backes

      The Monteverdi Choir
      The English Baroque Soloists

      John Eliot Gardiner



      Gruß
      Philidor

      :hello
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