Was höre ich gerade jetzt - Jahr 2020

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      Philidor schrieb:




      Gesang und Dirigat mMn sehr, sehr gut – Inszenierung laaangweilig.
      Die Inszenierung mit ihren einfachen aber stimmigen Bildern gefällt mir eigentlich. Gut, das ganze ist sehr statisch; das trifft aber auch auf die anderen Parsifal-Inszenierungen zu, die ich gesehen habe. Allerdings sind die emotionalen Szenen (insbesondere die Szenen mit Amfortas) sehr intensiv gespielt und gesungen. Gelangweilt habe ich mich keinen Moment.

      Heute:




      Gioachino Rossini/Andrea Leone Tottola: Ermione

      Ermione - Sonia Ganassi
      Andromaca - Marianna Pizzolato
      Pirro - Gregory Kunde
      Oreste - Antonio Siragusa
      Pilade - Ferdinand von Bothmer
      Fenicio - Nicola Uliveri
      Cleone - Irina Samoylova
      Cefisa - Cristina Faus
      Attalo - Riccardo Botta

      Prague Chamber Choir
      Orchestra del Teatro Comunale di Bologna, Roberto Abbado

      Regie: Daniele Abbado

      Rossinis tragischste Oper und seine unerfolgreichste: nach der Uraufführungsserie wurde sie zu seinen Lebzeiten nicht mehr gespielt. Zu Unrecht, wie ich finde. Die Musik ist hochdramatisch und es gibt einige intensive, deklamatorische Passagen. Im Zentrum stehen die Rachegelüste der Titelfigur, die den Großteil des 2. Akts im Alleingang bestreitet und dort in einer großen Szene verschiedenste Gefühlausbrüche von Liebe, Trauer, gekränktem Stolz bis zur wilden Raserei durchlaufen muss. Auch finden sich einige musikalische Experimente wie die Ouvertüre, die mehrmals vom Chor der gefangenen Trojaner hinter dem Vorhang "unterbrochen" wird.
      Die Aufführung aus Pesaro ist sehr gut besetzt. Besonders überzeugt Sonia Ganassi in der die ganze Oper überragenden Titelpartie. Die Inszenierung ist nicht perfekt, aber stimmig. Die modernen Kostüme und die hölzerne Bühnenkonstruktion mit drehbarem Mittelteil und anhebbaren Bodenelementen bewahren eine gewisse klassische Eleganz und Strenge. Manches wie die Gold-"Verzierungen" auf den Uniformen, die eher wie Vogeldreck wirken, ist etwas irritierend. Aber insgesamt eine gelungene Aufführung, die Konkurrenz ist ohnehin nicht üppig.
      Die Wahrheit nachbilden mag gut sein, aber die Wahrheit erfinden ist besser, viel besser. (Giuseppe Verdi)
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