Alexander von Zemlinsky (1871 - 1942) - Komponist, Dirigent und dann lange vergessen

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    • Alexander von Zemlinsky (1871 - 1942) - Komponist, Dirigent und dann lange vergessen

      Alexander von Zemlinsky wurde am 14. Oktober 1871 in Wien geboren. Seine Vorfahren stammten aber aus Zsolna (dem heutigen Zilina) in der Slowakei. Gestorben ist er dann 15.März 1942 in Larchmont bei New York.

      Seine Karriere ist so weitläufig gewesen, dass ich mich hier versuche kurz zu fassen. Das ist nicht so einfach, aber nur auf Wikipedia zu verweisen, halte ich auch für zu einfach.

      Den ersten musikalischen Kontakt hat er mit vier Jahren. Schnell wurde seine große Begabung festgestellt und bekam einen eigenen Lehrer gestellt Mit 10 Jahren kam er in einen Tempelchor in seiner Gemeinde. Durch den Stimmbruch musste er das Singen dort aufgeben, konnte aber sofort als musikalischer Begleiter der Chorproben sein erstes Geld verdienen. 1884 kam er in Wien ans Konservatorium. Dort bekam er Unterricht in Theorie und Klavierspiel.

      Dank seines Könnens erhielt er nach drei Jahren das Rubinstein-Studium (was 1000 Gulden pro Jahr ausmachte), dazu gab er Unterricht und nahm an Wettbewerben teil. Das reichte erst einmal zum Leben aus. Nach seiner Prüfung 1887 wechselte er in Anton Doors Klavierklasse über. Zudem war er Schüler bei Robert Fuchs und Franz Krenn in deren Theorie-Klassen. 1889 spielte er in einem Konservatoriumskonzert das Klavierkonzert von Robert Fuchs, 1890 gewann er den Klavierwettbewerb des Konservatoriums und damit die Goldmedaille und einen Bösendorfer Flügel.

      1890 erhielt er sein Diplom im Fach Klavier, blieb aber noch zwei Jahre bei Johann Nepomuk Fuchs in dessen Kompositionsklasse. 1900 lernte er die junge Alma Schindler kennen und lieben. Doch beide hatten vom Leben eine völlig unterschiedliche Auffassung, und sie heiratete 1902 den Direktor der Wiener Hofoper, einen gewissen Gustav Mahler. von Zemlinsky sollte erst 1907 Ida Guttmann heiraten.

      1900 - 1903 war er Chefdirigent in Wien am Carltheater. 1903 - 1904 kam dann die Berufung ans Theater an der Wien. 1904 - 1907 wurde er Direktor des Kaiser-Jubiläums-Theaters, der späteren Wiener Volksoper, engagiert. 1907 bis Februar 1908 war er am Hoftheater in Wien beschäftigt. Nachdem Gustav Mahler durch Felix von Weingartner abgelöst wurde, musste von Zemlinsky gehen. Er ging wieder zurück an die Volksoper, wenn auch nur als 1.Kapellmeister (bis 1910).

      Ab September 1911 war er Musikdirektor ders Neuen Deutschen Theaters in Prag. Dort feierte er große Erfolge und blieb bis 1920 dort tätig. Dann wurde er Rektor der Deutschen Akademie für Musik und Darstellende Kunst in Prag (bis 1927). Dann kam er an die Berliner Krolloper. Dort wurden nur moderne Werke aufgeführt. Er blieb bis 1933 dort, als er nach der Machtübernahme der Nazis nach Wien zurückging (man kann auch sagen, er ist von der Verfolgung erst einmal geflohen).

      In Wien wurde der Direktor des Wiener Konzertorchesters. Unmittelbar nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich ging er in die Amerikanische Botschaft, da er als Jude natürlich bald große Probleme kriegen würde. Am 23.12.1938 erreichten sie dann endlich per Schiff New York. Leider war seine Gesundheit durch die ganzen Strapazen in Wien und die ganzen Umstände drumherum so stark angegriffen, dass er nie wieder wirklich arbeiten konnte. Bis auf einige wenige Werke komponierte er noch ein wenig, mehr auch nicht. Er verstarb letzen Endes 1942 an den Folgen einer Lungenentzündung.

      Seine Werke umfassen drei Sinfonien (wobei die ursprünglich Erste nur als Fragment existiert), Drei Ballettstücke, die Seejungfrau, eine Suite für Orchester, eine Sinfonietta und seine Lyrische Suite. acht Opern, diverse Chorwerke, Bühnenwerke, Orchesterlieder, Lieder mit Klavierbegleitung, diverse Kammermusik (etwa vier Streichquartette) und Klavierwerke.

      Als Quellen habe ich hier das Booklet der Einspielung der beiden Sinfonien auf EMI und Wikipedia als Basis genommen.
      Es ist nicht schwer zu komponieren.Aber es ist fabelhaft schwer,die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen. (Johannes Brahms)

      Der Dirigent ist ein Facharbeiter,der zwanzig Jahre Berufsausbildung benötigt. (Herbert von Karajan)














    • Der Dirigent James Conlon hat sich in seiner Zeit in Köln sehr um von Zemlinsky bemüht. Seine Einspielungen sind auch alle recht gut gelungen.
      Es ist nicht schwer zu komponieren.Aber es ist fabelhaft schwer,die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen. (Johannes Brahms)

      Der Dirigent ist ein Facharbeiter,der zwanzig Jahre Berufsausbildung benötigt. (Herbert von Karajan)













































    • Auch die Dirigenten Riccardo Chailly und Anthony Beaumont waren sehr um Zemlinsky bemüht.
      Es ist nicht schwer zu komponieren.Aber es ist fabelhaft schwer,die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen. (Johannes Brahms)

      Der Dirigent ist ein Facharbeiter,der zwanzig Jahre Berufsausbildung benötigt. (Herbert von Karajan)
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