3. Satz Mondscheinsonate

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    • 3. Satz Mondscheinsonate

      Hallo zuammen,

      ich bin 25 Jahre alt und spiele nun seit 1 Monat Klavier mit regelmäßigen Klavierunterricht von einem Lehrer (täglich halbe Stunde Übung alleine zu Hause).

      Mein großer Wunsch wäre eines Tages den 3. Satz der Mondscheinsonate von Beethoven spielen zu können.

      Meine Frage nun: Ist das zu utopisch oder durchaus noch realisierbar? Oder ist dafür der Zug schon lange abgefahren?

      Ich freue mich um Rückmeldungen.

      Vielen Dank vorab... :)
    • Hallo Furkan,

      ich unterrichte seit 25 Jahren vorwiegend Erwachsene. Teilweise sind diese deutlich älter als Du, wenn sie anfangen. Wenn motorisch alles funktioniert und Du motiviert übst, sehe ich keinen Grund, warum Du dieses Stück nicht irgendwann einmal wirst spielen können. Natürlich kann ich nicht abschätzen, wie Deine grundlegenden Fähigkeiten sind, aber das Alter ist absolut kein Hindernis.
      Wie lange es dauern wird, kann vermutlich zu diesem Zeitpunkt niemand abschätzen. Nach einem Monat wäre dazu ein Medium mit Kristallkugel nötig...
      Abschließend vielleicht noch dieses: es ist gut, ein klares Ziel zu haben, aber verfolge es nicht zu verbissen. Hab einfach Freude am Klavier, der Rest wird sich weisen.

      Herzliche Grüße
      Sazie
      Was ist ein Mensch? Eine arme Kreatur, die man auf die Erde gesetzt hat, damit sie den anderen auf die Nerven geht. - Erik Satie
    • Reichen Dir die Antworten bei CLAVIO nicht?

      Du schriebst dort:
      Ich danke allen, die sich nun die Mühe gemacht haben und auf meine Frage eingegangen sind. Viele der Aussagen und Ansichten nehme ich mit. Vllt. werde ich niemals den 3. Satz spielen können; oder auch vielleicht doch... Den Spaß am Klavierspielen habe ich immerhin. Von unnötig demotivierenden Aussagen sehe ich ab. Ich bin der klaren, dezidierten Ansicht, dass solche demotivierenden Aussagen fehl am Platz sind. Auch wenn ich die Meinung solcher User auch respketiere/schätze.
      @Keybert: Vor allem dir vielen Dank... Deine Worte nehme ich mit auf meinem Weg :)
      --
      "Seine Arbeit ist genial! Nur hie und da... nur hie und da, so schien es mir..." - "Was meinen Eure Majestät?" - "Rosenberg, wie drückt man das aus?" - "Zu viele Noten, Majestät!" - "Exakt! Glänzend formuliert!"
      (Aus "Amadeus")

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Guenther ()

    • Ah, ok. Ich habe dank des sehr direkten Hinweises von Guenther die entsprechende Anfrage im Clavio-Forum gesehen und muss sagen, ich bin entsetzt! Dass Furkan also hier auch anfragt, ist mir nun sehr verständlich!

      Ich möchte hier den meisten Antworten aus dem anderen Forum widersprechen! Es sind einfach Mythen, die da kursieren. Klavierspielen ist nicht Hochleistungssport, den man mit 30 langsam an den Nagel hängen muss. 25 ist außerdem nicht "alt". Oft kommen auch so Argumente wie: "da muss man schon täglich 5 Stunden üben, wenn es professionell werden soll" o.ä. Bullshit! Ich habe niemals so lange geübt, mein Rekord liegt bei 4 Stunden, die ich einmal an einem Tag geübt habe (sonst in der Regel deutlich weniger). Ich bin zwar kein Konzertpianist (sondern KPA), der die extremsten Sachen spielt (Rachmaninov-Etüden oder Ärgeres...), aber das will ja auch der Fragesteller nicht werden. Überhaupt: wo hat er denn geschrieben, dass er es bei diesem Stück zur Konzertreife bringen will? Er will es spielen können, das heißt für mich, das Stück so präsentieren können, dass man zeigt, es verstanden zu haben und technisch ausreichend beherrscht.
      Die halbe Stunde täglich ist für mich eine Jetzt-Angabe, die sich bei genügend Enthusiasmus vermutlich ausdehnen lässt. Aber beim Üben gilt nun mal, dass ein Zeitrahmen nicht so sinnvoll ist wie sich Ziele zu setzen und einfach täglich etwas zu machen.

      Furkan, dass Du die Antworten bei Clavio zufriedenstellend nennst, überrascht mich sehr. Sie scheinen mir extrem unprofessionell und pauschal. Aber ich gebe zu, ich habe auch Kollegen vom Fach, die nicht anders drauf sind und bei Erwachsenen einfach nur abwinken. Furchtbar.
      Was ist ein Mensch? Eine arme Kreatur, die man auf die Erde gesetzt hat, damit sie den anderen auf die Nerven geht. - Erik Satie
    • Hallo Sazie,

      danke für diese sehr ausführliche Antwort. Der eine oder andere Kommentar in Clavio hat mich durchaus entsetzt. Mit „zufriedenstellend“ meinte ich einige motivierende Aussagen weniger User.

      Aber ich habe nun das Gefühl, dass du der einzige bist, der mich voll und ganz verstanden hat. Klavierspielen ist mein Hobby. Ich möchte diesen 3. Satz nicht vor einem großen Auditorium vorspielen können. Und motivierende anregende Antworten (wie bspw. von dir :) ) helfen einem dabei am Ball zu bleiben. Dafür mein persönlicher Dank an dich. Wärst du doch nur mein Klavierlehre :D