Meine liebsten Beethoven-Interpretationen

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    • Klaviersonate B-Dur op. 22, gespielt von Svjatoslav Richter, Philips 1963. In diesen Jahren entstand auch die Gesamtaufnahme der Cellosonaten mit Rostropovich.





      Richter verhielt sich beim Spielen von Beethoven-Sonaten wählerisch, längst nicht alle waren in seinem Repertoire. Gern hätte ich einmal die Waldstein-Sonate von ihm gehört, oder die G-Dur-Sonte op. 31 Nr. 1 oder op. 81a - alles leider Fehlanzeige. Umgekehrt wandte er sich jedoch mit Hingabe den kleineren und weniger bekannten Sonaten zu, wie den Paaren op.49, oder op. 14. Auf dieser Decca-CD sind die allen Philips-LPs enthalten.

      Gruß Amadé


    • 7. Sinfonie A-Dur op.92 - Guido Cantelli, Philharmonia Orchestra 1955




      Die Aufnahme entstand ein Jahr vor Cantellis frühem Tod bei einem Flugzeugabsturz in der Nähe von Paris. Es ist die einzige Beethoven-Sinfonie, die er auf Platten hinterlassen hat. Die 5. wurde leider nicht mehr vollendet, es fehlte noch der 1. Satz. Cantelli dirigiert sehr konzentriert, energiegeladen, temperamentvoll, im langsamen Satz mit kammermusikalischer Feinarbeit.


      Gruß Amadé




    • 6. Sinfonie F-Dur op. 68 - Pastorale, Erich Kleiber dirigiert das Concertgebouw Orchester Amsterdam, 1952




      Kleiber lädt die Musik der Pastorale mit Spannung auf, in den Ecksätzen frische Tempi. Für die "Szene am Bach" lässt er sich viel Zeit, trotzdem kein Spannungseinbruch. Gewitterszene mit Feuer. Nicht nur meine Lieblingsaufnahme, sondern auch eine der besten diese Sinfonie.


      Gruß Amadé

    • Klaviersonate G-Dur op.31. Nr.1

      - diese Sonate wird selten im Konzert gespielt, warum? Die einzelnen Sätze sind sehr abwechslungsreich gestaltet, witzig und auch tiefsinnig. Ich hörte sie einst in Bad Kissingen sehr gut gespielt von Grigory Sokolov, da kannte ich bereits die CD eines anderen Russen der Vorgängergeneration: Emil Gilels, er muss sie auch gemocht haben und spielte sie auch öffentlich, z. B. in Salzburg.




      Gruß Amadé
    • Klaviersonate F-Dur op.54

      Auch diese Sonate steht im Schatten ihrer Nachbarn, der Waldsteinsonate und der Appassionata, und wird selten im Konzert gespielt. In Gesamteinspielungen findet sie auch nicht immer die Beachtung, die ihr zusteht. Auch wenn sie nur zweisätzig geschrieben ist, solte man nicht mit ihr umgehen, als spielte sie nur in der zweiten Klasse. "Die F-Dur-Sonate opus 54 ist kein Nebenwerk, kein Abfallprodukt," schreibt J. Kaiser. Das macht diese Aufnahme mit Andras Schiff deutlich.





      Gruß Amadé

    • Klaviertrio D-dur op. 70 Nr. 1 "Geistertrio"
      Jörg Demus, Hammerflügel (Conrad Graf)
      Franzjosef Maier, Violine (Nicolai Gagliano, Napoli, 1728)
      Rudolf Mandalka, Violoncello (Giuseppe & Antonio Gagliano, Napoli, 1747)
      (LP, dhm, 1979)

      Amadé hatte seine Favoritin zu diesem Werk bereits präsentiert. & gerade die kenne ich eben nicht.
      Aus meiner Sammlung können sich noch einige namhafte Konkurrenten hinzu gesellen: Abegg-Trio, Haydn-Trio Wien, Barenboim-du Pré-Zukerman, Beaux Arts. Sie alle besitzen womöglich ein Mehr an Feinschliff, an Delikatesse & individueller Klasse.
      Was ich an dieser Version aber schätze, ist eine Art knarzigen Dufts erlesener Hölzer & Essenzen: wie die Akteure hier ihre alten Möbelstücke zum Klingen bringen, hat schon Ereignischarakter (sie zählen wohl zu den Ersten, die diese Musik auf zeitgenössichen Instrumenten einspielten).
      Die Geister, die ich rief, sie mögen bleiben...
    • Neu

      Sfantu,
      jeder hat seine persönlichen Lieblingsaufnahmen, die nicht immer auch die interpretatorisch besten sein müssen, ist doch klar. Bei Kempff/Fournier ist es so, dass ich beide drei Jahre vorher zusammen in einem mir unvergessenen Konzert erlebt habe, mit Beethovens Cellosonaten. Henryk Szeryng hörte ich etwas später. Die Künstler Deiner Favorit-Einspielung sind mir auch gut bekannt, Maier und Mandalka vom Collegiun Aureum her, Demus spielte viele Jahre lang auf unserer Musikfestwoche jeweils im Juli in Bad Berleburg. Über diese Begegnungen baut(e) sich eine mentale Beziehung auf, die heute noch hält, auch wenn die Künstler nicht mehr leben. Deine Aufnahme habe ich leider nicht kennengelernt, sonst hätte ich sie im 2. Band meines Beethoven-Interpretationsvergleichs erwähnt.

      Gruß Amadé