Literatur - Musikgeschichte und Musiktheorie -

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    • Literatur - Musikgeschichte und Musiktheorie -

      Ich lagere meine Suche nach Büchern zur Musikgeschichte mal hierhin aus - habe um "Musiktheorie" ergänzt.
      Ist allgemein für Fragen oder auch Empfehlungen, Vorstellungen von Büchern, Diskussionen und Erfahrungsaustausch dazu gedacht.
      Hatte die Suche bedient und keinen speziellen Thread in der Richtung entdeckt.

      Anlass war die Überlegung mir das Buch "Musikgeschichte im Überblick" von Werner Keil zu kaufen.



      Satie schrieb:

      Das ist ein prima Buch! Kompakt und gut zu lesen. Manches bleibt natürlich auf der Strecke, aber das sind Vorlesungen zur Einführung in die Musikgeschichte und als solche empfehlenswert.
      Das deckt sich mit meinem ersten Eindruck.
      Damit sind die Zweifel verflogen. Das freut mich gerade sehr.

      Jetzt stehe ich vor der Frage, ob es für meine Belange auch okay ist, anstelle der aktuellen Auflage, die 2. zu bestellen.



      Macht preislich einen Unterschied und da es ein Einstieg ist, frage ich mich, ob mir das nicht reichen würde.
      Vor allem, wegen dem "es bleibt manches auf der Strecke" - wo vermutlich sinnvoller ist, spezifischer Literatur zu einzelnen Themen zu suchen.
      "That's what composing is - organizing sound in time and space - [...]" - Libby Larsen

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von tapeesa ()

    • Es kommt halt darauf an, WAS Du eigentlich haben möchtest. Einen ersten Gesamtüberblick, oder eben mehr.



      smile.amazon.de/Cambridge-Buch…sik&qid=1586952182&sr=8-1

      Ich hatte das Buch damals bei "Zweitausendundeins" günstig erworben, was man bei einem Amazon-Händler für 3 Euronen nachgeworfen bekommt. Dazu habe ich mal in meiner Jugendzeit ein Lexikon geschenkt bekommen, das in Kurzform auch genug Informationen enthält.

      Okay, als Musiker hat man vielleicht andere Möglichkeiten, aber letzten Endes müssen wir auch nachlesen, bzw. recherchieren, was durch das I-Net viel einfacher geworden ist.

      Wenn Du jetzt aber z.B. etwas zur "Zweiten Wiener Schule" haben möchtest, könnte das hier ein Anfang sein:



      Allerdings ist die Literatur nicht wirklich so ergiebig, habe ich den Eindruck.
      Es ist nicht schwer zu komponieren.Aber es ist fabelhaft schwer,die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen. (Johannes Brahms)

      Der Dirigent ist ein Facharbeiter,der zwanzig Jahre Berufsausbildung benötigt. (Herbert von Karajan)
    • Wenn es etwas ausführlicheres sein soll, kann ich auch dieses hier sehr empfehlen:


      Hans Heinrich Eggebrecht:
      Musik im Abendland. Prozesse und Stationen vom Mittelalter bis zur Gegenwart.

      Ein relativ dicker Wälzer, aber sehr fundiert.


      tapeesa schrieb:

      Alex Ross - The rest is noise, Das 20. Jahrhundert hören:



      Dazu hatte ich im Forum schon etwas gelesen.
      In der Bücherei hinein geschaut und das ergänzt mein "Starter-Paket"
      Gute Ergänzung! Lohnt sich zu lesen. Nicht auf die Unkenrufe hören, denen das zu wenig eurozentrisch ist. Ich halte das gerade für eine Qualität.

      Noch ein Tipp in dieser Richtung:


      Constantin Floros: Neue Ohren für neue Musik.
      Dieses ist allerdings ganz und gar eurozentrisch. Die Streitereien in den Amazon-Kommentaren sind Quatsch. Man muss nur wissen, dass es hierbei um zweite Wiener Schule und danach geht. Floros ist Jahrgang 1930 und mit der "deutschen" Neuen Musik aufgewachsen.

      Ein allgemeineres Buch, das auch nicht schlecht ist:



      Constantin Floros: Hören und verstehen. Die Sprache der Musik und ihre Deutung
      Dass es hier mitunter die Deutung von Herrn Floros ist, um die es geht, ist klar. Aber durchaus brauchbar. Die beiden obigen Bücher konnte ich schon ganz gut im Unterricht einsetzen.

      Und wenn die Begeisterung ganz groß wird und man wirklich etwas tiefer gehen will: noch 2mal Werner Keil:

      Dissonanz und Harmonie in Romantik und Moderne


      Basistexte Musikästhetik und Musiktheorie
      Für jene, die mal wirklich die Quellentexte lesen wollen. Wunderbar!
      Was ist ein Mensch? Eine arme Kreatur, die man auf die Erde gesetzt hat, damit sie den anderen auf die Nerven geht. - Erik Satie
    • Maurice André schrieb:

      Es kommt halt darauf an, WAS Du eigentlich haben möchtest. Einen ersten Gesamtüberblick, oder eben mehr.
      Okay, dann konkretisiere ich meine Frage nochmal:
      falls jemand beide Auflagen des Werner Keil Buchs kennt - Hilfe bei der Entscheidung, ob ich die 2. oder 3. Auflage kaufe (dass ich eine der beiden kaufen möchte steht fest - mit dem Schwerpunkt: Einführung und Überblick - um später vertiefen zu können (wozu in dem Buch wohl auch weiterführende Literaturempfehlungen wären).

      Der Rest ist offen - da habe ich kein konkretes Anliegen.

      Für den Moment bin ich mit dem von mir gewählten "Starter-Paket" genügend "eingedeckt". Da werde ich mehr als genug zu tun haben.

      Lexika - hatte ich jetzt gar nicht dran gedacht - da habe ich eine ältere Auflage von Brockhaus-Riemann - wo ich aber nicht mit warm werde - da wäre das "Cambridge Buch der Musik"
      eine Erwägung wert - werde mir das durch den Kopf gehen lassen.
      Hatte öfters nach Lexika geschaut, aber über das Buch bin ich noch nie gestolpert, von daher hat sich der Thread für mich schon gelohnt :)

      Auch wenn Vertiefendes, Konkreteres vorerst grundlegend nicht für mich dran ist - wie geschrieben - der Thread ist hier nicht für mich als persönliche Kaufberatung gedacht -
      was immer, wer immer hier posten mag zum Thema ist Willkommen.

      Ich finde interessant, Einblick zu erhalten, was andere lesen, was favorisiert wird und warum. Austausch dazu oder auch schlicht eine Sammlung dazu und hier und da persönliche Fragen, auch von anderen, schließt das ja nicht aus.

      (Nachtrag - @Satie - die Posts haben sich gekreuzt - habe erst nach dem Abschicken gesehen, dass du was geschrieben hast - werde es in Ruhe dann lesen.)
      "That's what composing is - organizing sound in time and space - [...]" - Libby Larsen

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    • tapeesa schrieb:

      Auch wenn Vertiefendes, Konkreteres vorerst grundlegend nicht für mich dran ist - wie geschrieben - der Thread ist hier nicht für mich als persönliche Kaufberatung gedacht -
      nochmal:
      was immer, wer immer hier posten mag zum Thema ist Willkommen.

      Ich finde interessant, Einblick zu erhalten, was andere lesen, was favorisiert wird und warum. Austausch dazu oder auch schlicht eine Sammlung dazu.
      Ich finde den Thread super, passt doch rein.
      Es ist nicht schwer zu komponieren.Aber es ist fabelhaft schwer,die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen. (Johannes Brahms)

      Der Dirigent ist ein Facharbeiter,der zwanzig Jahre Berufsausbildung benötigt. (Herbert von Karajan)
    • Satie schrieb:

      Reicht definitiv. Das ist die Ausgabe, die ich auch habe.
      :thanks - das Buch dürfte dann bald hier ankommen.

      Zu Constantin Floros und Hans Heinrich Eggebrecht habe ich mich ein wenig umgeschaut - da würde ausleihen erstmal reichen. Auch die Stadtbücherei hat von beiden Mehreres, was nicht danach aussieht, öfters ausgeliehen zu werden und irgendwann machen die vermutlich auch wieder auf.

      Der Ansatz von Eggebrecht, so wie es in einer Rezension durchschimmert, könnte mir sehr zusagen.
      Diese beiden Bücher erwecken vor allem mein Interesse.


      "That's what composing is - organizing sound in time and space - [...]" - Libby Larsen
    • Ein weiteres, sehr gutes Werk zur Musikgeschichte möchte ich trotz des aktuell sehr hohen Sammlerpreises noch erwähnen:


      Europäische Musikgeschichte

      von Sabine Ehrmann-Herfort, Ludwig Finscher, Giselher Schubert (Hrsg.)

      Ich hatte das mal zum günstigen Preis von um die 50 Euro erstanden, jetzt wird es für 180 und mehr gehandelt...
      Hier sind 30 exemplarische Artikel versammelt, die richtige Plattformen bilden. Für den Unterricht schon oft eine tolle Quelle gewesen, ist es sehr zu empfehlen, wenn man etwas mehr in die Tiefe gehen will. Leider kaum was zur Wiener Klassik, das ist hier schon zu bemängeln, einzig die Kapitel 13-15 befassen sich mit dem Thema.

      Ich konnte das Inhaltsverzeichnis finden:

      Band I

      Vorwort

      Europäische Musik im Spiegel ihrer Geschichte
      Kapitel 1 Was ist Musik?
      Michael Zimmermann
      Kapitel 2 Was ist Musikgeschichte?
      Carl Dahlhaus
      Kapitel 3 I Die ästhetische Gegenwart der Alten Musik
      Rudolf Stephan

      Der Ursprung des Musikwerks
      Kapitel 4 Die Schriftlichkeit der Musik und ihre Folgen
      Hartmut Möller
      Kapitel 5 Die modernen Musiker des 14. Jahrhunderts
      Hartmut Möller
      Kapitel 6 Johannes Tinctoris und der Beginn der Neuzeit
      Michael Zimmermann
      Kapitel 7 Die Messe als Kunstwerk
      Helmut Hucke

      Musik wird zurTonkunst
      Kapitel 8 Kontrapunkt und Textausdruck
      Silke Leopold
      Kapitel 9 Der Streit um die italienische und die französische
      Oper um 1700
      Wilhelm Seidel
      Kapitel 10 Zwischen Schütz und Bach:
      Theaterstil und Kirchenmusik
      Arno Forchert
      Kapitel 11 Scheibes Kritik an Bach und das Ende des Barock
      Peter Cahn
      Kapitel 12 Händel in London
      Donald Burrows
      Kapitel 13 Instrumentalmusik als Klangrede
      Wolfgang Ruf
      Kapitel 14 Opernreform und Publizistik in Paris
      Gerhard Allroggen
      Kapitel 15 Galanter und gelehrter Stil: Der kompositionsgeschichtliche Wandel im 18. Jahrhundert
      Ludwig Finscher

      Band II

      Das Musikleben im 19. Jahrhundert
      Kapitel 16 Absolute Musik
      Carl Dahlhaus
      Kapitel 17 Virtuose und poetische Klaviermusik
      Arnfried Edler
      Kapitel 18 Deutsches Bildungsbürgertum und italienische Oper
      Norbert Miller
      Kapitel 19 Konservativ gegen Neudeutsch, oder:
      Was heißt »außermusikalisch«?
      Thomas Kabisch
      Kapitel 20 »Wagnerianer« und »Brahminen«
      Carl Dahlhaus
      Kapitel 21 Tschaikowsky und das »mächtige Häuflein«
      Sigfried Schibli
      Kapitel 22 Debussy und das »Französische« in der Musik
      Renate Groth

      Musikverstehen und Neue Musik
      Kapitel 23 Schönberg und Strawinsky:
      Zwei Wege der Neuen Musik
      Volker Scherliess
      Kapitel 241 Analyse statt Ästhetik
      Stephen Hinton
      Kapitel 25 Wider das bürgerliche Konzertwesen
      Stephen Hinton
      Kapitel 26 Zur Politik der unpolitischen Musik
      Albrecht Riethmüller
      Kapitel 27 Werktreue und Texttreue in der
      musikalischen Interpretation
      Hermann Danuser
      Kapitel 28 Was ist musikalischer Fortschritt?
      Die Diskussion in den sozialistischen Ländern Frank Schneider
      Kapitel 29 Bekehrung, Verrat, Entwicklung?
      Strawinskys Wendung zur Zwölftonmusik
      Giselher Schubert
      Kapitel 30 Boulez und Cage: Musik in der Sackgasse?
      Ulrich Mosch

      Zeittafel zur europäischen Musikgeschichte
      Arbeitsanregungen zu den Kapiteln
      Register
      Verzeichnis der Abbildungen und Notenbeispiele
      Was ist ein Mensch? Eine arme Kreatur, die man auf die Erde gesetzt hat, damit sie den anderen auf die Nerven geht. - Erik Satie
    • Und noch was. Ich hattes schon an anderer Stelle einmal erwähnt:



      Musik im Spiegel der Zeit: Synchronoptische Tafeln zur Musikgeschichte Europas von 1000-1975
      von Friedrich Saathen

      Auf diesen Tafeln kann man parallel musikalische Ereignisse, Lebensdaten, Werkuraufführungsdaten, Weltgeschichte, Kunstgeschichte etc. sehen und in Beziehung setzen. Eine Schweinearbeit muss das gewesen sein, schade, dass Saathen nicht länger gelebt hat, so ist eben 1975 Schluss.
      Die Tafeln aneinandergehängt ergeben einen langen Zeitstrahl, ich hatte sie mal so aufgehängt an einer Wand im Studio. Man kann damit Stunden verbringen...



      Was ist ein Mensch? Eine arme Kreatur, die man auf die Erde gesetzt hat, damit sie den anderen auf die Nerven geht. - Erik Satie