Smetana: Mein Vaterland

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    • Smetana: Mein Vaterland

      Hallo Smetana-Freunde,

      das bekannteste Werk Smetanas (1824-1884) ist zweifellos das Nationalepos Mein Vaterland, das aus dem Zyklus von 6 sinfonischen Dichtungen besteht.

      Ich möchte mit diesem Thread die bestmöglichen Aufnahmen beleuchten und feststellen, welche Prioritäten ihr in dieser Hinsicht setzt.


      Eine Stimme haben wir schon an anderer Stelle (als es OT um Mono oder Stereo ging) von Dox vorliegen:
      Soll ich wirklich eine Jahrhundertaufnahme wie Talichs Má Vlast links liegen lassen, nur weil es einen Haufen oberflächlicher Langweiler gibt, die das in Stereo/Digital aufgenommen haben?

      Eine interessante Stellungnahme. Taich ist sicher ein hervorragender Interpret für den Smetana - Zyklus. Gleichfalls bin ich mir sicher, das gerade bei Smetana gut klingende Stereoaufnahmen mir geschmacklich mehr Hörspaß bringen werden.

      Meine Hörerfahrung beruht bei solchen TOP-Werken, wie dem Zyklus mein Vaterland meist immer aus der LP-Zeit.
      :) So hatte ich zuerst die wunderbar gestaltete Surpraphon-Doppel-LP mit Prager Motiven mit Karel Ancerl - man war das eine Aufnahme.

      Was Durchhörbarkeit der einzelnen Instrumentengruppen (auch die Harfe), oder die Wahl des Tempos angeheht, so halte ich diese für eine absolute Spitzenaufnahme von Mein Vaterland.
      Diese Aufnahme von 1964 gehörte schon damals zu den klangbesten Platten, die ich hatte. Schon immer habe ich mich bei der Wahl der Interpretation in die Richtung orientiert, wo das Werk seinen Ursprung hatte und ich glaube, da habe ich meist sehr richtig gelegen.
      Karel Ancerl bringt seinen Landsmann in einer ungeheuer spannenden Version; nichts geht unter und alles wird plastisch präsentiert.

      Auf CD habe ich mir diese Supraphon-CD diesesd Jahr zugelegt.
      Leider ist das tschechische Remastering nicht einwandfrei gelungen, sodass der Klang auf CD etwas steril wirkt - aber die Interpretation :engel.

      Tschechische PH, Karel Ancerl
      Supraphon, 1964, ADD, Remastering 2005
      Bevor ich diese Supraphon - CD kaufte, hatte ich eine Menge über die unangemssene digitale Aufbereitung gelesen. Da ich die Aufnahme aber unbedingt auf CD haben wollte, habe ich trotzdem zugegriffen.
      Ancerl schlägt in jeder sinf.Dichtung ein angemessenes Tempo an (nirgendwo zu langsam), die Aufnahme packt ungemein, wie schon damals auf LP.



      :) Rein zufällig, weil ich die Ancerl-Aufnahme nicht auf CD bekommen konnte, hatte ich in den 90er-Jahren dann zu dieser Aufnahme mitJames Levine / Wiener PH gegriffen: Damals bei DG als Doppel-CD mit noch anderen Smetana Werken.


      Wiener PH, James Levine
      DG, DDD

      Eigendlich hätte ich es Levine gar nicht zugetraut, aber was er auf die CD bannte ist große Klasse. Da kommt gar kein Gedanke an falsches Tempo oder nichthörbare Harfen auf.
      Um es kurz zu machen:
      Diese Aufnahme steht der Ancerl-Aufnahme in nichts nach.
      :beer Was den Vergleich der Moldau mit meiner DG-CD mit F.Fricsay Dvorak: Sinf.Nr.9, auf der sich die Moldau auch in einer der wichtigsten Interpretationen befindet, so kann ich feststellen, daß sich Levin und Ancerl in bester Gesellschaft befinden.


      :( Mehr ein Reinfall war der Kauf der Harnoncoert- Aufnahme auf RCA, die ich mir zu zufällig Karneval im Februar 2007 zulegte.


      RCA, 2005, DDD

      Seine RCA-Mein Vaterland-Aufnahme hat schöne Momente (zum Beispiel in Sarka kurz vor dem Schluß), die großartig wirken - aber nur im ersten Moment. Es stellt sich durch das ungewöhnlich langsame Tempo nichts ein, dass ein für die einzelnen Dichtungen zu packen vermag. Man muß sich zwingen die Sätze zu Ende zu hören; die Musik kommt nicht in den Gang.
      Die 6Dichtungen dauern bei Harnoncourt 84Minuten, gegenüber meinem Favorit Ancerl mit 75Minuten.

      Die Moldau ist bei Harnoncourt trockengelegt, die Musik fließt nicht - obwohl Ancerl auch 12:29 braucht ist es bei ihm überall spannend; noch besser Fricsay mit 11:01 ohne irgendwo gehetzt zu wirken; Harnoncourt mit 12:54 schießt den Vogel ab, der in die trockene Moldau fällt.
      Wie man Tabor so emotionslos und belanglos dirigieren kann ist mir ein Rätsel - 14:25 Minuten Langeweile.

      :wink Ich habe auch festgestellt das meine besprochene Levine-Aufnahme (DG) mit dem gleichen Orchester, den Wiener PH, gar nicht so schlecht ist, wie es anderenorts zumindest auch klanglich geschrieben wurde. Der Klang ist zwar nicht so schön und zeitgemäß wie bei Harni, aber diese DG-CD-Aufnahme hatte es für viele Jahre geschafft meine Ancerl-LP zu ersetzen und das heißt schon was.
      Levine vermag mich in seiner Aufnahme als Hörer zu packen.
      :down Die Ancerl-Supraphon-CD ist trotz der klanglich mißlungenen 24Bit-Remasterings auf jeden Fall sogar Beiden (Harnoncourt und Levine) vorzuziehen.

      :helloLeider habe ich jetzt immer noch nicht die CD gefunden, die beide geforderte Kriterien an Interpretation und Klangqualität 100% erfüllt.
      Das würde nur die Ancerl-Supraphon-LP schaffen - meine Erste.


      Gerne glaube ich Dox, dass seine genannte MONO-Talich-Aufnahme TOP ist. Aber Mein Vaterland möchte ich auch klanglich optimal haben.
      :D Sonst wird das bei mir nichts.
      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • Smetana: Mein Vaterland

      Hallo Smetana-Freunde,

      das bekannteste Werk Smetanas (1824-1884) ist zweifellos das Nationalepos Mein Vaterland, das aus dem Zyklus von 6 sinfonischen Dichtungen besteht.

      Ich möchte mit diesem Thread die bestmöglichen Aufnahmen beleuchten und feststellen, welche Prioritäten ihr in dieser Hinsicht setzt.


      Eine Stimme haben wir schon an anderer Stelle (als es OT um Mono oder Stereo ging) von Dox vorliegen:
      Soll ich wirklich eine Jahrhundertaufnahme wie Talichs Má Vlast links liegen lassen, nur weil es einen Haufen oberflächlicher Langweiler gibt, die das in Stereo/Digital aufgenommen haben?

      Eine interessante Stellungnahme. Taich ist sicher ein hervorragender Interpret für den Smetana - Zyklus. Gleichfalls bin ich mir sicher, das gerade bei Smetana gut klingende Stereoaufnahmen mir geschmacklich mehr Hörspaß bringen werden.

      Meine Hörerfahrung beruht bei solchen TOP-Werken, wie dem Zyklus mein Vaterland meist immer aus der LP-Zeit.
      :) So hatte ich zuerst die wunderbar gestaltete Surpraphon-Doppel-LP mit Prager Motiven mit Karel Ancerl - man war das eine Aufnahme.

      Was Durchhörbarkeit der einzelnen Instrumentengruppen (auch die Harfe), oder die Wahl des Tempos angeheht, so halte ich diese für eine absolute Spitzenaufnahme von Mein Vaterland.
      Diese Aufnahme von 1964 gehörte schon damals zu den klangbesten Platten, die ich hatte. Schon immer habe ich mich bei der Wahl der Interpretation in die Richtung orientiert, wo das Werk seinen Ursprung hatte und ich glaube, da habe ich meist sehr richtig gelegen.
      Karel Ancerl bringt seinen Landsmann in einer ungeheuer spannenden Version; nichts geht unter und alles wird plastisch präsentiert.

      Auf CD habe ich mir diese Supraphon-CD diesesd Jahr zugelegt.
      Leider ist das tschechische Remastering nicht einwandfrei gelungen, sodass der Klang auf CD etwas steril wirkt - aber die Interpretation :engel.

      Tschechische PH, Karel Ancerl
      Supraphon, 1964, ADD, Remastering 2005
      Bevor ich diese Supraphon - CD kaufte, hatte ich eine Menge über die unangemssene digitale Aufbereitung gelesen. Da ich die Aufnahme aber unbedingt auf CD haben wollte, habe ich trotzdem zugegriffen.
      Ancerl schlägt in jeder sinf.Dichtung ein angemessenes Tempo an (nirgendwo zu langsam), die Aufnahme packt ungemein, wie schon damals auf LP.



      :) Rein zufällig, weil ich die Ancerl-Aufnahme nicht auf CD bekommen konnte, hatte ich in den 90er-Jahren dann zu dieser Aufnahme mitJames Levine / Wiener PH gegriffen: Damals bei DG als Doppel-CD mit noch anderen Smetana Werken.


      Wiener PH, James Levine
      DG, DDD

      Eigendlich hätte ich es Levine gar nicht zugetraut, aber was er auf die CD bannte ist große Klasse. Da kommt gar kein Gedanke an falsches Tempo oder nichthörbare Harfen auf.
      Um es kurz zu machen:
      Diese Aufnahme steht der Ancerl-Aufnahme in nichts nach.
      :beer Was den Vergleich der Moldau mit meiner DG-CD mit F.Fricsay Dvorak: Sinf.Nr.9, auf der sich die Moldau auch in einer der wichtigsten Interpretationen befindet, so kann ich feststellen, daß sich Levin und Ancerl in bester Gesellschaft befinden.


      :( Mehr ein Reinfall war der Kauf der Harnoncoert- Aufnahme auf RCA, die ich mir zu zufällig Karneval im Februar 2007 zulegte.


      RCA, 2005, DDD

      Seine RCA-Mein Vaterland-Aufnahme hat schöne Momente (zum Beispiel in Sarka kurz vor dem Schluß), die großartig wirken - aber nur im ersten Moment. Es stellt sich durch das ungewöhnlich langsame Tempo nichts ein, dass ein für die einzelnen Dichtungen zu packen vermag. Man muß sich zwingen die Sätze zu Ende zu hören; die Musik kommt nicht in den Gang.
      Die 6Dichtungen dauern bei Harnoncourt 84Minuten, gegenüber meinem Favorit Ancerl mit 75Minuten.

      Die Moldau ist bei Harnoncourt trockengelegt, die Musik fließt nicht - obwohl Ancerl auch 12:29 braucht ist es bei ihm überall spannend; noch besser Fricsay mit 11:01 ohne irgendwo gehetzt zu wirken; Harnoncourt mit 12:54 schießt den Vogel ab, der in die trockene Moldau fällt.
      Wie man Tabor so emotionslos und belanglos dirigieren kann ist mir ein Rätsel - 14:25 Minuten Langeweile.

      :wink Ich habe auch festgestellt das meine besprochene Levine-Aufnahme (DG) mit dem gleichen Orchester, den Wiener PH, gar nicht so schlecht ist, wie es anderenorts zumindest auch klanglich geschrieben wurde. Der Klang ist zwar nicht so schön und zeitgemäß wie bei Harni, aber diese DG-CD-Aufnahme hatte es für viele Jahre geschafft meine Ancerl-LP zu ersetzen und das heißt schon was.
      Levine vermag mich in seiner Aufnahme als Hörer zu packen.
      :down Die Ancerl-Supraphon-CD ist trotz der klanglich mißlungenen 24Bit-Remasterings auf jeden Fall sogar Beiden (Harnoncourt und Levine) vorzuziehen.

      :helloLeider habe ich jetzt immer noch nicht die CD gefunden, die beide geforderte Kriterien an Interpretation und Klangqualität 100% erfüllt.
      Das würde nur die Ancerl-Supraphon-LP schaffen - meine Erste.


      Gerne glaube ich Dox, dass seine genannte MONO-Talich-Aufnahme TOP ist. Aber Mein Vaterland möchte ich auch klanglich optimal haben.
      :D Sonst wird das bei mir nichts.
      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • RE: Smetana: Mein Vaterland

      Original von teleton
      Diese Aufnahme steht der Ancerl-Aufnahme in nichts nach.
      :beer Was den Vergleich der Moldau mit meiner DG-CD mit F.Fricsay Dvorak: Sinf.Nr.9, auf der sich die Moldau auch in einer der wichtigsten Interpretationen befindet, so kann ich feststellen, daß sich Levin und Ancerl in bester Gesellschaft befinden.


      @teleton,
      danke für die Eröffnung dieses Interessanten Threads, der mir wiedereinmal vor Augen führt, welche Lücken meine Diskographie aufweist.
      Außer der Aufnahme der Moldau mit Fricsay ist meine Diskographie nämlich hier sehr erbärmlich.

      Ich hoffe nun hier eine entsprechende überzeugende Aufnahme zu finden, die klanglich und interpretatorisch überzeugt.
      _____

      Administrator: Das Klassikforum
    • RE: Smetana: Mein Vaterland

      Original von teleton
      Diese Aufnahme steht der Ancerl-Aufnahme in nichts nach.
      :beer Was den Vergleich der Moldau mit meiner DG-CD mit F.Fricsay Dvorak: Sinf.Nr.9, auf der sich die Moldau auch in einer der wichtigsten Interpretationen befindet, so kann ich feststellen, daß sich Levin und Ancerl in bester Gesellschaft befinden.


      @teleton,
      danke für die Eröffnung dieses Interessanten Threads, der mir wiedereinmal vor Augen führt, welche Lücken meine Diskographie aufweist.
      Außer der Aufnahme der Moldau mit Fricsay ist meine Diskographie nämlich hier sehr erbärmlich.

      Ich hoffe nun hier eine entsprechende überzeugende Aufnahme zu finden, die klanglich und interpretatorisch überzeugt.
      _____

      Administrator: Das Klassikforum
    • RE: Smetana: Mein Vaterland

      Lieber Wolfgang:

      Besten Dank für Deine Eröffnung zu einem Faden, der sicher hier schon lange überfällig war!

      Allzu häufig kann ich "Ma vlast" nicht hören, es geht mir dort generell ein wenig zu pompös und patriotisch zu, die "Moldau" allein habe ich wohl schon als Kind zu oft zu hören bekommen. Trotzdem habe ich vor kurzem endlich Talichs Einspielung von 1954 (Supraphon) angeschafft, die oft als Referenzaufnahme genannt wird. Ob sie diesen Status wirklich verdient, kann ich letztlich nicht beurteilen, ich finde diese Version allerdings sehr beeindruckend, intensiver als Kubeliks ebenfalls häufig empfohlene Einspielung mit dem Boston SO (DG). (Etwas weniger beeindruckt zumindest von Talichs "Moldau" ist Amadé, der sich aber sicher selbst melden wird.) Soweit meine Gesamteinspielungen von "Ma vlast", ich habe noch zweimal die "Moldau" separat, einmal mit Ancerl (VPO, EMI), einmal mit Stokowski, den Amadé hier zu Recht gar nicht schätzt.

      Interessant wäre vielleicht noch zu erfahren, wie gut der Talich-Transfer von Naxos im Vergleich zum letzten von Supraphon ist ...

      Gruß, Zelenka
      "Mit Kempff habe ich nur ein einziges Mal gespielt, und er meinte hinterher, er werde nie wieder mit mir spielen, weil ich beim Dirigieren singe. Und dabei war er eines meiner Idole gewesen." Sir Colin Davis

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Zelenka ()

    • RE: Smetana: Mein Vaterland

      Lieber Wolfgang:

      Besten Dank für Deine Eröffnung zu einem Faden, der sicher hier schon lange überfällig war!

      Allzu häufig kann ich "Ma vlast" nicht hören, es geht mir dort generell ein wenig zu pompös und patriotisch zu, die "Moldau" allein habe ich wohl schon als Kind zu oft zu hören bekommen. Trotzdem habe ich vor kurzem endlich Talichs Einspielung von 1954 (Supraphon) angeschafft, die oft als Referenzaufnahme genannt wird. Ob sie diesen Status wirklich verdient, kann ich letztlich nicht beurteilen, ich finde diese Version allerdings sehr beeindruckend, intensiver als Kubeliks ebenfalls häufig empfohlene Einspielung mit dem Boston SO (DG). (Etwas weniger beeindruckt zumindest von Talichs "Moldau" ist Amadé, der sich aber sicher selbst melden wird.) Soweit meine Gesamteinspielungen von "Ma vlast", ich habe noch zweimal die "Moldau" separat, einmal mit Ancerl (VPO, EMI), einmal mit Stokowski, den Amadé hier zu Recht gar nicht schätzt.

      Interessant wäre vielleicht noch zu erfahren, wie gut der Talich-Transfer von Naxos im Vergleich zum letzten von Supraphon ist ...

      Gruß, Zelenka
      "Mit Kempff habe ich nur ein einziges Mal gespielt, und er meinte hinterher, er werde nie wieder mit mir spielen, weil ich beim Dirigieren singe. Und dabei war er eines meiner Idole gewesen." Sir Colin Davis

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Zelenka ()

    • RE: Smetana: Mein Vaterland

      Original von teleton

      Eine Stimme haben wir schon an anderer Stelle (als es OT um Mono oder Stereo ging) von Dox vorliegen:
      Soll ich wirklich eine Jahrhundertaufnahme wie Talichs Má Vlast links liegen lassen, nur weil es einen Haufen oberflächlicher Langweiler gibt, die das in Stereo/Digital aufgenommen haben?

      Eine interessante Stellungnahme. Taich ist sicher ein hervorragender Interpret für den Smetana - Zyklus. Gleichfalls bin ich mir sicher, das gerade bei Smetana gut klingende Stereoaufnahmen mir geschmacklich mehr Hörspaß bringen werden.


      Gerne glaube ich Dox, dass seine genannte MONO-Talich-Aufnahme TOP ist. Aber Mein Vaterland möchte ich auch klanglich optimal haben.
      :D Sonst wird das bei mir nichts.


      Das Zitat war natürlich bewußt überzogen um OT etwas klar zu machen.
      Nichtsdestotrotz bleibt die Kernaussage:

      Original von Dox Orkh
      Keine der klanglich hochgezüchteten Aufnahmen, die ich versucht habe, konnte ich am Stück hören. Diese willkürlich erscheinende Ansammmlung von impressionistischer Klangmalerei bis hin zum zum hohlen Bombast langweilte mich nur. Was für ein Gegensatz dazu ist die Aufnahme von Talich. Hier ist alles von vorne bis hinten spannungs- und bedeutungsvoll und jeder Abschnitt wächst so "folgerichtig" (hier ist wieder die Grenze,des Redens über Musik erreicht) aus dem vorhergehenden hervor, dass die Frage nach Räumlichkeit und Klangfarben gar nicht erst aufkommt.


      :hello
      Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)
    • RE: Smetana: Mein Vaterland

      Original von teleton

      Eine Stimme haben wir schon an anderer Stelle (als es OT um Mono oder Stereo ging) von Dox vorliegen:
      Soll ich wirklich eine Jahrhundertaufnahme wie Talichs Má Vlast links liegen lassen, nur weil es einen Haufen oberflächlicher Langweiler gibt, die das in Stereo/Digital aufgenommen haben?

      Eine interessante Stellungnahme. Taich ist sicher ein hervorragender Interpret für den Smetana - Zyklus. Gleichfalls bin ich mir sicher, das gerade bei Smetana gut klingende Stereoaufnahmen mir geschmacklich mehr Hörspaß bringen werden.


      Gerne glaube ich Dox, dass seine genannte MONO-Talich-Aufnahme TOP ist. Aber Mein Vaterland möchte ich auch klanglich optimal haben.
      :D Sonst wird das bei mir nichts.


      Das Zitat war natürlich bewußt überzogen um OT etwas klar zu machen.
      Nichtsdestotrotz bleibt die Kernaussage:

      Original von Dox Orkh
      Keine der klanglich hochgezüchteten Aufnahmen, die ich versucht habe, konnte ich am Stück hören. Diese willkürlich erscheinende Ansammmlung von impressionistischer Klangmalerei bis hin zum zum hohlen Bombast langweilte mich nur. Was für ein Gegensatz dazu ist die Aufnahme von Talich. Hier ist alles von vorne bis hinten spannungs- und bedeutungsvoll und jeder Abschnitt wächst so "folgerichtig" (hier ist wieder die Grenze,des Redens über Musik erreicht) aus dem vorhergehenden hervor, dass die Frage nach Räumlichkeit und Klangfarben gar nicht erst aufkommt.


      :hello
      Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)
    • Halle Teleton,


      ich muss zugeben, dass ich zwar die Moldau in nicht wenigen Einspielungen habe (Fricsay ist wirklich herausragend, wie ich finde), aber den gesamten Vaterlandszyklus nicht.

      Immerhin kann ich etwas zu einer Aufnahme beisteuern, die ich gehört habe, die auch teilweise als sehr gut rezensiert worden ist, die mir aber überhaupt nicht gefallen hat

      Die Aufnahme mit Colin Davis auf LSO Hybrid, recht neu

      (Bilder verlinken kann ich mit dem Bürocomputer neuerdings nicht mehr).

      Irgendwo höre ich da bei der Moldau kein Wasser fließen, dass es sich um eine sinfonische Dichtung handelt, drängt sich nicht auf.

      An Ancerl hatte ich schon mal gedacht, aber allzu sterilen Klang mag ich nicht (man muss sich ja schon sehr anstrengen, eine 64er Analogaufnahme so zu bearbeiten, dass sie ausgerechnet steril klingt....)

      Kennst Du die anderen Tschechen - ich meine Neumann und Kubelik? Die werden nicht nur in diesem Faden in diesem Forum ziemlich gelobt.


      Gruß
      Henning
      Anstatt die besten Wissenschaftler in die Rüstungsindustrie und Raumfahrt zu schicken, hätte die SU sie ins Melodya-Tonstudio schicken sollen - was für eine vertane Chance...............
    • Halle Teleton,


      ich muss zugeben, dass ich zwar die Moldau in nicht wenigen Einspielungen habe (Fricsay ist wirklich herausragend, wie ich finde), aber den gesamten Vaterlandszyklus nicht.

      Immerhin kann ich etwas zu einer Aufnahme beisteuern, die ich gehört habe, die auch teilweise als sehr gut rezensiert worden ist, die mir aber überhaupt nicht gefallen hat

      Die Aufnahme mit Colin Davis auf LSO Hybrid, recht neu

      (Bilder verlinken kann ich mit dem Bürocomputer neuerdings nicht mehr).

      Irgendwo höre ich da bei der Moldau kein Wasser fließen, dass es sich um eine sinfonische Dichtung handelt, drängt sich nicht auf.

      An Ancerl hatte ich schon mal gedacht, aber allzu sterilen Klang mag ich nicht (man muss sich ja schon sehr anstrengen, eine 64er Analogaufnahme so zu bearbeiten, dass sie ausgerechnet steril klingt....)

      Kennst Du die anderen Tschechen - ich meine Neumann und Kubelik? Die werden nicht nur in diesem Faden in diesem Forum ziemlich gelobt.


      Gruß
      Henning
      Anstatt die besten Wissenschaftler in die Rüstungsindustrie und Raumfahrt zu schicken, hätte die SU sie ins Melodya-Tonstudio schicken sollen - was für eine vertane Chance...............
    • Mein Vaterland mit Kubelik

      Hallo Henning,

      mit Rafeal Kubelik nennst Du den spiritur rector für Mein Vaterland.
      Es gibt keinen anderen Dirigenten, der dieses Werk aus seiner Heimat so oft eingespielt hat.
      Die besten sollen die mit der Tschechischen PH (Supraphon) und diese
      Aufnahme mit dem Bayerischen RSO München (ORFEO) sein:

      .

      Die meistverbreitete ist die alte DG-Aufnahme von 1959 mit den Wiener PH. Wegen des Aufnahmealters vermute ich aber klangliche Einbußen, zumindest "rauschen":


      Oft gesehen, nie gekauft (weil ich Ancerl hatte), die DG-Aufnahme mit dem Boston SO:


      Hier eine vielversprechende amazon- Kritik zu der LIVE-Aufnahme von 1990 (Suprahaon), die es zwei verschiedenen Coveraufmachungen gibt:
      Zusammenfassend muß man die Aufnahme als nahezu perfekt bezeichnen! Der weltberühmte Dirigent Rafael Kubelik versteht es von Anfang an das Orchester so zu führen, daß der Zuhörer in den Bann dieses wohl einzigartigen Zyklusses gezogen wird. Herausragend dabei ist die perfekte Betonung der einzelnen Stücke, die jeweils die Gefühlslage des Komponisten Bedrich Smetana und die Tschechische Geschichte (als Grundlage des Zyklus) wiederspiegelt. Man glaubt regelrecht die Figuren und Mythen lebendig vor sich zu haben und sich in die wunderschöne Region Böhmens einzuhören und sie zu "sehen". Während andere Orchester die einzelnen Stücke (z.B. die Moldau)regelrecht "herunternudeln" dirigiert Kubelik mit einer Passion und Leidenschaft, die seinesgleichen sucht. Das Orchester spielt die Tradition einer eigenständigen Tschechischen Nationalmusik und zeigt mehr als internationale Klasse. Kubelik hat mit seiner Aufführung den Tschechen die Heimat wiedergebracht!




      :B Auf jeden Fall habe ich was Kubelik anbetrifft Nachholbedarf, denn die kenne ich alle nicht.
      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • Mein Vaterland mit Kubelik

      Hallo Henning,

      mit Rafeal Kubelik nennst Du den spiritur rector für Mein Vaterland.
      Es gibt keinen anderen Dirigenten, der dieses Werk aus seiner Heimat so oft eingespielt hat.
      Die besten sollen die mit der Tschechischen PH (Supraphon) und diese
      Aufnahme mit dem Bayerischen RSO München (ORFEO) sein:

      .

      Die meistverbreitete ist die alte DG-Aufnahme von 1959 mit den Wiener PH. Wegen des Aufnahmealters vermute ich aber klangliche Einbußen, zumindest "rauschen":


      Oft gesehen, nie gekauft (weil ich Ancerl hatte), die DG-Aufnahme mit dem Boston SO:


      Hier eine vielversprechende amazon- Kritik zu der LIVE-Aufnahme von 1990 (Suprahaon), die es zwei verschiedenen Coveraufmachungen gibt:
      Zusammenfassend muß man die Aufnahme als nahezu perfekt bezeichnen! Der weltberühmte Dirigent Rafael Kubelik versteht es von Anfang an das Orchester so zu führen, daß der Zuhörer in den Bann dieses wohl einzigartigen Zyklusses gezogen wird. Herausragend dabei ist die perfekte Betonung der einzelnen Stücke, die jeweils die Gefühlslage des Komponisten Bedrich Smetana und die Tschechische Geschichte (als Grundlage des Zyklus) wiederspiegelt. Man glaubt regelrecht die Figuren und Mythen lebendig vor sich zu haben und sich in die wunderschöne Region Böhmens einzuhören und sie zu "sehen". Während andere Orchester die einzelnen Stücke (z.B. die Moldau)regelrecht "herunternudeln" dirigiert Kubelik mit einer Passion und Leidenschaft, die seinesgleichen sucht. Das Orchester spielt die Tradition einer eigenständigen Tschechischen Nationalmusik und zeigt mehr als internationale Klasse. Kubelik hat mit seiner Aufführung den Tschechen die Heimat wiedergebracht!




      :B Auf jeden Fall habe ich was Kubelik anbetrifft Nachholbedarf, denn die kenne ich alle nicht.
      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • Ich habe drei Aufnahmen dieser Sinf. Dichtung auf CD. Alle drei auf Supraphon, alle drei gespielt vom ausgezeichneten Tschechischen Philharmonie Orchester. Dirigenten sind Ancerl, Smetácek und Talich. Alle drei sind IMO sehr gut. Auf Ancerl könnte ich vielleicht am ehesten verzichten, möchte ich aber eigentlich nicht.

      Gruß, Cosima
    • Ich habe drei Aufnahmen dieser Sinf. Dichtung auf CD. Alle drei auf Supraphon, alle drei gespielt vom ausgezeichneten Tschechischen Philharmonie Orchester. Dirigenten sind Ancerl, Smetácek und Talich. Alle drei sind IMO sehr gut. Auf Ancerl könnte ich vielleicht am ehesten verzichten, möchte ich aber eigentlich nicht.

      Gruß, Cosima
    • Diesen sinfonischen Zyklus habe ich in drei Einspielungen.

      Meine Liebste ist diese (Neumann auf Denon mit dem Czech Philharmonic Orchestra):



      Dann habe ich noch Kubelik mit den Wienern aus den späten 50ern.
      Der ist auch sehr schön, aber klanglich schon etwas angestaubt.

      Und dann habe ich noch diese hier, mit genau diesem Cover. (Inbahl mit dem RSO Frankfurt auf Teldec)
      Nach dem Kauf ein oder zweimal gehört. Seitdem verstaubt sie im Regal.
      Ich weiss gar nicht mehr, warum.

      Grüße
      Jürgen

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Jürgen ()

    • Diesen sinfonischen Zyklus habe ich in drei Einspielungen.

      Meine Liebste ist diese (Neumann auf Denon mit dem Czech Philharmonic Orchestra):



      Dann habe ich noch Kubelik mit den Wienern aus den späten 50ern.
      Der ist auch sehr schön, aber klanglich schon etwas angestaubt.

      Und dann habe ich noch diese hier, mit genau diesem Cover. (Inbahl mit dem RSO Frankfurt auf Teldec)
      Nach dem Kauf ein oder zweimal gehört. Seitdem verstaubt sie im Regal.
      Ich weiss gar nicht mehr, warum.

      Grüße
      Jürgen

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